musste mmir eben leider doch schon was einwerfen......er fragte mich, ob ich ihn helfen würde, kann es aber nicht...er ist dann gegangen und ich fühlte mich so mies...es kommen solche aggressionen gegen mich hoch.....hätte am liebsten mir in dem moment ein messer in den arm gerammt oder alles kaputt geschlagen.......warum kann ich nicht so sein, wie andere........
dan lieber was zur beruhigung und ich bin still
ich habe vor zweiflung schon 7 tabletten genommen, bin immer noch fit, das ich eine stunde gerudert habe und eben noch einen sekt getrunken habe........ich bin immer noch negativ angespannt, die laute musik, dad die feiern hört man bis hier hin....es tut so weh.........was kann ich noch tun
Liebe Melli,
Ich hatte bereits geschrieben, dass Konfrontation für Dich evtl. mit sehr hohen
Belastungen verbunden ist. Ich verstehe auch, warum Du trotz Deiner Bedenken
hingegangen bist. Ich möchte das in keinster Weise kritisieren, denn Du hast
RICHTIG gehandelt. - Richtig??? - -Ja, richtig! Du hast versucht der ersten Kon-
frontation auszuweichen und er hat Dich (weil er die Situation nicht richtig be-
urteilen kann) sofort in die nächste geschickt.
Um den Ablauf zu verdeutlichen, habe ich mir erlaubt, Deinen Text ein wenig zu zerpflücken:
M.: "Er fragte mich, ob ich ihn helfen würde, kann es aber nicht...er ist dann ge-
gangen und ich fühlte mich so mies..."
J.: Du hast versucht, die direkte Konfrontation mit Deinem Bekannten zu vermeiden.
M.: "es kommen solche aggressionen gegen mich hoch.....hätte am liebsten mir in
dem moment ein (---) in den arm gerammt oder alles kaputt geschlagen"
J.: Jetzt kommt Stress auf, weil er Deinen Wunsch nicht akzepiteren möchte
M.: "die laute musik, dass die feiern hört man bis hier hin....es tut so weh........."
J.: Du hattest keine echte Chance, dem Stress auszuweichen....
M.: "es tut so weh........."
J.: Die Schmerzen sind eine Reaktion Deines Körpers, der Dir damit anzeigt, dass
Du der Belastung nicht gewachsen bist, normalerweise eine Schutzfunktion, die
Dich daran hindern soll, dass zu wiederholen.
M.: "warum kann ich nicht so sein, wie andere?........" M.: "was kann ich noch tun?"
Du, ich und viele andere haben in der Vergangenheit einschneidende Dinge erleben
müssen, die nun unsere Psyche beeinflussen; sie haben sich tief ins Unterbewußtsein
eingegraben und beeinflussen uns. ABER: wir können lernen, damit umzugehen und
unangenehme Situationen weitgehend zu vermeiden.
Wir müssen lernen, die Ursachen zu bekämpfen. Geschehenes ist Vergangenheit. Es
läßt sich nicht mehr ändern. Wir leben in der Gegenwart. Die Gegenwart läßt sich be-
einflussen, indem wir uns Gedanken um die Zukunft machen.
Dein Mitbewohner ist nett, freundlich und hilfsbereit. Du kommst gut mit ihm aus, aber
er bringt Dich in stressige Situationen, weil er sein Interesse an Party höher bewertet,
als Deinen Wunsch Stress zu vermeiden. Ist ihm klar, was er Dir damit antut? Wäre er
bereit, sich über den richtigen Umgang mit Deinen Problemen zu informieren und sein
Verhalten entsprechen anzupassen? Sind da evtl. Gefühle in Spiel?
Auch ich kenne Kall ein wenig. Das Dorf ist doch recht klein, fast jeder kennt jeden. Du
wirst ständig angesprochen, aber fast alle wollen nur Small-Talk oder Spaß. Probelme
stören da nur. Hast Du dort auch richtige Freunde? Menschen, die Dir gerne helfen?
Ohne eine direkte Gegenleistung zu erwarten? Siehst Du dort eine Zukunft für Dich?
Bist Du dem sozialen Druck auf Dauer gewachsen?
In einem größeren Ort kennst Du zunächst wieder niemand. Würde Dein WG-Mitbewohner
mit Dir umziehen wollen? Düren, Zülpich, Münstereifel, Euskirchen, Linnich, Eschweiler sind
möglicherweise auch zu klein? Aachen bietet Dir sicher alles, was Du brauchst, aber möch-
test Du in einer Großstadt leben? Kennst Du dort bereits jemand? Brauchst Du die direkte
Nähe der Natur?
Das alles will gut überlegt sein. Mir ist bekannt, dass Du schon oft umgezogen bist, aber
Kall? oder evtl. sogar eine der umliegenden Siedlungen? ...ist vieleicht nicht so optimal.
Liebe Grüße
John