J
Josi Japan
Gast
Hallo Forum.
Ich bin 16 Jahre alt. Meinen ersten und bisher auch letzten Freund hatte ich in der 3. Klasse. Und ich habe mit ihm Schluss gemacht, weil er eifersüchtig war. Damals wusste ich noch nicht, was das Wort dafür ist, ich wusste nur, dass es mich unglaublich annervt.
Dann in der 5. Klasse aufs Gymnasium mit nur wenig bekannten Gesichtern von der Grundschule.
Zwei meiner besten Freunde habe ich aufgegeben - die erste, weil wir irgendwann angefangen haben, uns auseinander zu leben. Die andere, weil sie 1. richtigen Mist zu meinem 13. Geburtstag abgezogen hat, aber das gebe ich mittlerweile, wenn ich jemand fragt, nicht mehr als Grund an, weil es mir mittlerweile selbst total kindisch vorkommt. Der andere Grund: Sie hatte Probleme mit ihrer sexuellen Identität, sie war magersüchtig, nachdem sie Bulimie für sinnlos befunden hat, gehörten zu denen, die zwar keine Emos sind, sich aber trotzdem ritzen. Und jetzt hat sich auch schon ihr erstes Kind, sie ist gerade 18, der Vater ist 17 und das Kind hat, soweit ich weiss, Down-Syndrom.
Tja. Ich bin froh, dass ich nicht mehr mit ihr befreundet bin und auch den Kontakt total abgebrochen habe.
Die Leute, die ich noch aus der Grundschule kenne und die mit mir zusammen augs Gymnasium gehen, will ich im Grunde nichts zu tun haben. Momentan kenne ich eine Person, die ich als Freundin bezeichnen würde. Aber die ist auch gleichzeitig meine Cousine. Dann gibt es da noch einen Freund in Berlin, wir haben uns letztes Jahr kennengelernt, wir sind zusammen ins Ausland gefahren für das Schuljahr. Aber naja - er wohnt in Berlin.
Dann gibt es noch jemanden, in den war ich jahrelang verliebt, habe das natürlich nie jemandem gegenüber zugegeben. Aus uns ist nie was geworden und wird es auch nie. Wir gehen noch zusammen zum Training (Karate), aber ausserhalb des Trainings treffen wir uns nie. Auch wenn ich mir fest vorgenommen habe, das diesen Sommer zu ändern. Aber erst später, weil es mir gerade einfach zu warm dafür ist.
Kommen wir auch schon zum nächsten Thema. Ich hasse heißes, schwüles Wetter, weil ich leicht anfange zu schwitzen und mich dann selber noch weniger leiden kann, als ohnehin schon. Das hängt mit meinem Übergewicht zusammen (80 kg bei ca. 166 Körpergröße). Außerdem habe ich einen leichten Damenbart. Es gibt Tage, wo ich ihn mir am Liebsten wegwachsen möchte, aber dann gibt es auch wieder Tage, wo ich mich akzeptieren kann, so wie ich bin. Aber die Tage werden immer seltener.
Naja.
Seit etwa, nein, eigentlich ziemlich genau zwei Jahren mache ich mir ständig Gedanken übers Abnehmen. Angefangen habe ich bie 76 kg, habe ich mich 69 runtergearbeitet, nur um vor einem Jahr (vor meinem Austausch in den USA) wieder bei 86 zu sein. Mittlerweile bin ich runter auf so 80,5. Und dafür habe ich letztes Jahr nicht wirklich was getan.
Und wenn ich das diesen Sommer ändere, dann kann ich mein Ziel bis zu Beginn der Schule erreichen. Mein Traum ist, eine Sportskanone zu werden. Momentan kann man mich weder als Sportskanone, noch als Couchpotatoe bezeichnen. Ich hänge zwar viel zu Hause rum und tue nichts Gescheites (was mich auch verzweifeln lässt), aber ich gehe regelmäßig zum Karatetraining (2mal die Woche) und wenn ich Lust habe, gehe ich auch Schwimmen (läuft meistens auf zweimal die Woche hinaus) und Laufen, aber das eher seltener. Ich würde gerne Volleyball spielen. Ich habe mich nach Vereinen, die Volleyball im Angebot haben, umgeschaut. Aber dann habe ich das auch alles wieder verworfen, weil ich vorerst nur Zeit in den Ferien dazu haben werde. Und nach den Ferien muss ich mich richtig um die Schule kümmern. Das Leistungsniveau in dem Dorf, wo ich das letzte Schuljahr verbracht habe, war nicht gerade hoch.
Sorry, wenn das jetzt alles noch ein bisschen wirrer wird. Aber ich möchte das mal alles loswerden.
Ich dachte letztes Jahr, wenn ich alleine auf dem Zimmer gesessen habe - was ein Scheiß. Du gammelst hier rum und hast nichts zu tun und in Deutschland wäre alles so viel besser. Und dann habe ich mit ein paar dummen Sachen angefangen. Ich habe angefangen zu ritzen, aber nicht extrem oder so. Erst habe ich es getan, nur um mal zu sehen wie es ist. Dann habe ich es ein paar mal getan, weil mir alles wieder zu viel wurde. Und dann habe ich gesehen, dass ich mich da in etwas reinsteigere. Und aufgehört. Dachte ich zumindest. Ich hatte es vor meinem Rückfall am Montag zuletzt and Ostern getan. Aber ich bin wieder voller Motivation, es nie wieder zu tun.
Ich habe üble Probleme mit dem Essen. Ich esse einen Tag lang nichts, weil ich das Essen so hasse. Und am nächsten Tag esse ich alles mögliche, quer durch den Kühlschrank und die Vorräte. Es ist echt peinlich.
Ich wäre gerne wieder alleine, auf dem Land, wo ich letztes Jahr gelebt habe. Es wäre so viel besser. Deswegen möchte ich auch so schnell wie es geht ausziehen. Ich möchte unabhängig von meinen Eltern und meiner Cousine sein. Meine Cousine ist so ein Engel, für sie ist immer alles schön, wenn jemande böse zu ihr war, dann weint sie, sie ist sehr empfindlich und manchmal möchte ich echt nichts mit ihr zu tun haben. Für mich sieht die Welt nicht mehr so einfarbig schön aus. Bei mir sind wirklich die schönsten Farben mit dabei, ich habe viele tolle Dinge erlebt, aber es mischt sich auch jede Menge schwarz und dunkle Farben mit ein. Ich habe Dinge getan, von denen ich immer standhaft behauptet hätte, ich werde das nie tun und ich kann so ein Denken auch nicht nachvollziehen. Selbstverletzung. Und zack, habe ich es selbst getan. Rauchen, war nie ein Thema für mich, meine Mutter raucht, mein Vater hat aufgehört, meine Eltern sind geschieden, ich habe gesehen, welche Laster es für beide mit sich getragen hat, meine Schwester, 18, kann auch nicht aufhören). Ich bin kein Kettenraucher, beim bestem Willen nicht, und seit ich aus Nebraska zurück bin habe ich werde getrunken, noch geraucht. Aber ich habe es halt ein paar mal getan, in den USA, einfach nur so, weil ich dachte, dass ich es brauche. Tu ich eigentlich nicht. Aber da gab es zum Beispiel den einen Abend, wo ich eine ganze Packung geraucht habe, und das bin nicht ich.
Ich weiß nicht, wer ich bin. Ich glaube, ich habe Identitätsprobleme. An manchen Tagen bin ich total fröhlich, was andere Leute sagen ist mir egal. Dann gibt es Tage, wo ich zerbrechlich bin. Es gibt Tage, wo ich übelst hyperaktiv bin. Und es gibt Tage, die ich nur im Bett und kiffen möchte (auch wenn ich das noch nie getan habe). Ich bin nicht schizophren, auch wenn ich es manchmal gerne wäre, dann hätte ich wenigstens eine Erklärung für meine Probleme.
Ich weiß auch nicht.
Ich sehe, wie ich mich immer weiter in ein Loch reinstürze. Und meistens möchte ich, dass mich jemand anderes da rausholt und manchmal erkenne ich meine Probleme, möchte mich selber da rausholen und scheitere dann aber kurz bevor ich es geschafft habe.
Meine Ziele setze ich nicht konsequent genug durch.
Seht ihr, ich sehe immer nur die Probleme bei mir, ich habe den reellen Blick verloren, mich zu nehmen wie ich bin, zu sehen, dass nicht immer alles perfekt sein wird, und das ist es ja noch nichteinmal, was ich möchte.
Ich weiß nicht, was ich möchte.
Ich fühle mich verloren.
Aber hey, vielleicht geht es ja auch anderen so. Auch wenn ich niemande kenne. Auf der anderen Seite - ich sage auch niemandem, wie ich mich wirklich fühle. Dann werden es andere mit ähnlichen Problemem wahrscheinlich nicht tun.
Ich versinke nicht in Selbstmitleid. Dazu bin ich mir zu stolz. Aber ich möchte etwas ändern und ich weiß nicht wie, vor allen Dingen weiß ich auch nicht, wie ich konsequent sein kann.
Ich habe es nie gelernt und es ist verdammt schwierig, sich sowas anzueignen. Das habe ich jetzt ja festgestellt.
Wie erwähnt, ich bin schon seit gut 10 Jahren Karateka und für mich fange ich da jetzt an mit der Selbstdisziplin. Ich möchte gerne im November meinen nächsten Kyu erhalten, das wäre dann der 2. Blaugurt, aber ansonsten habe ich weder Konkrete Ziele, noch Pläne, wie ich meine unkonkreten Ziele erreichen kann.
Schon schade.
Und je länger ich jetzt schreibe und ein schlechtes Gewissen habe, dass ich das Forum mit meinen Gedanken zumülle, desto mehr besser sich meine Laune.
Es tut gut, zu sagen, was ich denke. Das tue ich normalerweise nicht, zumindest nicht, wenn es um mich geht. Wenn es um Diskussionen geht mit so läppischen Themen, dann sage ich meine Meinung, aber ich habe nie das Gefühl, das mir auch jemand zuhören würde, wenn ich über mich rede und über die Probleme, die mir so überwältigend erscheinen. Und dann denke ich auch wieder, dass es bestimmt andere Leute gibt, mit ernsthafteren Problemen. Die meine in den Schatten stellen. Und das man mir nicht zuhören möchte. Weil es keine ernsten Probleme sind. Aber für mich sind sie ernst. Allein der Gedanke, das mich jemand anderes als lächerlich darstellen kann, weil meine Probleme nebensächlich sind, ist eine Gefahr, der ich mich nicht aussetzen möchte.
Der Satz hat keinen Sinn gemacht. Aber ich weiß, was ich meine.
Ich möchte gerne meinen Inneren Frieden finden. Ich möchte mich änderen, aber gleichzeitg mich so akzeptieren, wie ich bin.
Ich möchte Leute kennenlernen, die das geschafft haben. Ich weiß nicht wo. Ich kenne niemanden, der so tickt wie ich.
Ich bin jemand mit extremen Stimmungsschwankungen, jemand, der die verworrensten Gedankengänge hat, jemand, der sehr an sich selbst und der Welt zweifelt, jemand, der 16 ist, und sich überhaupt nicht mit diesem Alter indetifizieren kann. Zum Beispiel, alle diese Leute aus meiner Stufe. Ich habe nichts mit denen zu tun und will ich auch nicht, denn für mich leben sie in einer oberflächlichen Welt - ich bin nicht der Typ, der in Clubs geht, sich betrinkt, jemand der raucht wie ein Schlot.
Ich bin der Typ, der zu Hause hockt und sich über sich selbst ärgert, weil er nicht weiß, wie er Leute, die wie ich sind, finden soll. Meine Eltern verbieten mir alles, was Spass macht. Nein, das ist übertrieben, eigentlich ist es meiner Mutter (ich glaube, sie hat sich zu sehr in etwas reingesteigert und ihren neuen Mann nur geheiratet, weil man ihn noch erziehen kann, weil er sich wie ein zurückgebliebenes 13jähriges Baby benimmt) und sie verbietet nicht, was Spaß macht, sondern alles, was sie nicht tun würde. Zum Beispiel darf ich mir kein Tragus-Piercing stechen lassen, obwohl meine Schwester ihr Nasenflügelpiercing auch mit 16 bekommen hat. Außerdem bin ich fast 17, ich habe im Oktober Geburtstag.
Naja, egal, ich weiß nicht mehr, was ich noch schreiben wollte, weil bein Internet gerade eben abgekackt ist, und ich zum Glück den Großteil dieses Eintrages gespeichert hatte.
Nunja. Ich höre hier jetzt mal auf, weil ich noch duschen und einkaufen gehen muss, weil ich später noch zu Bochum Total fahre. Und außerdem ist der Text jetzt schon unzumutbar lang.
Also, es tat gut, mich halbwegs auszusprechen, und wenn jemand bis hierhin weitergelesen hat - VIELEN DANK!
Das tut gut.
Bis bald
JJ
Ich bin 16 Jahre alt. Meinen ersten und bisher auch letzten Freund hatte ich in der 3. Klasse. Und ich habe mit ihm Schluss gemacht, weil er eifersüchtig war. Damals wusste ich noch nicht, was das Wort dafür ist, ich wusste nur, dass es mich unglaublich annervt.
Dann in der 5. Klasse aufs Gymnasium mit nur wenig bekannten Gesichtern von der Grundschule.
Zwei meiner besten Freunde habe ich aufgegeben - die erste, weil wir irgendwann angefangen haben, uns auseinander zu leben. Die andere, weil sie 1. richtigen Mist zu meinem 13. Geburtstag abgezogen hat, aber das gebe ich mittlerweile, wenn ich jemand fragt, nicht mehr als Grund an, weil es mir mittlerweile selbst total kindisch vorkommt. Der andere Grund: Sie hatte Probleme mit ihrer sexuellen Identität, sie war magersüchtig, nachdem sie Bulimie für sinnlos befunden hat, gehörten zu denen, die zwar keine Emos sind, sich aber trotzdem ritzen. Und jetzt hat sich auch schon ihr erstes Kind, sie ist gerade 18, der Vater ist 17 und das Kind hat, soweit ich weiss, Down-Syndrom.
Tja. Ich bin froh, dass ich nicht mehr mit ihr befreundet bin und auch den Kontakt total abgebrochen habe.
Die Leute, die ich noch aus der Grundschule kenne und die mit mir zusammen augs Gymnasium gehen, will ich im Grunde nichts zu tun haben. Momentan kenne ich eine Person, die ich als Freundin bezeichnen würde. Aber die ist auch gleichzeitig meine Cousine. Dann gibt es da noch einen Freund in Berlin, wir haben uns letztes Jahr kennengelernt, wir sind zusammen ins Ausland gefahren für das Schuljahr. Aber naja - er wohnt in Berlin.
Dann gibt es noch jemanden, in den war ich jahrelang verliebt, habe das natürlich nie jemandem gegenüber zugegeben. Aus uns ist nie was geworden und wird es auch nie. Wir gehen noch zusammen zum Training (Karate), aber ausserhalb des Trainings treffen wir uns nie. Auch wenn ich mir fest vorgenommen habe, das diesen Sommer zu ändern. Aber erst später, weil es mir gerade einfach zu warm dafür ist.
Kommen wir auch schon zum nächsten Thema. Ich hasse heißes, schwüles Wetter, weil ich leicht anfange zu schwitzen und mich dann selber noch weniger leiden kann, als ohnehin schon. Das hängt mit meinem Übergewicht zusammen (80 kg bei ca. 166 Körpergröße). Außerdem habe ich einen leichten Damenbart. Es gibt Tage, wo ich ihn mir am Liebsten wegwachsen möchte, aber dann gibt es auch wieder Tage, wo ich mich akzeptieren kann, so wie ich bin. Aber die Tage werden immer seltener.
Naja.
Seit etwa, nein, eigentlich ziemlich genau zwei Jahren mache ich mir ständig Gedanken übers Abnehmen. Angefangen habe ich bie 76 kg, habe ich mich 69 runtergearbeitet, nur um vor einem Jahr (vor meinem Austausch in den USA) wieder bei 86 zu sein. Mittlerweile bin ich runter auf so 80,5. Und dafür habe ich letztes Jahr nicht wirklich was getan.
Und wenn ich das diesen Sommer ändere, dann kann ich mein Ziel bis zu Beginn der Schule erreichen. Mein Traum ist, eine Sportskanone zu werden. Momentan kann man mich weder als Sportskanone, noch als Couchpotatoe bezeichnen. Ich hänge zwar viel zu Hause rum und tue nichts Gescheites (was mich auch verzweifeln lässt), aber ich gehe regelmäßig zum Karatetraining (2mal die Woche) und wenn ich Lust habe, gehe ich auch Schwimmen (läuft meistens auf zweimal die Woche hinaus) und Laufen, aber das eher seltener. Ich würde gerne Volleyball spielen. Ich habe mich nach Vereinen, die Volleyball im Angebot haben, umgeschaut. Aber dann habe ich das auch alles wieder verworfen, weil ich vorerst nur Zeit in den Ferien dazu haben werde. Und nach den Ferien muss ich mich richtig um die Schule kümmern. Das Leistungsniveau in dem Dorf, wo ich das letzte Schuljahr verbracht habe, war nicht gerade hoch.
Sorry, wenn das jetzt alles noch ein bisschen wirrer wird. Aber ich möchte das mal alles loswerden.
Ich dachte letztes Jahr, wenn ich alleine auf dem Zimmer gesessen habe - was ein Scheiß. Du gammelst hier rum und hast nichts zu tun und in Deutschland wäre alles so viel besser. Und dann habe ich mit ein paar dummen Sachen angefangen. Ich habe angefangen zu ritzen, aber nicht extrem oder so. Erst habe ich es getan, nur um mal zu sehen wie es ist. Dann habe ich es ein paar mal getan, weil mir alles wieder zu viel wurde. Und dann habe ich gesehen, dass ich mich da in etwas reinsteigere. Und aufgehört. Dachte ich zumindest. Ich hatte es vor meinem Rückfall am Montag zuletzt and Ostern getan. Aber ich bin wieder voller Motivation, es nie wieder zu tun.
Ich habe üble Probleme mit dem Essen. Ich esse einen Tag lang nichts, weil ich das Essen so hasse. Und am nächsten Tag esse ich alles mögliche, quer durch den Kühlschrank und die Vorräte. Es ist echt peinlich.
Ich wäre gerne wieder alleine, auf dem Land, wo ich letztes Jahr gelebt habe. Es wäre so viel besser. Deswegen möchte ich auch so schnell wie es geht ausziehen. Ich möchte unabhängig von meinen Eltern und meiner Cousine sein. Meine Cousine ist so ein Engel, für sie ist immer alles schön, wenn jemande böse zu ihr war, dann weint sie, sie ist sehr empfindlich und manchmal möchte ich echt nichts mit ihr zu tun haben. Für mich sieht die Welt nicht mehr so einfarbig schön aus. Bei mir sind wirklich die schönsten Farben mit dabei, ich habe viele tolle Dinge erlebt, aber es mischt sich auch jede Menge schwarz und dunkle Farben mit ein. Ich habe Dinge getan, von denen ich immer standhaft behauptet hätte, ich werde das nie tun und ich kann so ein Denken auch nicht nachvollziehen. Selbstverletzung. Und zack, habe ich es selbst getan. Rauchen, war nie ein Thema für mich, meine Mutter raucht, mein Vater hat aufgehört, meine Eltern sind geschieden, ich habe gesehen, welche Laster es für beide mit sich getragen hat, meine Schwester, 18, kann auch nicht aufhören). Ich bin kein Kettenraucher, beim bestem Willen nicht, und seit ich aus Nebraska zurück bin habe ich werde getrunken, noch geraucht. Aber ich habe es halt ein paar mal getan, in den USA, einfach nur so, weil ich dachte, dass ich es brauche. Tu ich eigentlich nicht. Aber da gab es zum Beispiel den einen Abend, wo ich eine ganze Packung geraucht habe, und das bin nicht ich.
Ich weiß nicht, wer ich bin. Ich glaube, ich habe Identitätsprobleme. An manchen Tagen bin ich total fröhlich, was andere Leute sagen ist mir egal. Dann gibt es Tage, wo ich zerbrechlich bin. Es gibt Tage, wo ich übelst hyperaktiv bin. Und es gibt Tage, die ich nur im Bett und kiffen möchte (auch wenn ich das noch nie getan habe). Ich bin nicht schizophren, auch wenn ich es manchmal gerne wäre, dann hätte ich wenigstens eine Erklärung für meine Probleme.
Ich weiß auch nicht.
Ich sehe, wie ich mich immer weiter in ein Loch reinstürze. Und meistens möchte ich, dass mich jemand anderes da rausholt und manchmal erkenne ich meine Probleme, möchte mich selber da rausholen und scheitere dann aber kurz bevor ich es geschafft habe.
Meine Ziele setze ich nicht konsequent genug durch.
Seht ihr, ich sehe immer nur die Probleme bei mir, ich habe den reellen Blick verloren, mich zu nehmen wie ich bin, zu sehen, dass nicht immer alles perfekt sein wird, und das ist es ja noch nichteinmal, was ich möchte.
Ich weiß nicht, was ich möchte.
Ich fühle mich verloren.
Aber hey, vielleicht geht es ja auch anderen so. Auch wenn ich niemande kenne. Auf der anderen Seite - ich sage auch niemandem, wie ich mich wirklich fühle. Dann werden es andere mit ähnlichen Problemem wahrscheinlich nicht tun.
Ich versinke nicht in Selbstmitleid. Dazu bin ich mir zu stolz. Aber ich möchte etwas ändern und ich weiß nicht wie, vor allen Dingen weiß ich auch nicht, wie ich konsequent sein kann.
Ich habe es nie gelernt und es ist verdammt schwierig, sich sowas anzueignen. Das habe ich jetzt ja festgestellt.
Wie erwähnt, ich bin schon seit gut 10 Jahren Karateka und für mich fange ich da jetzt an mit der Selbstdisziplin. Ich möchte gerne im November meinen nächsten Kyu erhalten, das wäre dann der 2. Blaugurt, aber ansonsten habe ich weder Konkrete Ziele, noch Pläne, wie ich meine unkonkreten Ziele erreichen kann.
Schon schade.
Und je länger ich jetzt schreibe und ein schlechtes Gewissen habe, dass ich das Forum mit meinen Gedanken zumülle, desto mehr besser sich meine Laune.
Es tut gut, zu sagen, was ich denke. Das tue ich normalerweise nicht, zumindest nicht, wenn es um mich geht. Wenn es um Diskussionen geht mit so läppischen Themen, dann sage ich meine Meinung, aber ich habe nie das Gefühl, das mir auch jemand zuhören würde, wenn ich über mich rede und über die Probleme, die mir so überwältigend erscheinen. Und dann denke ich auch wieder, dass es bestimmt andere Leute gibt, mit ernsthafteren Problemen. Die meine in den Schatten stellen. Und das man mir nicht zuhören möchte. Weil es keine ernsten Probleme sind. Aber für mich sind sie ernst. Allein der Gedanke, das mich jemand anderes als lächerlich darstellen kann, weil meine Probleme nebensächlich sind, ist eine Gefahr, der ich mich nicht aussetzen möchte.
Der Satz hat keinen Sinn gemacht. Aber ich weiß, was ich meine.
Ich möchte gerne meinen Inneren Frieden finden. Ich möchte mich änderen, aber gleichzeitg mich so akzeptieren, wie ich bin.
Ich möchte Leute kennenlernen, die das geschafft haben. Ich weiß nicht wo. Ich kenne niemanden, der so tickt wie ich.
Ich bin jemand mit extremen Stimmungsschwankungen, jemand, der die verworrensten Gedankengänge hat, jemand, der sehr an sich selbst und der Welt zweifelt, jemand, der 16 ist, und sich überhaupt nicht mit diesem Alter indetifizieren kann. Zum Beispiel, alle diese Leute aus meiner Stufe. Ich habe nichts mit denen zu tun und will ich auch nicht, denn für mich leben sie in einer oberflächlichen Welt - ich bin nicht der Typ, der in Clubs geht, sich betrinkt, jemand der raucht wie ein Schlot.
Ich bin der Typ, der zu Hause hockt und sich über sich selbst ärgert, weil er nicht weiß, wie er Leute, die wie ich sind, finden soll. Meine Eltern verbieten mir alles, was Spass macht. Nein, das ist übertrieben, eigentlich ist es meiner Mutter (ich glaube, sie hat sich zu sehr in etwas reingesteigert und ihren neuen Mann nur geheiratet, weil man ihn noch erziehen kann, weil er sich wie ein zurückgebliebenes 13jähriges Baby benimmt) und sie verbietet nicht, was Spaß macht, sondern alles, was sie nicht tun würde. Zum Beispiel darf ich mir kein Tragus-Piercing stechen lassen, obwohl meine Schwester ihr Nasenflügelpiercing auch mit 16 bekommen hat. Außerdem bin ich fast 17, ich habe im Oktober Geburtstag.
Naja, egal, ich weiß nicht mehr, was ich noch schreiben wollte, weil bein Internet gerade eben abgekackt ist, und ich zum Glück den Großteil dieses Eintrages gespeichert hatte.
Nunja. Ich höre hier jetzt mal auf, weil ich noch duschen und einkaufen gehen muss, weil ich später noch zu Bochum Total fahre. Und außerdem ist der Text jetzt schon unzumutbar lang.
Also, es tat gut, mich halbwegs auszusprechen, und wenn jemand bis hierhin weitergelesen hat - VIELEN DANK!
Das tut gut.
Bis bald
JJ