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Ausbildung... oder Abi machen?

Ausbildung oder allgemeine Hochschulreife

  • Ausbildung machen und im Betrieb weiterarbeiten

    Teilnahmen: 2 28,6%
  • Abitur VOR der Ausbildung machen und dann studieren

    Teilnahmen: 4 57,1%
  • Abitur NACH der Ausbildung machen und dann studieren

    Teilnahmen: 1 14,3%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    7

zeddl

Neues Mitglied
Moin an alle.

Ich habe die mittlere Reife und mache zur Zeit ein freiwilliges soziales Jahr in einer geschlossenen Psychiatrie. Das FSJ hab ich am 31.8 geschafft. Die Frage ist was ich danach mache ich habe sowohl eine Zusage für einen Ausbildungsplatz als Elektroniker bei Siemens als auch eine Zusage von der Fachoberschule, wo ich mach Abitur machen kann. Ich bin grad am überlegen was ich machen soll. Wär es nicht vielleicht doch besser erst eine Ausbildung zu machen und dann das Abitur zu machen, wobei das Problem dann ist, dass ich dann keine Geld verdiene. Was würdet ihr machen?

Freue mich schon auf die Antworten.

Mfg
 
Ich habe zuerst die Ausbildung gemacht nach dem Motto "sicher ist sicher, dann hast du zumindest schon mal einen Ausbildungsberuf und Abschluss" und dann das Fach-Abitur.
Ich habe es allerdings bereut. Dank meiner Ausbildung im Bürobereich konnte ich nur noch in Fachrichtungs-Abitur machen (Wirtschaft) und später auch nicht an einer richtigen Universität studieren. Und in meinem Ausbildungsberuf sieht es sehr düster aus. Auf eine Stelle kommen über 70 Bewerber- selbst wenn es sich um Minijobs handelt . Und das weiter in diesem Beruf ausgebildet wird und jedes Jahr Leute nachrücken macht es auch nicht leichter.


Was du allerdings machen möchtest, hängt eher von deinen Interessen ab. Wenn du ohnehin weisst, das du später mal in Richtung Elektronik studieren willst um dich weiterzuqualifizieren sehe ich da kein Problem.
Vorteil bei der Ausbildung: Praktischer Unterricht, regelmäßiges Gehalt und ein Abschluss in deinem Beruf
Vorteil bei Abitur: selbst wenn du merkst, das Elektro doch nicht mehr ganz deiner Neigung entspricht, kannst du immer noch eine Ausbildung in anderer Richtung machen. (Nachteil: kein Gehalt)

Ich bin zwar nicht in die Elektronik gegangen, aber ich hoffe troztdem, dass ich dir helfen konnte.

PS: wow, Siemens! Das riecht nach gutem Lehrlingsgehalt, Glückwunsch! 😉 Das ein Unternehmen dieser Größenordnung dich als Azubi will ist ein gutes Zeichen für dich und was du bisher geleistet hast!
 
Wenn du den Grips dazu hast, würde ich auf jeden Fall zunächst Abitur machen. Damit eröffnen sich dir viel mehr Möglichkeiten als mit einer Ausbildung ohne Abi. Du kannst danach immer noch eine Ausbildung zum Elektroniker machen, aber auch studieren - auf FH- und auf Hochschulniveau, je nachdem, wie leistungsstark du bist. Wenn du dagegen mit der Ausbildung beginnst, wirst du sehr bald zu schätzen wissen, dass du etwas Geld verdienst, und das Abi dann auch aus Bequemlichkeit nicht mehr nachholen wollen. Das Ganze ist aber sehr kurzsichtig gedacht, eine Milchmädchenrechnnung, da du mit Abi langfristig viel mehr Möglichkeiten hast, beruflich weiterzukommen und entsprechend gut zu verdienen, als ohne. Und zwar auch dann, wenn du anschließend nicht studierst, sondern einen Ausbildungsberuf erlernst.

Auf das Abitur sollte heute nur verzichten, wer die intellektuellen Voraussetzungen dafür nicht besitzt. So was gibt's natürlich auch (auch wenn viele bildungspolitische Gutmenschen es nicht wahrhaben wollen!), scheint bei dir aber nicht der Fall zu sein.

Hast du eine gute oder eher eine durchschnittliche mittlere Reife abgelegt? Je besser dein Realschulzeugnis, um so größer die Wahrscheinlichkeit, dass du auch das Abitur schaffst. Wichtig für die Prognose sind vor allem die Noten in Deutsch, Englisch und Mathematik. Davon würde ich die Entscheidung abhängig machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Zeddl,

auf jeden Fall: Abitur!!! Die Ausbildung kannst du immer noch machen, wenn du noch daran Spaß hast. Mit Abitur findest du evtl. auch bessere Ausbildungsplätze, aber Siemens hat auch bestimmt nach dem Abitur noch Interesse an dir. Wenn du das Abitur in der Tasche hast, dann wirst du später u. U. auch ganz anders gefördert, kannst andere Weiterbildungen belegen.
Ich denke mal, daß deine Eltern doch noch leben und für dich zahlen. Sie werden stolz auf dich sein, wenn du das Abitur gemacht hast. Wenn du Lust und Geist hast, dann mache es. Später wirst du es vielleicht mal bereuen und nach langer Schulauszeit findet man immer wieder schlecht den Einstieg ins Schulleben! Viel Erfolg! Gruß Suchende
 
Ich würd danach gehen, was dir mehr zusagt. Wenn du arbeiten willst- Ausbildung. Wenn du dir lernen vorstellen kannst- Abitur. Und das wichtigste: egal wie du dich entscheidest, es ist keine entweder-oder-Entscheidung. Auch nach einer Ausbildung kann man noch Abitur machen und nach einer Ausbildung noch Abitur! Mach das, womit du dich am wohlsten fühlst!
 
Es kommt darauf an, was DU machen möchtest. Die Entscheidung liegt letzten Endes bei dir.

Ich stand selber vor ein paar Monaten vor einer ähnlichen Entscheidung.
Jedoch habe ich mich für eine Ausbildung zur Finanzwirtin entschieden, obwohl ich einen guten Realschulabschluss (1,7) habe. Da verdiene ich erst mal ein wenig Geld und habe nach den zwei Jahren auch etwas 'vorzuweisen'. Zu dem Zeitpunkt werde ich "erst" 18 Jahre sein und habe immer noch alle Möglichkeiten offen.
Ob ich dann noch Fachabitur machen möchte oder nicht, wird sich zeigen.

Die Frage ist natürlich auch, wie ehrgeizig du bist und wie weit du Karriere machen möchtest. Bietet das Unternehmen nach der Ausbildung auch Aufstiegschancen an? Ich habe da schon ein wenig darauf geachtet, da ich mir diese Möglichkeit ebenfalls nicht verbauen möchte.

Und wie AmeliaS geschrieben hat, es wird keine entweder-oder-Entscheidung sein. Schon jetzt machen viele das Abitur auf den zweiten Bildungsweg.
Dir stehen sehr viele Möglichkeiten offen.

Kannst du dir vorstellen, weiter zur Schule zu gehen? Oder kannst du dir eher vorstellen, eine Ausbildung zu machen?

Natürlich stellt sich die Frage auch, ob du es notenmäßig schaffen könntest.
Ein sehr schlechtes Abiturzeugnis ist nicht gerade nützlicher als ein durchschnittliches Realschulzeugnis.

Egal, wie du dich entscheidest, es wird keine 'falsche' Entscheidung sein. Es ist einfach deine Entscheidung.

Liebe Grüße,
Schneeblüte
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin an alle.

Ich habe die mittlere Reife und mache zur Zeit ein freiwilliges soziales Jahr in einer geschlossenen Psychiatrie. Das FSJ hab ich am 31.8 geschafft. Die Frage ist was ich danach mache ich habe sowohl eine Zusage für einen Ausbildungsplatz als Elektroniker bei Siemens als auch eine Zusage von der Fachoberschule, wo ich mach Abitur machen kann. Ich bin grad am überlegen was ich machen soll. Wär es nicht vielleicht doch besser erst eine Ausbildung zu machen und dann das Abitur zu machen, wobei das Problem dann ist, dass ich dann keine Geld verdiene. Was würdet ihr machen?

Freue mich schon auf die Antworten.

Mfg


Mein Sohn hat erst eine Ausbildung zum Industriemechaniker gemacht, jetzt macht er technisches Fachabi. Danach will er Maschinenbau studieren. Die Welt steht ihm offen. Denn jemand der auch praktische Erfahrung mitbringt, wird bevorzugt. (So wurde es ihm auch beim Vorstellungsgespräch gesagt). Er hat schon 2 Angebote für ein BA-Studium von guten Firmen in Stuttgart.

Also ganz verkehrt ist es nicht wenn man erst mal eine Ausbildung macht, vorausgesetzt du willst später in diesem Bereich studieren. Wenn du dir noch nicht ganz sicher bist, solltest du erst Abitur machen.
 
Hallo zeddle,

an deiner Stelle würde ich auf jeden Fall das Abitur machen!
Mit dem Abitur stehen dir beruflich alle Türen offen und du hast zudem die Chance, später mehr Geld zu verdienen.
Nach dem Abitur kannst du natürlich auch noch eine Ausbildung anfangen.
Würdest du aber zuerst die Ausbildung abschließen und dann erst das Abitur nachholen wollen, wird es sicherlich schwieriger sich wieder an das Schulleben zu gewöhnen.

Ich würde meine Entscheidung aber nicht davon abhängig machen, ob ich die ersten 2-3 Jahre schon etwas Geld verdiene, auf Dauer nämlich hast du nicht viel von!
 
Schon mal im Vorraus, du kannst mit jeder dieser Entscheidungen erfolgreich werden.

Ich persönlich würde dir Empfehlen zuerst eine Ausbildung zu machen und dann das Abi nachzuholen, so hast du ein Polster falls es mit dem Studium nicht klappen würde und wenn du dich mal später in die Berufswelt einsteigen wirst hast du berufliche erfahrungen + ein Abi.

Ich werde jetzt meine Lehre als Immobillien / Treuhand Kauffmann beenden und nacher die Matura nachholen, ich weiss nicht wie das bei euch in Deutschland ist aber bei uns in der Schweiz kann man entweder die Berufsmatura nachholen (FH) oder gleich die gymnasiale Matura, mit der ich dann auch den Zutritt bei Hochschulen habe.
Wie schon gesagt ich mache meine Lehre fertig und gehe dann in Richtung BWL da mein Traumberuf Unternehmensberater ist.
 
Was jetzt "besser" ist, also ob zuerst Berufsausbildung und dann evtl. Abi bzw. andersrum, das kann wohl keiner für dich beantworten.

Ich möchte dir aber den Tipp geben, dass du während einer dreijährigen, dualen Berufsausbildung an der Berufsschule auch an einem Zusatzunterricht und am Ende einer Zusatzprüfung teilnehmen kannst, um während der Zeit die Fachhochschulreife zu erwerben. Das wissen leider die wenigsten und ist ne super Sache, weil du neben dem Berufsabschluss auch gleich schon eine Hochschulzugangsberechtigung erwirbst!

Mit der FHR kannst du dann gleich an eine FH gehen und studieren (fachuneingeschränkt, denn es ist eine allgemeine Fachhochschulreife) oder noch ein Jahr an der BOS 13/FOS 13 (http://www.abi-nachholen.de/berufliche-oberschule.html) draufpacken um die fachgebundene oder sogar die bei ausreichend Kenntnissen in einer zweiten Fremdsprache (die sollte man schön während der Berufsschule anfangen zu lernen, sonst dauerts länger!) die allgemeine Hochschulreife bekommen.

Ich denke, das ist ne super Sache, zu der du dich mal weiter informieren solltest, insbesondere bei deiner Berufsschule.
 

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