Ausnahmsweise
Sehr aktives Mitglied
Ich kenne tatsächlich mehrere Frauen, die freiwillig und gern auf ihre Arbeit verzichten und sich um Kinder und Haushalt kümmern. Nicht weil ihr Mann sie da hineingedrängt hätte, sondern weil sie für sich die Betreuung und Erziehung der Kinder höher bewerten und als befriedigender empfinden als irgendeinen Bürojob. Trotzdem leben sie in einer Ehe auf Augenhöhe, in der beide Partner auf die Sorgen und Wünsche der anderen Seite eingehen.
Ich lebte das jahrelang, weil ich es wollte, auch wenn ich zusätzlich mit Hof, Tieren und Minijob beschäftigt war. Phasenweise mehrere Gastkinder täglich, weil die Qualität des Kindergartens damals zu Wünschen übrig ließ und ich darauf verzichtete.
In diesem 'Job' steckte mein Herzblut.
Und doch gab es da noch mich.
Meine Wünsche, Ziele.
Meinen Verstand.
Rechenfähigkeit, auch wenn das nie mein bester Bereich war.
Genau die Augenhöhe, von der du im letzten Satz sprichst, ist nicht vorhanden, wenn die berufliche und finanzielle A-Karte mal eben der Frau zugeschoben wird, ohne für Ausgleich sorgen zu können und zu wollen.
Dann sind wir wieder bei 1950.
Mich wundert dann eben nicht, dass es schwierig wird, eine Frau zu finden.
Und obendrauf kommen noch abgebrochene, abgesagte Urlaube, ständige Überstunden.
Oder auch nicht, je nachdem, ob man sich nun an den ersten oder letzten Posts von @SaniPeter orientieren soll.
Es ist nunmal so, dass jüngere Generationen von Frauen anders aufgewachsen sind, zunehmend ein anderes Bild von Männern, Frauen, Familie vermittelt bekommen und entwickelt haben, als das noch in den vorherigen Generationen verbreitet war.
Wer da als Mann noch mehr in alten Denkweisen verhaftet ist, wird es schwerer haben als Männer, die mehr mit der Zeit gehen, weiter denken.