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Bei Eltern wohnen grundsätzlich schlimm?

Ich habe bis ich 28 war zu Hause gewohnt, obwohl ich sehr gut verdiene etc.
Meine Eltern wollten nicht mal Miete haben für mich mit eingekauft und Wäsche gewaschen.
Meine Arbeit zu Hause bestand nur darin, Rasen zu mähen und mich um die restliche Außenanlage zu kümmern.

Was soll daran falsch sein, bei den Eltern zu wohnen, wenn man sich halbwegs gut versteht? Früher oder später muss man sich eh um die Eltern kümmern, wenn diese ein gewisses Alter erreicht haben.

Das ginge für mich tatsächlich gar nicht, ich hätte Schwierigkeiten so jemanden auf Augenhöhe zu sehen und würde denjenigen nicht als Partner wollen.

Früher waren mehrere Generationen unter einem Dach normal und ich finde diese Wohnform durchaus gut, wenn alle selbständig, eigenverantwortlich und unabhängig leben.

Und nein, später muss man sich nicht automatisch um die Eltern kümmern; manche können und andere wollen das gar nicht.
Ich habe diese Erwartung nicht an meinen Nachwuchs, egal, wie nah oder fern wir dann leben.
Das habe ich auch immer klargemacht: keine Verantwortungsumkehr im Alter und dadurch im eigenen Leben einschränken. Das will ich nicht. Keinesfalls ausbremsen lassen!
 
Ich habe bis ich 28 war zu Hause gewohnt, obwohl ich sehr gut verdiene etc.
Meine Eltern wollten nicht mal Miete haben für mich mit eingekauft und Wäsche gewaschen.
Meine Arbeit zu Hause bestand nur darin, Rasen zu mähen und mich um die restliche Außenanlage zu kümmern.

Was soll daran falsch sein, bei den Eltern zu wohnen, wenn man sich halbwegs gut versteht? Früher oder später muss man sich eh um die Eltern kümmern, wenn diese ein gewisses Alter erreicht haben.

Im besten Fall liegen Jahrzehnte zwischen dem Auszug von daheim und dem Zeitpunkt, wenn die Eltern pflegebedürftig werden. Aber klar, am besten bleibt man gleich da. 🙄
 
Und was hat Dich bewogen, auszuziehen?

Ich brech zusammen, der war jetzt spitze.
Ich habe einen Lappen holen müssen, um den Tee von der Tastatur zu holen...ohne Krampf, der war super. Ich lache sogar noch, während ich das tippe.
Und was hat Dich bewogen, auszuziehen?

Ich brech zusammen, der war jetzt spitze.
Ich habe einen Lappen holen müssen, um den Tee von der Tastatur zu holen...ohne Krampf, der war super. Ich lache sogar noch, während ich das tippe.
Ich weiß nicht was daran lustig ist.
Natürlich macht es Sinn bei schwerer Pflegebedürftigkeit einen Pflegedienst zu holen oder auch einen Umzug ins Pflegeheim zu organisieren.
Natürlich sollte man als Kind auch weiter weg ziehen können ( wenn man z.B nur dort gute berufliche Möglichkeiten hat).
Trotzdem finde ich es gut, wenn sich jemand um seine Eltern kümmern möchte.
Und alles andere als lächerlich.
 
Hi!

INTERESSANTES THEMA!



Für mich nicht vorstellbar. Für mich sind Aufenthalte von mehr als 3 Tagen bei meinen Eltern unangenehm. Ich fühle mich dann zunehmend beobachtet, in mein Kind-Ich gedrängt, voreingenommen kritisiert,...

Ein ganz extremer Punkt z.B.:

Meine Eltern mögen keine kontroversen Diskussionen führen. Auf den Tod nicht. Weil sie spätestens nach 5 Minuten hart emotionalisiert und alles-persönlich-nehmend werden. Bis hin zu Hasstiraden.
Das kenne ich auch von anderen Leuten in meinem Alter - aber meine Eltern gehen wirklich ab dann. Besonders wenn sie einen schlechten Tag haben. Sie empfinden mich dann als Besserwisser (als Kind schon) oder fühlen sich tatsächlich geistig unterlegen und wollen sofort raus aus der Diskussion. Sie hassen es besonders, wenn ich ohne große Einleitung kurzzeitig Meinungen anderer beleuchte und vertrete, um andere Perspektiven aufzuzeigen.

Aber ohne Streitgespräche ist das Leben für mich langwelig und ich brauche sie für meinen Seelenfrieden. Diese Harmoniesucht betrifft weitere Bereiche und ist nur bezeichnend. Jedenfalls muss ich an vielen Ecken vorsichtig sein und das nervt bzw. kostet Energie.

Seit Jahren "verschone" ich meine Eltern, bzw. gebe nur dosiert an den richtigen Stellen meine Meinung oder füge mich ihren Gepflogenheiten, um mich in anderen Bereichen - halt wo es nötiger ist - umso mehr zu behaupten und abzugrenzen.
Damit kommen sie zurecht, solange ich nur für ein paar Tage da bin. Danach wird ihnen die kognitive Dissonanz (Kind, dass man für sie noch ist vs. eigenes Weltbild) gefühlt zu anstrengend. Aber das sagen sie dann natürlich nicht, genau wie sie vieles andere under den Teppich kehren in ihrer Harmoniesucht...🙂 Egal.

Anderer Problembereich: Wenn unsere Tochter bei meinen Eltern war, hatte sie häufig die gleichen Probleme wie ich als Kind: Sie hatte das Gefühl, das sie nicht als geistig vollwertiger Mensch genommen wurde, dass sie in ihren Ideen und Vorschlägen respektlos übergebügelt wurde, dass sie zu funktionieren hatte, etc. Sie wurde gemaßregelt, wenn sie widersprach oder sich nicht so verhielt, wie sich meine Eltern Kinder idealisiert vorstellten.
So fühlte ich mich als Kind laufend und ich konnte das meiner Tochter kaum mehr als 24 Stunden zumuten, da sie ähnlich introvertiert ist wie ich und sich nicht dagegen wehrt sondern sich anpasst aber dann nicht das nötige dicke Fell hat.
Ich war daher bei Besuchen nie lange mit Freunden unterwegs, wenn meine Tochter allein bei meinen Eltern blieb. Hinterher brach sie nämlich oft in Tränen aus wenn sie beim Ins-Bett-Bringen von negativen Erfahrungen berichtete - Erfahrungen, die von der Beschreibung ähnlich an emotionalen Mißbrauch grenzend wirkten, wie ich bestimmte Umgangsformen und Verhaltensweisen meiner Eltern mir gegenüber in meiner Erinnung als Kind wahrnahm...

Resultat jedenfalls: Wir wollten neben meinen Eltern wohnen, aber das wäre zu nahe dran.
30 km Abstand sind gesünder. 🙂


Ich kenne Leute, die zu ihren Eltern gezogen sind und dann voll in ihre Depris/Suchtprobleme katapultiert wurden - was ich gut nachvollziehen kann. (Nur verstehe ich natürich nicht, dass sie sich nicht losgemacht haben.)

Auch krass: bei meinen Schwiegereltern handelt es sich um ähnlich schwierige Exemplare. Genau wie meine Eltern eigentlich (muss ich fairerweise für alle Großeltern dazusagen) herzensgute Leute aber äußerst anders drauf als ich bzw. auch anders als meine Frau. Und äußerst unsensibel in vielen Bereichen.
Emotional und geistig inkompatibel, würde ich sagen. Ich denke, das liegt aber zum großen Teil auch am Generationenunterschied, z.T. an unverarbeiteten Kindheitstraumata, anderem Reflexionsvermögen, etc.

Wobei ich noch dazu sagen muss, dass ich (vlt abgehärtet genau durch meine Erfahrungen?) mit anderen alten Menschen im Allgemeinen äußerst gut zurecht komme.
Und ich habe auch Freunde, die mit ihren Eltern schon immer gut klarkommen. Das war z.T. freundschaftlich und ich habe sie als Kind immer wehmütig beneidet....
Heute habe ich einen guten Draht zu meiner Tochter und hoffe, dass der nie reißt und gesund mitwächst und sie nicht irgendwann ähnliche krasse Selbstschutzdistanzen in bestimmten Bereichen zu mir entwickeln muss.

Dies so als meine Gedanken zur späten Stunde. Tat gut das mal aufzuschreiben und vlt. hilft es ja indirekt weiter.

LG
Wolf
Boah, da hab ich jetzt mehrmals durchgelesen...

Da ließe sich ein Buch draus machen
 
In den Städten ist das nahezu unmöglich.
Vor allem gibt es dort auch extrem viele Gutverdiener als Konkurrenz.
Wenn man auf dem Dorf lebt braucht man ein Auto ( also auch hohe Kosten).
Daisy, nimm dieses Geschenk an, dass du jetzt sparen kannst und spare auch. Nebenher musst du halt drauf achten, dass du dir zu helfen weißt später.
Manche Eltern sind da wirklich krass und halten ihre Zöglinge wie schwer beeinträchtigte, ewig kleine Kinder. Für die wirds dann schwer, sehr schwer, ohne Helfer mit ihrem Leben zurechtzukommen.
 
Hallöchen,

ich persönlich konnte es gar nicht abwarten bei meinen Eltern auszuziehen...jedoch war unsere Beziehung schwierig. Das hat sich mit getrennten Wohnungen und später auch mit vielen km Abstand wesentlich gebessert. Und ja, es ist schon eine hilfreiche Erfahrung sich um alles selber kümmern zu müssen.
Dennoch denke ich, dass man sich auch abnabeln kann und selbstständig leben kann wenn man mit den Eltern unter einem Dach lebt. Es hängt halt von der Eltern-Kind-Beziehung ab. Ich würde auch behaupten dass die Wohnsituation eine Rolle spielt. In einem Haus ist es wohl leichter realisierbar weil die Wohnbereiche eher getrennt werden können.
Bei der Partnersuche kann dies natürlich auch hinderlich sein. Außenstehende wissen ja nicht wie sich das Leben dort dann gestaltet. Wird "das Kind" weiter bekocht? Wird sich von Mutti um den Haushalt gekümmert? Gibt es überhaupt Privatsphäre? Horrorvorstellungen diesbezüglich schrecken schnell ab. Viele werden wohl nicht mit jemandem eine Beziehung führen wollen wenn Mutti da ständig reinfunkt.

@TE: Welche Ansprüche hast Du denn an eine (eigene) Wohnung?
Und wie läuft es denn bei Dir mit dem Zusammenleben? Lebst Du noch im "Kinderzimmer"? Kümmerst Du Dich selbstständig um deine Wäsche, den Haushalt und die Verpflegung? Zahlst Du Miete bzw. beteiligst Dich an den anfallenden Kosten?

Grüße
 
Hallöchen,

ich persönlich konnte es gar nicht abwarten bei meinen Eltern auszuziehen...jedoch war unsere Beziehung schwierig. Das hat sich mit getrennten Wohnungen und später auch mit vielen km Abstand wesentlich gebessert. Und ja, es ist schon eine hilfreiche Erfahrung sich um alles selber kümmern zu müssen.
Dennoch denke ich, dass man sich auch abnabeln kann und selbstständig leben kann wenn man mit den Eltern unter einem Dach lebt. Es hängt halt von der Eltern-Kind-Beziehung ab. Ich würde auch behaupten dass die Wohnsituation eine Rolle spielt. In einem Haus ist es wohl leichter realisierbar weil die Wohnbereiche eher getrennt werden können.
Bei der Partnersuche kann dies natürlich auch hinderlich sein. Außenstehende wissen ja nicht wie sich das Leben dort dann gestaltet. Wird "das Kind" weiter bekocht? Wird sich von Mutti um den Haushalt gekümmert? Gibt es überhaupt Privatsphäre? Horrorvorstellungen diesbezüglich schrecken schnell ab. Viele werden wohl nicht mit jemandem eine Beziehung führen wollen wenn Mutti da ständig reinfunkt.

@TE: Welche Ansprüche hast Du denn an eine (eigene) Wohnung?
voll ausgestattete Küche ( alles andere ist für mich keine Wohnung).
Und wie läuft es denn bei Dir mit dem Zusammenleben? Lebst Du noch im "Kinderzimmer"?
Habe mehrere Zimmer.
In einem großen Haus hat man ja oft auch nicht das klassische Kinderzimmer von nur 12qm
Kümmerst Du Dich selbstständig um deine Wäsche
ja aber es wird trotzdem alles zusammengewaschen ( spart ja auch Ressourcen).
, den Haushalt und die Verpflegung?
ja
Zahlst Du Miete bzw. beteiligst Dich an den anfallenden Kosten?
ja

Meine Mutter hat und hatte nicht die Motivation um sich in das Leben von irgendjemand anderen einzumischen.

Grüße
 
Ich weiß nicht was daran lustig ist.
Da hast Du wahrscheinlich keinen Sinn dafür.
Trotzdem finde ich es gut, wenn sich jemand um seine Eltern kümmern möchte.
Sofern er es KANN.
Wenn man erst im sehr späten Erwachsenenalter gelernt hat, alleine zu leben, sind die Möglichkeiten des Kümmerns schon recht überschaubar.

Daisy, jetzt mal ein Szenario:
Man ist erst Mitte/Ende 30 Eltern geworden.
Dann hockt das Kind auch fast 30 Jahre daheim.
Die Eltern sind dann praktisch in der Rente.
Ich weiß nicht, wie Du das sehen würdest, aber möchtest Du, bis Du Falten bekommst, mit Deinem Kind zusammenwohnen? Sorry, aber ich Dir nicht ab, alleine zu leben und zu wirtschaften und nur unter einem Dach Eltern zu sein, weil es die Wohnsituation nicht hergibt.
Zehn bis fünfzehn Jahre später sind die Eltern 80. Dann ist es nicht von der Hand zu weisen, daß man über Hilfen im Alltag sprechen muß (und meine ich keinen Pflegedienst).

In den USA, weil Du auch wieder einen Kurzzeilenthread eröffnet hast, ist es für die Kids normal und so vorgesehen, daß man
a) nach der High School auf das College geht und dann dort auch wohnt und nur mehr zu Feiertagen heimkommt
b) nach der High School auf einer Berufsschule einen Beruf lernt (das dauert nicht so lange Zeit, wie in Deutschland) und dann auszieht
c) die High School nicht absolviert, einen Job sucht und dann auszieht
Dieses Unterhaltsgetue und Nesthockerdasein gibt es dort drüben eher nicht.
 

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