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Asperger keine Menschen

  • Starter*in Starter*in Sunbeam
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Man hat mir gerade mit der Polizei gedroht, wenn ich nochmal irgendeine Hilfsorganisation kontaktiere.

Ich möchte einfach nur noch Hilfe. Einkaufen, Haushalt nix geht mehr und mein Mann und ich streiten uns immer mehr. Die Nerven liegen blank.

Es ist schön, dass es Leute gibt, die gut angebunden sind und ich freue mich für die Leute. Aber ich denke, ich bin hier in Deutschland falsch. Die Deutschen denken zu wenig mit dem Herzen, hier zählt nur das Bankkonto und der Status.

Bin total am Ende, habe mich aber sehr über die Kommentare von Knirsch und Tamagochi6 gefreut.
 
Man hat mir gerade mit der Polizei gedroht, wenn ich nochmal irgendeine Hilfsorganisation kontaktiere.
Wer hat das getan und mit welcher Begründung?
Was verstehst Du unter Hilfsorganisationen?

Also per se ist der MDK und die Krankenkasse nicht schlecht. Uns haben sie gut weitergeholfen, als wir im Falle meiner dementen Sch.mutter Hilfe brauchten.
 
, dass es Leute gibt, die gut angebunden sind und ich freue mich für die Leute. Aber ich denke, ich bin hier in Deutschland falsch. Die Deutschen denken zu wenig mit dem Herzen, hier zählt nur das Bankkonto und der Status.
aber wenn andere Hilfe bekommen und gut eingebunden sind - die sind doch auch in Deutschland?
Deutschland, also der Staat, die Regierung, gibt im Jahr über 1 Billion für das Sozialsystem aus ,
da findet jeder seine Hilfestellung.
 
Was ist denn mit ambulant betreutem Wohnen oder dem persönlichen Budget? Das gibt es in ganz Deutschland.
 
Ich weiss nicht, was dich vermuten lässt, dass ich mich nicht bewege. Mein Mann und ich telefonieren quer durchs Ruhrgebiet um Hilfen zu bekommen, da es in meiner Heimatstadt keine Möglichkeiten gibt.

Ausserdem bemüht sich mein juristischer Beistand weit über sein Berufsfeld hinaus.

Kämpfe seit gut drei Jahren alleine schon um den Pflegegrad und das G bzw. B im Ausweis, obwohl ich im Rollstuhl sitze. Sch.... Bürokratie.

Aber es ist einfacher bei mir die Schuld zu suchen als im System...


Liebe Sunbeam,

das klingt wirklich katastrophal.
Handelt es sich bei Deinem juristischen Beistand um einen Rechtsanwalt, den ihr selbst bezahlt oder hast Du einen gesetzlichen Betreuer?

Es macht mich ehrlich gesagt sprachlos, dass Du mit einer Schwerbehinderung von 100% weder einen Pflegegrad, noch als Rollstuhlfahrerin das G und B im Ausweis bekommst...!

Habt ihr Klage vor dem Sozialgericht erhoben?
Das ist häufig ein jahrelanger, zermürbender Prozess, denn wenn das Sozialgericht vor allem eines ist, dann das: LANGSAM.

Gab es zur Ablehnung des Pflegegrades irgendeine Begründung? Hast Du Einsicht in das Gutachten gefordert?
MDK-Gutachten sind häufig hingerotzter, unseriöser Blödsinn von fachlich nicht kompetenten Gutachtern. Es ist haarsträubend, manchmal werden im Gutachten angeblich durchgeführte "Untersuchungen"(z.B. der Beweglichkeit) beschrieben, die in der Realität nie stattgefunden haben.
Und was psychische Erkrankungen oder seelische Behinderungen angeht - da ist noch viel weniger Kompetenz vorhanden und in den lustigen Ankreuzbögen der sog. Gutachter tauchen die spezifischen Problembereiche psychisch oder seelisch Beeinträchtigter oft nicht mal in ausreichendem Maße auf.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du irgendwie wieder Kraft und Hoffnung schöpfen kannst!
 
@grisou : Deine Beobachtung hinsichtlich des ambulant betreuten Wohnens kann ich nicht teilen. Ich habe vor noch nicht mal einem Jahr völlig problemlos einen Anbieter für das ambulant betreute Wohnen gefunden. Ich konnte sogar zwischen fünf Anbietern wählen und mir den für mich Besten raussuchen. Wartezeit gab es da keine; sowie das bewilligt war, ging das auch schon los (selbiges bei meiner Freundin; in ihrem Fall allerdings schon vor vier Jahren). Bei dem Antrag hilft einem der gewählte Anbieter übrigens; man muss im Grunde nur erzählen, wo man Hilfe benötigt und dann noch unterschreiben. Ich bin jedenfalls heilfroh darüber, dass ich das ambulant betreute Wohnen in Anspruch genommen habe, weil ich dadurch bei Arzt-/Behördenterminen, beim Einkaufen, der Freizeitgestaltung und Co. Hilfe und Unterstützung habe. Und man mag es kaum glauben, aber man wird dadurch von Ärzten und Behörden ernster genommen. Ich kenne auch einige Aspies, die ebenfalls ambulant betreutes Wohnen in Anspruch nehmen und damit sehr zufrieden sind. Natürlich kann es sein, dass es bei einem Anbieter mal nicht passt, aber dann wechselt man halt zu einem anderen.

Mit dem persönlichen Budget kenne ich mich selber nicht aus, aber ich kenne ein paar Aspies, die das z.T. schon seit einigen Jahren nutzen und damit ebenfalls sehr zufrieden sind. Kann sein, dass das relativ kurz nach Einführung (ich glaub, das war 2008) noch nicht so bekannt war und die Ämter da keine Ahnung von hatten, aber mittlerweile scheinen die Ämter das zu kennen.
 
ich will dir das auch nicht absprechen, dass es möglich ist, schnell und unkompliziert die wahl zu haben und noch wählen zu können. kenne ich nur nicht als normalfall.
Tja, und ich kenne es als Normalfall.

aber ich weiß, es ist eine große hilfe. ich habe ja auch einzelbetreutes wohnen.
Ja, das ist es in der Tat.

wofür nutzen deine bekannte das persönliche budget? welche leistungen zahlen sie damit? nur so aus interesse.
Unter Anderem für so ziemlich dieselben Sachen wie beim ABW, aber auch für Autismustherapie, Ausbildung und Pflege. Aber um dir das genauer sagen zu können, müsste ich erst nachfragen.
 
@grisou keine Sorge, alles gut. Ich bin hier in der Region für ABW gesperrt, das sind auch die Organisationen, die mir mit Polizei drohen. Die sind mit Autisten schlichtweg überfordert oder sie machen Ihnen Angst. Das macht auch die Beantragung des persönlichen Budgets unmöglich. Mir geht es jeden Tag schlechter, Essen und Trinken fällt mir zunehmend schwer.

Ich bräuchte Menschen zum Reden, die mich verstehen und akzeptieren.
Vielleicht ein Neuanfang weit weg...

Ein grosses Dankeschön an alle hier, die auf mich eingehen.
 

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