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Auszubildende und Chef im Streit. Wie handeln als Patin?

Glaub ich gerne. Bei einem Chef der mehr Kumpel ist und die Zügel locker lässt. Hab auch noch nie gehört, das man mit solchen Chefs nicht klar kommt.

Die Frage von Kätzin war richtig, wie die anderen mit dem Chef auskommen. Nur so lässt sich dies objektiver beurteilen.

Und eine Auszubildende mit Dickkopf, funktioniert halt nicht. Auch das hat die TE geschrieben.
 
Was mir hier am Chef überhaupt nicht gefällt:

Er kann nicht nachweisen, dass sie wirklich nicht krank war. Also basiert sein aufgebrachtes Verhalten auf reinen Vermutungen. Er stellt etwas als Wahrheit hin, von dessen Wahrheit er nicht überzeugt sein kann und verwendet dies negativ und aggressiv gegen die Auszubildende. Das ist wirklich nicht professionell.

Gibt's für solche Fälle eigentlich keine offiziellen Verantwortlichen? Eine Art Oberaufsicht über die Ausbildung (Ausbildungsleiter (an der Schule?)) oder so?
 
Trotzdem ist sie humorvoll, geht gut mit unseren Kunden um und wenn man ihr mir Spaß und Laune entgegen kommt, strahlt sie auch.
Rumgenörgel und Kritik kann sie meiner Meinung nach überhaupt nicht ab. Sobald man sie auf einen Fehler hinweist, wird aus der strahlenden Person ein betrübtes Wesen, welches sich sogar für ein "Hallo" zu fein ist.

Ja, das ist wirklich ein Herzchen...🙄

Der Laden hat doch einen Ausbilder. Soll der halt mal die Zähne auseinander bekommen und etwas zur Schlichtung beitragen.
 
Grundsätzlich würde ich auch zu nem Neutralen Vermittler raten und mal mit dem Mädel reden.
Das Größte Problem sehe ich übrigens bei der Jungen Dame.
Ich hab den Ausgangstext mal gekürzt. Wichtiges in Fett und meine Kommentare unterstrichen


Trotzdem ist sie humorvoll, geht gut mit unseren Kunden um und wenn man ihr mir Spaß und Laune entgegen kommt, strahlt sie auch.
Rumgenörgel und Kritik kann sie meiner Meinung nach überhaupt nicht ab. Sobald man sie auf einen Fehler hinweist, wird aus der strahlenden Person ein betrübtes Wesen, welches sich sogar für ein "Hallo" zu fein ist. => Kritikfähig muss man sein und eine Azubine die einen Eiskalt ignoriert nur weil man berechtig Kritik äußert geht garnicht. Das das einen Chef auf dauer auf die Palme bringt ist Nachvollziehbar. Das bringt doch unruhe ins ganze Team wenn man Probleme nicht ansprechen kann ohne das Madam eingeschnappt ist.
...

Doch nun zum Problem:
Unser Chef ist der Meinung, sie sei bodenlos frech, unmotiviert, Kritikunfähig, schlampig und nimmt kein Blatt vor den Mund, auch gegenüber den Vorgesetzten. => von irgendwo her muss der Eindruck ja kommen. Das Frech und Kritikunfähig ist ja zumindest lt. deinem oberen Satz berechtigt. Das Frech, manchmal Unmotiviert und kein Blatt vor den Mund nehmen lese ich aus deinen unteren Abschnitten raus. Bleibt nur das Schlampig das ggf. unberechtigt ist. Wobei dem Chef gegenüber frech sein ein No Go ist. Man kann anderer Meinung sein aber da reicht ein "Endschuldigen Sie aber ich bin da anderer Meinung. Darf ich Ihnen sagen wie ich das lösen Würde....". Frech sein kann man sonst wo aber nicht auf Arbeit.

Es folgten unangenehme Gespräche, zu denen selbst der Ausbilder herbestellt wurde.
Sie fing an sich oft krankzumelden. Somit sprach unser Chef+Ausbilder ihr eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag aus. => Absolut berechtigt. Dafür gibt es die Möglichkeit ja.
Dann wurde ihr vom Chef vorgeworfen, dass sie auf blau machen würde. Was meiner Meinung nach nicht ganz falsch ist. Nach jeder Reibung mit dem Chef kam am nächsten Morgen ein Anruf, dass sie krank sei.
=>Der Vorwurf war ggf ungeschickt vom Chef, hier hat die Azubine aber mehr oder weniger dne Vorwurf schon bestätigt. Würde sie nicht Blau machen wäre man nach so nem Vorwurf in die Arbeit gegangen und hätte sich im Zweifelsfall krank nach Hause schicken lassen.
...

Am Montag rief sie wieder an und teilte auf dem Anrufsbeantworter mit, sie sei krank. Eine AU-Bescheinigung würde sie per Post zuschicken. => Das zeigt eindeutige Missachtung des Chefs. Wenn die AU am ersten Tag da sein muss, muss Sie da sein. Das senden per Post ist da ja fast die direkter Verstoß gegen die Anweisung denn keine Post stellt am selben Tag zu. Das ist ein abmahnungsgrund.

Da wir wirklich massive Personalprobleme haben, ist jeder Mitarbeiter gefragt. Unser Chef ist natürlich explodiert und rief sie an und meinte, wenn sie um pünktlich zu Schichtbeginn nicht erscheint, hat sie ein Problem. Ob sie krank ist oder nicht - er kauft es ihr nicht ab.
Sie kam nicht. => Sie hätte kommen können und dann direkt das Atest vorlegen können. Hatte Sie es nicht hätte sie sich ja nur von einem ihr Vorgesetzten z.B. dem Ausbilder nach Hause schicken lassen müssen. Wenn Sie wirklich krank gewesen wäre wäre das ja kein Problem. Keiner will nen Kotzenden oder schnupfenden Mitarbeiter neben sich stzen haben.

Heute war sie den ersten Tag wieder da. Es herrschte Stille zwischen beiden.
Kurz vor ihrem Feierabend kam sie zum Chef und fragte nach einem freien Freitag für die nächste Woche.
=> Das ist provokation Pur. sie hätte insbesondere wenn Mitarbeiter Mangel herscht schon vor Wochen anfragen können. Stattdessen fragt Sie am ersten Tag nach einer Krankheit mit verspäteter AU direkt nach frei.Sie wäre gern auf der standesamtlichen Hochzeit ihres Bruders dabei.

Er fühlte sich dadurch provoziert=> zurecht bei dem Früchtchen
und schrie sie wortwörtlich an.=> Überreaktin des Chefs, die Abmahnung wg der verspäteten AU und die berechtigte Ablehnung des Urlaubs wg. Personalmangel hätten gereicht.
Er kotzte sich komplett aus, erwähnte all ihre vergangenen Krankheitstage, dass sie unzuverlässig sei und er KEIN BOCK darauf hätte, sie mit so einer Einstellung auszubilden. Wenn ihr was nicht passen sollte, soll sie gehen. Jeder Zeit."

Sie packte daraufhin hektisch ihre Sachen zusammen und meinte: "Dann kann ich ja jetzt gehen. Sowas muss ich mir nicht gefallen lassen."
Und verschwand raus zur Tür.
=> Hatte Sie da schon Feierarbend? Ansonsten ist das ggf. Arbeitsverweigerung und der zweite Grund zur Abmahnung.
Ich bin ihr hinterher, wollte sie beruhigen und nochmal über alles reden. Schließlich konnte ich ihre Reaktion irgendwo nachvollziehen. Es war wirklich unprofissionell vom Chef...
 
wie die anderen mit dem Chef auskommen. Nur so lässt sich dies objektiver beurteilen.

Ach ja richtig. Die Menge machts.

Nur dass Mobbing Strukturen genau so funktionieren: Einer wird ausgeguckt und dann los.
Und dieser Chef, der seine Position mit diesen Machtdemonstrationen untermauern will sichert sich damit, dass
die anderen kuschen.
Der ist erst 8 Monate der neue Chef, der hat sich nicht die Mühe gemacht diese Azubis kennenzulernen, die sind ihm nur insofern wichtig als er eine Cheffunktion hat.
Schon möglich, dass das Mädchen nicht unterwürfige Jasagerin ist und hier und da lernen sollte einfach mal zu schweigen, aber einen Menschen fertig machen, das ist ein ganz anderes Kaliber.
Wäre er wirklich ein Chef, dann hätte er es nicht nötig sich daran hochzuziehen wie sie leidet, das tut er ja ganz offensichtlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist dein Patenkind? 😕
Und was ist mit den Eltern? Sind die genauso ratlos? Sprichst du nicht mit ihnen über die Situation im Betrieb?

Es ist eine recht übliche Struktur in Firmen einem Azubi neben dem Ausbilder eine Vertrauensperson, die ihn in allen Belangen unterstützt und berät, zur Verfügung zu stellen. Diesen Mitarbeiter nennt man dann "Pate".

Aus dem, was ich hier vom TE lese, entnehme ich, dass die Azubine da doch etwas zu weit geht. Daran könnte man arbeiten. Sie muss sich nicht immer ducken, aber Respekt sollte sie Vorgesetzten schon entgegen bringen.
Ja, auch der Chef hat sich hier nicht vorbildlich betragen. Vorwürfe sind keine konstruktive Kritik und Brüllen ist keine vernünftige Kommunikation

Ich schließe mich den Vorschlägen der anderen hier an: Ein klärendes Gespräch sollte stattfinden. Der Betriebsrat könnte da hilfreich sein.
 
Sie hat ihre Allüren/Eigenarten und kann sich ansch. nicht unterordnen, wie es wohl sein muss, gerade als Auszubildene. Damit kam Sie beim letzten Chef noch gut durch, doch der Neue ist da anders.

Sie riskiert ihre Ausbildung, er hingegen nicht wirkl. etwas, es sei denn die Beeinträchtigung der Arbeitsleistung aller, weil er Sie dazu bringt krank zu feiern/blau zu machen.

Ich sehe zwei sinnvolle Möglichkeiten, zum Einen könntet ihr euch zu dritt privat treffen und ausquatschen, so ein Abend abseits der Arbeit endet evtl. ganz positiv, vor allem wenn mal alles gesagt werden kann. Zum Anderen muss sie lernen sich anzupassen um ihre Ausbildung einvernehmlich mit dem harten Chef zu absolvieren.


Grüße,
peace
 
Höchste Zeit für eine Kündigung!


Aus meiner langjährigen Erfahrung als Sozial- und Lebensberater eines großen Wohlfahrtsverbandes weiß ich, daß man manchen Menschen durch Nachsicht nicht helfen kann, sondern sie nur in ihrem lebensfeindlichen Verhalten bestätigt.

Die Methode der Wahl ist dann, die vielfach bewährte gesunde Härte:

Mir gelang es seinerzeit immer wieder auch, gewissen unbelehrbare junge Menschen zu einer Jugendstrafe zu verhelfen. Die meisten dankten es mir später sehr, indem sie mir ausführlich bestätigten, daß sie wirklich erst im Jugendknast zur Besinnung gekommen seien und ihr Leben dann von grundauf geändert hätten!
 
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