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Auf selbstständiger Basis in eine Kinderkrippe einsteigen?Risiken?

*Bienchen*

Mitglied
Hallo zusammen,
vielleicht kennt sich hier wer aus. :) Ich habe evtl. die Möglichkeit in einer Kindergroßtagespflege zu arbeiten. Ich hatte mich auf die Stelle beworben, da ich dringend was neues suche.
Ich bin Erzieherin mit 10 Jahren Berufserfahrung.

Da es sich in der Stelle um eine Großtagespflege handelt, und keine städtische/kirchliche Einrichtung, gibt es dort keinen "Chef". Die Frauen, die das machen, haben sich damit selbstständig gemacht.
Heisst das Ding läuft schon, es sind "genug" Kinder da(das heißt der Verdienst ist gesichert), die Räumlichkeiten sind längst angemietet etc.
Es geht also nicht um Exixtenzgründung im eigentlich Sinn.

Die beiden sagten, ich würde dann auch selbstständig sein. Rentenversicherung,Krankenkasse werden zum großen Teil von der Eltern der Kinder bezahlt, den Rest muss man selber zahlen.

Aus irgendeinem Grund geht das dort OHNE dass es als Gewerbe angemeldet ist, ich weiß nicht genau woran das liegt, aber vielleicht hat das mit der Großtagespflege zu tun. Das ganze ist übers Jugendamt geprüft etc, und die stellen auch die Genehmigung aus.

Meine Frage ist also: Gehe ich ein Risiko ein wenn ich das mache?
Ich kenne es halt bisher, mein Gehalt von einem Arbeitgeber zu bekommen, habe aber schon lange davon geträumt mal mich in diesem Bereich selbstständig zu machen.

Das Geld bekommt man wohl "brutto wie netto", und muss dann am Jahresende eine Steuererklärung machen. Laut den beiden, die dort arbeiten, haben sie noch nie was an Steuern nachzahlen müssen, da sich wohl nahezu alles absetzen lässt.

Ich hätte total Lust dazu, hab nur etwas "Angst".

Kann mir jemand was dazu sagen? :)

Liebe Grüße vom Bienchen
 

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Freigeist

Aktives Mitglied
Hallo,

Aus irgendeinem Grund geht das dort OHNE dass es als Gewerbe angemeldet ist, ich weiß nicht genau woran das liegt, aber vielleicht hat das mit der Großtagespflege zu tun. Das ganze ist übers Jugendamt geprüft etc, und die stellen auch die Genehmigung aus.
Ich nehme mal an, daß es da irgendeinen Trägerverein gibt, bei dem man dann Mitglied werden muß?

Meine Mutter hat sich so etwas auch vor kurzem angesehen und dann die Finger davon gelassen, weil ihr die Bedingungen dieses Trägervereins nicht zusagen. Sie müßte da irgendwelche teuren Fortbildungen machen (da sie nicht Erzieherin, sondern Kinderpflegerin ist).

Ansonsten kann ich leider nichts dazu sagen.

Viele Grüße,
Freigeist
 

*Bienchen*

Mitglied
Hey Freigeist,
nee kein Trägerverein in dem Sinne.
Das ganze Anmeldegenehmigungsprozedere haben die beiden "Mädels" dort ja schon lange durch.
Das Jugendamt prüft das und bezuschusst glaub ich auch die Eltern pro Kind.

Fortbildungen auf "Befehl" muss man nicht machen, zumal ich als Erzieherin sämtliche Auflagen die es so gibt mehr als erfülle.Ich mache allerdings regelmäßig freiwillif welche.
Die beiden dort sind keine Erzieherinnen, haben eine Pflegeerlaubnis vomJugendamt. Die brauch ich selbstverständlich nicht mehr ;)

GRundsätzlich hab ich total Lust dazu und würde mir das mehr als wünschen.
Nur hätt ich halt gern ein paar Infos...hm find ich schon noch.

Freigeist,da du aus meinem anderen Thread weißt wie dringend ich was neues suche, wäre das hier für mich gerade ein Sechser im Lotto :)
 

Kalo

Aktives Mitglied
Hallo Bienchen,

wer ist denn dann dein Auftraggeber? Also von wem bekommst du das Geld? Ich kann mir nicht vorstellen, dass jedes einzelne Elternteil an dich überweist.

Wie hoch ist denn der Stundensatz, den du bekommst? Also wenn die anderen Erzieher in den vergangenen Jahren keine/ kaum Steuern zahlen mussten, kann der Verdienst nicht sehr hoch sein. Denn was will man denn als Erzieherin für Betriebsausgaben haben, die den Gewinn schmälern. Spielzeug und sonstige Dinge werden vorhanden sein. Arbeitskleidung gibt es nicht. Ein Büro brauchst du nicht. Hm, du hast vielleicht Fahrtkosten und ein paar kleinere Ausgaben, meine ich.

Es handelt sich dabei um erzieherische Tätigkeiten i.S.v. § 18 EStG. Danach erzieltst du Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit, wenn du die übrigen Voraussetzungen erfüllst. Deshalb brauchst du auch keine Gewerbeanmeldung.

Ich kann das auch nicht glauben, dass die Eltern deine Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge bezahlen; auch nicht zum Teil. Warum sollen die das machen?

Insgesamt ist der Weg in die Selbständigkeit immer ein -kleines- Risiko. Du hast halt keine Arbeitnehmerrechte, wie z.B. Kündigungsschutz. Und du musst selbst für deine Krankenversicherung und Altersversorgung sorgen. Und du musst jährlich eine Einkommensteuererklärung mit Einnahmen-Überschuss-Rechnung abgeben.

Ansonsten solltest du dir von einem Profi durchrechnen lassen, was dir nach all diesen Ausgaben am Ende zum Leben übrig bleibt und entscheiden, ob das für dich ausreichend ist.

Und denke auf alle Fälle daran, jeden Monat brav etwas für deine Einkommensteuerzahlungen zurück zu legen. Wie viel, solltest du dir ebenfalls von einem "Profi" ausrechnen lassen.

Naja, alles nicht ganz so einfach ;-)

Trotzdem viel Erfolg, egal wöfür du dich entscheidest.

lg
Kalo
 

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    Nichts von den Angeboten außer Gespräche oder Beratung konnte ich bis jetzt in Anspruch nehmen und erzählt habe ich die Geschichte zu oft… Es gibt gefühlt keine Hilfen in HH, ich weiß auch nicht mehr weiter
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    Abgestempelt, diskriminiert, alleingelassen. So fühlt man sich…
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    1.) Besorg dir eine gute Therapie um das ganze aufzuarbeiten, das wäre Grundsätzlich wirklich das beste
    2.) Du kannst einen Sgn. Anwaltsschein beim Gericht beantragen, du musst zwar nachweisen das du Mittellos bist und er kostet 10€, aber bezahlt den Anwalt + das Gerichtsverfahren.
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