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Autismus - kann nicht ohne meine Mama?

Hole dir bitte in deinem Interesse Hilfe und Beratung von professionellen Stellen, spreche die Dinge da an. Du solltest das wirklich in deinem Interesse tun, denn deine Mutter lebt ja nicht ewig. Eine eigene Wohnung wäre für dich sehr wichtig, nebenbei, darf ich das hier schreiben, unsere 2 Söhne wohnen auch ganz nahe bei uns, aber in eigenen Reichen- Wohnungen. Die haben lange bei uns mit gewohnt.
 
Ich weiß, das liegt an den psychischen Problemen. Bekomme aber so schnell keine Hilfe..
Seit wann hast Du diese psychischen Probleme denn? Wenn Du jetzt erst Hilfe suchst, dann scheint es bislang alles irgendwie geklappt zu haben. Wer kam auf die Idee, Du könntest autistisch sein?

So ein bisschen liest es sich, als wollte Deine Mutter Dich nicht gehen lassen?
 
Den aktuellen Job behalten und eine Einzimmerwohnung mieten, die ich für die Arbeit und zum chillen mit Freunden nutze, und abends wenn ich alleine bin zu meinen Eltern in mein altes Kinderzimmer gehen und dort schlafen?
Ich glaube das wäre die beste Variante. Bei einem Jobwechsel weisst du nicht wie es läuft, das kann- ausgehend von deiner Disposition- auch sehr belastend werden.

Versuche dich mit der eigenen Wohnung anzufreunden. Ich glaube es ist wichtig, dass du Menschen um dich drumherum hast, aber dich auch jederzeit zurückziehen kannst. Und die Familie vorläufig als sicherer Hafen.
 
Hi,
ich muss das mal alles kurz schreiben und nach Rat fragen. Ich bin 29 Jahre alt, weiblich, Verdacht auf Autismus. Soweit alles okay, aber das schränkt mein Leben ein. Ich wohne noch zuhause bei meinen Eltern, in einer Wohnung zusammen mit meinen beiden jüngeren Brüdern. Ich habe studiert und habe einen Vollzeitjob. Eigentlich wollte ich bevor ich 30 bin ausziehen (eigenes Leben aufbauen und so)... aber jetzt ist es doch anders gekommen. Ich hatte letzten Monat eine Wohnungsbesichtigung (Wohnung ist 100m von der meiner Eltern entfernt, also nichtmal eine Minute) und habe die Wohnung auch bekommen. Nach einer absoluten mentalen Tortur, Depressionen und Heulkrämpfen, weil ich daran denken musste, dass ich bald mein Zimmer in der Wohnung meiner Eltern räumen muss, habe ich dem Vermieter dann doch abgesagt und die Wohnung nicht genommen (Kurzschlussreaktion). Eigentlich wäre sie perfekt gewesen, weil richtig nah und ich könnte jeden Tag zu meinen Eltern. Aber ich habe den Gedanken einfach nicht ertragen, meine Sachen alle dorthin zu bringen und dann offiziell alleine zu wohnen.
Hinzu kommt, dass ich aktuell einen 100% Homeoffice Job habe und den ganzen Tag alleine in der Wohnung wäre.
Meine Mutter ist meine absolute Bindungsperson, ich komme nicht ohne sie klar. Aber wie soll ich mir ein eigenes Leben aufbauen? Ich bringe es einfach nicht übers Herz, mein Kinderzimmer zu räumen und meine Mutter zu verlassen, um dann den ganzen Tag komplett alleine auch ohne Kollegen in der einsamen Wohnung zu sein.
Was soll ich tun?
Es doch wagen und ausziehen, und nach der Arbeit eben zu meinen Eltern oder mich mit Freunden Treffen?
Zuerst einen normalen Job ohne 100% Homeoffice suchen (sozialer Ausgleich) und dann ausziehen?
Den aktuellen Job behalten und eine Einzimmerwohnung mieten, die ich für die Arbeit und zum chillen mit Freunden nutze, und abends wenn ich alleine bin zu meinen Eltern in mein altes Kinderzimmer gehen und dort schlafen?

Die ganze Situation hat mich in eine depressive Verstimmung gestürzt, ich weiß nicht, ob ich je ohne meine Eltern leben kann.
Hi. Ich kenne mich nur ein kleines bisschen mit Autismus aus und habe schon ein paar mal Leute mit Autismus kennen gelernt.
Daher schreib ich einfach mal, was ich denke dazu. Du schaust dann, ob das für dich passt.
Ich vermute, dass so eine starke Bindung an deine Mutter jetzt als Erwachsene doch so überaus stark durch deinen Autismus ist. Und daher vermute ich auch, dass es vielleicht keine gute Lösung ist, was ich einem nicht autistischen Menschen vielleicht vorschlagen würde, jetzt zieh endlich aus und nabel dich ab. Ich kann mir vorstellen, für dich könnte es ein anderer Weg sein. Nur welcher, das weiß ich natürlich nicht.
Hast du schonmal über Alternativen nachgedacht? Wenn du dein Bauchgefühl fragst, was möchte das am liebsten? Und zwar ohne irgendwelche Fremdeinflüsse. Vielleich sagt dein Bauchgefühl, ich möchte mein Leben lang mit meiner Mutter zusammen wohnen. Falls das so ist, wäre das okay für dich?
 
Es doch wagen und ausziehen, und nach der Arbeit eben zu meinen Eltern oder mich mit Freunden Treffen?
Den aktuellen Job behalten und eine Einzimmerwohnung mieten, die ich für die Arbeit und zum chillen mit Freunden nutze
Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine Autistin so ticken würde.
Wende dich an ein ATZ, du solltest dir vor Augen halten, dass auch Mütter irgendwann sterben und dann wäre es schon gut, wenn du vorher gelernt hättest ohne sie klarzukommen.
Ich finde deine Mutter in dieser Hinsicht ziemlich egoistisch.
Was sagen denn deine Freunde zu der Lage, wenn ihr beim Chillen ins Quatschen kommt?
Leben die auch noch im Kinderzimmer?
 
Ich würde auch schnellst möglich ins Handeln kommen, wenn du dir ein eigenes Leben aufbauen möchtest. Ich sehe auch die Haltung deiner Mutter als nicht förderlich an, sie möchte dich nicht gehen lassen. Das ist aber nicht fair dir gegenüber.
Woher kommt der Autismus- Verdacht? Welche Probleme treten noch auf?
 
Die haben absolut nichts dagegen, vor allem meine Mutter nicht (war ganz traurig schon bei der Wohnungsbesichtigung)

Und genau hier liegt wahrscheinlich eins der Hauptprobleme. Meine Mutter hat auch sehr an mir geklammert. Solche Mütter meinen es zwar gut, aber sie merken nicht, dass sie es ihrem (erwachsenes) Kind sehr schwer machen, sich abzunabeln. Man bekommt indirekt das Gefühl vermittelt, dass man nicht stark genug ist, es ohne die Mutter zu schaffen. Dazu kommt dann noch das schlechte Gewissen, dass man die Mutter verlässt. Es ist schwer, sich aus so einer Beziehung zu befreien, aber es ist ganz wichtig, dass du das für dich tust. Irgendwann ist deine Mutter nicht mehr da und dann musst du von heute auf morgen damit klar kommen. Wenn sie so an dir hängt, könnte sie doch auf diesen Vorschlag eingehen, erstmal noch eine Weile dein Zimmer so zu behalten, aber immer öfter in deiner eigenen Wohnung zu leben. Du wirst sehen, dass du das schaffen kannst, auch wenn es anfangs sicher ungewohnt ist (weiß ich noch von mir). Therapeutische Hilfe wäre da für dich ganz wichtig.
 
Also ich finde das überhaupt nicht komisch, das du so an deiner Mutter hängst und sie nicht verlassen möchtest. Erst recht, wenn du Autistisch sein solltest.
Lass dir bloss nicht einreden von aussen, das es seltsam ist und du da unbedingt weg musst.
Das ist Quatsch. Es ist dein Leben und du sollst dich wohlfühlen und sicher sein, einen festen Bezugspunkt haben. Das kannst nur du und deine Mutter entscheiden.
Bei mir ist das ähnlich, ich wohne immer noch im selben Haus wie meine Mutter, nur in einer eigenen Wohnung. Ich hätte diesen nahen Kontakt nie missen wollen.
Ich bin jetzt 64 und meine Mutter 93.
Mir ist schon klar, das sie nicht mehr lange da sein wird, aber ich koste es aus, solange es geht.
Ich habe das nie bereut, meine Mutter war immer für mich da, in allen Stürmen des Lebens.
Ich natürlich auch für sie.
 
Wer hat die Diagnose Autismus (in Frage käme dabei nur Asperger) überhaupt gestellt? So, wie du schreibst und was du beschreibst, klingt es für mich weitaus mehr nach einer sehr krassen sozialen Phobie.
 

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