Hi Zusammen,
ich bin vor einigen Jahren schon mal hier gewesen und habe damals einige gute Ratschläge bekommen, weshalb ich mich jetzt nochmal hier melde in der Hoffnung, dass mir eventuell jemand weiterhelfen kann.
Ich denke damit man mein Problem etwas nachvollziehen kann, muss ich ein wenig ausholen, ich bin 22 Jahre alt und habe seit meiner Kindheit große Probleme mit Ängsten. Leider bin ich erst mit 15 in Therapie gekommen, da mein Problem nie als solches erkannt wurde. Bei mir wurden mit der Zeit eine generalisierte Angststörung, soziale Phobie, Zwangsstörung und mittelschwere Depressionen diagnostiziert. Ich nehme auch Medikamente ein (SSRI).
Ich hatte schon im Kindergarten und auch in der Schule große Probleme damit "einfach nur da zu sein" , neue Situationen, neue Leute. Ich weiß noch, dass ich den ganzen Tag über eigentlich nur Angst hatte, vor allem möglichen. Ich habe mich immer schon in Dinge unglaublich hineingesteigert und mir zwanghaft über alles Sorgen gemacht. Das klingt merkwürdig, aber hat mir vor allem als Kind große innere Qualen bereitet, da sich niemand so richtig für meine Probleme interessiert hat. Weder meine Eltern, noch Lehrer oder sonstige. Alle haben mir immer gesagt, ich sollte mich einfach nicht so anstellen. Ich finde es ebenfalls schwer, wenn ich es versuche von außen zu betrachten, mein Problem überhaupt nachzuvollziehen.
Mein Problem ist, dass ich feststelle, dass meine Probleme trotz 7 (bald 8) Jahren in Therapie nie vollkommen verschwinden werden. Manchmal geht es mir eine Zeit lang gut und mal habe ich so ein tiefes Loch, dass ich mich im Nachhinein wirklich frage, wie ich das überlebt habe, ohne mir etwas anzutun. Gerade Phasen mit extrem quälenden Zwangsgedanken, sind enorm schwer zu bewältigen und mir wurde mehrfach ein stationärer Aufenthalt in einer Klinik nahegelegt, unter anderem, da mein damaliger Therapeut sagte, dass ich selbstmordgefährdet bin. Bisher war ich das aber nie in einer Klinik, da ich glaube, dass mir die Gruppensitzungen dort allgemein wenig helfen werden und ich weiß, dass selbst wenn ich keine akute Phase habe, ich immernoch große Schwierigkeiten mit meinem Alltag habe.
Ich möchte gern vernünftig arbeiten und etwas lernen, aber ich schaffe es einfach nicht meinen Weg zu gehen. Ich habe 2019 mein Abitur gemacht und 2020 eine Ausbildung angefangen. Diese musste ich nach kurzer Zeit abbrechen, weil es mich dort so unter Stress gesetzt hat, dass ich eine Panikattacke bekommen habe und an einem Morgen zusammengeklappt bin bzw. für einige Zeit ohnmächtig war. Daraufhin habe ich die Ausbildung abgebrochen und ein Studium begonnen, um nicht "nichts" zu machen. Das Studium macht mir rein fachlich auch Spaß (Biologie) allerdings werde ich vermutlich niemals richtig wissenschaftlich arbeiten und als reiner Laborhelfer finde ich keine große Erfüllung, darüber hinaus zieht sich mein Studium sehr, weil ich es nicht schaffe die Prüfungen zu beenden. Ich habe extreme Prüfungsangst und dazu kommt, dass mich meine Zwänge und Probleme oftmals daran hindern effektiv zu lernen oder bei einem Modul am Ball zu bleiben, sodass ich nach fast 3 Jahren, nicht einmal mein Grundstudium (4 Regelsemester von 6) fertig habe. Ich kann mich meistens nicht konzentrieren und so fühle ich mich immer schlecht vorbereitet. Ich arbeite auch seit fast 1,5 Jahren als SHK in einem Labor bei uns an der Uniklinik und die Arbeit dort (14 Stunden / Woche) macht mir tatsächlich viel Spaß und gibt mir Hoffnung, dass es da draußen eine Arbeit gibt, der ich nachgehen kann, bzw. in der ich mich wohlfühle. Allerdings denke ich, dass diese Arbeit mir vor allem wegen der Menschen dort Spaß macht (sehr familiärer Umgangston) und ich viel auf mich allein gestellt bin.
Mein Gedanke war, es vielleicht nochmal mit einer Ausbildung zu versuchen. Ich habe viele Sachen, die mich interessieren, z.B. Technik (KFZ Mechatronik oder Elektronik), Tiere (habe eine Hündin z.B.), Natur (Forstwirt usw. fand ich auch immer spannend).. an Ideen mangelt es nicht nur weiß ich, dass ich vermutlich wieder dieselben Probleme wie damals haben werde und ich obwohl ich an diesen Themen viel Interesse habe am Ende meistens wegen meiner Ängste aufgebe, weil mich die neue Situation, neue Menschen, neuer Rythmus, neue Umgebung, die Verpflichtung daran.. einfach alles so sehr unter Stress setzt, dass egal wie motiviert ich am Anfang bin, alles hinter meiner Angst und meinen Problemen zurück bleibt und ich in mein Loch zurückfalle. Was ich festgestellt habe ist, dass es mir hilft "für mich" zu arbeiten, möglichst alleine. So kann ich mich zwischendurch auch meinen Gedanken widmen und ich bin auch sehr gern unterwegs.
Was ich mir genau erhoffe weiß ich eigentlich gar nicht, vielleicht hat jemand einen Tipp. Denn ich bin mittlerweile ratlos was ich machen soll. Ich würde gern in eine Ausbildung, aber egal ob ich den Beruf anschließend gut ausüben könnte mit meinen Problemen, ist allein die Ausbildungszeit eine unfassbare Hürde, da man in dieser logischerweise nicht wirklich allein ist.
Vielleicht konnte ich halbwegs verständlich meine Situation erläutern und jemand hat eine Idee oder einen Anreiz, darüber würde ich mich sehr freuen. Tut mir Leid, wenn es etwas schwer nachzuvollziehen ist, mir fällt es schwer meine Probleme und Gefühle auszudrücken und zu erläutern was zum Teufel eigentlich mein verdammtes Problem ist.
Dankeschön schonmal für alle die sich das durchgelesen haben und wie gesagt würde ich mich sehr über Hilfe freuen..
ich bin vor einigen Jahren schon mal hier gewesen und habe damals einige gute Ratschläge bekommen, weshalb ich mich jetzt nochmal hier melde in der Hoffnung, dass mir eventuell jemand weiterhelfen kann.
Ich denke damit man mein Problem etwas nachvollziehen kann, muss ich ein wenig ausholen, ich bin 22 Jahre alt und habe seit meiner Kindheit große Probleme mit Ängsten. Leider bin ich erst mit 15 in Therapie gekommen, da mein Problem nie als solches erkannt wurde. Bei mir wurden mit der Zeit eine generalisierte Angststörung, soziale Phobie, Zwangsstörung und mittelschwere Depressionen diagnostiziert. Ich nehme auch Medikamente ein (SSRI).
Ich hatte schon im Kindergarten und auch in der Schule große Probleme damit "einfach nur da zu sein" , neue Situationen, neue Leute. Ich weiß noch, dass ich den ganzen Tag über eigentlich nur Angst hatte, vor allem möglichen. Ich habe mich immer schon in Dinge unglaublich hineingesteigert und mir zwanghaft über alles Sorgen gemacht. Das klingt merkwürdig, aber hat mir vor allem als Kind große innere Qualen bereitet, da sich niemand so richtig für meine Probleme interessiert hat. Weder meine Eltern, noch Lehrer oder sonstige. Alle haben mir immer gesagt, ich sollte mich einfach nicht so anstellen. Ich finde es ebenfalls schwer, wenn ich es versuche von außen zu betrachten, mein Problem überhaupt nachzuvollziehen.
Mein Problem ist, dass ich feststelle, dass meine Probleme trotz 7 (bald 8) Jahren in Therapie nie vollkommen verschwinden werden. Manchmal geht es mir eine Zeit lang gut und mal habe ich so ein tiefes Loch, dass ich mich im Nachhinein wirklich frage, wie ich das überlebt habe, ohne mir etwas anzutun. Gerade Phasen mit extrem quälenden Zwangsgedanken, sind enorm schwer zu bewältigen und mir wurde mehrfach ein stationärer Aufenthalt in einer Klinik nahegelegt, unter anderem, da mein damaliger Therapeut sagte, dass ich selbstmordgefährdet bin. Bisher war ich das aber nie in einer Klinik, da ich glaube, dass mir die Gruppensitzungen dort allgemein wenig helfen werden und ich weiß, dass selbst wenn ich keine akute Phase habe, ich immernoch große Schwierigkeiten mit meinem Alltag habe.
Ich möchte gern vernünftig arbeiten und etwas lernen, aber ich schaffe es einfach nicht meinen Weg zu gehen. Ich habe 2019 mein Abitur gemacht und 2020 eine Ausbildung angefangen. Diese musste ich nach kurzer Zeit abbrechen, weil es mich dort so unter Stress gesetzt hat, dass ich eine Panikattacke bekommen habe und an einem Morgen zusammengeklappt bin bzw. für einige Zeit ohnmächtig war. Daraufhin habe ich die Ausbildung abgebrochen und ein Studium begonnen, um nicht "nichts" zu machen. Das Studium macht mir rein fachlich auch Spaß (Biologie) allerdings werde ich vermutlich niemals richtig wissenschaftlich arbeiten und als reiner Laborhelfer finde ich keine große Erfüllung, darüber hinaus zieht sich mein Studium sehr, weil ich es nicht schaffe die Prüfungen zu beenden. Ich habe extreme Prüfungsangst und dazu kommt, dass mich meine Zwänge und Probleme oftmals daran hindern effektiv zu lernen oder bei einem Modul am Ball zu bleiben, sodass ich nach fast 3 Jahren, nicht einmal mein Grundstudium (4 Regelsemester von 6) fertig habe. Ich kann mich meistens nicht konzentrieren und so fühle ich mich immer schlecht vorbereitet. Ich arbeite auch seit fast 1,5 Jahren als SHK in einem Labor bei uns an der Uniklinik und die Arbeit dort (14 Stunden / Woche) macht mir tatsächlich viel Spaß und gibt mir Hoffnung, dass es da draußen eine Arbeit gibt, der ich nachgehen kann, bzw. in der ich mich wohlfühle. Allerdings denke ich, dass diese Arbeit mir vor allem wegen der Menschen dort Spaß macht (sehr familiärer Umgangston) und ich viel auf mich allein gestellt bin.
Mein Gedanke war, es vielleicht nochmal mit einer Ausbildung zu versuchen. Ich habe viele Sachen, die mich interessieren, z.B. Technik (KFZ Mechatronik oder Elektronik), Tiere (habe eine Hündin z.B.), Natur (Forstwirt usw. fand ich auch immer spannend).. an Ideen mangelt es nicht nur weiß ich, dass ich vermutlich wieder dieselben Probleme wie damals haben werde und ich obwohl ich an diesen Themen viel Interesse habe am Ende meistens wegen meiner Ängste aufgebe, weil mich die neue Situation, neue Menschen, neuer Rythmus, neue Umgebung, die Verpflichtung daran.. einfach alles so sehr unter Stress setzt, dass egal wie motiviert ich am Anfang bin, alles hinter meiner Angst und meinen Problemen zurück bleibt und ich in mein Loch zurückfalle. Was ich festgestellt habe ist, dass es mir hilft "für mich" zu arbeiten, möglichst alleine. So kann ich mich zwischendurch auch meinen Gedanken widmen und ich bin auch sehr gern unterwegs.
Was ich mir genau erhoffe weiß ich eigentlich gar nicht, vielleicht hat jemand einen Tipp. Denn ich bin mittlerweile ratlos was ich machen soll. Ich würde gern in eine Ausbildung, aber egal ob ich den Beruf anschließend gut ausüben könnte mit meinen Problemen, ist allein die Ausbildungszeit eine unfassbare Hürde, da man in dieser logischerweise nicht wirklich allein ist.
Vielleicht konnte ich halbwegs verständlich meine Situation erläutern und jemand hat eine Idee oder einen Anreiz, darüber würde ich mich sehr freuen. Tut mir Leid, wenn es etwas schwer nachzuvollziehen ist, mir fällt es schwer meine Probleme und Gefühle auszudrücken und zu erläutern was zum Teufel eigentlich mein verdammtes Problem ist.
Dankeschön schonmal für alle die sich das durchgelesen haben und wie gesagt würde ich mich sehr über Hilfe freuen..