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Aufteilung von Kinderbetreuung, Mann sieht es nicht ein

  • Starter*in Starter*in Stini5xx
  • Datum Start Datum Start
Das Finanzielle: also die Selbstständigkeit von meinem Mann läuft ganz gut aber es ist ein Auf und Ab und er muss auch immer wieder viel investieren, deswegen ist mein Einkommen eigentlich das Geld von dem wir leben und sein Einkommen sozusagen alles was noch on top dazu kommt. Was in den starken Monaten, die es schon gab sehr viel war, aber es gibt auch Monaten in denen es gerade kostentragend ist.

Bis jetzt waren unsere Söhne länger im Kindergarten, aber es war dann so dass man sie abholte und Freizeit war. Sie waren drei Tage lange in der Kita, die anderen waren frei für Termine mit den Jungs. Jetzt mit der Schule brauche ich mit meinem Großen nach dem Abholen noch Zeit für Schulaufgaben, Üben, es ist viel zu organisieren und morgens nehmen die Fahrtzeiten viel mehr Zeit in Anspruch. Kindergarten ist in unserer Nähe, bis zur Schule dann noch rund 30-40 Minuten Fahrt wegen Baustellen. Das heißt mir fehlt im Grunde genommen viel mehr Zeit.
Von der Kita hat mein Mann die Kinder manchmal abgeholt, aber das war eben zu späteren Zeiten als jetzt. Er versteht auch nicht dass nach der Schule noch einiges zu tun gibt mit dem Großen.

Eine Lösung wäre nur dass die Kinder länger in der Betreuung sind, aber unser Großer ist nicht gerade einfach, ist etwas entwicklungsverzögert und war bei der Reife-Feststellung schon ein Grenzfall. Deswegen ist meine Angst dass er zurückbleibt, wenn wir nicht von Anfang an mit ihm üben.
 
Vielleicht gehört dein Mann zu diesen Typ-Mensch, der nicht hören kann, wenn man nur andeutet, der exakt, deutlich formulierte und konkrete Vorgaben braucht, also Anweisungen, nicht Winks mit dem Zaunpfahl.
Dann kommts sicher auch auf den Zustand an, in dem man sich befindet. Gereizte Stimmlage überhört man. Da schaltet man weg und ist im Fluchtmodus, oder im Angriffsmodus nur, mehr kommt da nicht raus, als streiten oder ausweichen.

Da sind wir dann aber beim Thema "Mental Load", also die Mentale Last der Familien- und Terminplanung, die oft bei Frauen liegt.

Ich selbst habe keine Familie & Kinder, deswegen kann ich nur begrenzt mitreden. Aber meine Hoffnung ist, dass ich selbst nicht in diese Falle tappe, meinem Mann Anweisungen zu geben, sondern ich habe die Erwartung, dass mein Partner selbst sieht, was zu tun ist. Natürlich spricht man sich ab, aber wenn beide Vollzeit arbeiten, sollten auch beide gleichermaßen mitdenken und mitplanen.
 
Er versteht auch nicht dass nach der Schule noch einiges zu tun gibt mit dem Großen.
Da hilft nur reden. Sag ihm, er soll mal die Schulaufgaben übernehmen und auch, dass du dein eigenes Arbeitspensum kaum noch schaffst. Falls noch eine gute Basis zwischen euch vorhanden ist, sollte er das doch einsehen.

Ich kenne übrigens auch so einen selbständigen "Workaholic", ein sehr lieber und verantwortungsbewusster Mann, der übernimmt sich auch mit Aufträgen. Er meints natürlich auch nicht böse, will halt die Existenz für sich und seine Partnerin (arbeitet in seiner Firma) sichern, aber Freizeit und Urlaube bleiben oft auf der Strecke.
 
Deswegen ist meine Angst dass er zurückbleibt, wenn wir nicht von Anfang an mit ihm üben.
Das klingt nicht so toll. Mehr als eine halbe Stunde am Tag kann man mit einem Kind in der ersten Klasse nicht üben. Und ob das was bringt ist unklar. Es hilft nur, wenn er den Stoff im Grunde versteht und nur langsamer lernt. Aber fehlendes Verständnis kann man nicht wegtrainieren.

Und wie soll es in der 2..und 3. und 4. Klasse werden? Ich würde ihn länger im Hort lassen und nur ein wenig Übungszeit abknapsen. Ab 2 Kinder schafft man die ganze Betreuung nur, wenn beide Elternteile mitmachen. Einer bringt, einer holt ab, einer kocht und kauft ein, einer bringt ins Bett. Alleine kann man nur das Nötige absichern. Und häusliche Lernzeiten sind Luxus, so wie die Motorräder von deinem Mann.
 
Ich würde ihn länger im Hort lassen und nur ein wenig Übungszeit abknapsen.
Ganz unabhängig davon, welchen Übungs- und Unterstützungsbedarf der Sohn von Stini5xx hat oder nicht hat, weil das niemand hier beurteilen kann, kann ich ihren Gedankengang bez. kürzerer Betreuungszeiten schon verstehen.

Hol mal ein Grundschulkind nach einem langen Tag in Schule- und Hort spätnachmittags ab und setz dich dann noch mit ihm hin, um zu üben. In der Regel kann man sich das sparen, weil Aufnahmefähigkeit und Konzentration meist nicht mehr gegeben sind, das Kind müde, schlecht gelaunt und/oder überdreht ist.

Grundsätzlich macht es also schon Sinn, dass die Eltern ihre Möglichkeit nutzen, den Tag so strukturieren, das Kind früher nach Hause zu holen. Es scheint ja grundsätzlich machbar zu sein.
Problem hier ist halt, dass es allein von der TE getragen werden soll (- wenn ihr Mann schon jetzt ankündigt, er habe in den nächsten Monaten keine Zeit sich zu kümmern) und auf Kosten ihres Jobs geht, der, wie ich verstanden habe, aber das sichere Familieneinkommen ist.
 
Wobei das doch ein ganz anderes Thema ist?

Selbst wenn die (noch relativ kleinen) Kinder von Stini5xx die ein oder andere Aufgabe im Haushalt übernehmen, löst das weder das Betreuungsproblem noch die Frage der Verantwortung ihres Mannes.

Es geht ja um eine gleichberechtigte Aufteilung der Eltern, damit die Kinder versorgt sind und die TE ihr Arbeitspensum schafft. Der Grundschüler, der Möhren schneidet oder die Wäsche aufhängt, wird an dem Problem nichts ändern.
Erfahrungsgemäß hat das Einbinden von jungen Kinder in den Haushalt auch mehr (wichtigen) Symbolcharakter, als dass es echte Hilfe ist. (Zumindest war das bei meinen Töchtern der Fall, als sie jeweils noch klein waren 😗)

Das finde ich nicht. Kinder arbeiten liebend gerne mit und können viel mehr, als man ihnen zutraut. Von Baby an sind sie bereit zu helfen, wenn man sie lässt. Das wird aberzogen mit Verwöhnprogramm.
Für Grundschüler gibts eine Menge, das sie eigenständig machen können und wo man Stunden einsparen kann an Mehraufwand. Böden saugen, Müll raustragen, Socken sortieren, Garten gießen, sich selbst ein Brot schmieren, einkaufen gehen, ( ich schickte meine sechsjährige zum Äpfelkaufen, sie kam ohne zurück mit dem Argument: so teuer, nein, die habe ich nicht gekauft, sie waren sogar angefault..).. man hat mir mit bereits vier bewiesen, dass man selbst Kuchen backen kann. Abwaschen sowieso, da gabs einen Stuhl für den Zweijährigen und eine kleine Schürze, das machte er richtig, nachdem ich es ihm gezeigt habe. Frühstück vorbereiten klappte auch gut und vieles, vieles mehr- wie total leise sein können, wenn das verlangt war. Auch das ist Hilfe leisten, Rücksicht zu nehmen auf die Mutter.
 
Du nervst mit deinem Eso-Gedöns.

Hier geht es um eine Familie mit 2 Kindern und wie man die Organisation hinkriegt.
Nuri geht davon aus, dass keiner sich weigert, der einfach happy ist. Solche winden sich nicht, wenn man sie um etwas bittet und sie streiten auch nicht, man kann Blockadefrei über alles reden und sich friedlich einigen...
Mein Ex hat blockiert, wenn er von mir abgeblockt wurde, der machte alles, wenn er satt war und nichts, wenn ihm der "Magen knurrte". Unter dem Motto: wie du mir, so ich dir, verweigerst du dich, verweigere ich mich.
Esoterisch übersetzt, oder nicht, so ist es oft.
 
Hast du eigentlich einen erwachsenen, vollwertigen, verantwortungsbewussten Partner oder ein weiteres, recht großgeratenes Kind?

Mir fehlt bei euch das WIR-Gefühl, ziehen an einem Strang.
Und wo ist das Verantwortungsbewusstsein deines Mannes als Vater? Sind ihm seine Kinder so egal?

kasiopaja: Das kann ich schon machen aber es bringt eigentlich nichts außer Streit? Kochen muss ich sowieso warum soll ich dann kleinere Portionen machen, nur um ihn zu ärgern? Dasselbe beim Wäsche waschen. Ich muss es sowieso machen, da macht es wenig Sinn seine liegen zu lassen. Bügeln werde ich aber nicht mehr denn das betrifft nur seine Sachen.
Leider fühle ich mich schnell unwohl wenn es hier aussieht. Ihm ist es nicht so wichtig, da würden wir wochenlang im Dreck hausen bevor er von sich aus etwas tut.

Willst du wirklich, dass dein Mann sich mehr einbringt?
Dann wirst du konsequent sein müssen in deinem Denken und Handeln.
Prioritäten setzen, entscheiden was dir wichtiger ist und du dafür bereit bist zu tun, in Kauf zu nehmen.
Ohne Reibung wird sich dein Mann nicht seiner persönlichen Komfortzone bewegen.
Und du wirst dich aus deiner Komfortecke (Streit vermeiden) bewegen müssen.

ich habe bald ein echtes Problem wenn ich meiner Arbeit gar nicht hinterher komme

Also muss dringend und schnell eine Veränderung herbeigeführt werden.

wir waren uns eben einig, dass unser Sohn nicht so lange in der Betreuung bleiben muss und wir ihn versuchen gegen 14 Uhr spätestens 15 Uhr abzuholen. Mein Mann hat morgens oft schon Termine, deswegen mache ich das mit den Kindern, aber es war abgemacht, dass er dann auch mal nach der Schule Zeit hat und die Kinder abholt und sich mit ihnen beschäftigt, damit ich bis zum Abendbrot arbeiten kann. Wir haben sogar besprochen, dass er dann Einkäufe und das Kochen übernehmen kann.

Das klingt alles viel zu schwammig, ihr habt keine klaren Absprachen. Und dein Mann nutzt dieses Schlupfloch wie ein lustloser Teenager.

DU bist die Hauptverdienerin, die den Alltag finanziell absichert!
Euer restliches Leben muss also eigentlich darum herum organisiert werden. Sein Einkommen fließt ja nicht so zuverlässig.

Stundenplan haben wir uns angesehen aber er sagt schon jetzt dass er bis Oktober dicht ist mit Terminen und es einfach nicht geht.

Nett. Er macht es sich ja richtig leicht. Ihm ist schon klar, dass VATERSEIN sich auf mehr als den Zeugungsakt bezieht?

Nun, bei dir ist klar, dass du nicht länger soviel Zeit für Kinder und Haushalt freischaufeln kannst, deine Arbeit ist wichtig und geht vor, sie sichert das Familieneinkommen ab.
Und nun?
Welche Lösungsvorschläge hat er?

Wie sieht er seine Rolle als Vater?
Wie wünscht du dir den Vater für deine Kinder?
Wie groß ist die Krispanz dieser beiden Punkte?
Wie wollt ihr damit umgehen?

Das Finanzielle: also die Selbstständigkeit von meinem Mann läuft ganz gut aber es ist ein Auf und Ab und er muss auch immer wieder viel investieren, deswegen ist mein Einkommen eigentlich das Geld von dem wir leben und sein Einkommen sozusagen alles was noch on top dazu kommt. Was in den starken Monaten, die es schon gab sehr viel war, aber es gibt auch Monaten in denen es gerade kostentragend ist.

Wie sorgt er für entsprechenden finanziellen Ausgleich für dich, dafür, dass du seine Einkommensschwankungwn auffängst und den Alltag finanzierst, er sich teure Hobbys gönnt?

Hobbys, die zeitaufwändig sind.
Wann wird das ausgeglichen, so dass du ebensoviel freie Zeit für dich hast?

Bis jetzt waren unsere Söhne länger im Kindergarten, aber es war dann so dass man sie abholte und Freizeit war.

"Man"? Wen meinst du damit?
DU holtest sie da schon meist ab; euer Problem wird erst jetzt richtig deutlich, besteht aber schon viel länger!

Sie waren drei Tage lange in der Kita, die anderen waren frei für Termine mit den Jungs.

Und da hatte dein Mann Zeit für Termine mut den Jungs?

Jetzt mit der Schule brauche ich mit meinem Großen nach dem Abholen noch Zeit für Schulaufgaben, Üben, es ist viel zu organisieren und morgens nehmen die Fahrtzeiten viel mehr Zeit in Anspruch. Kindergarten ist in unserer Nähe, bis zur Schule dann noch rund 30-40 Minuten Fahrt wegen Baustellen.

Warum hast du das alles übernommen?

Leg dich morgens mal ins Bett und sei krank.
Was passiert dann, wenn du ihm das mitteilst und ruhig und konsequent im Bett bleibst?

Oder geh zu einer Freundin frühstücken und überlass ihn die Jungs mal.

Wie löst er das?

Von der Kita hat mein Mann die Kinder manchmal abgeholt, aber das war eben zu späteren Zeiten als jetzt.

Ams Selbständiger kann er - anders als Angestellte, seine Termine selbst planen.
Sein Interesse, sich verantwortungsbewusst um SEINE/EURE Jungs zu kümnern, scheint nicht sehr ausgeprägt.

Er versteht auch nicht dass nach der Schule noch einiges zu tun gibt mit dem Großen.

Hat er Probleme mit der Intelligenz?
Oder will er nicht verstehen?

unser Großer ist nicht gerade einfach, ist etwas entwicklungsverzögert und war bei der Reife-Feststellung schon ein Grenzfall. Deswegen ist meine Angst dass er zurückbleibt, wenn wir nicht von Anfang an mit ihm üben.

Unabhängig von eurem Problem:
Wäre eine Rückstellung um 1 Jahr nicht vielleicht geschickter gewesen?
Von viel Zwangsüberei zu Hause von Anfang an (!) halte ich wenig.

Thema "Mental Load",

Wichtiges Thema, eine große Belastung zusätzlich zur Dreifachbelastung.
 

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