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Bestürzung über einen Flugzeugabsturz ?

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Vielleicht würde bei einigen mehr Mitgefühl aufkommen, wenn statt der Menschen, 150 Tiere an Bord gewesen wären.
 
nein, warum sollte ich? ich bin nicht betroffen, berührt, oder gar geschockt.ausserdem hab ich ne arbeit, die ich tägl. machen muss...

Du hast gefragt, ob jemand zu der Stelle fliegt.
Möchtest Du zu anderen Stellen fliegen können?

Auch das macht bestürzt, betroffen, etwas nicht so ändern zu können, obwohl man sich einsetzen möchte.
Das Gefühl kenne ich auch.


Liebe Grüsse!
Landkaffee
 
Zuletzt bearbeitet:
Mh, ich moechte mich auch gerne noch einmal zu diesem Thema aeussern. Die richtigen Worte zu finden, empfinde ich jedoch als schwer... (hat mit meinem Ausdrucksproblem zu tun ... oh jeh).

Als ich von dem Unglueck erfuhr -meine bestuerzte Mutter teilte es mir mit- empfand ich die Nachricht, um es nochmal zu wiederholen, und nochmal in Anfuehrungszeichen, „natuerlich“ als traurig. Als was denn auch sonst? Faende ich es belustigend, dann haette ich ein ganz anderes Problem... ABER es hat mich nicht zum Weinen gebracht. Denn im selben Moment, da denke ich an die UNZAEHLIGEN Menschen, tagtaeglich, zu jeder Minute, die versterben. Und so oft zu frueh, zu ungerecht und grausam. Natuerlich koennen all die tausende von Menschen nicht alle taeglich in den Medien aufgezaehlt werden... Man muesste einen eigenen Sender damit beauftragen. Wer haette dann noch Lust zum Leben... Auch der Film „Hotel Ruanda“ hat seinen Teil beigetragen, warum ich globaler denke... Fakt ist: Wir fuehlen, was wir hoeren, und am meisten, was wir SEHEN. Wer erinnert sich an die Nato-Bombardierungen 1999 auf Novi Sad (in Serbien uebrigens...)? Ich erinnere mich sehr gut. Denn meine Familie lebt dort. Meine Familie und ich haben extrem gelitten, ganz zu schweigen von den Angehoerigen in Serbien. Erinnert ihr euch an die Anschlaege? Mh, ich denke die Wenigsten... aber fuer mich ist es okay.

Zurueck zum Flugzeugabsturz. Als ich am folgenden Tag erfahren habe, dass wahrscheinlich ein Selbstmord Grund fuer den Absturz war, da kamen mir dann die Traenen. Also kein Unfall, sondern... Mord. So schrecklich Unfaelle sind... aber Mord ist eine ganz andere Geschichte. Mord bedeutet Hass. Krieg. Vernichtung. Und das tut weh. Im Herzen. In der Seele. Ich denke, bei den Empfindungen nach Nachrichten wie diesen, gibt es kein richtig oder falsch. Man darf nicht verwechseln, dass NICHTS zu Empfinden NICHT bedeutet, dass man das Geschehene befuerwortet. DAS waere schlimm. Es ist nur nicht GREIFFBAR. Und ich bin mir sicher, dass eine Kareena oder ein Sevi (oder eine Cenerentola) sehr wohl passende und ernst gemeinte Worte fuer einen Angehoerigen finden wuerden, der eventuell noch in diesem Forum seine Trauer mitteilen wird...
 
Du hast gefragt, ob jemand zu der Stelle fliegt.
Möchtest Du zu anderen Stellen fliegen können?

Auch das macht bestürzt, betroffen, etwas nicht so ändern zu können, obwohl man sich einsetzen möchte.
Das Gefühl kenne ich auch.


Liebe Grüsse!
Landkaffee
häääääääääh?? ich flieg in urlaub, und gut iss
zurück zum thema, ich bin raus.
 
Ich versuche mich in die Lage des Piloten zu versetzen.
Welche Faktoren spielten zusammen??
Überforderung im Beruf, Rückschläge mit dem anderen Geschlecht, keine Person in seinem Umfeld der er sich anvertrauen konnte, Existenzängste.
War es letztendlich eine Kurzschlussreaktion??

Hesback,

diese Frage ist sehr interessant, und als Mensch, der viele Jahre unter Depressionen litt, kann ich das Verhalten des Co-Piloten allein auf seinem depressiven Hintergrund nicht erklären.
Mir wäre bei all meiner Suizidalität damals nie in den Sinn zu kommen, andere Menschen, schon gar nicht meine Familie, meine Kinder mitzunehmen.
Ich kenne dagegen die Gedanken, die Gefühle, wenn man sich ausmalt, wie wohl die Menschen um einen herum reagieren, wenn...
Rachegedanken aber haben sich nie meiner bemächtigt, Ohnmacht schon.

Wir wissen ja inzwischen, dass seine Verlobte die Beziehung beendet hatte. Da war wohl niemand mehr, dem er sich anvertrauen konnte. Ich halte es für möglich, dass der Mann gehofft hat, man werde seinen Zustand erkennen und dann handeln, ihn herausnehmen aus seiner Lage.

Ich bin fast davon überzeugt, dass jemand in einer solchen Situation hofft, andere würden für ihn handeln.
Als das nicht geschah, fühlte er zum Handeln gedrängt, wobei dann sicher auch ein Rachegedanke eine Rolle spielte.

Sie hatten ihm nicht geholfen, jetzt half er sich selbst. Jetzt würden sie ihn wahrnehmen, ein letztes Mal, aber umso heftiger.

Das sind meine Gedanken zu dem Geschehen.

Burbacher
 
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