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Auseinanderleben

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
G

Gast

Gast
Du bist das Feuer, das mich gewärmt hat und an dem ich mich jetzt verbrenne.
Du bist das Wasser, in dem ich geschwommen bin und in dem ich jetzt ertrinke.
Du bist die Erde, auf der ich gelaufen bin und die jetzt unter mir aufbricht.
Du bist die Luft, die ich geatmet habe und die mir jetzt weg bleibt.
 
Und Du bist die Welt oder das Leben, von der/dem ich mich abhängig gemacht habe - was bin ich für Dich?
 
Hoffnung, die der Einsicht weicht, Vertrauen das zu Enttäuschung wird.

Schade, wenn Freundschaften auseinandergehen, aber nach vorne sehen ist trotzdem besser als zurückblicken.
 
Verberennen, ertrinken, einsinken und ersticken tun wir alle mal, dann wenn wir sterben oder sehr krank werden. Aber erst dann!

Ich schreibe den Spruch mal um, ja?


Du warst das Feuer, das mich gewärmt hat. Danke.
Jetzt muss ich dich leider verlassen, du ausgehende Flamme, um Holz für ein neues Feuer zu sammeln.

Du bist das Wasser, in dem ich geschwommen bin, es war eine schöne Zeit. Doch um nicht darin zu ertrinken, werde ich mir wegend es aufkommenden Wellenganges ein ruhigeres Gewässer suchen müssen. Machs gut.

Du bist die Erde, auf der ich gelaufen bin, die nun brüchig wird, gefährlich, lebensbedrohend, so dass ich mir ein neues Stück Boden, notfalls in einem ganz anderen Land suchen muss. Ich muss jetzt leider gehen, deshalb.

Du bist die Luft, die ich geatmet habe, und da du dich mir entziehst, werde ich genauso wie du wegwehst, mit dem Wind ziehen, dorthin, wo es sich atmen lässt.

Wie berührt dich diese Umschreibung?

Sigi
 
Ich glaube, das was mir da gestern eingefallen ist, trifft eigentlich mehr auf die "Gegenseite" zu als auf mich. Ich bin nicht damit klar gekommen, dass sich jemand von mir abhängig gemacht hat. Ich wünschte die Person würde deine (zutreffende) Umformulierung lesen.
Es tut halt manchmal genauso weh jemanden verletzten zu müssen, wie selbst verletzt zu werden.
 
Dann zeig's ihr doch!
Wenn du deinem Freund/deiner Freundin etwas mit auf den Weg geben kannst, dann doch einen so lieb gemeinten Hinweis.
 
Ich glaube, das was mir da gestern eingefallen ist, trifft eigentlich mehr auf die "Gegenseite" zu als auf mich. Ich bin nicht damit klar gekommen, dass sich jemand von mir abhängig gemacht hat. Ich wünschte die Person würde deine (zutreffende) Umformulierung lesen.
Es tut halt manchmal genauso weh jemanden verletzten zu müssen, wie selbst verletzt zu werden.


Das nimm ich dir sofort ab.

Danke.

Sigi
 
Ich glaube, das was mir da gestern eingefallen ist, trifft eigentlich mehr auf die "Gegenseite" zu als auf mich. Ich bin nicht damit klar gekommen, dass sich jemand von mir abhängig gemacht hat. Ich wünschte die Person würde deine (zutreffende) Umformulierung lesen.
Es tut halt manchmal genauso weh jemanden verletzten zu müssen, wie selbst verletzt zu werden.

Das sind dann aber Missverständnisse, durch unklare Ansagen vorher, es kommt nicht erst soweit, wenn man sich ehrlich verhält und ehrlich spricht, dann brauch man keinen verletzen...

Dieses Nicht - Sprechen, sorgt dafür das Beziehungen auch Freundschaften, einfach kaputt gemacht werden, von Leuten, die zu feige sind, vorher mal den Mund auf zu machen und die Wahrheit zu sagen, ich habe die Erfahrung gemacht, selbst wenn man sie direkt drauf anspricht.

Weil der Andere ist ja nicht blöd, er merkt ja selber, dass irgendwas nicht stimmt, bei mir war es so krass, dass die betreffende (in dem Fall so wie Du) sich fast jeden Tag meldete und ich mir dann anhören musste, sie hätte sich genötigt gefühlt sich jeden Tag zu melden...
 
Ich sehe das ähnlich wie "lassereden".
Man kann über so vieles reden , man kann Abschiede "mörderisch" oder auch "seicht gestalten".
Und ein Ende einer Liebe, einer tiefen Freundschaft muss nicht zum absoluten Abbruch der fairen Kommunikation führen.

Und meist hat derjenige, der plötzlich alles hinschmeißt viel zu lange nicht erhrlich seine Empfindugen geäußert...und reagiert dann mit den großen Knall.

Ich denke schon , dass man das "Verletzen der Gefühle eines Menschen" nicht zwangläufig so herb gestalten muss.

Denn irgendwas hat man ja an den Menschen gemocht , wenn es früher Liebe oder Freundschaft war und hat den Moment verpasst klare Ansagen zu erteilen , was man nicht möchte - nicht mehr in dieser Form möchte.
Nur dazu gehört aus meiner Sicht reden und auch reden lassen und kein "Tür verschließen" solange der andere Teil ebenfalls bereit ist , sich fair zu verhalten.
 
Na ja, oder man redet sich den Mund fusselig und hat nicht das Gefühl, das bei der anderen Person irgendwas davon ankommt. Diese Situation hatte ich jetzt leider bereits zum zweiten mal bei - was ich dachte - Freundschaften seien.
Ich hab jetzt noch ne Weile nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass es manchmal wohl einfach so sein muss, auch wenn das schade ist. Es gibt halt Beziehungen und Freundschaften bei denen - aus welchen Gründen auch immer - einfach die Basis verloren gegangen ist, auf der man noch etwas retten könnte und weiteres Festhalten beide nur noch unglücklicher machen würde. 🙁
 

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