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Bin ich asozial?

Auf die Frage, wie oft mir das passiert. Ich fahre die ganze Woche hin und zurück zur Arbeit mit dem Bus. Und innerhalb von 2 Wochen passiert mir das zwischen ein und dreimal.
Und für ältere Menschen stehe ich auch grundsätzlich auf.
Also wenn dir das so oft passiert, und immer in einem halbleeren Bus, dann strahlst du vielleicht etwas aus, was die Leute dazu einlädt oder quasi anzieht sich neben dich zu setzen. Bist du denn sehr offen und schaust den Leuten freundlich in die Augen? Sowas signalisiert halt: Da bin ich sicher und kann mich entspannen. Ganz im Gegensatz zu einer Grufty mit schwarzem Lippenstift, die mit offenem Mund Kaugummi kaut, sich breit macht und betont gelangweilt aus dem Fenster schaut. Zu so jemandem würde ich mich nicht freiwillig hinsetzen, weil man sich da einfach unwohl fühlt. Wenn das wieder mal passiert, überlege dir mal wie du dich verhalten hast, als diese Person sich entschloss sich neben dich zu setzen.

Ich würde halt sowas ohne Hemmungen ansprechen. Auch bei Fremden. Nicht vorwurfsvoll oder genervt, sondern freundlich und lächelnd, Also zB. "Das ist wirklich witzig. Grade habe ich mich in Gedanken gefragt, warum sich andere bevorzugt zu mir setzen und schwupps sitzen Sie da. Das ist jetzt reine Neugier, aber darf ich Sie fragen was Sie dazu bewogen hat? Das passiert mir nämlich ständig. Als ob ich ein wandelndes Magnet wäre "

Oder nimm dir ein Beispiel an der Grufty (siehe oben). Mache ein abweisendes und böses Gesicht und dir ist dein Zweiersitz garantiert.
 
Hallo!

Asozial ist dein Verhalten sicher nicht. Und als Eine, die ÖPNV als Horror empfindet, bin ich sehr froh, ihn ihn bzw so gut wie nie nutzen zu müssen.

Dass du im Normalfall lieber alleine sitzt, verstehe ich ebenfalls. Das hat nicht unbedingt etwas mit Menschenfeindlichkeit zu tun und gerade im Sommer sind die Gerüche in Bussen und Bahnen ja durchaus "interessant".

Aber wie hier schon gesagt wurde - manche Leute sind sehr eingefahren, wollen unbedingt diesen Platz. Teils aus Unsicherheit, weil sie schnell sitzen wollen. Wenn du direkt zu verstehen gibst, dass du sie nicht neben dir haben willst, ist das dein Recht, aber klar denken die dann negativ über dich.

Insofern bleibt die Möglichkeit, dann eben die Leute sitzen zu lassen und selbst aufzustehen und sich einen anderen Platz zu suchen. Das könnten die Leute dann zwar immer noch als Affront werten, aber immerhin haben sie dann ihren Willen.

Aber nimm dir allgemein solche Reaktionen nicht zu sehr zu Herzen. In Bussen und Bahnen liegen die Nerven blank, gerade im Sommer. Da darf man nicht alles zu ernst nehmen.

Alles Gute!
 
Wo wohnst du denn, in NRW?
Nein, ich wohne in Saarbrücken. Wo ich wohne, fährt bei Glätte kein Bus. Dieses Jahr Streiks bei Bussen, jetzt bei der Straßenbahn. Bei letzterer gab es schon acht Streiks. Nächstes und übernächstes Jahr wegen Baustellen lange Sperrung der Strecke bis Mannheim. Damit verlieren wir die Zugverbindung zum Rest der Republik.

Ich kann leider aus gesundheitlichen Gründen weder Auto, Rad, Roller, Moped noch E-Scooter fahren.
 
Nachdem ich gut fünf Mal angefangen habe hier zu antworten (permanent Unterbrechung der Internetverbindung), mache ich jetzt einfach nur eine Zusammenfassung.
Hoffe, es klappt jetzt.

- Natürlich habe ich kein Recht auf einen bestimmten Platz. Mir stellt sich einfach nur die Frage, warum sich jemand, bei einem fast leeren Bus, neben einen quetschen muss. Gerade bei extrem hohen Temperaturen wo man froh ist ein wenig „Luft“ um sich rum zu haben.

- Richtig, meine Tasche hat auch keinen Anspruch auf einen eigenen Platz. Aber auch hier wieder die Frage nach dem Warum im fast leeren Bus.

- Wenn jemand z.B. lieber direkt hinter dem Busfahrer sitzt (aus welchen Gründen auch immer), dann darf man mir das auch gerne mitteilen und ich stehe auf und setzt mich woanders hin. Nur Gedankenlesen kann ich leider nicht.
Ebenso stehe ich problemlos auf, wenn ich direkt bei den Türen sitze und jemand etwas gebrechlicher ist. So jemand muss dann ja nicht unnötig noch weitere Schritte machen bis zu einem freien Platz machen.

- Wenn sich jemand direkt neben mich setzte (fast leerer Bus), habe ich auch schon darum gebeten direkt wieder aufzustehen um mich kurz raus zu lassen. Habe mich dann einfach woanders hingesetzt. Warum die Leute einen dann blöd anschauen bleibt mir ein Rätsel.

- Auf die Frage, wie oft mir das passiert. Ich fahre die ganze Woche hin und zurück zur Arbeit mit dem Bus. Und innerhalb von 2 Wochen passiert mir das zwischen ein und dreimal.
Und für ältere Menschen stehe ich auch grundsätzlich auf.

- Ich hatte mal eine Situation wo ich direkt hinter dem Busfahrer saß. Es war aber nur ein etwas breiterer Sitz. Also keine zwei Einzelsitze. Ein älterer Mann stieg ein und fragte, ob er sich bei mir noch dazu quetschen dürfte. Und hier ist der Unterschied. Er hat freundlich nachgefragt. Ich hab mir aber dann keinen anderen Platz gesucht sondern hab mich ans Fenster gequetscht. Wir sind dann ins Gespräch gekommen und es ist eine nette Bekanntschaft daraus entstanden. Er erzählte mir, dass er fast blind ist, aber diese Armbinde nie trägt weil er das blöd findet. Wir haben uns dann etwa zwei Jahre lang regelmäßig privat getroffen.

- Meine Busfahrt dauert übrigens fast 40 Minuten. Es ist also nicht so, dass ich mir wegen 10 Minuten Gedanken mache weil sich jemand unbedingt neben mich platzieren muss.
Und meine Tasche stelle ich auch nur neben mich, wenn der Bus fast leer ist. Oft habe ich schwere Bücher in der Tasche weshalb es angenehmer ist diese nicht die ganze Zeit auf den Oberschenkeln stehen zu haben.

So, hoffe jetzt auf alles soweit eingeangen zu sein was hier angesprochen wurde.
Und wo ist das Problem? Wenn du dich wunderst, warum jemand das macht, dann frag die Person.
 
Mit asozial hat das mMn überhaupt nichts zu tun. Menschen haben einfach unterschiedlich ausgeprägte Bedürfnisse nach Grenzen/Abstand/Privatsphäre..

(Das könnte im übrigen zum Teil auch deine Frage beantworten, warum sich manche Leute so verhalten und sich neben dich quetschen. Beantwortet zwar nicht das Warum, aber zumindest das 'warum nicht' - diejenigen stört das eben nicht, die brauchen nicht soviel Abstand)

In einem Seminar, wo ich war, hat es einmal extra eine Übung zu diesem Thema 'Bedürfnis nach Abstand' gegeben - jeweils 2 Personen, 1 steht, die andere geht auf sie zu und zwar solange, bis ihre gefühlte Grenze nach Abstand erreicht ist. Die Rollen haben dann gewechselt.
Die Abstände, die eingehalten wurden, waren extrem unterschiedlich..
 
Mit asozial hat das mMn überhaupt nichts zu tun. Menschen haben einfach unterschiedlich ausgeprägte Bedürfnisse nach Grenzen/Abstand/Privatsphäre..

(Das könnte im übrigen zum Teil auch deine Frage beantworten, warum sich manche Leute so verhalten und sich neben dich quetschen. Beantwortet zwar nicht das Warum, aber zumindest das 'warum nicht' - diejenigen stört das eben nicht, die brauchen nicht soviel Abstand)

In einem Seminar, wo ich war, hat es einmal extra eine Übung zu diesem Thema 'Bedürfnis nach Abstand' gegeben - jeweils 2 Personen, 1 steht, die andere geht auf sie zu und zwar solange, bis ihre gefühlte Grenze nach Abstand erreicht ist. Die Rollen haben dann gewechselt.
Die Abstände, die eingehalten wurden, waren extrem unterschiedlich..

In den Öffis geht das eben nicht immer, dass der Wunschabstand eingehalten werden kann. Wem das nicht passt, der fährt keine öffis.
 
Mit asozial hat das mMn überhaupt nichts zu tun. Menschen haben einfach unterschiedlich ausgeprägte Bedürfnisse nach Grenzen/Abstand/Privatsphäre..

(Das könnte im übrigen zum Teil auch deine Frage beantworten, warum sich manche Leute so verhalten und sich neben dich quetschen. Beantwortet zwar nicht das Warum, aber zumindest das 'warum nicht' - diejenigen stört das eben nicht, die brauchen nicht soviel Abstand)

In einem Seminar, wo ich war, hat es einmal extra eine Übung zu diesem Thema 'Bedürfnis nach Abstand' gegeben - jeweils 2 Personen, 1 steht, die andere geht auf sie zu und zwar solange, bis ihre gefühlte Grenze nach Abstand erreicht ist. Die Rollen haben dann gewechselt.
Die Abstände, die eingehalten wurden, waren extrem unterschiedlich..
Das ist sicher so, nur im Bus sind halt Plätze nebeneinander, da nimmt ja keiner Rücksicht auf unterschiedliche Bedürfnisse.Oft ist der Bus auch voll, und man hat eh keine große Auswahl.
 
Das ist sicher so, nur im Bus sind halt Plätze nebeneinander, da nimmt ja keiner Rücksicht auf unterschiedliche Bedürfnisse.Oft ist der Bus auch voll, und man hat eh keine große Auswahl.
Ja, aber die Frage war ja, ob es asozial ist, wenn man seine Bedürfnisse anmeldet - dann, wenn es große Auswahl gäbe!

Oder wenn es eben nur eigene Entscheidungen betrifft - Maske tragen Ja oder Nein - kann ja jeder selbst entscheiden
 

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