Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Autorität in der Erziehung

Schwarze Pädagogik ist kein Thema, absolute Narrenfreiheit für Kinder aber auch nicht.

Eltern, Lehrer und Erzieher müssen schon die Möglichkeit haben, sich gegenüber den Kindern durchzusetzen. Es kann und braucht auch nicht alles und jenes langwierig diskutiert zu werden.
 
Dieses Thema wird hier immer wieder angesprochen. Ich mache einen Thread.
Ich habe keine Kinder, aber ich habe viel mit Kindern zu tun. Wie steht ihr zur autoritären Erziehung?

Ich denke, dass Kinder gut sein wollen, loyal sein wollen. So habe ich mich als Kind erlebt und so erlebe ich auch die Kinder in meinem Umfeld.
In Konflikte kommen Kinder oft, wenn in der Schule, im Freundeskreis und in der Familie unterschiedliche Dinge gefordert werden.
Wichtig finde ich, Kinder von schlechten Einflüssen fern halten. Dann muss man auch weniger autoritär sein. Das ist aber natürlich sehr schwierig.
In Konflikte kommen sie auch, wenn von ihnen Dinge gefordert werden, die sie nicht leisten können.
Ich denke, dass meistens die autoritäre Erziehung nicht nötig ist und nur die Gefühle des Kindes verletzt.

Ich erlebe auch, dass Kinder freiwillig unangenehme Dinge tun, wenn ein Erwachsener erklärt, warum es gut ist - Dinge auswendig lernen beispielshalber.

Manchmal erlebe ich Dinge, wo ich hart durchgreifen würde, wenn ich das beteiligte Elternteil oder Teil der Familie wäre. Ich habe beispielshalber mal miterlebt, wie ein Junge (vielleicht sechs Jahre) seine Mutter angespuckt hat.
normalerweise ist das für mich kein Thema. Mich interessiert grad nur, welche Rolle Du in Bezug auf die Kinder hast? Hast du keine Verantwortung, hast Du auch keinen Erziehungsauftrag, das ist mein Gedanke.
 
Ich habe es dann gemerkt und es hat mich in starke Loyalitätskonflikte gebracht. (...) Ich kenne etliche Menschen, die sich außerhalb des Elternhauses anders verhalten als bei ihren Eltern.
Genau – du bekommst unterschiedliche Rollenangebote vorgesetzt, wenn die Kulturen zu Hause, in der Schule, in der "Gang", im Sportverein etc. nicht identisch sind. Du willst aber überall dazugehören, also entwickelst du ein Repertoire für Situation A, für B, für C usw. – und dann weißt du am Ende nicht mehr, wer du jetzt eigentlich bist (Identität).

Deshalb erscheint es mir wichtig, Kindern zu Hause möglichst viel Freiheit zu geben, sie so zu akzeptieren und zu respektieren, wie sie sich jeweils gerade zeigen. Sie sind ja noch lange nicht "fertig" und suchen nach der für sie selbst passenden Haltung zum Leben. Indem ich da meine Haltung möglichst authentisch lebe, auch erkläre, warum ich etwas tue oder lasse (ohne das als die einzig richtige Verhaltensweise darzustellen), können sie für sich entscheiden, ob sie das auch so versuchen möchten.

Ich hatte das Glück, vier Brüder und in der Kindheit zwei Mütter zu haben – meine richtige und meine Stiefmutter. Auch kannte ich alle vier Großeltern. Und mein Vater starb früh, also war ich auch da gezwungen, mich nach geeigneten Rollenvorbildern umzuschauen. Vermutlich ist da jemand, der alleine und nur mit einem Elternteil aufwächst, nicht so gut dran.
 
Genau – du bekommst unterschiedliche Rollenangebote vorgesetzt, wenn die Kulturen zu Hause, in der Schule, in der "Gang", im Sportverein etc. nicht identisch sind. Du willst aber überall dazugehören, also entwickelst du ein Repertoire für Situation A, für B, für C usw. – und dann weißt du am Ende nicht mehr, wer du jetzt eigentlich bist (Identität).

Deshalb erscheint es mir wichtig, Kindern zu Hause möglichst viel Freiheit zu geben, sie so zu akzeptieren und zu respektieren, wie sie sich jeweils gerade zeigen. Sie sind ja noch lange nicht "fertig" und suchen nach der für sie selbst passenden Haltung zum Leben. Indem ich da meine Haltung möglichst authentisch lebe, auch erkläre, warum ich etwas tue oder lasse (ohne das als die einzig richtige Verhaltensweise darzustellen), können sie für sich entscheiden, ob sie das auch so versuchen möchten.

Ich hatte das Glück, vier Brüder und in der Kindheit zwei Mütter zu haben – meine richtige und meine Stiefmutter. Auch kannte ich alle vier Großeltern. Und mein Vater starb früh, also war ich auch da gezwungen, mich nach geeigneten Rollenvorbildern umzuschauen. Vermutlich ist da jemand, der alleine und nur mit einem Elternteil aufwächst, nicht so gut dran.

Ja, wenn die Kultur da draußen unproblematisch ist, bin ich immer pro Freiheit.
Meine Eltern haben mir viel Freiheit gegeben, obwohl es ihnen schwer fiel. Mein Vater hat Ängste. Ich bin dankbar dafür.

Ich hatte trotzdem Loyalitätskonflikte. Ich glaube, aber das ist normal und gehört hier nicht hin.

Jetzt aber zum Thema des anderen Threads, der dieses hier inspiriert hat: was wenn die Nachbarschaft toxisch ist? Ich rede von Ghetto. Dann muss die Familie ein Gegengewicht sein. Ich fürchte, dass es ohne Autorität und Einschränkungen der Freiheit nicht geht.
 
normalerweise ist das für mich kein Thema. Mich interessiert grad nur, welche Rolle Du in Bezug auf die Kinder hast? Hast du keine Verantwortung, hast Du auch keinen Erziehungsauftrag, das ist mein Gedanke.
Ich komme aus einer großen Familie und es gibt aktuell viele Kinder in meiner Familie (also nicht meine Schwestern, die sind älter). Ich bin ein Verwandter.
 
Jetzt aber zum Thema des anderen Threads, der dieses hier inspiriert hat: was wenn die Nachbarschaft toxisch ist? Ich rede von Ghetto. Dann muss die Familie ein Gegengewicht sein. Ich fürchte, dass es ohne Autorität und Einschränkungen der Freiheit nicht geht.
Würde ich auch so sagen: Wenn die Freiheit dazu führt, dass du am Ende tot oder im Gefängnis bist, ist es besser, klare Grenzen zu definieren, innerhalb derer dann eine "gewisse Freiheit" ausgelebt werden kann. Es geht ja auch um Verantwortung der Eltern für ihre Kinder; weil eben Kinder in der Regel nicht so gut einschätzen können, was wie gefährlich ist.
 
Ich denke, dass Kinder gut sein wollen, loyal sein wollen. So habe ich mich als Kind erlebt und so erlebe ich auch die Kinder in meinem Umfeld.
Du wirst geboren, ohne dass Du weißt, was loyal oder gut ist. Deine Eltern und Dein direktes Umfeld sind die ersten, die Dir die Bedeutung dieser Begriffe nahebringen. Danach kommen Kindergarten, Schule, Internet und andere Medien. Ich denke, dass deshalb sein eigenes Verständnis für diese Begriffe hat.
 
Du wirst geboren, ohne dass Du weißt, was loyal oder gut ist. Deine Eltern und Dein direktes Umfeld sind die ersten, die Dir die Bedeutung dieser Begriffe nahebringen. Danach kommen Kindergarten, Schule, Internet und andere Medien. Ich denke, dass deshalb sein eigenes Verständnis für diese Begriffe hat.

Ich denke, dass Kinder geboren werden und instinktiv wissen was loyal ist.
Man muss lang suchen um (jüngere) Kinder zu finden, die ihre Eltern nicht lieben.

Und „gut sein wollen“? Damit meine ich in diesem Kontext, dass sie den Erwachsenen in ihrem Umfeld gefallen wollen, dass machen wollen, was in diesem Umfeld als „gut“ gilt.
Das kann durchaus auch etwas schlechtes sein, wie etwa Diebstahl, wenn die Eltern auch Diebe sind.

Ich argumentiere nicht, dass Kinder von Natur aus immer moralisch einwandfrei sind, sondern das sie von Natur aus Liebe und Loyalität für die Erwachsenen in ihrem Umfeld empfinden und deswegen auch ohne autoritäres Verhalten leicht zu lenken sind.
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben