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BGE= links oder liberal

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Ja, wenn du es für dich als "Freiheit für die Arbeitnehmer" (in Bezug auf deren tatsächliche Wahlmöglichkeit) verstehst, dann ist der Gedanke liberal.
Wenn du aber den politischen/wirtschaftlichen Begriff nutzt, dann ist ein BGE alles andere als liberal, da es eine starke Einmischung des Staates darstellt.

Für die Wirtschaft ist dass sicherlich eine Bedrohung. Aber in einem Video hat der Staat die Rolle als Überbringer. Sonst wird der Staat eigentlich nicht gebraucht. (Sanktionen, weitere Leistungen, Maßnahmen u.s.w) Wenn es um den Begriff Liberal geht, geht es ja auch um die freiwillige Verwirklichung der Person. Die FDP ist ja dafür, dass der Staat den Arbeitslosen unter Druck setzt, jedes Angebot anzunehmen, sonst die Kürzung. Liberal würde aber auch heißen, dass der Arbeitslose zumindest die Möglichkeit hat dagegen vorzugehen. Natürlich kommt es darauf an, ob man ihn im Stich lässt. Nach dem Motto: Sieh zu wie du fertig wirst oder ich gebe dir die Möglichkeit dich auszuprobieren und wähle es aus ob du es machen kannst oder nicht.
Ich befürchte einfach, dass es zu viele Leute gibt, die z.B. die FDP wählen, nur weil diese sich gerne mit dem positiv behafteten Begriff "liberal" schmückt...

Die FDP hat ja auch so Nebenschauplätze: Die Grünen wollten ein Veggie- Day, dann kam die FDP und meinte jeder kann selber entscheiden ob er Fleisch ist oder nicht. Meiner Meinung nach war dass eher so eine Ablenkung vom Neoliberalismus. Ich meine die Partei wurde ja kritisiert, dass sie ihre liberalen Wurzeln irgendwie verloren haben. Jetzt haben sie sich reformiert. Ob die jetzt dadurch liberaler geworden sind ist die Frage...


Hast du dafür eine eventuell eine Quelle?
YouTube Es war so ein Video. Da hat ein Befürworter des BGE Herr Gysi Interviewt und dann meinte er ja, dass ist eine Idee von der FDP. Ich glaube der Mann hat ihn korrigiert. Herr Gysi meinte dann auch so. Ich als Politiker würde dass auch bekommen. Ich brauche es nicht, denn mein Gehalt ist ordentlich.
Es kann sein, dass Gysi (wie Wagenknecht) dagegen ist, aber sicherlich nicht mit der Begründung "weil das von der FDP kommt"
Nein dass war nicht seine Begründung. Er hat es nur gesagt.
Außerdem ist das Bürgergeld der FDP (wie schon gesagt) nicht bedingungslos. Ein BGE wäre das Letzte, was sie FDP sich ins Programm schreiben würde.

Das weiß ich. Die FDP würde so etwas nicht wollen. Es hat immer so ein bitteren Beigeschmack.
 
Die Befürworter meinen eher es geht darum, dass sich jeder verwirklichen kann. Seine Individualität mehr zur Geltung bringt.
Ein ziemlich naiver Wunschtraum, weil die psychologische Reaktion auf das BGE so aussehen täte, daß wegen dem vermeintlich mehr Geld in jedermanns Tasche die Preise samt Inflation schlagartig so ansteigen würden, daß von dem "großzügigen" Mehr schnell nichts mehr übrig ist, aber wenn die Preise erst mal oben sind, dann bleiben sie da auch. Und damit wäre kein bißchen mehr Selbstverwirklichung mehr möglich als vorher auch, wenn plötzlich sämtliche Lebenshaltungskosten viel teurer sind als vorher.
So eine psychologische Reaktion hatten wir schon mal, als damals der Euro im Gegenwert von 2 DM eingeführt wurde und die Preise schlagartig so stark gestiegen sind, daß binnen verblüffend kurzer Zeit der "gewohnte" 1🤐 -Zustand "wieder" erreicht war.
Gegen solche Reaktionen, die weitgehend unbewußt, aber landesweit erfolgen, kann man überhaupt nichts machen. Und das böse Erwachen käme erst hinterher, weil das BGE per Prinzip ein Nullsummenspiel sein soll, was am einen Ende gewährt wird, wird am anderen Ende an Förderungen wieder gestrichen.
Sprich wer da von Selbstverwirklichung und Individualität träumt, würde ein sehr böses Erwachen erleben, weil er am Ende vermutlich sogar mehr und länger draufzahlen muß, als er zuerst bekommen hat.
 
Gut oder Böse sollte nicht nach der politischen Richtung bewertet werden, sondern nach den wirtschaftlichen Folgen, und die sehen nicht gut aus, wegen des psychologischen Effekts, den ich gerade beschrieben habe.
Wer auf Selbstverwirklichung aus ist, muß sich dafür auch in Zukunft selber ins Zeug legen, statt auf kostenlose Geschenke vom Staat zu hoffen.
 
Ein ziemlich naiver Wunschtraum, weil die psychologische Reaktion auf das BGE so aussehen täte, daß wegen dem vermeintlich mehr Geld in jedermanns Tasche die Preise samt Inflation schlagartig so ansteigen würden, daß von dem "großzügigen" Mehr schnell nichts mehr übrig ist, aber wenn die Preise erst mal oben sind, dann bleiben sie da auch. Und damit wäre kein bißchen mehr Selbstverwirklichung mehr möglich als vorher auch, wenn plötzlich sämtliche Lebenshaltungskosten viel teurer sind als vorher.
So eine psychologische Reaktion hatten wir schon mal, als damals der Euro im Gegenwert von 2 DM eingeführt wurde und die Preise schlagartig so stark gestiegen sind, daß binnen verblüffend kurzer Zeit der "gewohnte" 1🤐 -Zustand "wieder" erreicht war.
Gegen solche Reaktionen, die weitgehend unbewußt, aber landesweit erfolgen, kann man überhaupt nichts machen. Und das böse Erwachen käme erst hinterher, weil das BGE per Prinzip ein Nullsummenspiel sein soll, was am einen Ende gewährt wird, wird am anderen Ende an Förderungen wieder gestrichen.
Sprich wer da von Selbstverwirklichung und Individualität träumt, würde ein sehr böses Erwachen erleben, weil er am Ende vermutlich sogar mehr und länger draufzahlen muß, als er zuerst bekommen hat.

Ein Schweizer antwortete auf diese Frage: Nein, Das bedingungslose Grundeinkommen würde die bestehenden Einkommen in seiner Höhe ersetzten und darin bedingungslos machen. Es wäre nicht mehr Geld. Nur wer heute weniger hat, hätte dann mehr. In der Schweiz z.B. würde das Grundeinkommen ca. 1/3 des Bruttoinlandsprodukt ausmachen (180 Milliarden bei einer Grundeinkommens-Höhe von: Erwachsene 2200.-/Kinder 1000.-) Davon wären nur ca. 5% des BIP also rund 25 Milliarden nicht ersetzend. D.h die Gefahr zur Inflation ist nur sehr gering.
 
Wenn es "nur" den Lohn ersetzen täte, ändert sich ja nichts. Raider heißt jetzt Twix und so. Jeder der arbeitet müßte genauso viel oder wenig arbeiten wie vorher, und wieder nix mit Geschenken und Selbstverwirklichung.
 
Wenn es "nur" den Lohn ersetzen täte, ändert sich ja nichts. Raider heißt jetzt Twix und so. Jeder der arbeitet müßte genauso viel oder wenig arbeiten wie vorher, und wieder nix mit Geschenken und Selbstverwirklichung.[/QUOTE

Doch, du kriegst ja eine finanzielle Zuwendung ohne entsprechende Gegenleistung. Es wird in Finanztransfermodellen meist als Finanzleistung diskutiert, die ohne weiteres Einkommen oder bedingte Sozialhilfe existenzsichernd wäre.

Es gibt ja verschiedene Modelle:

Ulmer Transfergrenzmodell

Das Bedingungslose Grundeinkommen würde nach dem Ulmer Transfergrenzmodell würde grundsätzlich allen Bürgern in Höhe des Gesetzgebers festzulegenden Existensminimums ausgezahlt. Finanziert würde das Bürgergeld aufkommensneutral aus einer Bürgergeldabgabe usw.


Bezüglich der Inflation gehen die Befürworter davon aus, dass die Preissteigerung ausgeglichen werden. Das Grundeinkommen muss also dynamisch sein. Um die reale Kaufkraft des Grundeinkommens zu sichern, kann auch die Veränderung der Rahmbedingungen für manche Märkte (z.B. Miet- und Immobilienmarkt sinnvoll sein. Das Grundeinkommen würde die Inflation nicht steigen lassen. Es verteilt um z.B. bei Sozialtransfers und Subventionen. Das Preisniveau ändert sich dadurch nicht, denn die Geldmenge wird nicht größer und der Geldumlauf wird nicht beschleunigt.

Es ist keine allgemeine Preiserhöhung zu erwarten, aber eine andere Struktur der Preise. Güter und Dienstleistungen, die überwiegend unangenehme Arbeit erfordern, könnte in der Tat teurer werden. Anderseits zeigt sich bereits heute eine günstige Entwicklung, beispielsweise die Open-Source-Bewegung die durch das BGE ein mächtigen Schub erhalten wird. Hier entstehen viele Dinge allein der Motivation heraus, etwas zu schaffen. Die Ergebnisse sind herkömmliche Produkten durchaus ebenbürtig, ja z.t sogar Leistungsfähiger, und sie werden kostenlos oder zur niedrigen Preisen bereitgestellt. Ähnlich preisdämpfend wirken auch regional vernetzte Wirtschaftsformen die ebenfalls durch das BGE erleichtert werden.
 
Anderseits zeigt sich bereits heute eine günstige Entwicklung, beispielsweise die Open-Source-Bewegung die durch das BGE ein mächtigen Schub erhalten wird. Hier entstehen viele Dinge allein der Motivation heraus, etwas zu schaffen.

Das halte ich für reines Wunschdenken.

Um sinnvoll an Open Source Projekten arbeiten zu können, braucht man Intelligenz, Fachwissen, Erfahrung, Teamfähigkeit usw. Diese Leute haben typischerweise einen gut bezahlten Beruf, einen große Wohnung in guter Lage und fahren einen Sportwagen oder SUV.

Auf all diese Dinge müssten sie verzichten, wenn sie vom Grundeinkommen leben wollen.
 
Das halte ich für reines Wunschdenken.

Um sinnvoll an Open Source Projekten arbeiten zu können, braucht man Intelligenz, Fachwissen, Erfahrung, Teamfähigkeit usw. Diese Leute haben typischerweise einen gut bezahlten Beruf, einen große Wohnung in guter Lage und fahren einen Sportwagen oder SUV.

Auf all diese Dinge müssten sie verzichten, wenn sie vom Grundeinkommen leben wollen.

Grundsätzlich müssen die sich sowieso etwas einfallen lassen. Weil die Digitalisierung voranschreitet und wir dadurch mehr Arbeitslose haben. Die müssen auch irgendwann Abstriche machen.
 
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