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Aufhebungsvertrag?Was ist das?

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Placebogirl

Gast
Kurz erklärt:Arbeitgeber insolvent, man kündigt(aufgrund der Insolvenz und des nicht gezahlten letzten Gehaltes), wird daraufhin von Chefs Anwalt "gedrängt", einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben.
Was ist das genau?Verzichtet man mit so einer Unterschrift sozusagen freiwillig auf sein Gehalt, was diesen Monat wegen der Insolvenz nicht überwiesen wurde???
 
Mit einem Aufhebungsvertrag wird das Schuldverhältnis einvernehmlich beendet. Ist eine zweiseitige Beendigung des Vertragsverhältnisses. Mit einer Unterschrift verzichtest freiwillig auf deine Rechte.

LG.
 
Also auch auf mein Geld?Die rechtsanwaltstussi sagte damit verspricht man ihn nicht zu verklagen.Aber ich sehe keinen grund das zu tun....außer ich seh mein Geld nie wieder......Kann man darauf vertrauen dass, wenn der Insolvenzantrag durch ist, ich mein Geld kriege?Mein Chef sagte, der Insolvenztyp bürgt dafür...
 
Steht ihm Vertrag was explizit vereinbart worden ist. Kannst dir auch rechtlichen Beistand dazu holen. Der überprüft den Vertrag!

Falls es um Insolvenzgeld geht, kannst dich auch die Bundesagentur für Arbeit beraten.

LG.
 
Kurz erklärt:Arbeitgeber insolvent, man kündigt(aufgrund der Insolvenz und des nicht gezahlten letzten Gehaltes), wird daraufhin von Chefs Anwalt "gedrängt", einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben.
Was ist das genau?Verzichtet man mit so einer Unterschrift sozusagen freiwillig auf sein Gehalt, was diesen Monat wegen der Insolvenz nicht überwiesen wurde???

Wenn der Arbeitgeber insolvent ist, kündigt man nicht, sondern man geht zur Agentur für Arbeit und beantragt Insolvenzgeld. Das musst du innerhalb von 2 Monaten nach Beginn des Insolvenzverfahrens machen.

Anderenfalls ist es egal, ob du einen Aufhebungsvertrag unterschreibst oder selbst kündigst. Du wirst in beiden F#llen eine 12-wöchige Sperre vom Arbeitsamt bekommen. Mit einem Aufhebungsvertrag verzichtest du nicht auf dein ausstehendes letzte Gehalt, du verzichtest damit auf dir zustehende Insolvenzzahlungen, weil du dann nicht mehr angestellt bist. Ob du allerdings dein letztes Gehalt bekommst, steht in den Sternen. Du müsstest dann klagen, - und greif du mal einem armen Mann in die Tasche, wenn er insolvent ist.....am Arbeitsgericht zahlt jede Partei für sich selbst, auch derjenige, der den Prozess gewinnt.

Also: weder selbst kündigen noch einen Aufhebungsvertrag unterschreiben. Und nicht vergessen: Bei der Agentur für Arbeit sich schnellstens arbeitsuchend melden.
 
Schau hier mal nach:

www.insolnet.de

Dann weißt Du wer der Insolvenzverwalter ist und mit dem setzt Du dich in Verbindung.

Ich würde auf keinen Fall einen Aufhebungsvertrag unterschreiben. Und dies Ding mit dem Dispo ist auch eine ganz schräge Nummer.
 
Ja mit dem Dispo bin ich auch total skeptisch.Werde montag das mit der Bank persönlich besprechen...
Muss dazu noch sagen ich wurde NICHT gekündigt, aber eine von 3 Kolleginnen hat schon, und ich fühl ich natürlich ein bisschen verschaukelt, gehe jeden Tag hin und frage ich:Sehe ich das geld eig jemals wieder?Wozu steh ich eigentlich auf?Motivation gleich null.Und chef ist natürlich schön am einschleimen, weil er sich denken kann dass ich auch aufhören will, und setzt natürlich alles daran mich dazubehalten.
Sein Rechtsanwalt sagte uns wenn wir nicht ehr weiter machen wollen gibt es aufhebungsvertrag und mit dem gehen wir zum AA.Das wir unser Geld nicht kriegen bzw erst nachsperrzeit, davon sagte er nichts.Muss dazu sagen, der Typ kam mir sehr link und schmierig vor...meine Kollegin sagte zu ihm:Ja, aber nächste Woche ist der 1., unsere ganzen Rechnungen gehen ab, wie sollen wir das bezahlen, und er sagte, ja, man habe ja normalerweise immer noch was so aufm konto.da habe ich auch gedacht, klar, wenn ich dessen Gehalt hätte schon aber als Putze ist man auf sein Geld angewiesen!!!!Was denkt der sich....????Also, ich werd versuchen auf jeden Fall was neues zu kriegen und dann:bye bye......
 
Meiner Meinung nach kann nur noch der Insolvenzverwalter den Beschäftigten kündigen und nicht mehr der Firmeninhaber.

Also schau nach, wer der Insolvenzverwalter ist und setze dich mit dem in Verbindung.

Nächster Weg ist der zum Arbeitsamt und denen den Sachverhalt mitteilen.

Und wenn Du kein Geld mehr hast, scheue nicht den Weg zur ARGE oder wie das heißt. Du hast dann einen Anspruch auf ALG II.
 
......
ja, man habe ja normalerweise immer noch was so aufm konto.
......
Meine Chef meinte mal - um uns zu beruhigen -, wir hätten da noch irgendwo 20 Mio Euro auf einem Konto.

Neun Monate später war der Laden Pleite und wer noch nicht gekündigt hatte, bekam später für die letzten Monate nur noch einen Bruchteil seines Lohnes.

Freundliche Grüße

John
.

PS: Ich wüßte nicht, welchen Vorteil ein Aufhebungsvertrag für Dich haben sollte.
 
hallo,


das mit dem Aufhebungsvertrag ist für Dich gefährlich - da Du sozusagen freiwillig gehst, drohen Dir 3 Monate Sperre beim Arbeitsamt. Mich wollte man auch schon mal zu so was drängen, aber die Abfindungssumme war viel zu gering, um die 3 Monate zu überbrücken.
Das Arbeitsamt und ein Anwalt haben mir dringendst davon abgeraten.
Ich denke, sowas sollte man nur unterschreiben, wenn man ohne Pause zu einem neuen Arbeitgeber wechselt und eine Sperre deshalb gar nicht zur Debatte steht, oder wenn es eine wirklich gute Abfindung gibt.

toitoitoi
Tomoko
 

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