Ich denke, der Begriff "liberal" wird heutzutage in der politischen Landschaft oft im Zusammenhang mit "neoliberal" verwendet, d.h. eine konzern/unternehmensorientierte Politik, die vor allem von der FDP verfolgt wird (aber auch von AfD, CDU und mittlerweile SPD und Grüne).
Ein bedingungloses Grundeinkommen würde diesem Neoliberalismus entgegen stehen, da es den Arbeitnehmern die Freiheit geben würde, selbst zu entscheiden bzw. nicht jedes Angebot annehmen zu müssen (so wie es spätestens seit der Agenda 2010 der Fall ist).
Deshalb müssten die Unternehmen höhere Löhne bieten, da sie nicht mehr aus einer grenzenlosen Quelle von "Gezwungenen" auswählen könnten.
Ja genau dieses Neoliberale meinte ich nicht. Wenn der Arbeitnehmer die Freiheit bekommt. Dann werden doch die Bürgerrechte gestärkt. Zum Liberalismus gehört doch eigentlich, dass die Rechte des Bürgers wahrgenommen werden.
Ich bin mir selbst nicht sicher, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen der richtige Weg ist oder ob es am Ende tatsächlich ein zwingender Schritt in den Zeiten der Digitalisierung ist.
Grundsätzlich steht hinter der Idee allerdings ein grundsozialer Gedanke, der die Rechte der Arbeitnehmer stärkt und entgegen den Interessen der Unternehmer steht.
Darum ist dies vom Ansatz her ganz klar ein LINKER Gedanke, der definitiv am ehesten der Partei "Die Linke" zuzuordnen ist.