Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Bin in meinem Beruf absolut unglücklich, sodass mir übel wird

AbiKisa99

Mitglied
ich möchte dies von der Seele schreiben und suche nach Ratschlägen von Leuten, denen es evtl. ähnlich erging. Ich bin 24 Jahre alt, habe meine Ausbildung zum Industriekaufmann gemacht und arbeite jetzt seit genau 1 Jahr in einem Unternehmen im Einkauf. Wir sind besetzt aus 1 Vollzeitkraft (Ich), eine Teilzeitkraft (Teamleiterin) und 2 Auszubildenden. Das erste Problem ist, dass der erste Chef, der zugleich der Abteilungsleiter für unseren Einkauf ist, sehr schwierig ist. Fast jede klitzekleine Entscheidung müssen wir von ihm genehmigen lassen, nur das problem ist, dass er nie zu erreichen ist, weil er täglich ungelogen 800 Mails kriegt und es nach seiner Aussage nicht schafft, diese zu bearbeiten. auf der anderen Seite regt er sich dann auf und beschwert sich, wenn wir für eine Aufgabe 1 oder 2 Tage zu lange brauchen, wir ihm aber Mails senden und die Antwort teilweise erst nach 5 Wochen kommt. Er arbeitet 100 Stunden die Woche, hatte schon mehrfach Burnout und ich bin mittlerweile die 5. Position in meiner Stellenposition wie meine Teamleiterin mir sagte. Alle meine Vorgänger sind aufgrund des Chefs gegangen. Er trifft teilweise aussagen die unmöglich sind, dass ich angeblich Zettel von seinem schreibtisch klaue wenn er nicht da ist, dass ich ihm extra mit Mails zuspame um ihn zu ärgern usw. . Wenn ich ihn mal fragen sollte was ich verbessern kann, sagt er immer ,,ach komm, dass mache ich selber" Des Weiteren bekommen wir viel zu viele Aufgaben. Wir haben 200 Mails im Postfach die unerledigt sind, und wenn mal jemand krank ist oder urlaub hat in unserer abteilung, ist wirklich notstand. Niemand sieht, welche Arbeit dahintersteckt die wir machen. Ein weiterer Minuspunkt ist, dass ein Mitarbeiter mich ,,mobbt" bzw was gegen mich hat. Ich soll jetzt für ihn bis Ende nächster Woche eine Liste erstellen und wenn er sagt das ich das nicht mache, wird er uns fertig machen. Als ich angefangen habe zu arbeiten, hat er sich darüber lustig gemacht, dass ich halb russisch bin und macht darüber doofe Aussagen. Komischerweise macht er diese sachen nur, wenn meine Teamleiterin nicht da ist und er weiß, dass ich ein sehr ruhiger, zurückhaltender Mensch bin. Ein großes Problem ist noch, dass wir keine Personalabteilung besitzen und niemand ein offenes Ohr hat. Unsere Personalabteilung ist in einem anderen Standort, in einer anderen Stadt. Vor einem halben Jahr ist ein ,,zweiter Chef" in unser Unternehmen gekommen, der sich für Personalangelegenheiten kümmern soll, ist es ratsam ein gespräch bei ihm zu suchen ?

Meine Fragen die ich habe ?
1.Muss ich mit schlimmes befürchten, wenn ich zum ,,personalChef" gehen würde und die Karten offen lege ? Also das mir ernsthafte Konsequenzen drohen oder kann ich sowas machen ? also mit offenen Karten meine ich, Dinge zu erzählen, wie das mir unterstellt wird, dass ich klaue, sich über meine Herkunft usw lustig gemacht wird ?
2. Sollte ich / sollte man eher es vermeiden, zu erzählen, wie es einem psychisch geht ? Seit letzter Woche wird mir richtig übel wenn ich an den nächsten Arbeitstag denke. Mittwoch war es sogar so schlimm, dass ich mich fast übergeben musste.
3. Wirkt es ,,schwach" zu erzählen, dass man mit der Arbeit nicht hinterherkommt ? Kann ich sagen, dass ich mir mit diesen Umständen keine Zusammenarbeit mehr vorstellen kann ?

Ich hoffe, ihr konntet mir etwas folgen. Ich bin für jeden Kommentar, für jeden Menschen, der sich hierfür Zeit nimmt, äußerst dankbar !!
 
@Pfefferminzdrops nein, bin raus aus der Probezeit. Die Kündigungsfrist nach der Probezeit beträgt lt. Vertrag 4 Wochen. Bei uns im Unternehmen ist es üblich, dass Leute kommen und gehen, die meisten bleiben auch nur paar Monate. Auch die Umstände im Unternehmen sind alles andere als positiv: ich verdiene nur knapp über Mindestlohn, Kugelschreiber, Notizblöcke müssen wir selber mitbringen also Büroausstattung wird nicht gestellt und sogar Besteck wie Löffel und Gabel müssen wir selber mitbringen
 
@Pfefferminzdrops nein, bin raus aus der Probezeit. Die Kündigungsfrist nach der Probezeit beträgt lt. Vertrag 4 Wochen. Bei uns im Unternehmen ist es üblich, dass Leute kommen und gehen, die meisten bleiben auch nur paar Monate. Auch die Umstände im Unternehmen sind alles andere als positiv: ich verdiene nur knapp über Mindestlohn, Kugelschreiber, Notizblöcke müssen wir selber mitbringen also Büroausstattung wird nicht gestellt und sogar Besteck wie Löffel und Gabel müssen wir selber mitbringen
Dann nur weg da. Du kannst ja eigentlich nur gewinnen. Einen Job zum Mindestlohn mit besseren Rahmenbedingungen findest du auch woanders.
 
@Buntehäsin weil wir für jede kleine Frage in sein kleines Büro rennen müssen, um eine Freigabe zu erhalten und da man dann direkt an seinem PC ist, sieht man, dass in seinem Outlook postfach ca. 800 ungelesene Mails sind. Er hat jeden Tag eine andere Meinung, sagt mir sachen, dass man hinter jeden Cent her sein muss, deswegen auch die Einstellung, dass er sich verweigert, Küchenbesteck und Büromaterial zu bestellen. Ich war davor 6 Monate arbeitslos aus persönlichen Gründen (kranker Bruder, Jobsuche ist tatsächlich nicht so leicht in meiner Umgebung) und es war die erste Option, die zugesagt hat. Obwohl das Vorstellungsgespräch schlecht war meiner Meinung nach und der ,,komische Chef" selbst beim Vorstellungsgespräch mich versucht hat runterzumachen, hat der Personaler mich um 20 Uhr damals angerufen und gesagt dass er mich gerne nehmen würde. Unser Chef und unser Personaler verstehen sich überhaupt nicht gut und schimpfen sehr oft
 
@Pfefferminzdrops : mein Problem bzw. was mich von einer Kündigung abhält, ist meine Sorge, dass mein Lebenslauf dadurch ruiniert wird. Objektiv betrachtet, würde es meinen Lebenslauf ruinieren ? : ich habe Abi gemacht, danach die Ausbildung zum Industriekaufmann, war dann 4 Monate arbeitslos, dann 7 Monate Auslandspraktikum, dann 6 Monate wieder arbeitslos, seit 1 Jahr bis jetzt in dem aktuellen Job.
 
@Pfefferminzdrops : mein Problem bzw. was mich von einer Kündigung abhält, ist meine Sorge, dass mein Lebenslauf dadurch ruiniert wird. Objektiv betrachtet, würde es meinen Lebenslauf ruinieren ? : ich habe Abi gemacht, danach die Ausbildung zum Industriekaufmann, war dann 4 Monate arbeitslos, dann 7 Monate Auslandspraktikum, dann 6 Monate wieder arbeitslos, seit 1 Jahr bis jetzt in dem aktuellen Job.
Die Frage ist doch aber, welche Perspektive du hast. Kannst du so noch 3 Jahre arbeiten? Besteht die Chance, dass der überforderte Chef geht? Oder dass du zur Entlastung noch einen neuen Kollegen bekommst?

Ich würde anfangen, Bewerbungen zu schreiben. Du musst ja noch nicht kündigen. Aus einem bestehenden Beschäftigung heraus ist eine Bewerbung einfacher.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben