Hallo,
je mehr ich von dir lese, desto unangenehmer finde ich dich!
Bei mir wird der Eindruck erweckt, dass - egal was du bekommst - es nicht gut genug oder zu wenig ist.
Spielt keine Rolle, ob es dabei um eine unschöne Kindheit, nicht genug/kein Bafög, nicht genug/kein Verständnis aufgrund deines "Berufswunsches" oder sonstigen Dingen geht.
Mittlerweile lebst du dein eigenes Leben - weitgehend zumindest.
Wenn deine Mutter nicht feinfühlig genug ist, dir passende und deinen Geschmack treffende Klamotten zu schenken, dann sag das doch!
Ein einfaches "Nein danke, das gefällt mir nicht" oder "Sorry, das passt mir nicht" ist doch nicht schwer.
Sobald du das eine Weile praktiziert hast, wird deine Mutter es leid sein, weitere Dinge anzuschleppen - der Aufwand, die Sachen wieder zurück zu bringen, wird mit der Zeit zu groß.
Niemand zwingt dich, Geschenke anzunehmen.
Niemand kann darüber bestimmen, für was du wieviel Geld ausgibst ---> außer natürlich, er muss anschließend für deine Mißwirtschaft aufkommen.
Das Hauptproblem ist ja, dass mir Dinge vorgeworfen werden:
"Die ist eine verwöhnte Göre!"
"undankbares Stück" "verhält sich wie ein bockiges Kind"
"Du hast es noch viel zu gut. Wir hatten damals gar nichts! Wir mussten alles selbst zusammen kaufen. Hätten wir uns so verhalten wie du hätten wir aufs Maul gekriegt!"
"Du kannst nicht mit Geld umgehen!"
"Du bist hochnäsig und hälst dich für etwas Besseres!"
etc etc
Nur wenn man mal sagt, dass einem etwas nicht gefällt. Und *das* tut mir weh.
Meine Mutter macht das seit meiner Kindheit so, dass sie mir ständig die schrecklichsten Sachen kauft. Früher habe ich es immer angenommen (und wurde auch wegen meiner Kleidung gemobbt. Habe dann Zuhause zu hören bekommen "Höre nicht drauf. Das der blöde Markenwahn von denen" und ich habe immer zu meiner Mutter gehalten, während mich außerhalb Niemand mochte und andere Kinder/Jugendliche mich nur beleidigt und geschlagen haben. Wenn ich mir alte Bilder ansehe wo meine Mutter sagt dass ich da ja "noch süß aussah" finde ich mich da einfach furchtbar und ich verstehe nicht warum meine Mutter mich so hat rausgehen lassen. Irgendwie ist es klar dass man da zum Hänselopfer wird, so wie sie mich rausgehen lassen hat!).
*Jetzt* fange ich an mal meine Meinung zu sagen und mich abzunabeln und werde so behandelt und bekomme soetwas zu hören.
Und mein Freund gibt ihr auch Recht.
Damit kam ich irgendwie nicht klar - man sagt seine Meinung (und formuliert sie sogar höflich und nicht irgendwie taktlos) und will sich von dem ganzen Scheiß lösen und alle Leute die man liebt machen einen nur fertig und stellen einen als verwöhnte Göre dar.
Da habe ich gezweifelt ob es nicht doch falsch ist oder ob ich richtig handel und was ich machen kann wenn mir wieder so ne Scheiße an den Kopf geworfen bekomme.
Ich glaube meine Eltern merken gar nicht wie sie mich beschimpfen.
Alles was ich mache ich falsch.
Dass ich studiere ist falsch ("Toll. Das ist auch nur faul rumsitzen. Die sollte lieber eine Lehre machen und Geld verdienen. Am Ende vom Studium findet man eh keinen Job und sie liegt uns nur auf der Tasche und denkt sie ist was Besseres").
Dass ich ausziehe ist falsch, dass ich meine Meinung sage ist falsch, dass ich auf meine Ernährung achte (und jetzt Vegetarierin bin) ist falsch.
Zu fast *allem* kommt als Kommentar dass ich verwöhnt wäre und mich für etwas Besseres halte oder aber:
"Früher war das nicht so...wir hatten nicht...wir konnten nicht...hätten wir...dann hätten wir eine drauf bekommen" usw usw
Ich passe auch irgendwie gar nicht zum Rest meiner Familie...