Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Bedürfnis nach Freiheit

Ich lese da nicht wirklich ein Freiheitsbedürfnis, sondern eine Flucht vor Verantwortung und Angst Entscheidungen zu treffen, da man dir in deiner Kindheit und Jugend einen großen Druck auferlegte und dir ständig das Gefühl gab nicht zu genügen.

Also legst du dich garnicht fest und weichst allen Verpflichtungen aus, denn dann "kannst du ja auch nichts falsch machen".
Welche Verpflichtungen denn? Ein Leben so zu führen, wie andere es tun und für richtig halten? Nö, so eine Verpflichtung gibt es nicht.
 
Arbeite jetzt schon darauf hin, später dein Geld mit etwas zu verdienen, das dir maximale Freiheit gibt. Als Schriftstellerin, Reisejournalistin, digitale Nomadin, whatever.

Und in einer Großstadt sollten Gleichgesinnte zu finden sein. Evtl. in der Gründerszene. Oder unter Künstlern, Globetrottern und Journalisten, vielleicht sogar unter Immobilienmaklern oder Vertrieblern, nur ohne das Termin-Trauma.
 
Jedenfalls nicht, anderen zu gefallen.

Darum geht es auch nicht bei Verpflichtungen. Die gibt es nämlich überall. Es beginnt schon wenn du dir ein Auto anschaffst. Da hast du die Verpflichtung ein Führerschein vorzulegen, es finanzieren und auch warten zu können. Wenn du dir ein Haustier anschaffst, hast du die Verpflichtung Verantwortung für ein anderes Lebewesen tragen zu können. Wenn man eine schöne Wohnung haben will, ist man verpflichtet sie regelmäßig zu putzen... Das geht ewig so weiter, die kann man nicht entkommen 😀
 
Darum geht es auch nicht bei Verpflichtungen. Die gibt es nämlich überall. Es beginnt schon wenn du dir ein Auto anschaffst. Da hast du die Verpflichtung ein Führerschein vorzulegen, es finanzieren und auch warten zu können. Wenn du dir ein Haustier anschaffst, hast du die Verpflichtung Verantwortung für ein anderes Lebewesen tragen zu können. Wenn man eine schöne Wohnung haben will, ist man verpflichtet sie regelmäßig zu putzen... Das geht ewig so weiter, die kann man nicht entkommen 😀

Hach wie anstrengend gut das ich keine Verpflichtungen habe
 
Hallo,

ich w/23 kann gar nicht damit umgehen wenn ich an etwas gebunden bin, Termine setzen mich unter Druck, ich kann keine Beziehung führen, weil ich sehr viel Freiheit brauche. Unabhängigkeit und Selbstständigkeit ist für mich so ziemlich das wichtigste im Leben. Wenn mich z. B meine Familie nach etwas fragt (spontan) erlauben sie mir nicht nein zu sagen, dann fühle ich mich sofort überfordert. Ich lebe außerdem in einer Großstadt. Hier ist immer etwas los, die Hektik und die Eile im Alltag stressen mich. Ich kann nicht damit umgehen, wenn mich etwas oder jemand aus meiner Ruhe bringt.
Das zeigt, Du, die kleine Tochter, braucht schlicht ein eigenes Zuhause, eigene 4 Wände um sich verwirklichen zu können.


Momentan studiere ich und ich bin dankbar, dass ich den Tag so gestalten kann wie es mir passt, die Hauptsache ist, dass ich alles schaffe und damit habe ich kein Problem. Der Gedanke daran irgendwann Vollzeit an eine Arbeitsstelle gebunden zu sein, bringt mir schon Herzrasen. Ich brauche sehr viel Abwechslung und kann nicht damit umgehen wenn mein Alltag immer gleich ist. Wenn ich meine Freunde sehe die nicht studieren und schon im Berufsleben sind dann stresst mich das, weil ich weiß, dass ich nie so sein werde, ich bin nicht bereit dazu so ein Leben zu führen.

Meinen Beruf habe ich zu keiner Zeit als Hamsterrad empfunden. Aber ich verstehe gut, dass Dich diese relative Normalität/wenig Abwechslung, stresst.
Du magst einen bestimmten Baum, aber nicht den Wald. Aber hey... wenn Dich doch die Vielfalt entspannt, dann ab in den Wald der Kreativität! Such Deinen eigenen Stil und mach Dich damit selbständig! Das habe ich auch gemacht und es war auch meine schönste und erfolgreichste Zeit. Finde Deine eigene Nische! 😉 Wäre das vorstellbar für Dich?

Das System passt nicht in meine Lebensvorstellung oder besser gesagt, ich passe nicht in das System und ich möchte mich auch nicht anpassen nur, weil das die Norm ist. Ich weiß, man muss auch Kompromisse schließen und Opfer geben, aber meine Freiheit und meine Zeit ist mein größter Schatz und die möchte ich nicht aufgeben. Versteht mich nicht falsch, ich hatte schon genügend Jobs, sowohl Mini, Teil und Vollzeit, also bin ich mit der Arbeitswelt etwas vertraut würde ich behaupten, aber diese Monotonie macht mich wahnsinnig. Mein Kopf ist immer aktiv, ich habe viele Interessen und Hobbies, ich kann mich für sehr viele Dinge begeistern und ich habe immer irgendwelche Ideen, aber ich habe das Gefühl, dass das nicht erwünscht ist und mich die Norm klein halten will.

Das klingt für mich ganz normal aber nach außen kann das unstrukturiert und stur wirken. Lass Dich davon nicht beeindrucken! Du bist doch noch ganz am Anfang!
- Was Dir noch fehlt, ist Deine persönliche Note. Probiere Dich weiterhin aus und gehe dabei möglichst eigene Wege! Du scheinst mir arg ungeduldig zu sein. Kann das sein? Falls ja, dann:
- Gib Dir mehr Zeit! Vieles muss langsam wachsen, bis es sich gut/richtig anfühlt.

So war es auch in der Schule, es hat mich immer so fertig gemacht den ganzen Tag dort zu sitzen, um 16-17 erst wieder zuhause zu sein nur um dann noch weitere Aufgaben zu erledigen, ich war totunglücklich zu der Zeit, vor allem die Abiturphase hat mir sehr zu schaffen gemacht. Ich lerne gerne und viel, mit meinen Leistungen bin ich zufrieden, also denkt bitte nicht ich sei faul oder sonst was. Neben dem Studium habe ich auch einen Job und ich übe beides gerne aus, weil es mir genügend Abwechslung bietet und ich sehr flexible Zeiten habe. Mein Problem ist, dass ich tief in mir einen Hunger verspüre nach dem Leben, ich möchte nicht gebunden sein an einen Ort, an einen Menschen oder an irgendwelche Konventionen.

Auf den ersten Blick sieht das für mich nach einer gewissen Unterforderung aus. Eine, die Dich überfordert. Das ist zwar paradox, aber genau das ist oft im Leben. Du hast zwar das volle "Regal" vor Dir, kannst aber (noch) nicht die ganze Bandbreite erfassen, da Du Dich nicht wirklich von den Anderen und deren Vorstellungen und Einstellungen über das Leben, abgrenzen kannst. So mein Eindruck. Das ist auch nicht verwunderlich, denn Du bist ja noch mit Deinem Lebens-Fundament (Studium) beschäftigt. Man muss sich, ich weiß nicht wie oft, ausprobieren, um seinen Weg finden zu können. Das braucht Basisarbeit.
- Habe Geduld mit Dir! Du bist doch auf einem guten Weg. Lass doch die alten Hasen meckern! 😀

Wenn ich das Thema unter Freunden oder bei meiner Familie anspreche fühle ich mich nicht verstanden. Vermutlich, weil meine Vorstellung vom Leben nicht ihrer entspricht, aber ich habe Verständnis für ihre Bedürfnisse und ihre Wünsche. Wenn ich mich zu etwas äußere, dass ich nicht möchte oder möchte, werde ich für blöd gehalten, ich träume zu viel/habe zu viele Filme geschaut "werd mal erwachsen" und dann fühle ich mich noch schlechter. Ich habe meine Familie und Freunde sehr lieb, aber ich fühle mich so missverstanden und einsam, wenn ich über das rede, was mich innerlich so beschäftigt. Ich bin außerdem sehr introvertiert und mag meine Ruhe, bin in mich gekehrt, rede nicht so viel, aber schüchtern bin ich nicht wirklich, wenn ich was zu sagen habe dann tue ich das üblich auch (verpacke es aber angemessen).
Kommt mir alles bekannt vor. Prüfe was Du realistisch umsetzen kannst, und zieh es durch. Dein Lebensgefühl ist nun mal ein anderes. Es spricht für mich nichts dagegen dem nachzugehen. 🙂

Ich weiß nicht warum ich so bin, ich interessiere mich sehr für Philosophie, Literatur und die Natur und ich denke, dass das dazu beigetragen hat mich zu dem Menschen zu machen der ich heute bin, weil ich mir sonst nicht erklären kann, warum ich so anders ticke, wenn mein Umfeld andere Werte vertritt. Normalerweise passt sich der Mensch doch an seine Umgebung an, aber das hat bei mir anscheinend nicht so funktioniert.
Bist halt mehr ein tiefgründiger Mensch. Gut so das das nicht funktioniert hat. 👍🙂 Betrachte Dich doch als Unikat! Mach ich auch. 😁

So denke das war´s jetzt erstmal, musste mir das von der Seele schreiben. Tut mir leid, dass es länger geworden ist, aber das hat sich alles irgendwie angestaut. Wenn ich ehrlich bin, kann ich mir eure Antworten schon teilweise ausmalen...dennoch frage ich euch nach eurem Rat. Kennt ihr das auch? Wart ihr in der selben Lage? Könnt ihr meinen Punkt irgendwie verstehen? Wie soll ich damit umgehen? Wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mich nicht fertig machen würdet, kann das glaube ich gerade nicht verkraften, ansonsten wünsche ich euch noch eine tolle Woche.

Liebe Grüße
Auch wenn das in Deiner Natur liegt, für meinen Geschmack machst Du Dir viel zu viele Gedanken über andere. Lass sie reden! Halte Dich an Menschen, die Dich verstehen und sich für Dich interessieren!
- Der Schlüssel liegt im wesendlichen. Verbiege Dich nicht für andere, dass hat noch nie gutgetan.

Alles Gute
abendtau
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
M Neuanfang nach dem Scheitern Ich 6
Krullagh Wie Selbstwert aufbauen nach jahrelanger Ablehnung? Ich 38
J Direkt nach Umzug wieder umziehen? Ich 38

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben