Dem Planeten Erde als Ganzes würde es gut tun, gäbe es weniger Menschen, die weniger tun.
Ursprüngliche Gesellschaften, z.B. Indianer oder Eskimos, haben diesen extremen Raubbau nicht betrieben.
Die Menschheit heute lebt auf Kosten des Planeten und viele hochbeschäftigte Menschen tragen zu seiner schnelleren Zerstörung bei, sei es durch Flüge, Kriege, Rohstoffabbau, Produktion minderwertiger Produkte, die schnell ersetzt werden müssen usw.
Lösung wäre eine Produktion im Hinblick auf Langlebigkeit, eine Verlangsamung gesellschaftlicher Prozesse und des Lebens und ein Mentalitätswandel, sodass nicht Geld und Wirtschaftswachstum an erster Stelle stehen, sondern Erhalt des Planeten und ein halbwegs natürliches Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur.
Sinnvoll wäre es klassische Familienstrukturen zu bewahren und die Vereinzelung und Überindividualisierung der Menschen als Regelfall zu verhindern.
Das System heute maximiert den wirtschaftlichen Nutzen, macht die Menschen finanziell reich zum Preis der Vereinzelung, Zerstörung normaler sozialer Strukturen, Zerstörung der Umwelt.
Beschleunigt sich der Prozess, wird der Planet irreparabel beschädigt, die Menschen voneinander abgetrennt und krank und irgendwann nimmt auch die Wirtschaftsleistung ab, da deren Grundlage gesunde Menschen auf einem gesunden Planten sind.
Folglich ein irrsinniges System, aber vielleicht entsteht ja langsam ein weltweites Bewusstsein dafür, was schief läuft.
Auf Kosten anderer Menschen leben:
Jeder Mensch, der heutzutage Textilien oder Elektronik kauft, die von Menschen in sklavenähnlichen Zuständen produziert wurden, lebt auf Kosten anderer Menschen.
Jeder Mensch, der in die Dominikanische Republik oder auf die Seychellen fliegt, dort das günstige Niveau ausnutzt, um sein Leben zu genießen, lebt auf Kosten anderer Menschen.
Jeder Mensch, der sich nicht um seine Eltern kümmert, sondern aus Weißrussland oder Moldawien eine Pflegerin zum Hungerlohn einstellt, um die Eltern zu versorgen, profitiert von der Armut anderer Menschen. Er lebt sein leben bequem weiter - auf Kosten anderer Menschen, nämlich der Pflegerin.
Und je mehr er davon konsumiert, umso mehr lebt er auf deren Kosten.
Derjenige, der am wenigsten konsumiert, vielleicht selbst anbaut, viel zu Fuß geht und das meiste selbst erleidigt, lebt am wenigsten auf Kosten anderer Menschen. Folglich müsste man, wenn man wirklich konsequent ist, die Folge jeder seiner Handlungen reflektieren - von der Urlaubsreise bis zum Einkauf. Darüber kann es minimieren, auf Kosten anderer zu leben.
Aber wer kann heutzutage so reflektiert leben? Man wird verrückt und kann das Leben nicht genießen.
Ich würde versuchen, halbwegs gesellschaftskonform zu leben nach außen, auch wenn die Ziele in der Gesellschaft heutzutage unsinnig sind und dabei darauf achten, die gröbsten Schnitzer zu vermeiden, z.B. nicht 5x im Jahr in den Urlaub, alle 3 Jahre ein neues Auto, jedes Jahr ein neues Handy und jeden Monat neue Klamotten kaufen.
Im Endeffekt ist es der Zeitgeist heutzutage, der die Menschen zu einer Art Arbeits- und Konsumsklaven formt, das eine einhergehend mit dem anderen. Die Wirtschaft profitiert. Grund ist auch, dass Menschen sich miteinander vergleichen bez. sozialem Status usw. Ohne diese Vergleiche wären viele vllt entspannter, würden vllt eher auf ihre inneren Bedürfnisse hören...