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Bin ich das Problem?

Von mir kann ich sagen, dass ich einfach nur doof war, nicht irgendwas auf meinen Namen schreiben zu lassen. Da ich Vollmachten hatte, hätte ich im Prinzip einfach mal ein paar Euro abheben können, habe ich aber nicht. Ich kann jedem empfehlen zu Lebzeiten sich was bei einem Notar schreiben zu lassen, bevor man hilft. Denn wenn man das nicht macht, führt das zu unfassbar traurigen Momenten, wo andere Schlechtmenschen den Larry raushängen lassen.

Allein was ich wegen dem Scheiss Auto, was lächerliche 5500 Euro Wert hatte und mir versprochen, aber nichts geschrieben wurde, für einen Zirkus verursacht hat, kann sich niemand vorstellen. Die Karre wurde hinter meinem Rücken abgemeldet, dass man mit Kaufinteressenten nicht mal Profefahrt machen konnte, zudem war der TÜV abgelaufen. Theoretisch mußte man aber mit einem zugelassenen Auto zum TÜV fahren. Bei mir klingelte das Telefon und ich wurde nur noch angeschrien, wodurch ich fast Herzinfarkt bekam. Selbst im Krankenhaus wurde auf Umwegen angerufen. Über die Erbschaft bin ich fast abgekratzt.

Für das Räumen von dem Messi Haus wurden mir und meiner Frau ein paar Euro versprochen und zugesichert, ich hätte besser Vorkasse gemacht. Von einer Firma, die man gerne bezahlt hätte, wurden übrigens 5000-10000 Euro Kostenvoranschlag gestellt bei dem Aufwand. Auch hier nichts gesehen. Anschließend wurde sich über mich lustig gemacht, ich bräuchte Geld. Ich habe meine Verwandtschaft verflucht, aber auch Flüche bringen nichts. Es geht ihnen mit dem Geld besser denn je.
 
Warum hast du dich von deinem Opa nicht bevollmächtigen lassen?

wieso hast du nicht mit deiner Oma geredet und dich von ihr bevollmächtigen lassen
Was genau bringen diese Fragen/ Vorwürfe jetzt? Die TE hat zum einen geschrieben:
Ich war fertig. Der beste Opa der Welt war gestorben.
Und zum anderen hat nicht jeder die Art, sich einfach mal mit Gewalt Rechte zu sichern. Und das gegen die Übermacht einer Familie, die hier völlig anders tickt.
Das kann auch immer noch geschehen
Ganz sicher nicht. Kann ja sein, dass es die TE schaffen würde, der dementen Oma eine Unterschrift zu irgendwas abzuringen, was diese inhaltlich nicht mehr versteht. Dann kommen aber ihre Verwandten daher und behaupten, dass die TE sich das erschlichen hat von der Oma, die bei Unterschrift unter deren Vollmachten noch nicht dement war, jetzt aber schon. Gegen so eine Übermacht kommt man als Einzelner, der noch dazu eine Trauer verarbeiten muss (die die anderen ja nicht empfinden), einfach nicht an, das ist reine Energieverschwendung, wird nicht zu einem Erfolg führen und einen daher noch weiter runterziehen.
 
Was genau bringen diese Fragen/ Vorwürfe jetzt? Die TE hat zum einen geschrieben:
Ich war fertig. Der beste Opa der Welt war gestorben.
Ich weiß, dass sie das geschrieben hat. Aber gerade der Umstand, dass sie beim Opa schon erlebt hat, wie ungut es ablief, gäbe ja Anlass dazu, darüber nachzudenken, ob sie nun bei der Oma nicht lieber einen anderen Weg wählen will.

Und zum anderen hat nicht jeder die Art, sich einfach mal mit Gewalt Rechte zu sichern.
Das hat nichts mit "Gewalt" zu tun. Es kommt nur auf den Willen der Person an, die die Vollmachten erteilt.

Ganz sicher nicht.
Doch, natürlich.

Kann ja sein, dass es die TE schaffen würde, der dementen Oma eine Unterschrift zu irgendwas abzuringen, was diese inhaltlich nicht mehr versteht.
Wie kommst du darauf, dass sie das inhaltlich nicht mehr versteht?

Dann kommen aber ihre Verwandten daher und behaupten, dass die TE sich das erschlichen hat von der Oma, die bei Unterschrift unter deren Vollmachten noch nicht dement war, jetzt aber schon.
Die können ja viel behaupten. Sie müssten es aber schlüssig und gerichtsfest belegen können, um tatsächlich etwas dagegen ausrichten zu können.

Gegen so eine Übermacht kommt man als Einzelner, der noch dazu eine Trauer verarbeiten muss (die die anderen ja nicht empfinden), einfach nicht an, das ist reine Energieverschwendung, wird nicht zu einem Erfolg führen und einen daher noch weiter runterziehen.
Die Alternative, das Handeln der Verwandtschaft zähneknirschend hinzunehmen und nicht eingreifen zu können, erscheint mir persönlich nicht unbedingt angenehmer... und sicherlich auch nicht besser für die alte Dame. Aber das muss letztendlich natürlich @Claire123 beurteilen und entscheiden. Ich wollte nur aufzeigen, dass zumindest die Möglichkeit einer Intervention durchaus besteht.
 
Es kommt nur auf den Willen der Person an, die die Vollmachten erteilt.
Solange die Oma die Bedeutung und Tragweite der Vollmacht versteht, kann sie eine solche rechtswirksam unterschreiben.
Aber ist die Geschäftsfähigkeit hier denn noch gegeben? Denn natürlich kann die Gültigkeit später angefochten werden - und die TE hat dann zu sichern/zu belegen (z.B. mit Hilfe vom Hausarzt, Neurologen oder Psychiater), dass Oma trotz der Demenz in der Lage war/ist, die Tragweite einer Vollmacht zu erfassen.
 
Wie kommst du darauf, dass sie das inhaltlich nicht mehr versteht?
Die TE schreibt, dass die Oma dement ist.

Ich an Stelle der TE würde Stand jetzt - an Vergangenheitsbewältigung würde ich meine Energie jetzt ohnehin nicht verschwenden - meine Energie, soweit noch vorhanden, dafür einsetzen, der Oma faktisch zu helfen, anstatt dafür, einen Rechtsstreit oder sonstigen Streit mit meinen Verwandten zu führen, die in Bezug auf die Oma übermächtig sind und zu denen die TE den Kontakt mE berechtigter Weise einschränken möchte.
 
Letztes Jahr brachte ich sie ins Krankenhaus.
Völlig dehydriert.
Sie brauchte Bluttransfusionen.
Ich war jeden Tag da.
Ihre 3 Kinder nicht ein einziges mal in den 6 Tagen.
Als Oma aus dem Krankenhaus abhaute, durfte ich meine arbeit verlassen, um sie einzusammeln und sie wieder zurück ins Krankenhaus bringen.
Gestern lagen dort 2 volle Müllsäcke, in denen schon Maden rumkrabbelten.
Aus dem Eingangsbeitrag geht für mich nicht hervor, ob es aktuell noch Kontakt zu der Oma gibt.
Also, ich lese da heraus, dass regelmäßiger Kontakt weiterhin besteht.
 
Solange die Oma die Bedeutung und Tragweite der Vollmacht versteht, kann sie eine solche rechtswirksam unterschreiben.
Genau. Und von der Fähigkeit zu einem ausreichenden Verstehen wird ja grundsätzlich erstmal ausgegangen. Eine unzureichende Fähigkeit müsste explizit belegt und gerichtlich festgestellt werden.

Aber ist die Geschäftsfähigkeit hier denn noch gegeben?
Meist ist es wohl jedenfalls so, dass nichts anderes offiziell festgestellt wurde. Oft gibt es ja noch nicht mal eine offizielle Diagnose bei Demenz und anderen Alterserkrankungen, weil weder die alten Herrschaften noch ihr Umfeld die Initiative zur Durchführung einer entsprechenden Diagnostik ergreifen.

Auch in diesem Fall schreibt @Claire123 bisher ja nichts davon, dass schon ein Gericht involviert gewesen wäre. Außerdem wohnt die alte Dame noch allein und kommt ohne ständige Betreuung und Beaufsichtigung zurecht... also warum sollte sie nicht auch wirksam entscheiden können, welche Person sie sich als Bevollmächtigte für Angelegenheiten wünscht, bei denen sie Unterstützung in Anspruch nehmen möchte?

Denn natürlich kann die Gültigkeit später angefochten werden
Ja, das kann natürlich versucht werden.

und die TE hat dann zu sichern/zu belegen (z.B. mit Hilfe vom Hausarzt, Neurologen oder Psychiater), dass Oma trotz der Demenz in der Lage war/ist, die Tragweite einer Vollmacht zu erfassen.
Nee, eben nicht. Es ist genau anders herum: Derjenige, der die Vollmacht für unwirksam erklärt haben möchte, muss belegen, dass die bevollmächtigende Person zum Zeitpunkt der Ausstellung nicht mehr in der Lage war, die Tragweite ausreichend zu erfassen.
 
Nee, eben nicht. Es ist genau anders herum: Derjenige, der die Vollmacht für unwirksam erklärt haben möchte, muss belegen, dass die bevollmächtigende Person zum Zeitpunkt der Ausstellung nicht mehr in der Lage war, die Tragweite ausreichend zu erfassen.
Ja, richtig. Und dass die Familie dafür bereits alles getan hat, steht im EP.
Sie haben bereits Vollmachten, haben die Pin der Bankkarte von Oma geändert, die TE als Pflegeperson gestrichen, ihr Bereicherung an Omas Geld unterstellt...
Wenn die TE jetzt also eine Vollmacht von der Oma unterschreiben lässt, sollte sie sich zu genau dem Zeitpunkt (z.B. vom Hausarzt) bestätigen lassen, dass Oma noch nicht zu dement dafür ist.
Die Anfechtung würde nämlich vermutlich auf dem Fuße erfolgen und da reichen dann diese geschlossene Zeugenaussagen der Familie in Bezug auf die Zeit vor der Vollmacht.
 
Mein Kopf rattert gerade einfach nur unaufhörlich.
Liebe TE, um was genau geht es dir? Wo benötigst du Hilfe in deinem ganzen "Kopf ratter Chaos"?
Es bringt nichts dir zu sagen "Hättest du das oder jenes getan", "Warum reagierst du nicht so oder so?". Vermutlich wirst du deshalb auch nicht hier deinen Beitrag eingestellt haben. Oder?

Was z.B. macht dir Angst mit deiner Schwester wieder in Kontakt zu treten und das tolle Verhältnis von früher aufzubauen?
Wohnt deine Oma tatsächlich komplett alleine? Kommt nicht jemand vom Pflegedienst regelmäßig vorbei?

Versuche mal dein "Kopfchaos" auf drei oder vier Punkte zu bringen. Schon allein nur für dich, um eine Art Liste aufzustellen was du gerne geklärt haben möchtest und bewältigen willst.
Wenn du magst, kannst du diese "Liste" dann hier einstellen um einen besseren Einblick für uns zu bekommen.

Deine Situation ist nicht einfach für dich, das ist sehr deutlich aus deinem Beitrag zu lesen.
 

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