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Beste Freunde?

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Gast

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Hallo,

ich bräuchte eure Meinung zu meiner Freundschaft.
Seit 17 Jahren bin ich mit meiner besten Freundin befreundet. (Wir sind beide 20 Jahre alt) Wir haben uns nie gestritten und verstehen uns wirklich gut. Allerdings ist es in letzter Zeit so, dass ich sie brauche, aber sie nicht für mich da ist. Ein paar Beispiele:

Ich war zum ersten Mal in einer Disco (auf einem Geburtstag) und hab dort meinen ersten Kuss bekommen (war eigtl unfreiwillig). Danach war ich total verwirrt und als ich nach Hause kam, habe ich sie sofort angerufen. (es war ca. 1.30 Uhr und Wochenende). Sie hat mich weggedrückt, obwohl sie wusste, dass ich anrief. Sie meinte am nächsten Tag, dass sie so müde war.

Wir haben übernachtet und mir ging es wirklich schlecht. Sie merkte, dass etwas nicht stimmte, aber wollte unbedingt schlafen. Also habe ich das Licht ausgeschaltet. Musste dann weinen, aber sie hat es nicht mitbekommen. Am nächsten Tag meinte sie nur, dass sie zwar merkte, dass es mir nicht gut ging, aber sie war so müde und hat gar nichts mehr gepeilt.

Heute wieder etwas Ähnliches:
Wir waren spazieren und haben uns unterhalten. Als ich sagte, ich will noch nicht nach Hause, ob wir nicht noch ein bisschen rumlaufen wollen, meinte sie wieder, dass sie nur in ihr Bett will.
Allerdings geht sie immer spät ins Bett, auch unter der Woche.

Wenn ich ihr von meinen Problemen erzähle, weicht sie immer aus und heult mir wieder die Ohren voll. Ich weiß, dass sie mich mag. Ich denke, sie ist einfach überfordert oder etwas egoistisch? Oder steigere ich mich in etwas hinein? Ich könnte noch einiges mehr erzählen, aber ich denke, das reicht erstmal. ^^

Vielen Dank im Voraus.
 

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Gast

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Mir gehts im Moment ähnlich, fühle mich von meinen Freunden und speziell meiner besten Freundin im Stich gelassen.
Mir gehts nicht gut, meine Freunde wissen das, wir sind eine Clique, einmal haben sie mich gefragt, ob ich lust hab was zu machen, mir war nicht danach, wollte eigentlich eher, dass meine beste Freundin zu mir kommt, mir zuhört, hat sie nicht gemacht, hat stattdessen was mit den anderen gemacht.
Hat sich dann aber gemeldet, ich hab ihr gesagt, mir gehts nicht gut, mir fällt die Decke auf den Kopf, sie meinte sie kommt vorbei, war nichts, ich hab dann nochmal angerufen, ihr geschrieben - nichts. Sie hat erst paar Tage später zurückgeschrieben, wollte wissen was war, obwohl sie wusste, was war. ich hab ihr kurz geantwortet. Seitdem kam von ihr nichts, von mir auch ncihts mehr. Übertreibe ich?? Ist es zu viel verlangt, dass man sich mal meldet, wenns einem dreckig geht?? und sie weiß, wie es mir geht. Muss ich mich denn immer melden?
Ich hör ihr immer zu, bei jedem noch so kleinen Problem, geh zu ihr hin, bau sie auf, melde mich um zu sehen wie es ihr geht. Und sie? Lässt mich grad voll im Stich. Ich sehs auch nicht mehr ein, mich bei ihr zu melden, mich nervts aber, weil unsere anderen Freunde alle mit uns beiden befreundet sind, aber im Moment meldet sich auch keiner, ich hock hier allein rum und die machen sich wahrscheinlich einen schönen abend. Ich verstehs nicht, ich bin immer für sie da und jetzt sowas. Was würdet ihr mir raten?
 

Mystic Prophecy

Aktives Mitglied
Ich denke, viele sind mit so etwas schlichtweg überfordert. Sie wissen nicht, wie sie mit jemandem umgehen sollen, dem es (nicht im körperlichen Sinne) schlecht geht.

Mitunter steckt da sicher auch noch eine gewisse Angst im Hintergrund. Sie wissen, dass es einem nicht gut geht, können nichts machen, wissen nicht, wie sie sich demjenigen gegenüber verhalten sollen und melden sich dadurch weniger bis gar nicht, weil sie nichts falsches machen wollen.
Dass in so einer Situation oftmals wirklich schon mal damit geholfen wäre, dem anderen zuzuhören, in wissen zu lassen, dass man ihn nicht hängen lässt oder einfach mal tröstet, in den Arm nimmt, da kommen die wenigsten darauf.

Man selbst denkt im Gegenzug, dass man ihnen egal ist, dass sie nicht mehr von einem wissen wollen.

Beide Seiten blockieren irgendwo aus Angst.

Eine Lösung habe ich dafür jedoch leider nicht.
 

SchlafesBruder

Aktives Mitglied
Die Leute wittern halt die Leere und weichen davor zurück, auf einmal ist ein Ungleichgewicht da. Jahrelang läuft es gut mit Kumpel XY, dann auf einmal möchte man mehr mit ihm unternehmen, weil man einen anderen Kontakt verloren hat (durch Umzug/Krisen/dessen Ehe/dessen plötzliche Festplattenlöschung/was auch immer) und schon fährt sich alles fest, weil der andere das dann irgendwie nicht will und vor der Verantwortung scheut und tja. Solang man den anderen voll nicht braucht, ist er immer da, aber kaum ist das mit Verbindlichkeit durchwachsen, klappt gar nichts mehr. Auf einmal ist alles sch** und dann muss man sich eben auf sich selbst zurückbesinnen und seinerseits ein bisschen zurückweichen (finde ich) und dem anderen signalisieren, dass man auch alleine lebensfähig ist und auch ohne ihn zurechtkommt. Es hat ja auch jeder ein anderes Maß. Und das hängt auch von den Umständen ab. Ich "brauche" Leute manchmal wochenlang nicht, heißt, ich verspüre nicht das dringende Bedürfnis, mit ihnen in Kontakt zu treten und könnte auch gut isoliert sein. Lustigerweise unternehmen wir da oft am meisten ;) Sobald ich denke, mir fällt die Decke aufn Kopf, sind alle beschäftigt.

Verlass dich auf jemanden und du bist verlassen. Das ist eben so.
 
F

Franky89

Gast
Muss sagen ich hab dies auch zur Zeit mit einem "Freund". Er wohnt zwar weiter weg wir chatten daher im Moment "nur" doch ich hab auch immer gedacht er ist für mich sowas wie mein bester Freund.

Das Ding ist auch du kannst die Leute nicht ändern, daher finde ich "Reden" oft sinnlos. Hab es früher auch immer oft getan, doch gebracht hat es im Grunde nie was.

Jemanden für den du anscheinend nicht so wichtig bist der wird nicht anders für dich empfinden nach einem Gespräch.

Hab auch zur Zeit halt diesem Kumpel der mir total viel bedeutet umgekehrt das aber nicht so rüber kommt. Ich fühl mich halt wie nen lockerer Bekannter nur für ihn und er ist mir aber total wichtig.

Ebenso hatte ich aber auch mal nen Kumpel der sich wirklich nie gemeldet hat wo ich gedacht habe dem bin ich total egal, der dann schon für mich da war als es mir wirklich schlecht ging.
Mit sowas kann ich aber auch nichts anfangen. Ich brauche Freunde die für mich da sind, und bei denen ich weiß dass ich denen wichtig bin. Und sie nicht erst dann handeln wenn ich kurz vorm Abgrund stehe.

Man muss sich Fragen kann und will man damit Leben. Für mich ist nen Freund der mir total wichtig ist umgekehrt er die Freundschaft als was lockeres sieht kein hinnehmbarer Dauerzustand.
Letztendlich wartet man dann doch eh nur darauf dass von der anderen Seite auch mehr kommt, wird aber nicht passieren.

Mit meinem Kumpel von dem ich da rede lief es früher auch voll gut,konnten über alles sprechen, heute geht sogar noch weniger als damals. Die Freundschaft hat sich sogar eher zurückentwickelt, eher das Gegenteil sollte doch mit der Zeit passieren.

Natürlich kann sich das irgendwann nochmal ändern auch bei dir, nur denke ich solltest du darauf nicht warten und dich einfach nun umorientieren. Ich persönlich bin aber auch eher der Mensch der lieber mit ner Sache abschließt erst einmal, als sie so nebenher weiterlaufen zu lassen. Dann mache ich mir eh immer noch Hoffnungen. Dann ist vielleicht einmal wieder ne Sache die ich gut finde und denk sofort "ah cool dass es jetzt wieder bergauf mit uns geht"



Die Freundschaft kündigen geschieht bei sowas dann doch eher aus Wut heraus. "Er/Sie verletzt mich total durch das verhalten, jetzt will ich ihm auch mal Schmerz zufügen"

Dennoch kann nen Abschluss und irgendwann ein Neuanfang manchmal durchaus sinnvoll sein. In der Zeit merkt der andere vielleicht dann auch was er an einem hatte. Muss natürlich nicht so sein, kann aber.

Man erkennt eben leider bei manchen Dingen erst wie wichtig sie einem sind, wenn sie fort sind.

Ist selbst bei ganz alltäglichen Dingen im Leben der Fall: Strom, Wasser, Wärme etc. Gibt soviele Dinge die nehmen wir als Selbstverständlich hin wo wir erst dann merken wenn sie fehlen, wie wichtig sie uns sind.

Du solltest also jetzt, so finde ich, offen für neue Freunde sein. Eventuell da auch Freundschaften vertiefen und gucken was geht, als dir Gedanken um diese eine Freundschaft dazu machen.

Im Leben gibt es in meinen Augen auch durchaus Platz für mehr als einen "besten Freund"
 
Zuletzt bearbeitet:
L

LVchen

Gast
Viele wollen keine so intensiven Freundschaften, in denen auch Leid "durchgekaspert" wird. Wir leben halt in einer Fun Society. Musste ich dieses Jahr auch zur Genüge feststellen....
 
C

CarpeDiem20

Gast
Das mit der Fun Society stimmt, keiner will sich mehr mit den Ernsten Themen so richtig befassen, lieber alles von sich wegschieben und nur die Positiven Aspekte sehen..
nur leider funktioniert diese welt einfach nicht so..
 
L

LVchen

Gast
Das mit der Fun Society stimmt, keiner will sich mehr mit den Ernsten Themen so richtig befassen, lieber alles von sich wegschieben und nur die Positiven Aspekte sehen..
nur leider funktioniert diese welt einfach nicht so..
Ich verzweifele ja mehr oder weniger an meinem Umfeld, meinen bisherigen sozialen Erfahrungen auch reichlich. Kann das vollauf verstehen, dass es für die TE zermürbend ist. Vor allem ist es in der Teenagerphase besonders schlimm, da man da ja meistens auch noch deutlich unsicherer ist. (ok, ich bin es mit 26 nach wie vor :D).

Mittlerweile ist es bei mir so weit, dass ich eben eine Therapie mache, weil ich mit diesen gesellschaftlichen Phänomenen eben auch ganz schwerlich klar komme... oder ich halte mich eben an Leute, die auch "anders" sind oder eben an "ältere Menschen", mit denen man meistens auch besser reden kann, weil die nicht mehr in dieser Fun-Mentalität verhaftet sind.

Viele, die ich so kenne, gehen nur auf Party, saufen, Marihuana rauchen usw. Mit denen würde ich meine Problemthemen nicht mal annähernd erörtern.

Ich hatte bis vor kurzem mit meiner Kusine und einer Freundin von mir Kontakt und bei den beiden musste ich mich für meine Problemthemen letztlich nur noch rechtfertigen und die haben auch ganz wüst ausgeteilt, sodass ich dann den Kontakt abgebrochen habe.

Wenn Leute nicht mal ansatzweise Verständnis dafür haben, dass jemandem hundeelend zumute ist? Ich habe mitunter Panikattacken und alles - das ist definitiv kein Zuckerschlecken.
 
C

CarpeDiem20

Gast
Ich verzweifele ja mehr oder weniger an meinem Umfeld, meinen bisherigen sozialen Erfahrungen auch reichlich. Kann das vollauf verstehen, dass es für die TE zermürbend ist. Vor allem ist es in der Teenagerphase besonders schlimm, da man da ja meistens auch noch deutlich unsicherer ist. (ok, ich bin es mit 26 nach wie vor :D).

Mittlerweile ist es bei mir so weit, dass ich eben eine Therapie mache, weil ich mit diesen gesellschaftlichen Phänomenen eben auch ganz schwerlich klar komme... oder ich halte mich eben an Leute, die auch "anders" sind oder eben an "ältere Menschen", mit denen man meistens auch besser reden kann, weil die nicht mehr in dieser Fun-Mentalität verhaftet sind.

Viele, die ich so kenne, gehen nur auf Party, saufen, Marihuana rauchen usw. Mit denen würde ich meine Problemthemen nicht mal annähernd erörtern.

Ich hatte bis vor kurzem mit meiner Kusine und einer Freundin von mir Kontakt und bei den beiden musste ich mich für meine Problemthemen letztlich nur noch rechtfertigen und die haben auch ganz wüst ausgeteilt, sodass ich dann den Kontakt abgebrochen habe.

Wenn Leute nicht mal ansatzweise Verständnis dafür haben, dass jemandem hundeelend zumute ist? Ich habe mitunter Panikattacken und alles - das ist definitiv kein Zuckerschlecken.
Ja die heutige Generation halt..
und ich sage das mit meinen 21 Jahren ..
Problemthemen ist hier das Stichwort, damit will sich doch so wirklich keiner Ausseinander Setzten das ist einfach zu ernst ..
Zeigt man Schwäche wird diese Ausgenutzt, und Schwäche können menschen nicht leiden,
es ist wie mit Depressiven leuten , die werden auch lieber verstoßen weil sie negative stimmung verbreiten, anstatt man mit ihnen redet werden sie verstoßen.
Das kann ich mir durchaus denken du machst ja nicht umsonst eine Therapie.
Ich bin auch eher Typ mensch der ernstere themen hat , abunzu auch etwas spassige oder nicht so ernste aber ich mag wenn ein gespräch tiefgang hat, und nicht dieser oberflächliche mist....
 
L

LVchen

Gast
Ja die heutige Generation halt..
und ich sage das mit meinen 21 Jahren ..
Problemthemen ist hier das Stichwort, damit will sich doch so wirklich keiner Ausseinander Setzten das ist einfach zu ernst ..
Zeigt man Schwäche wird diese Ausgenutzt, und Schwäche können menschen nicht leiden,
es ist wie mit Depressiven leuten , die werden auch lieber verstoßen weil sie negative stimmung verbreiten, anstatt man mit ihnen redet werden sie verstoßen.
Das kann ich mir durchaus denken du machst ja nicht umsonst eine Therapie.
Ich bin auch eher Typ mensch der ernstere themen hat , abunzu auch etwas spassige oder nicht so ernste aber ich mag wenn ein gespräch tiefgang hat, und nicht dieser oberflächliche mist....
Huhu,

ich schreibe nachher noch mal mehr dazu. :) Bin gleich verabredet. :D
 

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