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Ausbildung verkürzen?

AbiKisa99

Mitglied
Hallo liebe Community!
Ich bin männlich, 21 Jahre alt und befinde mich momentan im dritten Lehrjahr in der Ausbildung zum Industriekaufmann. Vorher habe ich Abitur gemacht. (Wirtschaftsabitur). Nebenbei mache ich eine Weiterbildung zum Europaassistent (IHK). Nun stehe ich vor einer für mich schweren Entscheidung, ob ich meine Ausbildung verkürzen soll. Mein Schnitt ist ganz okay momentan auf der Berufsschule (2,0) und mein Betrieb hat das Verkürzen zugestimmt. Das Unternehmen hat mir zugesichert, dass ich mindestens ein halbes jahr übernommen werde und sie haben für mich eine stelle frei, die nächstes Jahr frei wird. Das wäre eine Stelle im Vetragsmanagement und die sagten, dass es eine interessante und eine nicht zu kleine Position bzw. Stelle wäre.
Es gibt für mich zwei Optionen:
1. Option: Ich verkürze die Ausbildung und bin dann im Februar nächsten Jahres anstatt August nächstes Jahr durch.
Vorteile: früher ,,richtiges" Geld verdienen; etwas Berufserfahrung gesammelt, eventuell gut für den Lebenslauf

Nachteile: sehr hoher Stressfaktor. Bedingt durch meine Weiterbildung, fallen die Prüfungen vom industriekaufmann und von der weiterbildung im selben zeitraum und das wird mehr als hart. Zeit für Sport und Freunde kann ich das halbe Jahr knicken. Auch die Urlaubstage werden keine Urlaubstage sondern Tage zum Lernen.; und ich denke, dass meine Noten schlechter werden aufgrund des Stresses. (sind die berufsschulnoten auf dem Zeugnis von Relevanz?)

2. Option: Ich mache die Ausbildung regulär 3 Jahre und verkürze nicht.
Vorteile: viel weniger Stress; mehr Lebensqualität; wahrscheinlich bessere Noten
Nachteile; ich verpasse das Jobangebot; ich ,,verliere" Geld (ca. 4000€); weniger Berufserfahrung

Noch dazu habe ich erfahren, dass man 1 Jahr nach beendigung der ausbildung durch erasmus+ geförderte auslandspraktika absolvieren kann. vor einem monat habe ich ein 4 wochen praktikum in lettland gemacht und fand die erfahrung super. Bei Option 1 hätte ich ,,nur" ein halbes jahr zeit demnach für weitere Praktika, bei Option 2 ein Jahr.

Natürlich muss ich selber die Entscheidung treffen, aber über eure Meinungen kann ich mir ein klareres Bild für mich schaffen.
Wenn ihr in meiner situation seit, wozu würdet ihr raten? Welcher Weg ist besser?
Ich bedanke mich sehr für eure genommene Zeit!
 

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Nohara

Aktives Mitglied
Deine Überlegungen finde ich gut.
In welchem Bereich siehst du dich?
Wenn du z.B. eigentlich in der Buchhaltung arbeiten möchtest, dann würde dir das Vertragsmanagement nichts bringen. Es zählen relevante Berufserfahrung...
Hast du die Möglichkeit für 2-3 Wochen ins Vertragswesen zu wechseln bzw. Dir den Bereich erklären lassen?

Bei mir war es so:
6 Monate vor Ausbildungsende (Industriekaufmann) bot mir mein Betrieb eine Stelle in einer Abteilung an. Dort durfte ich ein zwei wöchiges "Praktikum" machen und mich dann entscheiden. Ich stellte feste, dass die Abteilung nichts für mich ist. Für die Stelle bräuchte ich eigentlich ein Chemie oder Pharmazie Studium. Aus Angst nichts zu finden und gutem Einstiegsgehalt nahme ich die Stelle an und wurde bereits 3 Monate vor Ausbildungsende dort eingearbeitet. Nach 1 Jahr fing ich mich an die Bewerbungen, weil ich ins Rechnungswesen wollte. Es wolllte nicht klappen, da keine relevante Berufserfahrung. Ich bildete mich berufsbegleitend Weiter (Studium) und dümpelte währenddessen weitere 3.5 Jahre. Eine andere Stelle hatte ich in der Zeit aufgrund fehlender relevanter Berufserfahrung im Rechnungswesen nicht finden können.
Schlussfolgerung: Es war ein Fehler, dass ich die Stelle angenommen hatte. Lieber hätte ich direkt in der Buchhaltung bei einem anderen Unternehmen anfangen sollen, um dann ins Controlling zu wechseln.

Daher lautet die Frage: Wo willst du hin? 6 Monate sind schneller vorbei als man denkt und die Einarbeitung an sich wird 6 Monate in Anspruch nehmen... daher bezweifle ich, dass du Berufserfahrung sammeln kannst und tendiere für Option 2, wo du mehr Zeit hast eine passende Stelle zu finden.

Wenn du jedoch lieber ins Ausland möchtest und es feststeht, wäre Option 1 besser.. Es ist empfehlenswert so ein Auslandspraktium vor der neuen Stelle zu machen, da die Wahrscheinlichkeit gering es, dass du es später machen wirst. Gründe hierfür sind: Ggf. Fehlende Motivation, du hast dich daran gewòhnt Geld zu verdienen, ggf. Freund/ Freundin, eigene Wohnung etc.
 

_Alpha_

Aktives Mitglied
Ich habe meine Ausbildung damals auch um 6 Monate verkürzt und habe es währenddessen nicht bereut.

Du kannst dir doch den Ausbildungsrahmenplan angucken bzw. den Stoff den du dir selber beibringen müsstest.
Traust du dir das zu? Wenn ja, gib ihm.
Wenn nicht dann nicht.

Solltest du den verkürzten Versuch nicht bestehen, kannst du ja danach die Prüfung nach Regelzeit ablegen. Bis auf einen Versuch hast du demnach nichts zu verlieren. Ich würde es also zumindest versuchen
 

AbiKisa99

Mitglied
Ich sehe das ich vergessen habe zu erwähnen, dass ich nach der Ausbildung studieren gehen werde oder mir eine Auszeit nehmen werde, um zu reisen (auslandspraktika, evtl. Backpacking) usw. d.h. ich möchte vorerst maximal ein halbes jahr im unternehmen weiterarbeiten und dann werde ich das unternehmen verlassen. Also bleibe dort maximal bis August 2022. Und in einem anderen Unternehmen auf eine neue Stelle möchte ich mich vorerst nicht bewerben, da wie schon erwähnt: Studium bzw. Auslandsauszeit.
Allgemein denke ich schon, dass ich die Verkürzung packen würde, auch wenn ich auf viele Sachen in dieser Zeit verzichten muss.
Die Sache mit den Auslandspraktika ist das, was mich bei meiner zweiten Option reizt. So könnte ich mehrere Praktika (zum Beispiel 5 x 2 Monate Praktika) in verschiedenen Ländern absolvieren.
 

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Das, was Du bis dahin geschrieben hast, verrät viel mehr Potential, als man durch eine einfache Internet-Umfrage bewerten könnte.
Du wirst die Meinung von Fachleuten und die eigenen Bedürfnisse kombinieren müssen.
 

Nohara

Aktives Mitglied
By the way... du kannst sowie ich berufsbegleitend studieren. Somit würdest Job und Studium kombinieren. Es ist aber sehr anstrengend. Wenn du in deinem Wunschberei arbeitest, würdest du dich qualifizieren, da Berufserfahrung + Studium (wird meist als reine Formalie gesehen, da 90% von den Lernstoff in der Praxis nicht benötigt werden). Ggf. Könntest du bei deinem neunen Arbeitgeber, sofern er ausländische Tochtergesellschaften hat, fragen, ob du für eine zeitlang dort eingesetzt werden kannst. Auslandsreisen kann man im berufsbegleitend Studium auch, jedoch ist es sehr teuer und du bist, keine 6 Monate weg, sondern nur ein paar Wochen.

Wie du siehst, ist es heutzutage möglich, verschiedene Ziele miteinander zu kombinieren. Voraussetzung hierfür ist: Wille, Ehrgeiz und Fleiß.
 

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