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Beziehung beendet - trotzdem Trauer und Kummer

Marlos12

Neues Mitglied
Guten Abend,

ich will es mal kurz fassen, ich bin 39, meine (Ex) Freundin ebenfalls. Wir haben uns vor einem halben Jahr kennengelernt, ich würde sagen, es war für mich eine Liebe auf den ersten Blick. Ungeachtet dessen, was später dann kam. Sie wollte mich unbedingt, merkte ich auch sofort und ich war bereits viele Jahre Solo, ich war so froh, endlich eine liebe Frau kennengelernt zu haben.

Ich habe Anfangs schon viele red Flags ignoriert, muss ich sagen. Bin aber trotzdem so traurig, dass ich sie nicht mehr habe.

Ich fasse mal kompakt ein paar Dinge zusammen. Ich bin - das ist ein Fehler - eher jemand, der nicht sofort klare Grenzen steckt und nicht sofort alles ausschließt, da ich in meinem Alter keine mega Auswahl hier auf dem Lande habe, muss man Kompromisse eingehen. Das habe ich auch.

Anfangs gefielen ihr Hobbys an mir gut, später weiß ich garnicht, ob sie das jemals gut fand oder einfach nur schmeicheln wollte. Beispiel: Ich helfe meinen Eltern oft im selbständigen Betrieb aus, wir haben eine große Familie und helfen uns gegenseitig. Sie hingegen ist Einzelkind, schwieriger Kontakt zu den Eltern. Anfangs fand sie das toll mit der Familie, später war sie genervt, vielfach war meine Zeit bei meiner Familie für sie ein Dorn im Auge, weil sie immer dachte, ich ziehe es vor, zb mit meiner Familie etwas zu machen, als mit ihr. Hintergrund wieso wir das nicht gemeinsam unternahmen. Meine Familie ist super aktiv, sportlich, wandert gern und meine Ex Freundin ist wirklich sehr bequem und sowohl meine Familie mochte sie nicht sonderlich leiden als auch umgekehrt.

An Ostern ist es dann eskaliert, als wir Karfreitag und Samstag bei meiner Familie waren, sie war genervt von allem, ich auch und wir haben uns richtig angefaucht und geschrien. Mir tat das richtig leid im Nachinein, aber das ständige Gemotze von ihr und Genörgel hat mich richtig wütend gemacht. Nicht gut. Wir sind dann gegangen und bei mir daheim ging der Krach noch mal richtig weiter. Und irgendwann wurde es dann deutlich, ich machte deutlich, was mir an ihrem Lebensstil alles nicht schmeckt, zb dass sie daheim tausend Tiere beherbergt, sie hat drei Hunde, vier Vögel und noch im Garten Hasen und Meerschweinchen. Daheim ist es immer schmutzig, sie ist recht unordentlich und auch eher bequem, will eigentlich keinen Urlaub machen, immer Geldprobleme, weil die Tiere viel Geld kosten und ihr Job bei der Zeitarbeit unsicher ist. Das alles kam meinerseits auf den Tisch.

Kurzum: Es passt mir vieles nicht und ich hätte mir auch nicht wirklich vorstellen können, mit ihr zusammen zu ziehen mit diesen Tieren.

Man hätte einen Kompromiss finden können, sicher, sie war, das muss ich sagen, anfangs und die ersten Monate super super super bemüht, das aufrecht zu erhalten, weil sie schon gemerkt hat, dass mich vieles nervt, aber irgendwann konnte sie wohl auch nicht mehr.

In der Osterwoche dann stellte sie plötzlich alles in Frage, wollte sich aber nicht trennen. Ständig kam das Wort auf, wirklich permanent, so dass ich irgendwann sagte: Dann lassen wir es. Als ob sie darauf gewartet hätte, zitierte sie: Du hast schluss gemacht, das wars jetzt. Irgendwie hatte ich im Gefühl, dass sie es einfach nur nicht aussprechen mag.

Ich habe sie hinterher noch mal angerufen und ihr geschrieben, sie akzeptierte weder eine Entschuldigung noch sonst was, reagierte super wütend und wollte erstmal keinen Kontakt mehr mit mir, was natürlich zu respektieren ist.

Ich rätsel seit einer Woche, obwohl ich viel um die Ohren habe und abgelenkt bin, wieso ich ihr, wieso ich dem ganzen nachtrauere und wieso ich das Bedürfnis nach ihr habe, sie zu sehen und wieso ich nicht los lassen kann, obwohl ich weiß, dass soviele Dinge einfach nicht passten.

Vor allem habe ich seither so schlechten Schlaf, muss ständig an sie denken und habe vor allem das Bedürfnis, sie zu kontaktieren, was ich noch nicht tat.

Vielleicht kann mir jemand seine Meinung mal sagen, was er tun würde und vor allem, wieso ich so traurig bin, auch bereue ich vieles, auch meines Verhaltens, ich würde zumindest so gern wieder ein gutes Verhältnis mit ihr haben, wenn auch keine Beziehung, weil das eher nicht funktioniert, wie ich jetzt weiß.
 
Guten Abend,
ich kenne das Gefühl. Ich habe mich schon einige Male getrennt. In der Situation der Trennung war ich vollkommen überzeugt, richtig gehandelt zu haben. Komischerweise einige Stunden, Tage, Wochen später dann innere Leere, plötzlich nicht mehr gemeinsam Samstags auf dem Sofa, plötzlich hat man niemanden mehr, um auf ein Fest zu gehen, man steht alleine da.

Dem anfänglichen Mut folgen Zweifel, aber jetzt muss man überlegen, was ist diese Trauer, was sind diese Zweifel. Sind sie substanziell wirklich, weil man eine falsche Entscheidung getroffen hat? Oder eigentlich nur aus Angst, allein zu sein, allein zu bleiben und doch einen Fehler mit diesem Verlust gemacht zu haben. Da muss man die Zeit arbeiten lassen um das zu spüren.

Bei dir lese ich aber heraus, dass deine unterbewusste Entscheidung sich zu trennen, schon deutlich vorher stattfand, das macht man nämlich oft so. Wenn ich überhaupt nur - gerade in den ersten Wochen und Monaten - über Trennung NACHGEDACHT habe, dann waren da echte Zweifel und berechtigte Zweifel, die nur überdeckt waren von der rosaroten Brille, denn in den ersten Wochen und Monaten zweifelt man nicht, wenn es passt.

Bei mir war es oft so, dass ich die Trennung nur noch ausgesprochen habe, mein inneres Gefühl aber schon lange in der Sackgasse war. Und trotzdem kamen natürlich Liebeskummer und Zweifel "war das jetzt richtig oder falsch"

Dass die Ex erstmal dicht macht ist menschlich, sie ist enttäuscht, hat auch dann wenn du jetzt schreibst den Eindruck, du weißt nicht, was du willst.

Aber ich glaube, dass hier viele Lebenseinstellungen nicht passen, denn wie du sagst: Wie willst du mit ihr zusammenziehen, wenn so Grundsätze nicht passen?

Sag dir eines: Es ist besser es JETZT festzustellen, als dass du mit ihr zusammenziehst, feststellst, es ist eine Vollkatastrophe und dann ziehst du wieder aus oder sie.

Sieh dir an wie jemand lebt, daheim vor allem und frage dich, ob du dir vorstellen kannst, auch so zu leben. Ich erinnere an viele Threads hier, wo einer der Partner raucht, das ist ne Entscheidung fürs Leben, mit einem Raucher oder einem Tier-Zoo Liebhaber zusammenzuziehen und wer das nicht mag, sollte entweder von Beginn an sagen: Man verbleibt lebenslang getrennter Wohnungen und akzeptiert das oder man lässt es bleiben.
 
Du hängst ständig bei deinen Eltern, änderst daran nichts, aber sie hätte für dich ihre Tiere abgeben oder zumindest die Anzahl verringern sollen? Genau mein Humor.
Sie findet bestimmt jemanden, der sie als Priorität sieht und auch ihre Tiere akzeptiert.
 
Du hängst ständig bei deinen Eltern, änderst daran nichts, aber sie hätte für dich ihre Tiere abgeben oder zumindest die Anzahl verringern sollen? Genau mein Humor.
Sie findet bestimmt jemanden, der sie als Priorität sieht und auch ihre Tiere akzeptiert.

Guten Abend, nein ich hänge nicht ständig bei meinen Eltern herum, und ich hätte niemals verlangt, dass sie die Tiere abgibt, die ich mag, aber ich mag nicht mit Tieren im Schlafzimmer, im Bett und Co zusammenleben.

Was das Thema Prioritäten betrifft, war bei meiner Freundin bzw. Ex Freundin alles ein Problem - also jedes Hobby, jeder Freund und natürlich meine Eltern und Geschwister. Also immer wenn ich etwas gemacht habe mit denen, war sie genervt. Allerdings wollte ich auch nicht mit einer genervten Freundin etwas machen, das hat sich wie im Teufelskreis hoch geschaukelt.

Zudem war das nicht das Thema.

Aber trotzdem danke für deinen Beitrag.
 
Schwierig, hatte vor kurzem diese Situation, wo ich am liebsten zum Hörer gegriffen hätte jede Minute und sie angerufen hätte.

Und ich habe es nicht getan.

Ich erinnere mich in diesen Momenten des Liebeskummers immer an die negativen Aspekte, die zur Trennung geführt haben und die gab es ja, mehr als man denkt, im Endeffekt würde man immer und immer wieder zu diesem Punkt kommen.

 
Liebst du sie?
Wie war der Sex mit ihr ?

Dass er sie liebt, glaube ich, sonst wäre sie längst vergessen.
Auch der Sex wird oft unterbewertet, denn er bindet.

Allerdings muss man sagen, hält beides eine Beziehung dauerhaft im Alltag nicht stabil, wenn es nicht passt. Wenn der eine ein Chaot ist und faul, strapaziert das die besten Gefühle und auf Sex hat man dann zwischen ungewaschenen Socken und Co auch irgendwann keine Lust mehr.
 
Witzig...SIE ist jemand, der zuviel Tiere hat, mehr motzt als konform gehen kann und mag- SIE kann er nicht lieben, aber die Liebe selber geht ihm so ab, dieses Gefühl das zuerst so nett und schön war. ..( als beide sich noch nicht kannten) und das finde ich sehr verständlich.

Lieber Marlos, es ist auch bei ihr so, dass sie dringend wen anderen bräuchte, du ebenso.
Die Gefühle waren schön und richtig, nun müsst ihr sie nur den passenden Partnern in die Hand geben.
 

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