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Beziehung zu Geschwistern

Ich hab einige Geschwister, die alle min. 9 Jahre älter wie ich sind. Früher hatten wir fast alle ein sehr inniges Verhältnis. Da mein Vater immer gern mal alle paar Jahre wegzog und dann immer weiter weg, wurden wir teilweise getrennt, weil einige schon alt genug waren für ein eigenes Leben, Partner usw.

Heute wohnt jeder an einem anderen Ort, manche sogar anderes Bundesland. Das macht Treffen sehr schwierig. Früher schafften wir es sonntags noch zum Kaffee bei meinen Eltern - aber da mein Vater der Vagabund war wie immer, zog er wieder weiter weg und noch weiter. So das auch das für einige immer öfter nicht möglich war. Nach dem Tod meiner Mutter war es damit dann auch vorbei, sie war es, die die Familie noch zusammengehalten hatte.

Manchmal sehe ich einige Geschwister jahrelang nicht, der Kontakt ist dürftig. Zu meinem Vater hatten wir alle nie ein wirklich gutes Verhältnis, zumal er uns allen mit seiner unnötigen Umzieherei nur geschadet hat und wir alle Probleme mit Beziehungen haben (egal ob Freunde, Partner oder Familie).

Das hat mich wirklichlich sehr belastet, weil wir durch die Umzieherei auch nie wirklich gute Freundschaften pflegen konnten und quasi nur uns hatten. Es tröstet mich daher ein wenig, das es bei anderen auch oft nicht anders aussieht ab einem bestimmten Alter. Danke für den Thread 😀
 
Ich habe leider keine Geschwister (Eltern auch nicht mehr) und kann überhaupt nicht verstehen, wie man mit so einem Geschenk so leichtfertig und fahrlässig umgehen kann.
Was würde ich dafür geben, Geschwister zu haben.

Ich kann die Perspektive zwar verstehen, aber für mich waren meine Geschwisterbeziehungen (oder zumindest die zu meinem Bruder) immer sehr belastet. Viel Konkurrenz, viel Streit, Gewalt, Gegeneinander. Heutzutage fühle ich mich oft sehr aufgewühlt und unwohl, wenn wir viel Kontakt haben. Ich wünschte oft, das wäre anders, aber leider empfinde ich nicht viel positives.
Um die Beziehung zu meiner Schwester habe ich mich viele Jahre sehr bemüht, aber hauptsächlich einseitig. Als sie mich in einer für mich sehr wichtigen Situation, als ich mit ihr reden wollte, mit den Worten "mich interessieren die Probleme anderer Leute nicht, da ist mir meine Zeit zu schade" stehen gelassen hat (und es auch im Nachhinein nicht nochmal angesprochen/ relativiert hat), habe ich mich auch da emotional sehr distanziert.
 
Zwischen meiner Schwester und mir liegen 8 Jahre. Unser Verhältnis zueinander wurde erst besser, als ich volljährig wurde. Vorher war ich für sie gefühlt, immer nur ein Störfaktor. Bei so einem Altersunterschied kann ich das auch gut nachvollziehen.
 
Genauso war es bei uns auch. Mein Bruder und ich sind 7 Jahre auseinander und erst als ich aus der Pubertät raus war wurde unser Verhältnis ziemlich gut und ist es bis heute auch geblieben. Wir wohnen zwar mittlerweise 1x quer durch Deutschland, aber haben immer Kontakt.
 
Man möchte doch oft das, was man nicht hat.
Meine Mutter war Einzelkind und hätte, laut ihrer Aussage, sehr gerne Geschwister gehabt, deshalb hat sie uns Kinder in die Welt gesetzt. Mit dem Resultat, dass sie uns gegeneinander ausgespielt und somit ihre ganz eigene und persönlich Daily-Soap inszenierte.
Wir Geschwister haben keinerlei Draht zueinander, auch wenn Mancher vorgibt zu wissen was abgelaufen ist. Aber vielleicht ist es so auch für den ein oder anderen leichter. Immerhin muss man sich dann nicht mit seinem eigenen Handeln auseinandersetzen.
 

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