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Bin ich ein Narzisst?

Du bist definitiv kein Narzisst.

Teilweise eher zu unterwürfig und auch das trägt dazu bei, dass der/die Partner mit der Zeit immer unzufriedener und nörgliger wird.

Ich könnte mir vorstellen, in diese Richtung seid ihr gerutscht.
 
Im Grunde können wir nur das erfassen was er uns darüber mitteilt, das Verhalten der Frau wird in ein paar wenigen Sätzen erwähnt und die sind durchgehend negativ behaftet, ich bin nicht vom Fach, doch da würde ich hellhörig werden.
 
Ich stelle mir die obenstehende Frage: "Bin ich ein Narzisst?"

Hintergrund ist, dass mir meine Frau genau das zum Vorwurf macht. Wir erleben eine akute und schwere Krise. Dennoch beschäftigt mich insbesondere dieser Aspekt.

Im Web habe ich "Persönlichkeitstests" gefunden, die aber so offensichtlich gestrickt sind, dass ich dadurch auch keine weitere Sicherheit erfahre. Ich muss außerdem zugeben, dass mir der emotionale Umgang mit Menschen Probleme bereitet und ich mich sofort unsicher und unwohl fühle, sobald es um diese Ebene geht.

Auch bin ich manchmal der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen, wenn es um solche Dinge geht. Das ist keine böse Absicht meinerseits, einfach nur Unvermögen, das mir manchmal selbst auffällt, aber leider nicht immer. Daran versuche ich schon seit längerer Zeit zu arbeiten, aber die Erfolge sind noch nicht zufriedenstellend.

Darüber hinaus, was auch für Narzissmus spricht, ruhe ich gerade nicht wirklich in mir selbst, bin schnell gereizt und habe das, was man wohl als "kurze Zündschnur" bezeichnen muss.

Dennoch: Ein Narzisst? In den Beschreibungen finde ich mich so gar nicht wieder. Im Mittelpunkt fühle ich mich eher unwohl. Jetzt habe ich gesehen, dass es unterschiedliche Formen es Narzissmus gibt. Gibt es Narzissten, die ihren Narzissmus vor sich selbst verbergen?

Klar, Fehler gesteht man nicht gerne ein - aber ich glaube, das ist hier was grundlegend anderes. Ihr merkt vielleicht schon, wie unsortiert zurzeit die Welt in meinem Kopf ist. Ich denke, eine einfache Antwort kann es auf die von mir gestellte Frage nicht sofort geben. Aber durch Nachfragen eurerseits bekomme ich auch die Gelegenheit, mein gedankliches um emotionales Durcheinander zu sortieren und mir über weitere Dinge klar zu werden.

Ich habe einfach Angst, tatsächlich so ein Mensch zu sein, denn diese stellen so ziemlich die Essenz dessen dar, was ich niemals sein möchte.
Folgendes.
Zur Selbstdiagnose ist grundsätzlich nicht zuraten. Ebenfalls ist auch ein Partner, besonders noch in einer Krisenphase, nicht geeignet, eine Diagnose zu stellen. Demnach ist es so erstmal vollkommener Unfug. Wenn Du generell psychisch wissen möchtest, ob Krankheit oder Störung vorliegt, ist der richtige Facharzt dafür der Psychiater.
 
Ich persönlich stehe auf dem Standpunkt, dass wir trotz Beziehung zwei unterschiedliche Individuen sind, die ihr Recht auf Privates haben.

Ein Knecht hat kein Recht.
Mir scheint, hier wackelt es sehr und meine Frage ist, wieso man noch Angst hat vor Ärger, so eine Beziehung verlangt ja direkt nach Eskalation.

Lieber TE- bestimmt könnte sie mit einem mutigen, durchsetzungsfähigen Partner mehr Freud haben.
Vielleicht provoziert sie dich, bis du endlich aufstehst und Ende machst mit so einem Rollenmuster.
 
Ein Knecht hat kein Recht.
Mir scheint, hier wackelt es sehr und meine Frage ist, wieso man noch Angst hat vor Ärger, so eine Beziehung verlangt ja direkt nach Eskalation.

Lieber TE- bestimmt könnte sie mit einem mutigen, durchsetzungsfähigen Partner mehr Freud haben.
Vielleicht provoziert sie dich, bis du endlich aufstehst und Ende machst mit so einem Rollenmuster.
Mir ist ein Auskommen wichtig, ich setze selten meine eigenen Punkte durch. Streit oder Auseinandersetzungen empfinde ich generell als sehr anstrengend.

Das, was Du beschreibst, trifft aber mein Gefühl - im Grunde möchte sie jemanden, wie mich überhaupt nicht. Ich fühle mich wie ein Zwang, eine Abhängigkeit, das sie als Übel akzeptieren muss aber dann doch nicht kann.

Hinter ihrem Verhalten steht aber keine bewusste oder vorsätzliche Provokation. Das wäre ein Spiel, aber sobald ich von ihrer Vorstellung abweiche, wird daraus sofort ein existenzielles Thema, das auch keine anderen Dinge mehr übrig lässt. Das geht für eine gezielte Provokation viel, viel zu weit. Auch der verbale Ausbruch, der dann folgt ist nicht gespielt.

Ich habe versucht, darüber zu reden aber am Ende bin ich alleine es immer, der dafür Verantwortung trägt und schon entschuldige ich mich wieder tagelang. Keine Ahnung, was dabei genau passiert aber irgendwie kann ich da nicht kommunizieren. Das Thema wird irgendwie weggezogen ohne das Thema an sich zu wechseln. Sehr konfus, ich kann das gar nicht fassen und beschreiben.

Das passiert auch, wenn ich es schriftlich versuche. Das was ich schrieb, spielt dann nach kurzer Zeit gar keine Rolle mehr. Sie weiß es besser als ich. Ich glaube, nicht auf den Mund gefallen zu sein und mich auch ausdrücken zu können, aber irgendwie komme ich da dann einfach nicht mehr mit, was passiert.

Sie ist mal einem parkendem Auto reingefahren. Gut, kann passieren. Dafür ist man versichert. Aber das Schlimme war, dass sie einerseits erst nichts sagen wollte und ich war zu dem Zeitpunkt 2 Stunden weit weg, andererseits war aber auch der andere Fahrer Schuld, denn das Auto hätte da gar nicht stehen dürfen. Genau so läuft es dann zwischen uns, am Ende habe ich alleine Schuld. Dabei geht es mir darum gar nicht, sondern um die Chance einer Veränderung. Aber die ist damit natürlich einfach nicht gegeben. Zumal alles, was ich sage ohnehin anders ist als ich es sage. Sogar mein eigenes Empfinden.

Das führt zu Frust, zu Resignation und damit wohl auch zu einer nicht mehr "rosaroten Brille", sondern eher zu einer sehr dunklen Sichtweise auf meine Frau.

Ich danke allen für ihre Bemerkungen, Antworten, Kommentare und Meinungen. Ist eben totaler Murks. :-(
 
Ich danke allen für ihre Bemerkungen, Antworten, Kommentare und Meinungen. Ist eben totaler Murks. :-(
Übrigens, bei allem, was ich bisher von dir gelesen habe, wäre für mich die Assoziation mit Narzissmus ganz weit hinten. Ich persönlich - ich bin kein Psychologe - würde mir unter einem Narzissten etwas ganz anderes vorstellen.

Auf mich wirkst du ziemlich reflektiert, und du neigst meinem Eindruck nach eher dazu, dich unterzuordnen und die Wünsche der Partnerin erfüllen zu wollen. In der Hinsicht sehe ich auch Ähnlichkeiten zu meinen eigenen Eigenschaften, denn auch ich tendiere zu einem ähnlichen Denken und Verhalten wie du.

Übrigens wurde mir in meiner vorletzten Beziehung auch ständig gesagt, dass ich mich ändern müsste, sonst wäre ich schuld, wenn die Beziehung kaputt gehen würde. Ich hatte es versucht, so gut es mir möglich war, die Beziehung war trotzdem zerbrochen. Und immer unter dem Vorwurf, dass ich schuld gewesen wäre, weil ich es nicht eingesehen hätte, mich korrekt zu ändern.
 
Wenn es nicht passt dann passt es nicht, dann ist die Frage wegen Narzissmus nur ein kleiner Faktor, ist so eine beziehung überhaupt erstrebenswert? Und besonders ist sie unzufrieden mit dir und du bist unzufrieden mit ihr weil du dich mehrheitlich angegriffen fühlst und sie sich anscheinend nicht Vertanden. Wie soll das denn nun weiter gehen, wilst du so weiter machen?
 
Wie soll das denn nun weiter gehen, wilst du so weiter machen?
TE:
weißt Du denn bzw. hast eine Ahnung, was Deine Frau eigentlich letztlich will? Wünscht sie eine Partnerschaft, die (fast) vollständig zu ihren Bedingungen geführt wird? Oder wünscht sie sich eigentlich einen anderen Typ Partner (der du nicht sein kannst oder willst)?

Ich persönlich bin der Meinung, dass eine Partnerschaft Kompromisse von beiden Seiten erfordert. Deine Frau scheint sämtliche Kompromisse aber einseitig von Dir einzufordern, zumindest liest es sich so für mich.
 
TE:
weißt Du denn bzw. hast eine Ahnung, was Deine Frau eigentlich letztlich will? Wünscht sie eine Partnerschaft, die (fast) vollständig zu ihren Bedingungen geführt wird? Oder wünscht sie sich eigentlich einen anderen Typ Partner (der du nicht sein kannst oder willst)?

Ich persönlich bin der Meinung, dass eine Partnerschaft Kompromisse von beiden Seiten erfordert. Deine Frau scheint sämtliche Kompromisse aber einseitig von Dir einzufordern, zumindest liest es sich so für mich.
Ich denke, dass sie mit bestimmten Dingen durchaus zufrieden ist. Aber mit anderen Dingen eben nicht und alles andere als eine 100%-Umsetzung ist halt nicht gut genug.

In einer Beziehung, so finde ich, sollte jeder so sein, wie er tatsächlich ist unabhängig davon, was er sein könnte oder möchte. Das ist ein Kernaspekt einer Beziehung für mich. Gerade auch die Reaktion mit Wohlwollen auf die Unzulänglichkeiten, die wir alle haben.

Sie möchte sehr viel "Raum" einnehmen, sehr viel Aufmerksamkeit erhalten. Aber halt in einem Maß, dem ich nicht gerecht werden kann ohne mich selbst komplett aufzugeben.

Sie sagt, sie wünscht sich eine Beziehung auf Augenhöhe. Aber da frage ich mich schon: Wie kann das sein, wenn die Sachen des Partners durchsucht werden? Wo bleibt da überhaupt die Möglichkeit für eine Augenhöhe?

Das was sie sagt passt nicht zu dem, was sie tut. Für sie sind Worte sehr wichtig und das, was man tatsächlich tut eben weniger. Das macht sie mir auch zum Vorwurf. Für mich ist ein Ausdruck von Liebe nicht nur das Reden, sondern auch und tatsächlich vorrangig die Taten. Für sie sieht das anders aus. Wie genau, fällt mir zu erfassen schwer. Denn wenn mal eine Tat fehlt - nichts Großes, nur eine vergessene "Lappalie" -, ist auch direkt der große Streit da.
 
Dieses tagelang entschuldigen oder der einzige sein, der sich entschuldigt, das findet man oft in Erwähnung mit toxischen Beziehungen. Zu den mir erarbeiteten Infos bezüglich Narzissmus: Narzissten wollen bewundert werden, brauchen viel Bestätigung ihrer Großartigkeit. Dann heißt es, der Narzisst ist in einer Erzählung über sich selbst entweder das Opfer oder der Held. Außerdem wird manipuliert und Macht und Kontrolle ausgeübt. Narzissten sind auch besser als andere, mehr wert und werten andere ab. Die Persönlichkeitsstörung bringt man mit Vernachlässigung der emotionalen Bedürfnisse in der Kindheit zusammen. Liebe = Leistung. Und was sie auch erwähnen, wenn man sich fragt, ob man ein Narzisst ist, dann ist man wahrscheinlich keiner, weil ein Narzisst nicht darüber nachdenkt. Ob man wirklich einer ist, kann natürlich nur eine Diagnose von einem Experten klären. Es gibt jedenfalls tausend Infos dazu im Internet und man muss natürlich bisschen vorsichtig sein.
 

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