Ich finde deinen Entschluss, das Studium zu beenden, sehr gut. Egal, wohin die Reise geht, du beweist so Durchhaltevermögen und damit kannst du schonmal punkten!
Auch die Insolvenz ist ein guter Schritt, der eine Last von deinen Schultern nimmt.
Was fehlt, ist ein konkreter Plan, ein konkreter Berufswunsch.
Ich bin körperlich und psychisch stark eingeschränkt
Das gilt es also zu beachten, mit zunehmendem Alter dürfte das nicht leichter werden.
Du brauchst also eine dazu passende Tätigkeit.
in meiner Verfassung bin ich überhaupt nicht für diesen Bereich geeignet.
Der soziale Bereich, Arbeit mit Menschen, ist damit also weitgehend raus.
Ich liebe Musik, spiele selbst Klavier und Gitarre ( selbst beigebracht leider keine wirklichen theoretischen Kenntnisse ) und würde am liebsten in diesem Bereich tätig werden. Ich habe gelesen, das es Ausbildungen als Klavierbauer gibt
Mehr Infos hast du dir dazu aber nicht besorgt...
was ich super interessant finde und zu mir passen würde.
Ein derart anstrengender und kaum gefragter Beruf?
lieber verdiene ich weniger und hab dafür Spaß am Beruf als mich durch einen Beruf zu quälen, der mir überhaupt nicht liegt
Aber dann ist es überaus wichtig, dass du dich eingegend über die jeweiligen Berufe informierst! Und nicht begeistert auf etwas völllig ungeeignetes aufspringst.
Ein Praktikum wird wegen des Studiums kaum möglich sein, aber du kannst neben der wichtigen Infosuche im Netz auch Kontakt zu jemandem aufnehmen, sagen, dass dich der Beruf interessiert und fragen, ob mal ein Gespräch darüber möglich wäre, damit du dir klar werden kannst, ob du dafür geeignet bist. Mit Glück lässt sich jemand darauf ein.
Sonst wird die nächste Entscheidung wieder eine Fehlentscheidung.
trotzdem will ich nicht aufgeben und in Frührente gehen, ich will es weiterhin versuchen, etwas aus mir zu machen
Im Grunde wäre das vielleicht gar kein so schlechter Weg. Es würde Druck wegnehmen.
Und du darfst etwas hinzuverdienen, könntest dich, mit dieser - zugegeben doch kleinen - Sicherheit im Hintergrund ausprobieren, in verschiedene Tätigkeiten reinschnuppern und so vielleicht deinen Weg finden, wie du die erlaubten Arbeitsstunden füllen möchtest.
Auch dazu könntest du dich eingehend informieren, um eine für dich passende Entscheidung treffen zu können.
Glaubt ihr eine Ausbildung macht Sinn in diesem Alter?
Das Alter sehe ich nicht als Knackpunkt, eher deine Verfassung, die es dir doch recht schwer zu machen scheint. Du musst dadurch eine viel größere Anstrengung aufbringen als andere Auszubildende, stehst unter einem ganz anderen Druck.
Du merkst das jetzt im Studium auch.
Die Frage ist: Willst du dir etwas ähnlich Anstrengendes und Belastendes nochmal zumuten?
Denkst du, du bist dem ein weiteres Mal gewachsen?
Nachtrag: Du hast das schon beantwortet für dich und ich halte das für eine gute Entscheidung.
fühle mich psychisch und körperlich oft nicht Alltagsfähig (
Also ist eine 5-Tage-Woche doch zuviel für dich, mindestens brauchst du weniger Stunden pro Tag, vielleicht aber auch einen Wechsel aus freien Tagen und (verkürzten) Arbeitstagen.
Das würde schon für (Teil-)Berentung und Zuverdienst sprechen.
Denk mal nicht an konkrete Berufe, versuche dich der Antwort, was du tun könntest, anders anzunähern
Was außer Musik magst du?
Was kannst du gut?
Liegt dir Planung, erklärst du gut?
Bist du ein guter Organisator?
Vermittler?
Arbeitest du gerne am PC, fertigst du gerne Skizzen, Zeichnungen an?
Wenn dich der Körper einschränkt, wird es mit körperlicher Arbeit schwierig.
Die psychischen Einschränkungen machen soziale Tätigkeiten MIT Menschen schwierig.
Aber du kannst FÜR Menschen etwas tun.
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