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Aufgegeben

S1992

Neues Mitglied
Hallo Leute!


Ich verstehe diese Welt nicht mehr..


ich habe eine soziale Phobie(krankhafte Schüchternheit) und leide daraus resultierend an Depression.


Ich bin bald 23 und habe niemanden...keine Eltern, keine Familie, keine Freundin, keine Freunde.


Kurz gesagt ich habe ein richtig tolles Leben!


Mein Vater ist Alkoholiker der meine Mutter regelmäßig geschlagen und meine Kindheit versaut hat,
meine Mutter ist von seiner jahrelangen Gewalt psychisch Krank geworden (wie ich letztlich auch)
und meine Mutter und ich sind in der Vergangenheit oft, zu oft, aneinandergeraten (weil jeder seine eigenen Probleme hat) ...und so kommt es dass ich mit meinen Eltern nichts mehr zu tun hab, da ich erst mal mit mir klarkommen muss (was mir jetzt auch nicht wirklich gelingt)


Der Rest meiner Familie sind alles „Eigenbrödler“ da interessiert sich jeder nur für sich selbst,ernsthaft interessiert sich da niemand für mich. Am besten bemerkbar wurde dass, als meine Oma gestorben ist (Zu der ich ein sehr sehr gutes Verhältnis hatte). Als sie im sterben lag, hielt es keiner für nötig mir bescheid zu sagen...alle waren da, nur ich nicht...ich wurde einfach vergessen!!
Und zu einer Freundin bin ich noch nie gekommen..
Aufgrund meiner Soziophobie fällt es mir sehr schwer auf andere zuzugehen, sodass ich keinen Freundeskreis hinbekomme.
Ich habe von kleinauf lernen müssen wie ich alleine klarkommen muss..
Als kleiner Junge habe ich immer den Satz „es tut mir leid, ich hätte gerne mehr zeit für dich, aber ich muss arbeiten“, gehört. So habe ich dann immer alleine im Garten gespielt.
Ich habe auch keine Geschwister. So war ich nie an „andere“ Kinder gewöhnt und total scheu.

In der Schule war ich auch sehr ruhig,bin zwar auch ein bisschen offener geworden, aber bevor ich mich da„richtig“ entwickeln konnte, hatten sich meine Eltern getrennt und ich war mir meinem Alkoholkranken Vater alleine und musste mir seine Eskapaden bis Nachts um 3 Uhr antun.

Mit 13 war ich dann zum ersten mal psychisch völlig fertig.

Als er mir dann drohte mich „zuvermöbeln“ bin ich dann zu meiner Mutter geflüchtet.

Bei meiner Mutter ging es mir zwar„besser“, aber gut war es auch nicht.

Es gab zwar kein Geschrei, kein Psychoterror, keine Gewalt mehr, aber jeder lebte für sich.
Meine Mutter hat sich gehen lassen und ich merkte damals dass ich „hinterherhinke“.

Bei den anderen ging es schon mit Mädchen, Partys und Alkohol los, Sachen mit denen ich nichts anfangen konnte.

Hobbies habe ich auch keine, ich finde einfach nichts was mir Spaß macht, wofür ich mich begeistern kann...Höchstens für den Moment, aber nicht längerfristig.

Partys bzw. Disko ist sehr schwer für mich, da ich überhaupt keinen Alkohol trinke und mich Leute die schon ein bisschen „beschwippst“ sind, total aggro machen.
Die vielen „fremden“ Leute, das ganze drumherum – Stress!

Ich ging zum Pädagogen, Psychologen,Therapeuten aber ich wusste damals nicht WAS mit mir los ist, warum ich so freudlos, lustlos und permanent traurig(gedrückt) war...ich merkte immer nur dass ich nicht so unbeschwert sein kann wie die anderen.

Bei mir ist das so, dass ich zwar schon mit Mitmenschen kann, ich aber die Kontakte nicht aufbauen und weiterführen kann. Es ist auch ein Unterschied wenn man auf MICH zugeht, dass ich auch da nicht ganz so starke Probleme habe, auf Arbeit geht das auch..es sei denn ich muss mich irgendwie durchsetzten..

Es ist also immer dann ,wenn der„Kontakt“ von mir aus, auf privater Ebene stattfinden soll, das sich nicht weiß was ich mit den Menschen reden soll, Smalltalk kann ich nicht besonders gut oder zu depri drauf (Das ich den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe) oder wie ich das als „Kontakt“ für mich nutzte – ich fühle mich dann also so ziemlich unbeholfen.

Allenfalls habe ich dann mal„befreundete Bekannte“, wo ich meinen Mut zusammengenommen habe und mich ein wenig geöffnet und von mir erzählt habe.

Aber auch hier – jeder interessiert sich nur für sich selbst!
Ich verstehe das einfach nicht!!

Es könnte so einfach sein!
Ich brauch einfach nur Freunde, denen ich vertrauen kann, die wissen wie es mir geht, die damit fair umgehen, man zusammen mal weggeht und an mir arbeiten kann!

Ich bin mein leben lang schon alleine und wurde immer nur enttäuscht und ich kann jedes mal zusehen wie ich alleine im Leben klarkommen soll, immer und immer wieder! Ich kann so nicht mehr!

Psychotherapie und Tagesklinik hab ich schon hinter mir, aber gebracht hat es mir nichts..

Die Einsamkeit hat mich krank gemacht –deswegen habe ich Depression.

Mein Therapeut sagte dass ich da alleine durch muss, dass ich nicht erwarten kann das mir jemand hilft– aber alleine schaffe ich es einfach nicht!

Mir ist aber auch klar dass ich niemanden zwingen kann mir zu helfen...es ist zum verrückt werden.

Mein Selbstwertgefühl ist dermaßen im Eimer! Ich habe es aufgegeben es alleine zu schaffen – ich möchte nicht mehr alleine weitermachen, wie die letzten Jahre auch, mich macht das Kaputt...

Ich konnte noch nie mein Leben leben –ich kann nicht mehr!!

….das musste mal raus – weiß einfach nicht wohin mit meinen Sorgen wenn ich durchdrehe, hab ja niemanden den ich anrufen kann, Seelsorge trau ich mich nicht.

Vielleicht habt ihr ja ein paar Ideen oder Fragen
 

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S1992

Neues Mitglied
Hi! Das der Therapeut da mir nur beistehen kann, dass ist mir schon bewusst. - Ich bezog mich darauf, dass ich keine Freunde habe, mit denen ich mich meinen Problemen stellen kann (weggehen, Leute ansprechen). Auch hier ist das natürlich so, das nur ICH das machen kann und machen muss...dass ist aber nicht der springende Punkt. Der springende Punkt ist, dass ich keine Freunde habe die mir beistehen...denn wenn ich immer und immer weiter ALLEINE in die Weltgeschichte ziehe, fühle ich mich immer mieser. Und Fakt ist doch auch, das vieles leichter fällt als wenn man alleine ist.
 

bertil

Aktives Mitglied
> Partys bzw. Disko ist sehr schwer für mich, da ich überhaupt keinen Alkohol trinke

Die großen Erfolge kommen oft ziemlich banal daher. Als wäre das gar nichts.

Wahrscheinlich auch, weil auf den Lorbeeren ausruhen uns eben nicht bestimmt ist.

Doch bei aller Unruhe des "mehr wollens" sieh auch einmal, was Du schon
auf die Reihe bekommen hast!
 

Kaim Argonar

Mitglied
Hi S1992,

als ich deine Text gelesen habe hab ich gleich gedacht das könnte auch von mir sein. :D
Nur mit dem kleinen unterschied das ich nicht unter Depressionen leide und auch nie
wirklich das gefühl von einsamkeit verspührt habe, schon komisch!

Ich bin auch eher ein sehr positiv denken Mensch, die vergangenheit hab ich hinter mir
gelassen und denk nur an die guten sachen im Leben.

Du bist jemand der den impuls von aussen braucht, den Stein ins rollen bringt wenn man so will,
ansonsten klappt bei dir gar nichts, seh ich das richtig so?

Viele hier können (oder wollen) das auch nicht nachvollziehen und kommen immer mit dem Spruch
vom inneren Schweinehund überwinden, wenn es denn so leicht wäre!
 
G

Gast

Gast
Ich würde versuchen, mich über gemeinsame Interessen anderen Menschen anzuschließen.
Was interessiert dich denn?
 

S1992

Neues Mitglied
Ich interessiere mich sehr für Motorsport DTM, Formel1 u.ä.
Kart fahren wäre ein Hobby von mir...aber da wo ich wohne gibt es solche Möglichkeiten nicht und sowas ist auch sehr sehr Kostspielig :wein:
Und ich persönlich kenne niemanden der sich so dafür interessiert - und ein eigenes Auto oder Führerschein besitze ich nicht.
mit anderen "Hobbies" kann ich nur wenig oder garnichts anfangen.
 
G

Gast

Gast
Probiers doch bei einer Partnerbörse im Internet um an ein Mädel zu gelangen. Gibts auch gratis. Oder mit Tinder über Smartphone.

Ansonsten vielleicht doch mal eine Sportart ausprobieren, die man noch nie versucht hat und die einen vielleicht interessieren könnte. Und da in den entsprechenden Verein gehen. Viele Dinge sind nicht so toll wenn man nur darüber nachdenkt, aber wenn man das selber mal ausprobiert, ist es auf einmal cool.

Und wenn du mal in Urlaub gehen möchtest, schau direkt nach Single-Reisen oder wenigstens Gruppenreisen. Da lernt man zwangsläufig Leute kennen bzw. kann welche kennenlernen. Vielleicht nicht bei der ersten Reise, aber wenn man das immer wieder macht, dann schon. Und wenns zunächst nicht klappt, hat man trotzdem wenigstens einen netten Urlaub gehabt.


Ich habe großen Respekt vor dir, dass du das alles geschafft hast. Ich weiß wie schwierig es ist, die Vergangenheit abzuschließen, dabei hatte ich es objektiv gesehen leichter als du (auch wenn es mir sehr oft absolut katastrophal ging...und das ist eigentlich noch untertrieben...).


Du bist noch jung und du hast enorme Stärke in dir, sonst wärst du nicht so weit gekommen. Freunde finden und eine Partnerin ist sicher nicht unlösbar.
 
A

analog

Gast
@s1992

Kauf dir ein Rennrad und melde dich in einem Verein an. Viele Motorradfans sind erstaunt wie viel Spass sie am Rennrad haben.
Es ist nicht das Gleiche, aber es macht halt Spass und man ist in einem Verein schnell unter Leuten die familiärer sind wie die eigene Familie.

Sollte dir das Rennrad gar nicht zusagen, dann suche dir ein anderes Hobby, ich würde dir aber etwas empfehlen das im Freien ausgeübt wird. Ständig in einer Bude hocken kann richtig depressiv machen.

Ich bin ja auch jemand der Menschen meidet. Mir sind viele Menschen einfach nur noch zu anstrengend, insbesondere heutzutage.

Auch ich fahre regelmässig Rennrad. Man kann auch ohne weiteres irgendwo hinfahren (am See, Fluss) bei diesem Wetter und sich in Nähe von Leuten begeben. Es kommen schnell fragen wegen dem Rennrad usw.
Kontakte knüpft man echt schnell, wenn man will. Sie kommen auf einen zu, sind neugierig.

Ich weis nicht warum, aber aus irgendeinem Grund erweckt man mit dem Rennrad mehr Aufmerksamkeit als mit einem City, Trekking oder MTB. Das bestätigten mir auch ehemalige Vereinsmitglieder und Freunde.

Fitnessstudio, Kampsport usw. macht nicht glücklich. Es beruhigt, aber man erlebt irgendwie nichts besonderes und sieht die Welt nicht. Ist mittlerweile eh nur Wahnsinn, siehe You Tube, jeder möchte damit Geld machen.
 

Kaim Argonar

Mitglied
Versuch es doch erstmal mit Betreutes Wohnen dann bist du auch aus deinem negativen umfeld weg. Schau mal im internet und schildere gegebenfalls den betreibern der einrichtung deinen jetzigen zustand. Musst ja nicht da anrufen, email reicht ja auch. ;)
 

S1992

Neues Mitglied
Erstmal danke für eure Ideen:rolleyes: Hobbies sind immer so einThema für mich...ich weiß immer nicht was ich probieren soll - und auch hier mach ich das wieder alleine! Nachher bin ich dann immer damit beschäftigt"irgendwas" zu finden, dass mir VIELLEICHT spaß machenkönnte und ob ich dann wirklich Freunde finde, ist dann eine andereGeschichte..
Um alles durchzuprobieren brauch icheine menge Kraft, die ich alleine nicht aufbringen kann.
Die zweite Sache mit der Singlebörsehab ich schon ausprobiert... war allerdings überhaupt nicht erfolgreich :( Also ich finde, ich bin jetzt nicht der hässlichste und hab auch15-20 Mädels angeschrieben, auch recht normale Sachen geschrieben,nichts aufdringliches. -Nicht eine einzige Reaktion-!
Tinder bin ich auch gerade amprobieren, aber da genau die selbe Sache, like fast jedes Mädel undhab nicht ein einziges Match! ...verstehe diese Welt einfach nicht.
Aber nichts destotrotz glaube ich, dasses nicht der richtige Zeitpunkt für eine Beziehung ist..
ich muss überhaupt erstmal ein"soziales Netz" aufbauen, sonst glaube ich, läuft esGefahr dass ich zu sehr auf "meine Freundin" fixiert bin. Auf der anderen Seite würde ich jetzt auch nichtnein sagen wenn sich was ergibt ;) Ja..das geht so gerade in meinem Kopf vor..
 

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