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Bin nicht geboren fürs Arbeiten! Ratlos :-(

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Endlich einer der es anspricht

Dass wir uns im Ausbeutungssystem befinden, sollte seit Jahrhunderten bekannt sein! Nix neues auf dieser Erde (nicht nur in Germany).

DAS ist zum K**ZEN und wenn man bedenkt, daß andere noch viel länger als ich gearbeitet habe und körperlich auch härter, aber weniger Rente haben als ich (lt. Bescheid), dann regt mich das auch auf, obwohl ich ja die Begünstigte ist.

Aber das war ja nicht die Frage des TE.

Ich glaube man könnte noch endlos über das Thema diskutieren. Mein Rücken ist auch geschädigt durch dieses Ausbeutersystem. Jeder ist sich halt am nächsten. So ist es leid. Wäre wir selbst Unternehmer würde wir wahrscheinlich die Personalkosten so niedrig wie möglich halten. Wahrscheinlich wären wir nicht besser als die Leute, auf die wir schimpfen! Letzen Endes entscheiden wir, ob wir uns Billigartikel kaufen, von Menschen, die wirklich für einen Hungerlohn arbeiten oder dann doch so konsequent sind und auf Artikel achten, die unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt werden.

Die Katze beißt sich im eigenen Schwanz. Wir alle sind Opfer und Täter ein und desselben Systems, nicht besser und auch nicht schlechter.

Viell. wäre ich auch ausgestiegen, wenn meine Bemühungen für die Katz wäre.

Das sehe ich aber nicht (Bemühungen). Ich höre daraus, daß er seit Jahren nichts getan hat und auf das System schimpft. Ich frage mich, wo die Leute ihre Brötchen kaufen? Auch beim Aussystem.

Zum K**zen finde ich hier so einiges. Bsp. die Bedingungen im Slaughterhouse. Esse auch kein Fleisch mehr. Übrigens habe ich auch mal in einer Fleischverarbeitenden Fabrik gearbeitet. Kurz nach dem Abitur (noch Ende der 80ziger – also das Ausbeutersystem ist keine Erfindung der Modernen Zeit). Die Leute haben von 6 Uhr morgens bis 00.00 Uhr gearbeitet!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! im Rahmen eines Zeitunternehmens). Damals war ich zu naiv. War auch nur 2 Monate dort. Die Bedingungen sind unbeschreiblich!!!!!

Trotzdem grillen wir alle gerne…. Wenn ich den Leute erzähle, was für ein Ausbeutesystem die fleischverarbeitende Industrie ist – wem interessiert es für ein paar Minuten Gaumenschmaus?


Was nützt das Schimpfen und das Jammern über das System….wir sind Opfer und Täter zugleich.

So, daß ist meine Meinung. Ich weiß, ich stehe damit alleine auf weiter Flur. Ist mir egal.

Liebe Grüße

Kolya
 
Was ist denn Deine Berufung? Das kannst nur Du wissen




Welche Kompetenzen hast Du vorzuweisen? Danach würde ich gehen und dann bei den Jobbörsen gucken




Wasch mich aber mache mich nicht naß.

Ich verstehe Deine Angst. Habe die gleiche Erfahrung gemacht. Mit Therapie und vielen Gesprächen, mobbt mich heute niemand mehr. Man kann das lernen. Ich habe sogar Freunde auf der Arbeit gefunden, was ich früher nicht für möglich gehalten habe.

Wenn Du etwas ändern willst – mußt Du Dich auf dem Weg machen, ansonsten ändert sich nix



Selbstständig sein ist ja auch nicht so einfach. Ich würde z.B. gerne einen erfolgleichen Blog führen. Soll ja Leute geben, die das ganz erfolgreich machen, aber halt nicht viele. Vielleicht hat jemand ein paar Tipps für mich was ich tun könnte, weil so gehts ja auch nicht auf Dauer. Vor allem nervt mich das halbjährliche Erscheinen müssen beim Jobcenter, die Auflagen von denen ect. Das macht mich auch total fertig.

Als Lösung fällt mir ein:

Was willst Du? Willst Du arbeiten gehen? Dann bewerbe Dich, viell. holst Du fehlende Kompetenzen nach. Gegen Ängste kann man etwas tun. Wenn Du psychisch aber nicht kannst, lasse Dir das ärztl. Atestieren und reiche Frührente ein. Viell. kommst Du mit einem Nebenjob finanziell besser weg. Wenn eine psychische Erkrankung vorliegt, hast Du Anspruch darauf

Man muß sich schon auf dem Weg machen und sich überlegen, was man tun will. Ob Politiker oder Bänker mehr Geld kriegen oder nicht, ist eine Grundsatzdiskussionen, die man gerne führen kann. Mich ärgert es auch, aber kann man es ändern? Es ändert auch nichts, wenn ich mich hinstelle und sage, ich habe kein Geld, aber arbeiten will ich auch nicht. Ja nun, ein Lottogewinn wäre mir auch lieber, dann hätte ich ein kleines Haus und eine Haushaltshilfe…und spiele den ganzen Tag Gitarre. So ist es aber nun mal nicht.

Ich habe damals auch überlegt, ob ich wegen meiner Magersucht und Ritzen meinen Beruf aufgeben. Ich habe sehr lange gefehlt. Mir hat eine Kur geholfen mit anschließender Psychotherapie und Kurse in der VHS habe ich nach der ganzen Mobbingsituation belegt. Heute bin ich stabil und nix bereut, daß ich all das gemacht habe. Ich wäre unglücklich geworden, wäre ich nur passiv zuhause. Aber das muß nun mal jeder für sich selbst entscheiden.

Kolya


Verdient man mit einem Blog Geld?
Wenn ja, wie sieht das denn aus?

[/QUOTE]


So traurig das ist, aber wenn ich tief in mich hineingehe, will ich nicht arbeiten. Ich kann dieses monotone Tag für Tag nicht ertragen. Am liebsten hätte ich gerne einen Wisch vom Arzt, der mich arbeitsunfähig erklärt, aber das ist auch nicht so einfach. Das Arbeiten gehen oder arbeiten an sich wäre ja noch nicht mal das Schlimmste, aber die Menschen versauen einem alles. Es sind immer nur diese, die einem den Stress machen, aber ich schaffe das so nicht mehr. Ich möchte nicht krank werden.
 
Für 2x zum Jobcenter hinbequemen, um Miete, Wärme, Wasser zu bezahlen und für Essen und Trinken, müssen andere ihre Nicht-Berufung, nämlich sich dem Stress und Druck und nervige Leute täglich für das Geld, was Du geschenkt bekommst, nachkommen.

Wenn einige keine Lust, keine Kraft oder was weiß ich nicht haben, dann geht das denke ich klar.

Es gibt ja genug Hartz4-Bezieher die das Hartz4-System selbst finanzieren und keinen normalen Lohn, keine normale Stelle haben wollen und trotzdem unter der Knute des Pseudo-Amtes stehen. Stichworte: Kombilohn, Einkommensanrechnung usw.

Und einigen ist das dann eben zu blöd.

Hartz4 wurde ja auch nicht eingeführt, damit ein halbwegs ordentlicher Lohn gezahlt wird, es genug Stellen gibt von denen man leben kann, sondern damit dieser geringe Bereich ausweitet werden konnte. Es ist also so ganz natürlich, dass es immer mehr Hartz4ler geben muss und auch soll.
 
Es wird halt anscheinend immer noch so gepriesen: "Arbeit macht frei".

Leider denken viele eben immer noch über "Beruf" aber nicht ihre "Berufung" nach. Der Abhängigkeitsmechnismus ist zu stark und es müsste aber hoffentlich den Menschen immer bewusster werden, wieso denn dieses ganze System so funktioniert. Erst wenn das Bewusstsein (bei den Menschen) für diese Welt entsteht, kann wohl auch ein Paradigmenwechsel erfolgen.

In Frankreich lassen die sich das ja nicht mehr so gefallen. Für mich ist es ok, dass man nicht dazu geboren ist fürs "Arbeiten" (in konservativen Sinne). Um zu überleben solltest du vermutlich aber mal beleuchten, wie du dich selbst identifizierst und was du mit Passion, Überzeugung und Leidenschaft machst. Das kann auch etwas sein, dass dir eben kein Geld verspricht. Ich habe bspw. eine Einstellung/Denkweise gefunden, die für mich sehr interessant erscheint: (von mir selbst erdacht)

"Wenn du etwas Positives für diese Welt tust und bspw. einen Menschen, Tier, etc. hilfst, dann wird sich dieser (positive) Einfluss auch auswirken auf die Welt. Und damit hast du automatisch etwas bewegt. Wenn du dich nun als Teil dieser Welt bzw. als die Welt selbst betrachtest, brauchst du keine Angst mehr vor deinem eigenen Schicksal zu haben. Selbst wenn du befürchten musst, dass dir Schlechtes widerfährt, so hast du dennoch die Genugtuung und die Gewissheit, dass du insgesamt dir und der Welt etwas Positives geben konntest (denn du bist ja Teil dieser Welt), das auch Auswirkungen hat. Wenn wir uns also nicht nur als Teile eines Netzwerkes sehen sondern uns als Gesamtheit der Welt verstehen, dann wird es uns auch leichter fallen angstlos und aufrichtig einen Weg zu gehen und zur positiven Entwicklung des Gesamtnetzwerkes (also damit auch uns) beizusteuern. Uns ist dann nicht mehr wichtig was mit uns selbst als Teil passiert sondern die Gesamtheit, denn wir verstehen uns dann als solche."

Ich denke darunter kann man auch den altruistischen Gedanken verstehen
 
--- Für 2x zum Jobcenter hinbequemen, um Miete, Wärme, Wasser zu bezahlen und für Essen und Trinken, müssen andere ihre Nicht-Berufung, nämlich sich dem Stress und Druck und nervige Leute täglich für das Geld, was Du geschenkt bekommst, nachkommen. ---

2x zum Jobcenter bequemen?
Erstens muss man sich alle drei Monate dahin bequemen.
Zweitens musst du dich auf jeden Kackjob bewerben, egal ob er dich beruflich weiter bringt oder nicht.
 

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