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Ausbildung abbrechen, wie?

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Gast

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Hallo,
folgendes und zwar will ich meine Ausbildung abbrechen, bin allerdings schon aus der Probezeit raus. Zu den Gründen will ich gar nicht viel sagen, da sie ja eigentlich auch gar nicht relevant sind. Für mich persönlich steht auf jeden Fall fest, dass ich diese Ausbildung nicht weiterführen werde. Eine Alternative für die Zeit nach der Ausbildung habe ich, und zwar werde ich danach studieren gehen und die Zeit bis dahin kann ich mit einem 400€,- Job überbrücken. Es ist also nicht so das ich danach auf der Straße stehe.

Jetzt zu meiner Fragen: Wie beende ich diese Ausbildung am einfachsten? Am liebsten wäre es mir wenn ich einfach nur einen formalen Brief an den Betrieb schicke und dann einfach nichts mehr damit am Hut habe. Geht das so einfach oder muss ich mich der Personalabteilung gegenüber persönlich erklären? Wie ist das mit der Krankenversicherung, dem Arbeitsamt und der Handelskammer? Muss ich das dort ebenfalls melden?

Eine weitere Frage hätte ich noch, und zwar kann mich die Firma in irgendeiner Art und Weise auf Schadensersatz verklagen? Zum Beispiel wurde ich von der Firma zu Seminaren und Fortbildungen geschickt.

P.S.: Ich würde mich freuen wenn niemand mich drauf hinweist, dass ich mir das nochmal überlegen solle oder sonstige Moralitäten.

MfG
 
Hm, kommt antürlich drauf an um was für eine Ausbildung es sich handelt aber ansich, denke ich nicht, dass dich die Firma verklagen kann.
Wichtig ist erstmal in den Ausbildungsvertrag zu schauen wie es mit der Kündigungsfrist etc. nach der Probezeit aussieht (ich habe z.B einen Monat) da müsstest du dann noch arbeiten oder krank...

Alles weitere lässt sich eben schlecht sagen, ohne zu wissen um was für eine Ausbildung es sich handelt...
 
Hallo,
es handelt sich um eine Ausbildung zum Fachinformatiker f. Systemintegration. Habe grade mal in der Vertrag geguckt, ich zitiere einfach mal:

----------------------------------------------------------------

§7 Kündigung

2. Kündigungsgründe
a) aus einem wichtigen Grund ohne Einhalten einer Kündigungsfrist
b) von Auszubildendem mit einer Kündigungsfrist von 4 Wochen, wenn sie die Berufsausbildung aufgeben oder sich für eine andere Berufstätigkeit ausbilden lassen wollen.

3. Form der Kündigung
Die Kündigung muss schriftlich, im Falle der Nr. 2 unter Angaben der Kündigungsgründe erfolgen.

-------------------------------------------------------------------

So, was würde passieren wenn ich in den vier Wochen einfach nicht zur Arbeit erscheine ohne Urlaub oder Krankschreibung?

MfG
 
BBiG§ 22
Kündigung:

(2) Nach der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis nur gekündigt werden

1.
aus einem wichtigen Grund ohne Einhalten einer Kündigungsfrist,
2.
von Auszubildenden mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen , wenn sie die Berufsausbildung aufgeben oder sich für eine andere Berufstätigkeit ausbilden lassen wollen.

(3) Die Kündigung muss schriftlich und in den Fällen des Absatzes 2 unter Angabe der Kündigungsgründe erfolgen.
(4) Eine Kündigung aus einem wichtigen Grund ist unwirksam , wenn die ihr zugrunde liegenden Tatsachen dem zur Kündigung Berechtigten länger als zwei Wochen bekannt sind. Ist ein vorgesehenes Güteverfahren vor einer außergerichtlichen Stelle eingeleitet, so wird bis zu dessen Beendigung der Lauf dieser Frist gehemmt.
Quelle: BBiG - Einzelnorm

Wegen der genauen, unanfechtbaren Formulierung des Kündigungsgrundes würde ich mich beraten lassen, um wirklich auf der sicheren Seite zu sein, damit der Grund nicht seitens des Arbeitgebers anfechtbar ist.
 
An Deiner Stelle würde ich mich von einem Anwalt hierzu
genau beraten lassen.

Abgesehen davon - ich kann verstehen, dass es wichtige Gründe geben mag für Deine Kündigung und dass Du einen Plan für die Folgezeit hast finde ich auch gut. Allerdings finde ich den Stil von: "ich geh nicht mehr hin, ich sag nicht warum und können die mir an die Wäsche, weil ich da so viel bekommen habe" ehrlich gesagt nicht so toll.

Dein Arbeitgeber hat Kosten auf sich genommen um Dich einzustellen und Dich auszubilden. Im Sinne eines fairen Umganges solltest Du als Arbeitnehmer auch Dein Ausscheiden aus einer Firma sauber und professionell gestalten. Umgekehrt wünscht man sich das von seinem Arbeitgeber ja auch, falls der einen kündigt. Also - vorausgesetzt Deine Gründe lassen es zu - fände ich es schon besser da einen sauberen, besonnenen Abschluss zu finde. Auch weil Du diese erste Erfahrung im Arbeitsleben noch für eine ganze Weile als Erinnerung mitnimmst.

Gruß, Ikewa
 
Hallo Ikewa,
ok dann werde ich kurz was zu den Gründen sagen. Am liebsten wäre mir ein nicht ganz sauberer Abgang aus dieser Firma. Warum? Ganz einfach, der Betrieb ist an unserer Ausbildung eigentlich nicht interessiert sondern lediglich daran, dass sie in der Öffentlichkeit gut aussieht und sagen kann: "Hey, wir bilden aus.". 3/4 des Tages sitze ich nur rum und starre Löcher in die Luft. Das restliche 1/4 besteht aus Aufgaben ala Mülleimer runterbringen, Kabel aufrollen, Inventar Liste erstellen die schon hundertmal erstellt wurden. Zusätzlich ist der Ausbilder ein Riesenarschloch, zum Beispiel haben wir 30 Minuten Pause am Tag. So jetzt habe ich letztes mal zehn Minuten zu viel Pause gemacht und als ich wiederkam hat er fast einen Tobsuchtanfall bekommen obwohl ich ja eh nichts zu tun hatte. Zumal er Raucher ist und alle 10 Minuten eine Raucherpause macht im Gegensatz zu mir.

Das sind nur ein paar Beispiele, ich will jetzt auch nicht alles aufzählen. Vermutlich wirst du dir jetzt auch nicht wirklich die katastrophale Situation für mich vorstellen können.

Aufjeden Fall will ich nicht mehr in diesem Berufsfeld arbeiten, auch nicht eine andere Firma versuchen, sondern einfach nur diese Ausbildung vorzeitig beenden können. Und um ehrlich zu sein ist mir die Art meines Abganges ziemlich egal, nur will ich es so schnell wie möglich über die Bühne bringen. Am liebsten wäre es mir natürlich wenn ich einfach nur ein Schreiben an die Personalabteilung verfasse und dann raus aus der ganzen S**** bin. Aber auf ein Gespräch mit meinem Ausbilder habe ich nur bedingt Interesse.

MfG
 
Hey,

so ähnlich wie dir ging es mir in meiner IT Ausbildung auch.
Hab 8 Stunden löcher in die Luft geguckt und dem Chef kaffee kochen und bei meetings das Büfet richten müssen. Das beste war, als sie mich zu Lidl tee holen geschickt haben. *G*

Ich hatte vier wochen kündingsfrist, das heißt ich hättte vier wochen noch erscheinen müssen. Ich hab gekündigt, mich vier wochen krank schreiben lassen und die krankmeldung gleich mitgeschickt.
Wie alt bist du? Können deine eltern dich nicht mehr mitversichern? Ich war damals 18, meine Mutter hat mich in ihrer Versicherung wieder aufgenommen.

Was es auch noch gibt ist so ein Aufhebungs- oder heißt er Auflösungsvertrag? Da wird das Ausbildungsverhältnis beidseitig "aufgehoben" "aufgelöst"

LG

Feli
 
Hallo Felicitas,
ja mit der Versicherung, dass wäre nicht so das problem. Meine Frage wäre, wie hast du gekündigt einfach nur schriftlich?
MfG
 
Hi,

ja einfach nur schriftlich. Ich war, als ich die Kündigung schrieb schon gar nich mehr vor Ort. Hab die Krankmeldung im Schreiben gleich mitgeschickt. War an und für sich kein Problem.

Das einzige Prob war, dass sie mich ewig nich von der Berufsschule abgemeldet haben, von der ich eigentlich noch ein Zwischenzeugnis wollte. Hab mich dann nahc einem halben jahr per email nochmal bei denen gemeldet, waren schon ziemlich sauer, aber das war mir egal, ich war auch ziemlich sauer.

LG
 

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