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Berufliche Umorientierung

GuestUser42

Neues Mitglied
Hallo zusammen,

bin momentan beruflich an einem Punkt angekommen, an dem ich nicht mehr so recht weiter weiß. Und würde mich deshalb sehr über einen Rat freuen.

Nach dem Abi wusste ich nicht so recht, was ich machen soll. Ich habe mich dann für Elektro- und Informationstechnik-Studium entschieden, weil ich schon immer technisch interessiert war. Ich habe dann angefangen an einer Uni zu studieren und alleine zu wohnen. Da ich im Mathe-LK eher schlecht war, war das Studium eine ziemliche Herausforderung. Das wurde auch noch durch meine soziale Phobie verstärkt. Nach zwei Semestern habe ich dann entschieden, dass ich mir nicht vorstellen kann, in dem Bereich zu arbeiten und das Studium zusammen mit meiner sozialen Phobie eine zu große Herausforderung ist. Da ich die Informatikvorlesungen interessant fand und es mir etwas einfacher machen wollte, habe ich dann angefangen, an einer FH, Wirtschaftsinformatik zu studieren. Nebenbei habe ich in einer IT-Klitsche im Testing angefangen und habe später dort auch als Entwickler gearbeitet. Meinen Bachelor habe ich dann mit einem Notendurchschnitt von 1,4 abgeschlossen. Einen Master habe ich danach trotzdem nicht gemacht, weil ich mich nicht im besonderen für Wirtschaftsinformatik interessiert habe und mehr in die Informatik vertiefen wollte ich auch nicht, weil ich mir denke, dass ich das eventuell nicht schaffe, weil es mir zu technisch ist. Ein weiterer Grund war auch, dass ich die Gruppenarbeiten mit den Kommilitonen so stressig fand.

Ich habe dann als festangestellter Entwickler dort angefangen, wo ich auch schon während des Studiums gearbeitet habe. Der Stress war da dann immer noch ziemlich hoch, ich habe wenig verdient und habe auch häufig Fehler gemacht, weil mir das Programmieren kaum mehr Spaß gemacht hat. Ich wollte dann an meiner Situation was ändern und habe mich bei anderen Unternehmen beworben. In der Hoffnung, dort mehr Geld zu verdienen und besser eingearbeitet zu werden und mich dadurch weniger inkompetent zu fühlen und Spaß am programmieren zu finden. Am Ende habe ich dann auch bei einem anderen Unternehmen angefangen. An meiner Situation habe ich jedoch kaum was verbessert. Mein Gehalt ist kaum gestiegen und ich werkel eigentlich seit einem Jahr ziemlich alleine vor mich hin. Nichts von dem, was ich gemacht habe wird wirklich genutzt und ich habe auch nicht wirklich Spaß am programmieren und komme mir inkompetent vor. Ich habe mich vor kurzem auch mal beschwert, dass nichts genutzt wird, was ich mache. Daraufhin wurde ich dann an eine andere Aufgabe dran gesetzt und werkel jetzt recht lustlos und ängstlich daran vor mich hin. Ich kann mir noch nicht vorstellen, dass ich mit dem anderen Aufgabenbereich zufriedener werde.

Nun weiß ich nicht genau, was ich machen soll. Erstmal wahrscheinlich noch etwas abwarten, ob es bei der Arbeit noch besser wird, aber was wenn nicht? Eventuell noch einen Master machen, nur in welchem Bereich? Wenn es eher technisch ist habe ich, wie bereits geschrieben, die Angst, dass ich es nicht schaffe. Wenn ich nochmal einen Bachelor in einer ganz anderen Richtung anfange, ist das für mich eventuell gar nichts, aber weil ich schon 24 bin, will ich das dann durchziehen und bin dann irgendwann in der gleichen Situation wie heute. Auch die Angst vor den Gruppenarbeiten hält mich davon ab etwas neues anzufangen, da ich immer die Angst habe, dass andere merken, wie inkompetent ich bin. Als Zusatzinformation sei noch erwähnt, dass ich seit etwas weniger als einem Jahr in therapeutischer Behandlung bin und mit 18 auch schon eine Behandlung wegen meiner sozialen Phobie gemacht habe, was allerdings bis jetzt noch nicht so viel geholfen hat.

Ich würde mich sehr über Tipps freuen, die mir in meiner Situation helfen.
 

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Weltkind

Aktives Mitglied
Tipps sind da schwierig, ich kann nur meine Gedanken dazu hierlassen.

Ich habe dann als festangestellter Entwickler dort angefangen, wo ich auch schon während des Studiums gearbeitet habe. Der Stress war da dann immer noch ziemlich hoch, ich habe wenig verdient und habe auch häufig Fehler gemacht, weil mir das Programmieren kaum mehr Spaß gemacht hat. Ich wollte dann an meiner Situation was ändern und habe mich bei anderen Unternehmen beworben. In der Hoffnung, dort mehr Geld zu verdienen und besser eingearbeitet zu werden und mich dadurch weniger inkompetent zu fühlen und Spaß am programmieren zu finden. Am Ende habe ich dann auch bei einem anderen Unternehmen angefangen. An meiner Situation habe ich jedoch kaum was verbessert. Mein Gehalt ist kaum gestiegen und ich werkel eigentlich seit einem Jahr ziemlich alleine vor mich hin. Nichts von dem, was ich gemacht habe wird wirklich genutzt und ich habe auch nicht wirklich Spaß am programmieren und komme mir inkompetent vor. Ich habe mich vor kurzem auch mal beschwert, dass nichts genutzt wird, was ich mache. Daraufhin wurde ich dann an eine andere Aufgabe dran gesetzt und werkel jetzt recht lustlos und ängstlich daran vor mich hin.
Du hast Glück!
Klingt verrückt für Dich? Versuche die positiven Aspekte und deren Wert zu sehen:

Du wurdest als festangestellter Entwickler eingestellt, obwohl Deine Fehmerquote auffällig hoch ist und Du keine Ahnung von dem hast, was Du tust..
Ob Du jetzt so schlecht bist oder das nur selbst so siehst, weiß ich nicht. Tun wir so, als wäre Deine Arbeitsleistung schlecht.

Dann hättest Du direkt nacheinander 2 Arbeitgeber gefunden, denen Deine schlechte Leistung egal ist, die sich für Sozialunternehmen halten und Dich deshalb mit durchfüttern. Wahnsinn, oder?!?

Klingt das sehr wahrscheinlich?

Vielleicht sind beide Unternehmen auch nicht in der Lage zu erkennen, was für eine Pfeife sie da eingestellt haben, und haben Dich deshalb nicht schon während der Probezeit entlassen?
Auch ein Glücksfall, so kannst Du Fehler ohne Ende produzieren und wirst dafür bezahlt.

Klingt das wahrscheinlicher?

Egal, was Fakt ist, Du hast einen relativ sicheren Arbeitsplatz und ein geregeltes Einkommen. Damit kannst Du schon ziemlich zufrieden sein.


Ich kann mir noch nicht vorstellen, dass ich mit dem anderen Aufgabenbereich zufriedener werde.
Wie könnte das passieren?
Wodurch?

Erstmal wahrscheinlich noch etwas abwarten, ob es bei der Arbeit noch besser wird, aber was wenn nicht?
Was könnte besser werden?
Wodurch?
Was kannst Du selbst tun?


Als Zusatzinformation sei noch erwähnt, dass ich seit etwas weniger als einem Jahr in therapeutischer Behandlung bin und mit 18 auch schon eine Behandlung wegen meiner sozialen Phobie gemacht habe, was allerdings bis jetzt noch nicht so viel geholfen hat.
Wie siehst Du Therapie?
In Behandlung sein ist zwar gäbgic, hier aber missverständlich.
Denn die eigentliche Arbeit musst DU SELBST leisten.
Wenn Du trotz Therapie keine Erfolge, keine Fortschritte erzielst, woran liegt das?
Was kannst Du verändern, um voranzukommen?
 

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