Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Bestürzung über einen Flugzeugabsturz ?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Mitgefühl bedeutet das man sich in die Lage der Person hineinversetzen kann und ihn unterstützen kann ohne dabei leiden zu müssen.

Wenn du Mitleid hast leidest du evtl. mit der Person mit, aber du kannst ihm keine Lösung geben, da du zu sehr mit deinem eigenen Leid beschäftigt bist.
 
Mitgefühl bedeutet das man sich in die Lage der Person hineinversetzen kann und ihn unterstützen kann ohne dabei leidn zu müssen.

Wenn du Mitleid hast leidest du evtl. mit der Person mit, aber du kannst ihm keine Lösung geben, da du zu sehr mit deinem eigenen Leid beschäftigt bist.

Trifft es nicht ... aber: besser kann man es fast nicht erklären: Mitleid
 
Bringt sie auch nicht mehr zurück, auch nicht hunderte von Seelesorgern.

Würde ich mir als Angehöriger auch verbitten, dass der Seelenklempner gleich mal vor Ort die Lage checkt, bevor da noch was aufkommt.

Aber so ist es: gleich mal alles wegpsychologisieren, wäre ja schlimm...

Auch im Sinne der Airlines.

Übrigens genau so: "Mitleid, Mitgefühl", und dem intellektuellen Unterschied...🙄

Hab ich ja im Studium so gelernt.😉
 
Bei Mitgefühl fühlt man auf einer Ebene, auf einer Augenhöhe, hilfreich mit einer gleichartigen Verbundenheit, die nicht größer weiter besser vom Gegenüber empfunden wird.
Ja, ist dann auch eine wahnsinnige Hilfe für einen Trauernden, gleich Null.

Ist demjenigen scheißegal, kannst du mir glauben oder nicht.
 
Bringt sie auch nicht mehr zurück, auch nicht hunderte von Seelesorgern.

Würde ich mir als Angehöriger auch verbitten, dass der Seelenklempner gleich mal vor Ort die Lage checkt, bevor da noch was aufkommt.

Aber so ist es: gleich mal alles wegpsychologisieren, wäre ja schlimm...

Auch im Sinne der Airlines.

Übrigens genau so: "Mitleid, Mitgefühl", und dem intellektuellen Unterschied...🙄

Hab ich ja im Studium so gelernt.😉


Edy,

hältst Du denn in solchen Katastrophen-Szenarien den Einsatz von Notfallseelsorgern, die ja nicht Seelsorger im klassischen Sinne sind, sondern für solche Krisen-Situationen speziell ausgebildete Fachkräfte aus allen möglichen Bereichen, für sinnlos?

Burbacher
 
Edy,

hältst Du denn in solchen Katastrophen-Szenarien den Einsatz von Notfallseelsorgern, die ja nicht Seelsorger im klassischen Sinne sind, sondern für solche Krisen-Situationen speziell ausgebildete Fachkräfte aus allen möglichen Bereichen, für sinnlos?

Burbacher
Kann ich mir nicht mal vorstellen, dass ein Angehöriger die überhaupt wahrnimmt, unmittelbar nach einer solchen Katastrophe.

Mir geht`s aber eher um die Meldungen. Kann noch so groß sein, das geschehene Unglück - am Ende kommen die Seelsorger ins Spiel, so als wäre ja alles halb so wild, wird sich ja gekümmert.

So geht man dann gesellschaftlich auch mit Trauer um: kann man ja behandeln. Lebbe geht weider...

Kann man aber auch anders sehen.
 
Kann ich mir nicht mal vorstellen, dass ein Angehöriger die überhaupt wahrnimmt, unmittelbar nach einer solchen Katastrophe.

Mir geht`s aber eher um die Meldungen. Kann noch so groß sein, das geschehene Unglück - am Ende kommen die Seelsorger ins Spiel, so als wäre ja alles halb so wild, wird sich ja gekümmert.

So geht man dann gesellschaftlich auch mit Trauer um: kann man ja behandeln. Lebbe geht weider...

Kann man aber auch anders sehen.

Natürlich, keine Frage. Die "Nagelprobe", ob solche Hilfsangebote wirklich helfen, die kommt noch.
Werden die Angehörigen jetzt und medienwirksam "betreut" und lässt sich danach niemand der Helfer wieder bei ihnen blicken oder widerfährt ihnen eine Begleitung, die so lange währt, wie die Betroffenen sie brauchen?

Die Frage ist berechtigt.

Burbacher
 
Ich finde es schon schrecklich, dass wegen eines einzigen psychisch kranken Menschen 149 andere Menschen ihr Leben lassen mussten, noch dazu auf so grausame Weise. Es waren viele junge Menschen darunter, die noch ihr ganzes Leben vor sich hatten. Dennoch muss ich meine Bestürzung nicht nach außen demonstrieren. Einer Schweigeminute, zu der mein Arbeitgeber aufgerufen hatte, habe ich mich auch nicht angeschlossen. Das empfinde ich als Heuchelei. Da geht es nur darum, von anderen gesehen zu werden. Ich kenne ja weder die Opfer noch die Hinterbliebenen. Da müsste ich auch für jeden Verkehrstoten oder jedes Mordopfer, das ich nicht kenne, eine Schweigeminute einlegen.

Würde ich aber jemanden von den Hinterbliebenen kennen, wäre es mir wichtiger, für diese da zu sein und ihnen nicht aus dem Weg zu gehen, wie so viele andere es aus Unsicherheit tun oder weil sie nicht mit dem Leid anderer konfrontiert werden wollen. Krokodilstränen zu heulen über den Tod von Menschen, die man gar nicht kennt, und dann wieder zur Tagesordnung überzugehen, ist natürlich bequemer.
 
Das wird wohl auch mehr oder weniger ein Kompromiss sein: Manche Angehörigen werden auf diese Seelsorger ansprechen - andere nicht Aber gezwungen dazu wird ja sicher niemand. Wichtig für die meisten wird sein, warum etwas passiert ist. Daher sicherlich auch jetzt das intensive Forschen in der Vergangenheit des Täters.
 
Natürlich, keine Frage. Die "Nagelprobe", ob solche Hilfsangebote wirklich helfen, die kommt noch.
Werden die Angehörigen jetzt und medienwirksam "betreut" und lässt sich danach niemand der Helfer wieder bei ihnen blicken oder widerfährt ihnen eine Begleitung, die so lange währt, wie die Betroffenen sie brauchen?

Die Frage ist berechtigt.

Burbacher
Steht ja außer Frage, dass die Zurückbleibenden schwer traumatisiert sein müssen, ist selbst mir klar.

Jetzt werden sie nach der Notfallseelsorge, die wohl meistens auch noch christlich motiviert sein dürfte, therapiert werden dürfen, abgeschottet von der Umwelt, die an der Trauer höchstens im engsten Kreis teilnimmt, und nicht mal das meist.

Ist zwar nicht vergleichbar, angesichts der Tragweite der Tragödie, aber ich habe mir das geschenkt damals, Therapie und all das, und jemand anderer Zurückbleibender nicht, wurde jahrelang therapiert und noch.

Im Prinzip stehen wir beide gleich dumm da. 😉

Total alleine.

Ja, und statt mir zu helfen irgendwie, hat man die Gelegenheit genutzt, mir den Rest zu geben, auch wenns abseits vom Thema liegt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben