Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Baby(s)-Schlaf geht mir an die Substanz

Ziemlich genauso war es mit meiner Tochter.
Geholfen hat zum einen, nicht immer dran denken wir es sein sollte, sondern so annehmen wie es ist.
Gespräche mit anderen Müttern die fast Angeberisch erzählten wie toll ihr Baby schläft und es auf ihr richtiges Handeln zurück führten, waren nicht hilfreich^^

Dieses nach 20 Minuten aufwachen kenne ich, danach konnte ich die Uhr stellen. So lange geht einfach eine Schlafphase. Ca 45 Minuten sind dann zwei Phasen.

Ich hatte darüber gelesen,- es ist nicht viel anders als bei uns Erwachsenen, im Schlaf verarbeitet das Baby den Tag. Zu viel Input am Tag führt zu unruhigem Schlaf bzw erschwerten Übergang in den Schlaf.
Ein Vormittagsschlaf und Nachmittagsschlaf ist daher eher förderlich, dann muss der ganze Tag mit den vielen Eindrücken und Bildern nicht auf einmal am Abend und Nacht verarbeitet werden.
Routinen sind ebenso hilfreich, auch für die Mutter.

Ich hatte ja einen Hund und war daher mit dem Kinderwagen mehrmals draußen unterwegs. Da schlief meine Tochter immer im Kinderwagen ein. Manchmal musste das etwas ruckeln^^ Also am besten Kopfsteinpflaster oder durch den Rasen fahren mit zwei Rädern. Denke das lockerte den Bauch.

Wenn man das Baby die ganze Zeit rum trägt, war ich froh wenn es mal im Kinderwagen lag und dort schlief. Ein Tragetuch hatte ich zwar auch, aber da schlief sie halt auch ziemlich schnell ein und ich hatte dann keine Zeit ohne Baby auf dem Arm.

Nachts den Nuckel spielen war bei mir auch so. Ein Schnupfen mit 13 Monaten erledigte das^^ Sie konnte nicht an mir nuckeln und atmen, weil Nase ja verstopft. So gelang das Abstillen ganz von allein.
Sie hatte aber auch schon Brei bekommen.

Pausen von 4 Stunden zwischen dem Stillen haben das Geschrei auch reduziert.
Ich hatte anfangs auch gedacht, sie hätte Hunger wenn sie schreit und habe sie gestillt obwohl nicht mal 2 Stunden rum waren. Das machte das Geschrei nur schlimmer.

Das Entscheidende war wirklich, dass ich mir klar machte, es wird nicht immer so sein. Nicht dagegen wehren sondern mir die anstrengenden Phasen so angenehm wie möglich zu gestalten.
 
Meine Schwester hat nur solche Kinder. Die gingen als Babies teilweise um 2 Uhr nachts schlafen, jetzt sind sie älter und gehen um 22 Uhr. Meine Brüder konnten das null nachvollziehen, weil sie so Kinder haben, die viel schlafen. Oder sie kriegen es nicht mit, weil es in Wirklichkeit die Frau wuppt. Meine Schwester hat Tagschläfchen komplett abgeschafft sehr früh, damit es zumindest 22 Uhr wurde.
 
Meine ersten zwei Babies waren wegen der damaligen "Sitten" ( man legte sie - zehn bis vierzehn Tage war üblich im KH zu bleiben nach der Geburt- ins Säuglingszimmer, es gab keinen Zutritt, alle vier Stunden wurden sie für zwanzig Minuten gebracht, dann wieder weggenommen. Man muss sich das einmal vorstellen, heute wäre das undenkbar.
Jedenfalls kam mein Zweiter hochtraumatisiert mit mir heim, er brüllte dauernd, im Krankenhaus sagten sie, als ich auscheckte mit ihm, Gottseidank, der hat nur geschrien...hätte ich das gewusst...armes Baby...durch das Tragetuch und durch unentwegter Nähe hat sich das dann irgendwann gelegt.

Das war bei mir selbst genauso. Ich habe das ganze Krankenhaus zusammengeschrien und meine Mutter konnte nicht stillen unter diesen Umständen. In den 60er und 70er Jahren war Familienbett auch keine Option, das Trauma wurde also nie aufgelöst.

Für meine Kinder wollte ich das unbedingt anders haben.
 
Das war bei mir selbst genauso. Ich habe das ganze Krankenhaus zusammengeschrien und meine Mutter konnte nicht stillen unter diesen Umständen. In den 60er und 70er Jahren war Familienbett auch keine Option, das Trauma wurde also nie aufgelöst.

Für meine Kinder wollte ich das unbedingt anders haben.
Haben wir also dir zu verdanken, dass man da endlich reformierte? Mich wundert, dass ich das als gegeben hinnahm damals. Endlich wurde das überdacht, durch wen auch immer, da bin ich wirklich froh und dankbar.

Liebe TE- das ist ein schlimmer Kreislauf, denn subtil wirst du natürlich mit dazu beitragen, dass dein Kind aufgeregt ist, du bist es doch auch!
Könntest du nicht eine Mutter-Kind-Kur beantragen, für das sind diese Einrichtungen doch da. Oder beantrage eine Familienhelferin, damit du Unterstützung bekommst, oder schau im Bekanntenkreis um jemand, der dich mal erlöst und eine oder zwei Stunden das Wagerl schiebt statt dir, mit etwas zum Lutschen dabei, eine Möhre oder so.

Meine haben sogar Mittagsschlaferl gehalten, als sie schon in die Grundschule kamen, kaum in der Horizontalen, schwupps waren sie weg. Ich trickste da- horch mal ins Kissen, was hörst du...?? Das funktioniert sogar bei meinem Partner, komm, nur kurz und weg ist er. Schlaf finde ich total wichtig und wie du bei dir sehen kannst, lange nicht wirklich ausschlafen können ist fatal.
 
Hallo liebe TE,

jetzt ist schon ganz viel geschrieben worden aus ganz unterschiedlichen Perspektiven, und ich weiß nicht, ob da schon viel hilfreiches dabei war für dich.

Eine Sache möchte ich betonen, die ich wirklich wichtig finde:
Es liegt nicht an dir. Du gibst dein Bestes. Du tust, was im Rahmen deiner Möglichkeiten liegt. Manche Kinder sind einfach so, es ist eine Frage des Gehirns, wie gut Kinder schon (durch)schlafen können. Wir als Eltern können nur gute Rahmenbedingungen schaffen und aufmerksam sein auf die Signale unseres Kindes. Du gibst dein Bestes und es ist trotzdem nicht genug, das muss schrecklich frustrierend sein.
Ich habe/hatte drei völlig verschiedene Exemplare, und es war von tiefenentspannt über nervenzerreissend alles dabei - und ich denke nicht, dass ich daran „schuld“ war! Es waren einfach verschiedene Menschlein, von denen jeder etwas anderes braucht.

An alle, die von der Unruhe der Mutter sprechen, die sich aufs Kind übertragt: bitte so nicht. Kann schon sein, dass da ein Funken Wahrheit dran ist. Aber in dieser Aussage steckt vor allen ein Riesen Brocken Vorwurf, so als ob die Mutter doch wieder irgendwie selbst schuld wäre und sie sich nur genug bemühen müsste. Das ist einfach nicht richtig so und vor allem überhaupt nicht hilfreich. Und es bringt die TE nur in eine größere Not, wo sie doch eh schon am Limit ist.

Liebe TE, ich denke, du kannst diese Dinge in Erwägung ziehen:
1. Die Situation akzeptieren und dir immer dann Ruhe genehmigen, wann es möglich ist. Mir hat der Gedanke geholfen, das mein Kind ja noch immer so klein bleibt. Irgendwann kommt der nächste Schub, irgendwann wird es besser. Nimm den Druck raus. Es ist noch deine Schuld, und es ist auch nicht die Schuld deines Kindes, das dir nichts „Böses“ will, sondern einfach nicht anders kann.

2. Ins Handeln kommen und an Tricks und Variationen ausprobieren, die das Internet eben so ausspuckt: Schlafumgebung ändern. Mit Körperkontakt, Familienbett, Kuscheln, auf dem Schoß sitzend. Bei uns hat phasenweise singen funktioniert. Elektrische Federwiege. Weißes Rauschen. Beikost, Fläschchen am Abend. - Vielleicht brauchst du das Gefühl, alles ausprobiert zu haben. Und vielleicht wird es auf dem Weg irgendwie besser.

3. Du kannst dir externe Hilfe holen. Der Kinderarzt wäre ein Ansprechpartner. Eine Freundin hat eine Schlafberatung gemacht, weil sie so am Ende war. Oder auch einfach mit anderen Eltern reden, das allein kann schon gut tun.

Ich wünsch dir ganz viel Kraft!
 
Hallo,

Ich bin langsam an einem Punkt, wo ich wirklich nicht mehr weiter weiß.

Vorab; mir ist durchaus klar, dass jedes Baby anders ist und mir niemand jetzt einen Zaubertrick geben kann, damit es plötzlich einfacher wird. Aber vielleicht findet sich eine Mama, die Ähnliches durch hat und berichten mag, was eventuell zur Lösung geführt hat. Naja und wenn nicht, hab ich es mir wenigstens Mal aus der Seele geschrieben…

Ich bin langsam total verzweifelt und frage mich, ob ich wirklich zu „blöd“ bin.

Schlaf war von Anfang an total schwierig bei uns. Baby hat konsequent das Beistellbettchen abgelehnt. Kennt man ja häufig. Ich habs versucht und versucht. Immer und immer wieder. Keine Chance. Da der Schnuller ebenfalls abgelehnt wird, kam es mir noch schwieriger vor. Ich knickte irgendwann ein… Ich weiiiiß… soll man nicht. Aber ehrlich ich konnte nicht mehr… nach einer schweren Zeit, einer traumatischen Geburt und mitten in einer Wochenbettdepression, hatte ich irgendwann genug Schlafentzug. Also legt ich sie zwischen uns in eine Art Nestchen. Fand sie aber auch echt blöd und hat sie höchstens 15 min akzeptiert. Also endete es damit, dass sie auf mir schlief. Irgendwann praktizierten wir dann das Schlafstillen. Sie lag also neben mir und komnte jederzeit an die Brust. Ich habe dadurch wesentlich mehr Schlaf bekommen. Ich weiß, dass Thema Familienbett ist heiß diskutiert. Ich habe es „so sicher wie möglich“ gemacht. Generell bin ich auch eine sehr wachsame Schläferin. Ich wache sofort auf beim kleinsten Mucks und bewege mich so gut wie garnicht während des Schlafens. Mein Partner hat irgendwie nie richtig helfen können, da Baby sich nur mithilfe der Brust schlafen legen lassen. Wie gesagt: Schnulli wurde abgelehnt.

Irgendwann schaffte ich es, dass sie mal tagsüber 15-30 min am Stück alleine schläft. Es soll ja Babys geben, die so nh Stunde Tagschlaf halten. Das kann ich von meinem Baby nicht behaupten. Mit Glück hat sie mal über den ganzen Tag 1h Tagschlaf gehalten. Also echt nicht viel.

Routinen hab ich alles schon ausprobiert. Nichts klappte wirklich gut. Ich habe verschiedene Uhrzeiten für den Tagstart ausprobiert. Von ganz früh bis etwas später. Auch die Anzahl der Tagschläfchen hab ich mal verändert und auch die Uhrzeiten, wann sie diese hält. Egal was ich tat, sie schlief immer erst ganz spät abends ein. Meist so 23 Uhr rum. White noise, pucken, in der Trage rumgetragen, gesungen, gesummt, in den Kinderwagen gelegt… alles gemacht… nichts wirklich geholfen

Mittlerweile ist sie 1 Jahr alt. Schlaf sieht so aus aktuell: Aufstehen gegen 9 Uhr, dann Mittagsschlaf gegen 13 Uhr (für 45min) und dann manchmal nochmal gegen 16 Uhr (20min) und trotzdem schläft sie erst gegen 22-23 Uhr ein. Auch ohne den zweiten Tagschlaf. Wecke ich sie morgens früher, ändert das auch nichts. Nur ihre Laune ist dann extrem schlecht.

Einschlafen tut sie auch nur mit ganz viel Mühe. White noise, singen und schaukeln, Brust und vieeeel Geduld. Das Beistellbett wird immernoch konsequent abgelehnt.

Sollte ich mal Glück haben und sie schläft schon um 21 Uhr ein. Wird sie alle 20 min wach. Manchmal auch alle 10min. Also einfach mal Abends Feierabend auf der Couch einen Film schauen, ist seit der Geburt unmöglich.

Es frustriert mich einfach nur noch. Ich fühle mich total ausgelaugt, weil ich wirklich nie mal eine richtige Pause habe. Am Tag schläft sie kaum und am Abend wird sie 100 mal wach. Meistens bleibe ich mittlerweile nach 1-2h Einschlafprozedur abends im Bett liegen, weils dann schon so spät ist, dass ich dann sowieso nichts mehr gucken kann und einfach nervlich auch total am Ende bin.

Mittlerweile habe ich extreme Rückenbeschwerden. Wahrscheinlich durchs ständige Hin und Hertragen und Durchs eingeschränkte Schlafen. Die Schmerzen werden immer schlimmer. Das muss ich definitiv nochmal abchecken lassen. Mit dem Stillen hab ich kein Problem. Aber wäre halt schön, wenn sie dafür dann auch mal wenigsten 2h schläft abends, bis ich dann selbst eh ins Bett gehe.

In der Nacht selber, will sie ungefähr 5 mal an die Brust. Manchmal auch weniger. Mich stört eher die späte Einschlafzeit, die ewige Einschlafbegleitung und das permanente aufwachsen in den ersten 2h nach dem Einschlafen.

Ich habe auch kein „Dorf“. Ich habe das Kind wirklich 24h bei mir. Es ist hart. Aber natürlich genieße ich auch viele Momente. Dennoch wäre es schön, wenn das Schlafthema etwas entspannter wäre. Abstillen und die Flasche geben, damit mein Freund mal übernehmen kann, ist leider auch nicht möglich, da auch alle Flaschensauger abgelehnt werden.

Ich frage mich, wanns einen Lichtblick gibt. Es ist 1 Jahr um und es war irgendwie auzuhalten( keine Ahnung wie, aber ich habs ausgehalten). Aber so langsam könnte es auch mal besser werden.

Kennt ihr das? Wie wars bei euch? Wann wurde es besser?

Liebe Grüße
Ganz wichtig: Streich das Wort „blöd“ sofort aus deinem Kopf. Du hast nicht „eingeknickt“, du hast überlebt. Das Familienbett und das Schlafstillen sind in so einer Situation oft der einzige Weg, um überhaupt mal drei Stunden am Stück die Augen zuzukriegen. Das ist kein Versagen, das ist kluges Ressourcenmanagement. Dass sie abends alle 10 bis 20 Minuten wach wird, liegt oft daran, dass Babys am Ende eines Schlafzklus kurz checken: „Ist alles noch so wie beim Einschlafen?“ Wenn sie an der Brust eingeschlafen ist du sie dann aber weglegst (oder dich wegschleichst), schlägt ihr internes Alarmsystem an. Viele Eltern haben Erfolg damit, die Einschlafbegleitung vom Stillen zu entkoppeln. Das heißt: Stillen im Hellen, dann ein anderes kurzes Ritual (Singen, Kuscheln) damit sie nicht beim Saugen wegdöst, sondern merkt, dass sie hingelegt wird. Das ist am Anfang oft mit Gemecker verbunden, kann aber das Dauer-Aufwachen nach 20 Minuten stoppen. Ehrlich gesagt? Bei vielen kommt mit etwa 14 bis 18 Monate ein riesiger Sprung, wenn die Kommunikation besser wird und sie tagsüber mehr auspowern. Viele "High-Need-Babys" werden plötzlich zu Kleinkindern, die mit einem Mal drei Stunden am Stück schlafen, sobald sie laufen können.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
M Wenn das Baby nicht in den Schlaf findet Familie 11
M Verzweifle an Beikost (Baby) Familie 18
G Weihnachtsgeschenk für Baby Familie 19

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben