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Ausbildung abbrechen??

Hallo zusammen!
Ich hatte in meiner Ausbildung (Hotelfachfrau) auch Zeiten, wo ich am liebsten alles hingeschmissen hätte. Ich hatte Nervenzusammenbrüche, Angst hinzugehen, keine Lust usw. Ich hatte etliche Überstunden, einmal sogar einen 24-Stunden-Dienst, ich musste Betten und Tische schleppen und und und... da wurde kaum Rücksicht genommen. Und auch nicht gelobt, was ich sehr wichtig finde.
Und trotzdem habe ich es durchgezogen und bin heute stolz auf mich.

Heute arbeite ich an der Rezeption eines ****-Hotels und habe selbst Auszubildende an meiner Seite. Ich versuche es besser zu machen, aber ich merke, dass viele der Azubis heutzutage mit dem *großen* Arbeitsumfang und der Belastung nicht zurecht kommen, bzw. auch schon total unmotiviert in die Ausbildung gehen, weil es vielleicht net der Traumjob ist.
Es ist eben heute nicht leicht einen Platz zu finden und da denken sich viele wohl: "Besser irgendeine Ausbildung, als gar keine." und machen sich vorher wohl nicht die Gedanken, welche Anforderungen die Arbeit an einen persönlich stellt.

Was Burncrans angeht... es wird ihm überall so ergehen, wenn er nicht mit den Mitarbeitern und Ausbildern über sein Problem spricht. Die anderen haben doch keine Ahnung, was mit ihm los ist (oder?). Wie sollen sie ihn dann unterstützen?
Und dass es zu viel Arbeit an sich ist, na ja, darüber braucht man nicht reden. Überall gibt es genug zu tun und es wird auf immer weniger Arbeitskräfte verteilt. Fürs Arbeiten wird man schließlich bezahlt. Keine weiteren Fragen. 🙂

Liebe Grüße
Chicki
 
versuchs doch mal als galvaniseur is ein tolles handwerk und hat echt nur was mit hanwerklichem geschick zu tun also ich find den job toll 🙂
 
Hi Chicki und alle anderen,

sehr interessant dein Beitrag. Mir gehts ähnlich: Ich bin 20 und im 2. Ausbildungsjahr in einem 5*****Sterne Haus. Mir gefällt es dort überhaupt nicht. Es gibt keinen Respekt, kein Lob oder gar Motivation. Ich komme fast jeden Tag mit Rückenschmerzen nach hause, leg mich ins Bett, und stehe auf und das gleiche geht wieder los: Zimmer putzen en masse. Ich hasse es und ich war noch nie so unglücklich. Ich habe das Gefühl seit einem Jahr stehen zu bleiben(-->vorher Abi). Ich halte die Zeit für verschwendet. Ich möchte was lernen und nicht nur dumm rumputzn und mich mit Zimmerfrauen umgeben, die noch nicht mal als Deutsche richtig deutsch sprechen können und mir einfach zu "einach" sind. Ihh vermisse die Intelligenz um mich herum. Und dazu kommt dann wiederrum jeden Tag diese Arbeit. An der Rezeption it es auch nicht anders. Dort steht man, wenn es nicht grad ein knaller Tag ist, seine Zeit auch nur ab und wartet auf den Feierabend.
Das alles geht mit täglich im Kopfe herum. Ich will abbrechen, weil dieser Beruf nichts für mich ist. Nicht weil ich nicht arbeiten will oder so, nein! Ich arbeite seit meinem 16.Lebensjahr neben der Schule. Der Job bringt mich nicht vorran und ich bin unglücklich. Ich fall fast jeden Tag in ein Loch, jedesmal wenn ich mich wieder mit Putzkorb im Fahrstuhl stehen sehe und eine Putzfrau dummes Zeug redet. Ich heule und wüte dann den ganzen Tag vor mich hin und bin auch nicht die freundlichste (abgesehen von den Gästen, die sind ja nun mehr als unschuldig, die bringen noch n bissl Freude in mein Leben).

So nun hab ichs mal gesagt, was mir Tag und Nacht auf den Magen schlägt.
Ich habe mich dieses WS für ein Sudium beworben und hoffe sehr das ich den "Absprung" schaffe.

Was haltet iht von meiner "Geschichte"? Sehe ich das falsch? Sollte ich die Ausbildung zu ende machen? Auch wenn dann noch 2 Jahre unglücklich bin auf Rügen (da bin ich)? Komme aus Berlin und vermisse natürlich auch das Stadtleben, aber das würde immer noch gehen, wenn die Arbeit soweit ok wäre.
Bin ich zu arrogant? Sollte ich vielleicht andere Ansprüche an mein Leben stellen?

Bitte sagt mir eure Meinung und gebt mir Ratschläge, ich bin da für alles offen.

Vielen Dank für Zeit+Mühe.

Manda
 
Hi,

Auf Nikas Beitrag antworte ich mal nicht, weil es der Thread von Burncrans ist.

Also: Meine Schwester macht auch ne Ausbildung, bei der sie sogar von Kollegen gemobbt wird. Sie zieht es aber trotzdem unter harten Bedingungen durch. 1., weil es in einer Bewerbung nie gut kommt, wenn man eine Ausbildung abgebrochen hat und 2. weil sie danach eh noch versucht, eine andere Ausbildung zu machen, bis dahin aber in dem Job, den sie gelernt hat, arbeiten kann (da verdient man dann auch mehr als 400Euro).
Frage: Wie lange dauert deine Ausbildung noch?
Ich habe auch an den Dingen, die du hast, gelitten und zwar so extrem, dass ich nicht mal vor der Tür gehen konnte, weil ich Angst hatte. Ich habe Studium angefangen, hingeschmissen, angefangen, hingeschmissen, ....

Jetzt hab ich ws gefunden, und die Ängste sind weg! Aber: Ich habe extrem viel Rückhalt von der Familie meines Freundes bekommen!!!

Sowas fehlt dir vielleicht...

Das Wichtigste: Bekämpfe - wie auch immer - deine Ängste! Mit ihnen kannst du keine Ausbildung glücklich zu Ende machen!
 
Hallo Burncrans,

das Problem kommt mir bekannt vor. Ich habe statt Magenschmerzen, ständige Kopfschmerzen. In den verschiedenen Abteilungen wird auch immer wieder zu mir gesagt : du bist irgendwie anders als die anderen Azubis (wir sind 5 in einem Lehrjahr).
Das zieht mich natürlich runter. Fühle mich langsam dumm und nutzlos. Ich gerate immer in blöde Situationen weil ich nicht genau weiß wie man mit Menschen umgeht.
Ich habe auch keine Ahnung was ich machen soll. bin gerade in das 2 Lehrjahr gekommen.
Liebe Grüße
 
hallo leute ich hab ne frage an euch ich mache jettzt seit 2 monate ne übertriebliche ausbildung zu verkäuferin ich mache sehr oft theorie und 2 wochen in verschiedenen betrieben praktikum nun möchte ich aber die ausbildung abbrechen es gefällt mir nicht ich möchte lieber weiter zur schule (1mal in der woche gehe ich zur berufsbildende schule)
aber ich hab einen schlechen hauptschulzeugnis und mein realabschluss konnte ich nicht machen ist allerdings fast 3 jahre her)
ich möchte aber lieber weiter in die berufsschule gehen um meine noten zu verbessern geht das??

bitte helft mir mailt mir einfach an meine e-mail aber bitte nur ehrliche mails
alb_princess17@hotmail.de
 
Hallo!
Ich habe auch ein Problem mit meiner Ausbildung (pharmazeutisch-kaufmännische-angestellte), es macht mit überhaupt kein Spaß. Ich liege jeden Abend heulend in meinem Bett wenn ich weiß morgen muss ich wieder arbeiten. Ich bin oft krank und das ist auffällig weil ich in meinen Realschuljahren nie krank war.
Ich habe am 1.9.08 meine Ausbildung angefangen und nach 1 Monat war mir klar, diesen Beruf werde ich niemals im späteren Leben machen. Am Anfang dachte ich ich kann das durchziehen bis ich jetzt aber hier sitze und nicht mehr weiter weiß. Wir haben jetzt Juni 09 und es ist für alles zu spät , es gibt keinen Ausbildungsplatz mehr und die Schule (BK1) nimmt auch keinen mehr an.
Ich wollte mal eure Ratschläge hören ob ihr mir helfen könnt.

Meine Überlegungen sind abzubrechen und 1Jahr lang zu jobben bis ich auf September entweder eine neue Lehrstelle habe oder wenn ich keine krieg, mich dann rechtzeitig für das BK1 anmelde.
Klar ist es Sch*** eine Ausbildung abzubrechen aber ich bin am Ende meiner Kräfte.. und es bringt mir ja nichts wenn ich mich weiterhin quäle und mich somit nur noch mehr fertig mach.

Wäre sehr nett wenn jemand was schreiben würde..
 
@letzter Gast (pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte):

Ich finde es total ok, wenn du abbrichst und ich kann dir auch sagen, warum: weil du schon andere Ziele hast und weißt, was du stattdessen machen würdest: Jobben, andere Ausbildung oder BK1.
Weißt du, dass es selten ist, dass Leute so genau sagen, was sie stattdessen machen würden. Klingt gut, find ich.
Und außerdem: das kann jedem passieren, dass man merkt, dass einem die Ausbildung und der Beruf nicht liegen. Wer weiß schon so genau vorher, wie es dann wirklich ist. Da sollten auch mal mehr Leute drüber nachdenken, dass man vorher kaum so richtig wissen kann, wie es hinterher wirklich für einen ist und ob man sich damit wohlfühlt. Also: Besser, man merkt's früher, dass es einem nicht liegt, als zu spät und liegt dann mit Burn-Out auf dem Boden.
Und ich finde, es ehrlich gesagt, auch ein Stück weit mutig, abzubrechen, denn man steht damit zu sich selbst.
 
Nichts überstürzen

Hi,

ich bin immer dafür, einen Abbruch nicht zu überstürzen.
Spreche aus eigener Erfahrung.

Gut, bei mir kommt noch hinzu, ich hab zwei abbrüche im Lebenslauf und dann eine Arbeitslosigkeit von 8 Monaten.

Ich muss sagen, nachdem ich meine Lehre abgebrochen hatte, saß ich lang auf dem trockenen. Ich hab entliche Bewerbungen geschrieben, etliche Absagen bekommen, da hat auch mein super Zeugnis und meine ach so tollen "SCheine" die ich da noch so nebenbei hatte, nix geholfen.

Wurde ich eingeladen, wurden die beiden abbrüche immer wieder angesprochen. Das hat mich verfolgt wie ein Dämon.

Habe dann schließlich nach vielen Monaten was bekommen, allerdings "nur" eine schulische Ausbildung auf einer Privatschule. Jetzt hab ich diese bald fertig nach drei jahren und musste sagen, als ich bewerbungen für feste stellen geschrieben hab, das bei jedem, aber wirklich bei jedem vorstellungsgespräch die abbrüche wieder aufgetaucht sind. Zum Teil wurde ich da total gelöchert, warum, weswegen und weshalb.

Klar, es ist nicht schön, wenn man etw. macht, was man nicht will, aber man kann danach immer noch etwas anderes machen, wenn man es will!

Ich bereue das heute total, klar im Betrieb hatte ich nichts zu tun, saß 8Stunden täglich nur herum und hatte zu dem große private Probleme, musstse an und für sich dringend von dieser Stadt weg, aber dennoch hätte ich mich an die IHK oder an sonst wen wenden können, ohne völlig kopflos abzubrechen.

Ich finde abbrüche nur dann oki, wenn man übergangslos in eine andere Ausbildung übergeht.

lehrstellen sind rar. Ich selbst komm vom Land, pendle seit bald 15 Jahren in der Gegend herum, weil man in der Nähe nichts findet, hätte sogar in Kauf genommen umzuziehen. Es ist echt so schwer, was zu finden, und auch so frustrierend und teils fürs ego schädlich, wenn dauernd Absagen reinkommen.

Ich find es heute einfach nicht mehr gerechtfertig seine Ausbildung kopflos abzubrechen, das wollte ich allg. mal sagen, obwohl ich es selbst gemacht hab, viellt. auch gerade weil ich es selbst gemacht hat.

Denoch find ich es teils nicht oki, wie auch manche Betriebe mit ihren Azubis umgehen!

Es ist heute einfach zum Teil Knallhart. Man wird von der Schule, wo der Tag viellt. nur halb so lang dauert in einem minimum 8 h Tag geworfen und hat das vorher noch nie erlebt, für manche bestimmt zu viel.

Nur Leute, überlegt euch echt gut, was ihr macht und v.a. wie ihr es macht. Einen Abbruch kann man noch verkraften, aber immer wieder weglaufen?

Vor allem sollte man das Grundproblem angehen. Ich hatte immer verdammt angst vor dem Telefonieren und überhaupt mit fremden leuten zu sprechen. Habe mir früher nicht mal beim Bäcker oder Imbiss was zu essen geholt, weil es einfach eine zu große Überwindung war.
Aber es gibt fsat keinen job wo man überhaupt nichts mit anderen zu tun hat.

LG

Feli
 
Hallo Burncrans,
ich möchte evekats Beitrag ergänzen und finde auch, dass du nicht leichtfertig abbrechen solltest, zumal noch nicht alles versucht wurde, die Situation für dich zu verbessern. Du bist noch in ambulanter Behandlung, sagst du. Die müssen doch auch auf deine berufliche Situation eingehen und Verhaltenstraining /Therapie mit dir machen. Wissen nur die, dass du depressiv und phobisch bist? Dann mach dein Problem bekannt. Nimm dir Hilfe. Die von deiner ambulanten Behandlung sollen notfalls mit anderen über dich sprechen. Denn wenn auf der Arbeit keiner weiß, wo das Problem bei dir ist, kann dir auch keiner helfen.
Ich gebe dir hier noch eine Beratungsstelle für Azubis, diese Beratungsstelle beschäftigt sich mit Unterstützung bei Lösungen zwischen Auszubildenden/Betrieb und Schule:

"Ausbildung - Bleib dran"
www.bleibdran.uni-bremen.de
0421 - 218 7797

Einfach mal anrufen. Die sind extra da für Ausbildungsabbrecher oder solche, die das überlegen.
 

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