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Ausbildung oder Studium!

Wasti

Neues Mitglied
Studium oder Ausbildung?
Wer die Wahl hat, hat die Qual!Wer nicht weiß, ob er eine Wahl hat ist auch gequält!
Jedenfalls fühle ich mich zur Zeit so!
Ich habe nämlich ein Problem: meinen Sohn!
Mein Sohn ist gesund, gut gewachsen, einfach schön! Er macht auch, meistens jedenfalls keine Probleme.
Räumt zwar sein Zimmer nicht auf, aber erledigt die Arbeit für seine Schule und hat eine Freundin mit der
er eine harmonische Beziehung führt.
Hört sich alles nicht nach einem Problem an, oder?!
Das Problem ist: Was nun? Im Beruf, welchen Beruf? Da hat er irgendwie keinen Plan.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat er letztes Jahr seine Realschule mit Belobigung abgeschlossen (2,1).
Dann wollte er eigentlich ein IT-Berufskolleg machen, hat aber dann gemerkt, dass dies nicht für ihn ist
und auf ein Wirtschafts-BK gewechselt. Das macht ihm Spaß und er hat jetzt 2,0.
Bei manchen Berufen muss man sich ja schon sehr früh bewerbe. Er liebäugelt mit der Bank.
Was ist besser?
Erst eine Lehre und dann studieren?
BA-Studium anstreben?
Soll er sich zur Sicherheit für beides bewerben - ich meine vielleicht auch im gleichen Unternehmen, oder
sieht das blöd aus?
Viele sagen dann ja, er ist nicht gesichert in seinem Berufswunsch. Aber ich denke, er weiß ja nicht, was
er kriegt.
Was man will und was man kriegt, ist ja nicht immer das gleiche.
Hat er mit 2,0 eine Chance ein BA-Studienplatz zu bekommen.
Wer kennt sich aus?
Übrigens, er ist 17, wird im Sommer 18 und macht nächstes Jahr seinen Abschluß.
 
Ob Studium oder Lehre besser ist, kommt drauf an, aus welchem Standpunkt man das betrachtet. Wenn dein Sohn nach dem Vollabi erstmal keine Lust mehr aufs Lernen hat, dann wäre eine Ausbildung sicher in Betracht zu ziehen. Fürs Studium ist es besser, wenn man mit einer klaren Motivation arbeitet - etwa auf einen bestimmten Beruf hinzuarbeiten. Vorher überhaupt Berufspraxis kennenzulernen, kann sehr hilfreich dabei sein, zu merken ob man in dem Bereich 50 Jahre unterwegs sein und auch was in die Richtung studieren will.
Andersherum kann es sein, dass wenn man schon ein Interessengebiet hat, dass man studieren will und eine vorhergegangen Lehre mehr Zeit kostet als sie unterm Strich bringt.

Die Entscheidung kannst du deinem Sohn aber nicht abnehmen - die muss er für sich selbst treffen, wenn er damit glücklich werden soll. Mit einem 2.0 kann man einen durchaus BA-Platz bekommen (das hängt aber auch vom Studienfach ab) - viele Unis bieten einen Tag der offenen Tür und Schülerpraktika an, bei denen sich Schüler den Unialltag und das interessierende Studienfach aus nächster Nähe anschauen können. Dein Sohn kann auch die Fachschaft (Die Studierendenvertretung eines Fachs) besuchen oder anschreiben und Fragen stellen - das kann auch bei der Interessenfindung helfen.

Viele Grüße,
Sila
 
Jungen Leuten die es nicht oder noch nicht so genau wissen rate ich mittlerweile immer zu einer Berufsausbildung. Gerade Oberschülern, die eine solche ja auch noch mal verkürzen können.

- danach ist man immer noch jung genug zum studieren
- falls man später ein zulassungsbeschränktes Fach studieren möchte kommt man nicht in die extrem schwierige Quote für Zweitstudienbewerber, und sammelt obendrein doppelt angerechnete Wartesemester
- der Nebenverdienst bei einem späteren Studium ist mit Berufsabschluss wesentlich besser
- falls man in der gleichen Branche bleibt zahlen manche Arbeitgeber das Studium sogar
- und am allerwichtigsten: die Erfahrung etwas zu können, das Bestehen im echten Leben, das erste regelmässige Geld, kurz: das Erwachsenwerden, ist oftmals genau das was für eine fundierte Berufswahl noch fehlt.

Darum votiere ich für Berufsausbildung, egal welche. Was anderes studieren kann man immer noch.
 
ich finde die Variante erst Ausbildung und dann Studium besser.
+ man wird Älter und klarere Vorstellung, von dem was man will
+ man geht mit einer anderen Motivation an das Studium
+ man hat ein wenig Berufserfahrung
+ das erste Geld in der Tasche
+ Kontakte zu mindestens einer Firma
+ der Einstieg wird erleichtert
+ Ausbildung ist entspannter und bietet eine sichere Grundlage
usw...
 
ich finde die Variante erst Ausbildung und dann Studium besser.
+ man wird Älter und klarere Vorstellung, von dem was man will
+ man geht mit einer anderen Motivation an das Studium
+ man hat ein wenig Berufserfahrung
+ das erste Geld in der Tasche
+ Kontakte zu mindestens einer Firma
+ der Einstieg wird erleichtert
+ Ausbildung ist entspannter und bietet eine sichere Grundlage
usw...

Ich kann dir nur zustimmen! Eine Ausbildung ist goldwert! Nachdem Fachabi in Gestaltung habe ich ein naturwissenschaftlich- technisches Studium angefangen.. NACh 2 Semster musste ich abbrechen, weil
mir einfahc zu viele Grundlagen gefehlt haben und es unmöglich war 3 Jahre Schullerninhalte innerhalb von 3-4 Monaten auf die Reihe zu bekommen.
Nach einer Ausbildung hat man etwas Festes in Händen. Man hat eine Rückversicherung, falls das Studium nicht klappt..

Geht man erst studieren und merkt, nach 4. Semster oder im 5. Semster, dass einem der Bereich nicht liegt/ nicht interessiert, hat man somit viel Zeit verschenkt...

Mache eine Ausbildung! Eventuell kannst du je nach Qualifikation ein 1/2 Jahr bis 1 Jahr verkürzen und kannst dann studieren gehen. Berufserahrung kann man nicht erlernen, die Theorie aber schon. Wenn du so geil aufs Studieren bist, kannst du dich während der Ausbildung noch die Studieninhalte anschauen. Oder eine gute Alternative wäre ein Duales Studium= Ausbildung + Studium paralell. Jedoch musst du mit NULL Freizeit rechnen und das über Jahre... Dein Urlaub wird auf die Prüfungsvorbereitung draufgehen. Aber du hast danach einen guten Job, da Unternehmen solche Leute so gut wie immer übernehmen.
 
Ich hatte letztens eine ähnliche Unterhaltung mit meiner Tochter. Sie studiert Wirtschaftswissenschaften BA und hat auch einige Leute bei ihr im Studiengang die ebenfalls schon eine Ausbildung hinter sich haben. Sie fand es ziemlich interessant das die Leute nach ihrer Ausbildung wesentlich reifer gewirkt haben und sie meint nicht die 3 Jahre Altersunterschied die durch die Ausbildung entstanden sind. Vor diesem Gespräch mit meiner Tochter hätte ich dir in jedem Fall zum Studium geraten, jetzt bin ich mir da nicht mehr ganz so sicher.
 
Ich hatte letztens eine ähnliche Unterhaltung mit meiner Tochter. Sie studiert Wirtschaftswissenschaften BA und hat auch einige Leute bei ihr im Studiengang die ebenfalls schon eine Ausbildung hinter sich haben. Sie fand es ziemlich interessant das die Leute nach ihrer Ausbildung wesentlich reifer gewirkt haben und sie meint nicht die 3 Jahre Altersunterschied die durch die Ausbildung entstanden sind. Vor diesem Gespräch mit meiner Tochter hätte ich dir in jedem Fall zum Studium geraten, jetzt bin ich mir da nicht mehr ganz so sicher.


Gleiches habe ich auch bei mir festgestellt. Aber irgendwo scheint es auch verständlich zu sein. Gerade im Wirtschaftsbereich läuft die Praxis anders ab als in der Theorie. In der Ausbildung hat den Umgang mit Kunden. Das erlernte Wissen aus der Berufsschule kann direkt in den Alltag integriert werden...

Meistens handelt er sich um Abiturienten/ Fachabiturienten, die nach der Schule direkt ein Studium anfangen. Somit ist der Großteil anfangs noch unreif und kindisch und denkt nur an Partys... Viele haben auch noch keinen genauen Plan, was sie machen wollen und gehen studieren. Während Azubis durch die Ausbildung an Reife dazugewinnen, weil sie wissen, was es heißt arbeiten zu gehen. Sie haben den ernst des Lebens verstanden.
 
Ich kann den Vorpostern nur zustimmen. Ich gehöre auch zur Fraktion "Ausbildung zuerst" 😀. Kenne mehrere Leute, die diesen Weg gewählt haben und sie haben/hatten weniger Probleme mit dem Studium und wussten auch mehr, was sie wollten. Da sie schon zuvor Arbeitsluft geschnuppert hatten, konnten sie sich viel besser vertreten oder Prioritäten setzen. Also klar, das trifft jetzt nicht auf alle zu, aber bei denen, die ich kannte, war das eben der Fall. Ich glaube, erst wenn man gearbeitet hat, weiß man auch besser, wo die eigenen Stärken liegen und wird ganz anders selbständig. In einem Betrieb musst du dich als Auszubildender ganz anders vertreten und ganz anders Leistung bringen, als bei einem Studium. Außerdem ist es mal ein tolles Gefühl, monatlich sein eigenes Geld zu verdienen, wenn man das nicht schon während der Schulzeit gemacht hat 😉.


Liebe Grüße

Findefuchs
 
Wenn man wirklich weiß, was man machen möchte, dann Studium. Ansonsten am Besten Duales Studium oder halt Ausbildung und danach studieren (Problem ist, dass ich viele kenne, die nach der Ausbildung irgendwie dann das Studieren immer wieder aufgeschoben haben, um erstmal Geld zu haben, und es dann nie nachgeholt haben) ...
 
Mittlerweile dürfte die Antwort auf den ersten Post ziemlich klar sein. Schaue ich mich im eigenen Freundeskreis rum, dann gibt es Leute mit einer:
- erst Ausbildung, dann Studium
- duale Studenten, z.T. Masterabsolventen
- Studenten

Die bewegen sich alle um die Mitte 20 bis 30. Im Prinzip wissen alle, welche Richtung sie einschlagen bzw. stehen schon fest im Job. Einzig die Studenten eiern in der Tat noch ein wenig rum. Aber das sind wie gesagt nur ein paar Beispiele, es gibt auch viele positive Beispiele.

Nun würde ich eigentlich gerne wissen, welche Richtung Wasti bzw der Sohnemann nach den guten Tipps einschlägt?
 

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