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Beruf als "Lebenserfüllung" - wie sieht es bei euch wirklich aus?

  • Starter*in Starter*in DirkM
  • Datum Start Datum Start
Hallo Knuddel, ein sehr schöner Beitrag,mit dem ich mich im Endeffekt auch identifitzieren kann,die Arbeit ist auch für mich mehr oder weniger solch eine Zone, in der ich mich auch anders verhalte wie nach Feierabend - denn da sauge ich das Leben förmlich auf.

Deswegen denke ich ja immer wieder darüber nach ob man sich mit der Karriere ums Verrecken überhaupt außer vielleicht dem Geld etwas Gutes tut.

Das soll jetzt aber nicht so klingen als rede ich so daher,weil ich eben nicht das "Glück" hatte eine supertolle wichtige Stelle zu bekommen.

Insgesamt könnte man da sicher Monate diskutieren, letztendlich kommt es auf die Ansprüche und die Zufriedenheit des Einzelnen an.

Aber wie sieht es denn aus wenn man Karriere um jeden Preis will? Dann ist nicht mehr viel mit lesen, Freunde treffen, abends mal ein Bierchen trinken gehen, ich sehe das bei vielen... die haben nämlich um 21 Uhr gar keinen Nerv mehr dafür.

Unseren Nachbarn hatte ich mal jahrelang beobachtet, wie er stets um Mitternacht heimkam (2 Kinder), d.h. 6 Stunden schlafen und wieder in die Firma, irgendwann als er sich immerhin mal eine Woche Urlaub gönnte, hat ihn der Herzinfarkt überrascht... andauernder Stress, Bluthochdruck etc...alles für die Karriere. Heute ist er etwas kürzer getreten ... auch finanziell...
 
Endlich mal jemand der dieses Thema anspricht.

Ich kann dazu einen aktuellen Vergleich aus meinem Umfeld beitragen:

meine Wenigkeit arbeitet nicht weniger als 10-12 Stunden am Tag um zu "überleben" bzw. Aufträge und damit meinen Job zu sichern.

Ein Bekannter von mir arbeitet bei der Stadt als Systemadministrator, wenn man das so nennen darf, kümmert sich hier und da mal bisschen ums Netzwerk, ansonsten sieht man ihn den ganzen Tag in seinem hübschen Büro sitzen und in sozialen Netzwerken agieren, sprich er hat die größte Zeit nichts zu tun auf deutsch gesagt, verdient aber mehr als ich.

Und da er quasi nicht von heute auf morgen ersetzbar ist (weil alle anderen ja kein Plan von der Materie haben) lässt er sichs gutgehen. Und nicht zu vergessen der Alptraum lange "arbeiten" bis 18 Uhr ist nur Dienstags und Donnerstags, also ansonsten kann man ruhig 30min vor 16 Uhr den Rechner runterfahren, Freitags selbstverständlich schon um 11:30 Uhr...

Ihr merkt meine Ironie. Die Frage nach der Gerechtigkeit oder besser danach, ob er es schlauer angestellt hat als ich, der immer selbstständig sein wollte und Verantwortung trägt, beantwortet mir keiner. Aber mit Sicherheit hat er weniger Sorgen als ich.
 
Au, dieser Thread ist auch was für mich!!! Nach Abi und Ausbildung und Arbeit angefangen zu studieren.....neuer Job, total unglücklich gewesen, nächster Job. Eigentlich ein Traumjob, aber durch betriebliche Umstände derartig verkorkst, dass ich schon wieder an einen Wechsel denke.

Habe mich nun für einen Job in der Entwicklungshilfe beworben. Bin ein sehr idealistischer Mensch (ist mein jetziger Job auch), aber reicht das für so eine Aufgabe? Und wollen die mich überhaupt? Ansonsten liebäugel ich mit einem Aufbaustudium ab Herbst. Erkundigen habe ich schon eingeholt, ich würde viel anerkannt bekommen und könnte dann Lehrer werden. Aber ist es das? Oder stell ich mir das nur so toll vor?

Ich bin völlig hilflos🙁Ich bin 33 und denke, ich sollte langsam mal ankommen. Nur weiß ich gar nicht, wo ich eigentlich hin will.
 
Au, dieser Thread ist auch was für mich!!! Nach Abi und Ausbildung und Arbeit angefangen zu studieren.....neuer Job, total unglücklich gewesen, nächster Job. Eigentlich ein Traumjob, aber durch betriebliche Umstände derartig verkorkst, dass ich schon wieder an einen Wechsel denke.

Habe mich nun für einen Job in der Entwicklungshilfe beworben. Bin ein sehr idealistischer Mensch (ist mein jetziger Job auch), aber reicht das für so eine Aufgabe? Und wollen die mich überhaupt? Ansonsten liebäugel ich mit einem Aufbaustudium ab Herbst. Erkundigen habe ich schon eingeholt, ich würde viel anerkannt bekommen und könnte dann Lehrer werden. Aber ist es das? Oder stell ich mir das nur so toll vor?


Ich bin völlig hilflos
🙁Ich bin 33 und denke, ich sollte langsam mal ankommen. Nur weiß ich gar nicht, wo ich eigentlich hin will.


sagt wer? ich mein das du" ankommen solltest".....
 
Ein Beruf ist eine tägliche 8-10 stündige Tätigkeit, die dazu da ist, Geld zu bringen, um sich sein eigentliches Leben verschönern zu können.
Nicht mehr und nicht weniger.
Letztendlich geht es nur darum, einen Beruf zu finden, dessen Rahmenbedingungen so angenehm wie möglich sind, sprich bezahlte Überstunden, feste Arbeitszeiten, körperlich nicht ganz so anstrengend usw.

Das, was mich nun wirklich erfüllt - und das ist es wohl im Leben - ist das Private.
Der Job ist die Grauzone des Alltags.
Alles aussenrum ist bunt und mit tausend Zielen bestückt.
Das erfüllt mich dann.
Ich mache Musik, lerne Sprachen, habe Zeit für Freunde, kann schöne Erinnerungen sammeln.

Sehr gute Worte, die ich gerne unterschreibe! 🙂

Für mich ist mein Job auch nur "Pflicht", ich geb täglich mein Bestes und dann is gut. Ausbuchen, A**** lecken und Tschüß. Allerdings versuche ich dabei schon, möglichst viel Spaß zu haben, albere mit den Kollegen herum und treibe meinen Schabernack. Versuche einfach, mit etwas Spaß meiner Tätigkeit "wohlgesonnen" nachzugehen.

Ich bin auch "nur" Sachbearbeiter, sitze am Schreibtisch, poliere einen Stuhl mit meinem Hintern, aber etwas anderes kann und will ich mir gar nicht vorstellen. Außerdem bin ich sogar froh, diesen Job bekommen zu haben, denn die Vorteile sind für mich immens. Wenn ich meinen Job mit denen von Kollegen und anderen Leuten vergleiche, würde ich mich nie beschweren, im Gegenteil.

Der Job soll mir keine Erfüllung bringen, sondern nur Knete einbringen damit ich mir mein Leben so gestalten kann, wie es mir gefällt und wie ich es haben möchte. That´s it! 😎
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo DISCRETE,

ich würde mich freuen wenn du die Umstände deines Burnouts bzw. was passiert ist genauer beschreiben könntest.

Ich lege viel Wert auf solche Meinungen.
 
Hallo Maurice,

mir geht es es zur Zeit ähnlich.

Seit Jahren orientiere ich mich an anderen die es scheinbar mühelos "geschaftt" haben, und lasse mich von materialistischen Dingen und Werten blenden. Allmählich komme ich aber zu der Erkenntnis, dass ich jahrelang einer Figur hinterhergelaufen bin, die ich selbst aufgrund meiner Charaktereigenschaften vielleicht gar nicht abgebe.

Ellenbogendenken und Gedanken wie ich den nächstbesten über den Tisch ziehen kann sind einfach nicht meine Natur. Und trotzdem träumt man natürlich von einer leichten "Karriere", ein Job der einen erfüllt und gut bezahlt ist.

Resümierend kann ich feststellen, dass ich trotz großer Bemühungen in den letzten Jahren weder mehr verdient habe, noch beruflich groß weitergekommen bin. Ganz sicher kann ich dagegen sagen, dass ich abends nie abschalten konnte, weil ich immerzu den Gedanken hatte ich müsste noch besser sein, mehr erreichen etc...

Das Ergebnis ist heute eine gesundheitliche Beeinträchtigung aufgrund des permanenten "Leistungsdrucks" und der seelischen Belastungen, die ich mir teilweise selbst gemacht habe, eben weil ich dachte ich muss ums verrecken eine Steilkarriere machen.

Und da frage ich mich manchmal ob es nicht die Bilderbuchbeamten richtig gemacht haben, da wird 30min vor Feierabend der Rechner heruntergefahren.

Grüße
 
Hallo,

auch ich hatte dieses Problem, dass ich mich in meinem Beruf keine wirkliche Perspektive sah. Ich fühlte mich ausgebrand und mir fehlte jeder Antrieb. Immerhin musste ich permanent telefonisch erreichbar sein, was ziemlich an den Nerven zerrt. Irgendwann gelangte ich an einem Punkt, an dem ich unbedingt eine Veränderung wollte.

In jedem Fall wollte ich einen Beruf ausüben, der mir Freude bereitet und in dem ich mich kreativ entfalten kann. Nachdem ich umfassend recherchiert hatte, bin ich auf das Internetmarketing gestoßen, da mir dies einen großen Gestaltungsspielraum gewährt und ein zu dem ein nebenberuflicher Einstieg möglich war. Jedenfalls bin ich jetzt mit großer Leidenschaft dabei und meine Arbeit macht mir Spaß. Jeden Tag! Ich denke, Jeder hat die Möglichkeit, seinen Beruf zu ändern. Sicher gehörte eine gewisse Portion Mut und Optimismus dazu, um diesen Schritt zu gehen. Aber ich kann nur jedem empfehlen, sämtliche Möglichkeiten und Chancen auszuloten.

Hierzu habe ich auch einen Blog-Artikel geschrieben unter
Leidenschaft und Liebe sind die wichtigsten Indikatoren für Glück, Freude und Erfolg im Beruf - Erfolg Intuitiv - Ein weiterer WordPress-Blog
Da gehe ich dann noch tiefer auf dieses Thema ein.
Viel Spaß beim lesen.

Herzliche Grüße

Stephan Zeeh
 
Mir macht mein Job schon Spaß.

Aber ich sehe es auch so, dass es mit Sicherheit nicht der Sinn des Lebens oder die Lebenserfüllung ist.

Der Job ist schlicht dazu da Geld zu verdienen, wenn er dann noch Spaß macht , um so besser.

Aber es ist einfach wie bei den Bauern, wer nicht säht und sein Feld bestellt kann auch nichts ernten.

Nur muss man wissen ob man immer die größten und die meisten Kartoffeln braucht.

Ich bin verheiratet und wir haben keine Kinder.

Trotzdem haben wir uns dafür entschieden, dass ich nur noch halbtags arbeite, da ich viel weniger verdiene als er und in der jetzt übrigen Zeit mehr Haushalt mache.

So haben wir immer , wenn wir beide zuhausse sind, alle Zeit der Welt, weil der Haushalt ja erledigt ist und wir nicht zusehen müssen, wir das nach Feierabend noch auf die Reihe kriegen.

Jetzt kann ich auch viele Termine - auch die, die uns beide betreffen, z. B. Bank, Ämter usw. mittags erledigen und das entspannt vieles.

Ich habe durch den Job immer noch gutes Geld für mich und für uns beide ist es die Ideallösung.
 

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