Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Assistierter Suizid

Wenn sich ein gesunder Mensch aus psychischen Gründen umbringen möchte, weil er keinen anderen Ausweg mehr sieht....so denke ich mir, dass derjenige mit einem guten Therapeuten oder einem lebenserfahrenen Menschen immer andere Konfliktlösungswege finden könnte als den Freitod.

Beim Sozialpsychiatrischen Dienst hatte ich als Sozialpädagogin sehr viele Jahre lang mit Leuten zusammen gearbeitet, welche bereits mehrere Suizidversuche schon hinter sich haben.

Es gibt soo viele Möglichkeiten wie man einen Menschen aus dem Sumpf ziehen kann, welcher grade seine Aggressionen gegen sich selber lenkt und sich selbstzerstörerisch verhält obwohl seine Wut eigentlich einer anderen Person gilt.
 
Schlimm finde ich das jetzt nicht. es werden ja auch gelegentlich Mordopfer gefunden, oder deren Überreste.
Mir ist nicht ganz klar, warum man solche Rücksichten auf eventuelle Finder nimmt, nicht aber auf Freunde oder Familie, die man durch seine Selbsttötung traumatisiert oder die einem auch noch "assistieren" sollen.
Naja, ich merke, dass wir da sehr konträre Meinungen haben und möchte die Stimmung im Faden nicht verderben.
Bin daher raus.

Liegt da vielleicht ein Missverständnis vor? Die Begleitung erfolgt durch eine Sterbehilfeorganisation.
 
Ehrlich gesagt,wusste ich gar nicht,dass es Sterbehilfeorganisationen ( auch) für psychisch Kranke gibt.
Und ,wenn ich das richtig verstanden habe,werden die Betroffenen beraten,sie müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen,sind auch in Behandlung bei einem Arzt.
Ich denke,dass das dann eine gute Lösung ist.
Es würde mich interessieren,ob es Menschen gibt ,die sich an solche Organisationen wenden und sich dann umentscheiden und diesen Schritt dann doch nicht gehen werden.
Für Angehörige bleibt das Thema schwer,sie müssen ja den Tod verkraften und zusätzlich ,dass es der Wunsch des Menschens war.
Auf jeden Fall sollte der Selbsttöter vermeiden,dass er von Familienmitgliedern tot aufgefunden wird.Das ist ein Schock,der höchstwahrscheinlich nie verarbeitet werden kann.
Man sollte sich bewußt sein,dass das Leben für die anderen weiter geht,nur für einen selbst ist es zu Ende.
Schlimm finde ich das jetzt nicht. es werden ja auch gelegentlich Mordopfer gefunden, oder deren Überreste.
Ja,was auch schlimm ist.
Weil es auch andere Sachen gibt ,die nicht richtig und schrecklich sind,heißt es ja nicht,dass man noch zusätzlichen Schaden verursachen muss.
 
Hallo
Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr erfahren würdet, dass jemand aus eurem Umfeld offiziell sterben würde?
Aus psychischen Gründen?

Wäre euch das lieber als im Nachhinein zu erfahren, dass sich jemand suizidiert hat?
Oder wäre es belastend es zu wissen?

Was würdet ihr dem Menschen sagen?
Wenn ich mir den Eingangspost des TE nach etwas Aufklärung nochmal anschaue, ergibt sich daraus doch eine ganz andere Fragestellung.

Die These dahinter ist dann doch folgende:
Der assistierte Suizid ist bereits offiziell bewilligt. (egal wo und durch wen) Einzige Einschränkung: es erfolgt aus psychischen und nicht aus körperlichen Gründen.
Die Frage ist dann: Wollt ihr das lieber im Nachhinein wissen, oder in der Phase? Wäre es belastend? Oder wollt ihr in der Phase Kontakt und noch etwas sagen?

Habe ich das jetzt richtig verstanden oder doch nicht? 🤔
 
Wenn ich mir den Eingangspost des TE nach etwas Aufklärung nochmal anschaue, ergibt sich daraus doch eine ganz andere Fragestellung.

Die These dahinter ist dann doch folgende:
Der assistierte Suizid ist bereits offiziell bewilligt. (egal wo und durch wen) Einzige Einschränkung: es erfolgt aus psychischen und nicht aus körperlichen Gründen.
Die Frage ist dann: Wollt ihr das lieber im Nachhinein wissen, oder in der Phase? Wäre es belastend? Oder wollt ihr in der Phase Kontakt und noch etwas sagen?

Habe ich das jetzt richtig verstanden oder doch nicht? 🤔
Nein weil psychischer Suizid garnicht genehmigt werden würde.

Und die TE würde sich das aber wünschen.
 
Hallo Andy,
man könnte es auch so verstehen wie du.
Meinst du nach dem Tod, oder noch in der Entscheidungsphase?
Ich würde dann den Prozeß begleiten wollen.
Kommt natürlich darauf an, wie nahe der Betroffene mir stehen würde.

Nach Eintritt des Todes wäre es für mich viel schwieriger, denke ich.


In dem Thread gibt es einen Hinweis, dass auch aus psychischen Gründen ein begleiteter Suizid gemacht werden kann.

Ein Beispiel aus der Schweiz vom Verein EXIT:
EXIT begleitet nur sehr selten psychisch Kranke. Akut depressiven Menschen hilft EXIT nicht beim Freitod. Der Sterbewunsch darf nicht Ausdruck einer therapierbaren psychischen Störung sein, sondern muss auf dem autonomen, wohlerwogenen, dauerhaften und die Gesamtsituation erfassenden Bilanzentscheid einer urteilsfähigen Person beruhen.
Lieber Bandit,
so sehe ich es auch, ggf. den Menschen begleiten, entweder man kann ihm doch noch Mut machen oder er stirbt zumindest nicht allein. Obwohl natürlich die Variante des Weiterlebens immer die schönere ist.
Da ich mitbekommen habe, dass du vorbelastet bist, aber scheinbar so ein lieber Mensch, nach deinen Posts zu urteilen, bist du ein gutes Beispiel, dem man definitiv immer Mut machen sollte. 🙂
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag übrigens noch!
 
Wenn sich ein gesunder Mensch aus psychischen Gründen umbringen möchte, weil er keinen anderen Ausweg mehr sieht....so denke ich mir, dass derjenige mit einem guten Therapeuten oder einem lebenserfahrenen Menschen immer andere Konfliktlösungswege finden könnte als den Freitod.

Beim Sozialpsychiatrischen Dienst hatte ich als Sozialpädagogin sehr viele Jahre lang mit Leuten zusammen gearbeitet, welche bereits mehrere Suizidversuche schon hinter sich haben.

Es gibt soo viele Möglichkeiten wie man einen Menschen aus dem Sumpf ziehen kann, welcher grade seine Aggressionen gegen sich selber lenkt und sich selbstzerstörerisch verhält obwohl seine Wut eigentlich einer anderen Person gilt.
Das sieht in der Praxis leider anders aus.
Wenn Menschen jahrzehntelang mit endogenen Depressionen kämpfen, bei denen weder Medikamente noch Therapien helfen, zerstört die Krankheit irgendwann die Persönlichkeit und den Lebenswillen.
Das hat wenig mit "Agression gegen sich selbst" zu tun. Und die Ärzte sind hilflos. Letzter Vorschlag : Elektrokrampftherapie ...
 
Ich habe mich in der Vergangenheit mal über diese Therapieform informiert.
Weißt du was genaueres, aktuelles?
Angeboten wurde es damals nur in der Charite in Berlin.
Gibt es inzwischen wohl an mehreren Unikliniken.
Als eine Art letzte Therapieform, wenn sonst nichts hilft. Ich habe es aber nicht weiter verfolgt.
 
Aus meiner Sicht und Erfahrung hat es viel mit einer Aggression gegen sich selber zu tun.

Es ist ein sehr vielschichtiges und kompliziertes Thema.

Von einer Elektrokrampftherapie würde ich abraten.
Davon halte ich gar nichts.
Und es hat viele Nebenwirkungen.
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben