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Bin ich überfordert?

B

Badnose

Gast
Hallo.

Ich hab am 1.8. meine Ausbildung zum Steuerfachangestellten angefangen und finde das Job bzw. das, was ich davon mit bekommen habe auch ganz interessant. Also rein fachlich gesehen kein Ding, zwar trockner Stoff bis zum Abwinken aber das liegt mir schon, obwohl ich mir auch schöneres vorstellen kann. Mein Problem liegt woanders, und ich ganz verschiedenen Regionen. Ich bin eher wenig Kontaktfreudig und bleibe lieber für mich, ja ich bin Einzelgänger, man möge es nennen wie man will. Im normalen Arbeitsalltag ja kein Thema, in der Mittagspause wechsle ich auch gern mal ein Wort mit dem einen oder anderen, oder lese in meiner Zeitung. Was mir zu schaffen macht sind diese dämeligen Betriebsausflüge oder wie jetzt demnächst ansteht die Weihnachtsfeier. Hierzu sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich so gut wie keinen Alkohol zu mir nehme und deshalb gern mal schief angeguckt werde, was mich jetzt nicht wirklich berührt, ist schließlich meine Sache. Bei solchen Gelegenheiten komme ich mir immer derbst fehl am Platze vor und überlege schon immer, wie ich drum rum käme. Was mich sehr wohl berührt ist das Altersgefüge in meinem Betrieb (wir sind ca 40 Leute). Die allermeisten sind 25 oder älter, ich grade 20 geworden. Da Anschluss zu finden ist verdammt schwierig. Was mich aber wirklich am meisten stört ist meine absolut nicht mehr vorhandene Freizeit. Mein Ausbildungsbetrieb liegt über 40 KM weg von mir, und da die Autobahn voll ist mit Baustellen brauche ich mindestens 50 Minuten, gern auch mal ne Stunde um zur Arbeit zu kommen (wir reden hier von einem Weg). Damals in der Bewerbungsphase hat dieser Betrieb mit halt als erster angeboten, mich zu nehmen, und ich konnte schlecht sagen "ja wartet mal nen Monat, vielleicht krieg ich was im Steuerbüro um die Ecke". Das führt dann also dazu, dass ich morgens um 6:45 aus dem Haus gehe und seltenst vor 18:00 wieder da bin, wo ich wohne, da es im Betrieb außerdem eine Mittagspause gibt, die nicht kürzer als eine volle Stunde sein darf. Die vielleicht 4 Stunden "Freizeit" Abend gehen dann drauf für lernen für die Berufsschule und anderen Kleinkram. Das muss sich jetzt lächerlich für die meisten anhören, schließlich gibts hier Leute mit echten Problemen, aber so wies im Moment läuft in meinem Leben bin ich ziemlich unglücklich. Andererseits habe ich wenigstens den Ergeiz, meine Ausbildung durchzuziehen, denn Erfahrungsgemäß kann man einpacken, wenn man eine abgebrochene Ausbildung in seinem Lebenslauf stehen hat. Ob ich das schaffe steht allerdings in den Sternen, denn ich stehe grade am Anfang, der Arbeitsaufwand wird wohl nicht weniger werden, grade was den schulischen Teil betrifft. Ich selbst mache mir im Moment noch die Hoffnung, wenigstens eine Verkürzung auf 2 1/2 Jahre heraus handeln zu können, wenn ich die Schule gut mache, sodass ich Anfang 2008 fertig wäre und mir einen Job hier in der Nähe suchen könnte. Ich muss nur so lange durch halten. Grade meine Freunde, die sich als Studenten ein schönes Leben machen erzeugen da schon Neidgefühle sondersgleichen....

So long.
 
Hallo Badnose,

ein Arbeitstag, wie du ihn beschrieben hast, 6 Uhr 45 von zu Hause los und 18 Uhr wieder zu Hause ist heut zu Tage, für die die Arbeit haben und auch für Auszubildende normal. Leider ist das nun mal so, dass kaum jemand seine Arbeits- oder Ausbildungsstätte um die Ecke hat.

Bei dir sind es erstmal drei Jahre, an denen du auch abends noch zu Hause etwas für die Schule tun musst.
Danach fällt das Lernen ja weg und du hast wieder mehr Zeit.
Freu dich doch, dass du überhaupt einen Ausbildungsplatz hast.

Versuche trotzdem - so gut es zeitlich geht - privat einen Ausgleich zur Arbeit/Ausbildung zu schaffen.

Freust du dich richtig auf den Feierabend? Wartet daheim dein Freund auf dich? Oder läuft es zur Zeit etwa privat auch nicht so richtig, bzw so wie du es gern hättest?

Monika
 
Dein Problem kenne ich. Allerdings nicht aus meiner Ausbildung sondern vom Job danach.

Langer Weg zur Arbeit, aufgezwungene lange Mittagspause. Wenn dann auch noch Überstunden dazu kommen, kriegt man in dem bisschen Freizeit, das man hat, nichts mehr geregelt. Ich hab damals nach 3 Monaten gekündigt.

Während meiner Ausbildung hatte ich auch Problem mit meinem Einzelgängertum. Ich hab versucht, mich zu ändern, offener zu werden. Aber das geht nicht von jetzt auf gleich.

Würde Dir raten, die Ausbildung auf jeden Fall weiter zu machen. Die Gründe dafür (Arbeitsmarkt, etc.) hast Du selber schon genannt. Zu den Firmenfeiern/Betriebsausflügen musst Du ja nicht gehen. Es kann Dich schließlich keiner zwingen. Denk Dir notfalls eine Ausrede aus, wenn Du keinen Bock auf Sprüche hast. Wegen der Mittagspause kannst Du ja vielleicht nochmal mit Deinem Chef sprechen, so dass sie sich auf eine halbe Stunde drosseln ließe.

Ich weiß nicht, ob Du auf Studenten unbedingt neidisch sein musst. Ich studiere jetzt selber, aber wenn man zügig fertig werden will und nicht jede Woche Party macht, erfordert ein Studium sehr viel Selbstdisziplin. Man muss schließlich nicht zu den Vorlesungen. Und neben den Vorlesungen hat man häufig noch irgendwelche Gruppenarbeiten zu erledigen, die wahrscheinlich auch nix für Dich wären. Bin im siebten Semester. Seit Beginn meines Studiums habe ich Probleme mit Gruppenarbeiten. Immer diese Leute, die nix tun und sich von anderen durchziehen lassen. Machen sich auf Kosten der anderen Gruppenmitglieder ein schönes Leben. Bin froh, wenn der Mist endlich vorbei ist.

Darf mir manchmal ganz schön blöde sprüche anhören, weil ich fast nie auf Parties gehe (außer zu ganz besonderen). Doch ich bin nicht 500 km von zu Hause weggezogen, um Party zu machen und meinen Eltern länger als nötig auf der Tasche zu liegen.

Grüßle,

alicia
 
Ich freue mich auch über meinen Ausbildungsplatz, aber gleichzeitig weiß ich halt im Nachhinein, dass ich quasi im nächsten Ort ebenfalls was bekommen hätte.

Und ja, das ganze beeinflusst mein Privatleben schon negativ, denn meine am Ort verbliebenen Freunde schieben mehr oder weniger nen ruhigen als Zivi oder haben nen lässigen Ausbildungsplatz. Wenn man dann nur am Wochenende etwas Kontakt hat ist das schon scheiße. Grade wenn man wie ich nicht grad so viele Freunde hat, bin in dieser Hinsicht wie gesagt eher wählerisch, ist mir schon immer schwer gefallen, anderen zu vertrauen, siehe auch was alicia zu Gruppenarbeiten und so sagte. Ich verlasse mich am liebsten nur auf mich selbst.

So long.
 

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