Ich versuche mich in die Lage des Piloten zu versetzen.
Welche Faktoren spielten zusammen??
Überforderung im Beruf, Rückschläge mit dem anderen Geschlecht, keine Person in seinem Umfeld der er sich anvertrauen konnte, Existenzängste.
War es letztendlich eine Kurzschlussreaktion??
Hesback,
diese Frage ist sehr interessant, und als Mensch, der viele Jahre unter Depressionen litt, kann ich das Verhalten des Co-Piloten allein auf seinem depressiven Hintergrund nicht erklären.
Mir wäre bei all meiner Suizidalität damals nie in den Sinn zu kommen, andere Menschen, schon gar nicht meine Familie, meine Kinder mitzunehmen.
Ich kenne dagegen die Gedanken, die Gefühle, wenn man sich ausmalt, wie wohl die Menschen um einen herum reagieren, wenn...
Rachegedanken aber haben sich nie meiner bemächtigt, Ohnmacht schon.
Wir wissen ja inzwischen, dass seine Verlobte die Beziehung beendet hatte. Da war wohl niemand mehr, dem er sich anvertrauen konnte. Ich halte es für möglich, dass der Mann gehofft hat, man werde seinen Zustand erkennen und dann handeln, ihn herausnehmen aus seiner Lage.
Ich bin fast davon überzeugt, dass jemand in einer solchen Situation hofft, andere würden für ihn handeln.
Als das nicht geschah, fühlte er zum Handeln gedrängt, wobei dann sicher auch ein Rachegedanke eine Rolle spielte.
Sie hatten ihm nicht geholfen, jetzt half er sich selbst. Jetzt würden sie ihn wahrnehmen, ein letztes Mal, aber umso heftiger.
Das sind meine Gedanken zu dem Geschehen.
Burbacher