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Asexuell? Wie damit umgehen?

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Löwenmähne,

ich lese: "Ich hab mir überlegt ein paar wissenschaftliche Berichte über Asexualität auszudrucken, damit er es besser versteht. Das ist ein Thema, das in der Schule überhaupt nicht durchgenommen wird und auch auch allgemein nicht das top Thema Nummer 1 ist."

Entschuldige, und dann? Die sexuelle Bedürfnislage ist bei Menschen sicher sehr unterschiedlich ausgeprägt, und verändert sich nicht nur bei Frauen, auch bei Männern im Laufe der Jahre.
Aber was Du da vorhast, ist schlicht, entschuldige meine Offenheit, eine Zumutung an deinen Partner. Du lädst ihm damit ein Problem auf, mit dem ein gesunder und vitaler Mann auf Dauer nicht umgehen kann. Wäre ich ein Freund deines Partners, ich würde ihm raten, ganz schnell das Weite zu suchen.

Eine Beziehung zwischen Mann und Frau, in der einem Partner, einer Partnerin die Enthaltsamkeit aufgezwungen wird, ist keine Beziehung. Wenn Du auch nur einen Funken Respekt und Mitgefühl für ihn hast, lässt Du ihn gehen.

Burbacher
 
@Burbacher

Das sehe ich anders. Niemandem sollte Sex aufgezwungen werden, den dieser nicht möchte. Wenn ihr Partner also Anstand hat und sie liebt, wird er das akzeptieren oder andere Wege mit ihr suchen.
 
@Burbacher

Das sehe ich anders. Niemandem sollte Sex aufgezwungen werden, den dieser nicht möchte. Wenn ihr Partner also Anstand hat und sie liebt, wird er das akzeptieren oder andere Wege mit ihr suchen.

Interessant. Und welche Wege? Sich eine Beziehung neben der Beziehung suchen? Ich sehe das, es wird dich nicht wundern, ebenfalls gänzlich anders. Was soll denn das für eine Liebe sein, die einem geliebten Menschen den Verzicht auf die elementarsten Bedürfnisse des Menschen zumutet. Essen und Atmen aber darf er noch? Oder?

Nein von Aufzwingen ist nicht die Rede, jedenfalls nicht bei der Fragestellerin, aber umgekehrt wird ein Schuh daraus. Geht ihr Freund diese Beziehung ein, wird ihm die Enthaltsamkeit aufgezwungen und er wird in einem essentiellen Bestandteil seiner Männlichkeit von vorneherein beschnitten. Warum fordert sie nicht gleich und sofort auch noch die Kastration?
Das hat mit Liebe und Beziehung nichts zu tun, aber gar nichts.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Darf der Partner der TE denn noch selbst entscheiden oder übernimmst du das jetzt für ihn? Der Einzige, der hier quasi den Freund "kastriert" und ihm einen essentiellen Teil seiner "Männlichkeit" vorenthalten will (nämlich seine Entscheidungsfähigkeit) bist gerade du.

Die TE scheint sich bewusst zu sein über die Tragweite des Problems und sucht schon nach Lösungen, um dem Freund eben auf der Ebene entgegenkommen zu können, die für sie machbar ist. Sollte keine Lösung gefunden werden können oder der Freund auf Dauer doch leiden, können sie sich immer noch trennen. Bis dahin dürfen die zwei aber wohl selbst ihre Beziehung gestalten. Deine eigene Erfahrung schreibt nicht zwangsläufig jede Geschichte, oder?

Aber ja, lieber Moderator. Natürlich darf er. Ich leiste ihm eher Entscheidungshilfe, moralische Unterstützung sozusagen. Machen Männer manchmal, so von Mann zu Mann🙂. Haben wir endlich von den Frauen gelernt. Im Übrigen: Ein Mann, der einer Frau sein männliches Ego opfert, degeneriert zum Hampelmann, und Hampelmänner sind keineswegs begehrt bei Frauen, sondern werden in der Regel zum Dank ganz undankbar entsorgt.

Schlussendlich ging ich mit einer gewissen Berechtigung davon aus, dass sich die Frage an alle richtet, und ich habe nichts davon gelesen, dass nur einschlägig gefällige Antworten erbeten sind.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Nicclas,

Du schreibst:

"du sagst deiner partnerin schlaf mit mir. sonst liebst du mich nicht? hast du nachgedacht über solche worte? ich finde sie traurig. schrecklich.
so kann ich meine liebe nicht beweisen. es tötet immer ein stück meiner seele. wenn sich einer nimmt. das was ich nicht geben kann. "

Ich verstehe sehr wohl, was Du meinst, und es gibt solche Unvereinbarkeiten zwischen zwei Menschen. Aus der Sicht jedes Einzelnen mag das seine Berechtigung haben.
Aber müssen sie dann eine Beziehung eingehen, als Paar zusammenleben? Ich meine nicht, weil es den Namen Partnerschaft nicht verdient. Wohngemeinschaft vielleicht. Und ich verwette meinen Bart, sobald eine, einer der beiden Partner anderswo findet, was ihm entspricht, wird er, wird sie das Weite suchen, weil es logisch ist und menschlich.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber ja, lieber Moderator. Natürlich darf er. Ich leiste ihm eher Entscheidungshilfe, moralische Unterstützung sozusagen. Machen Männer manchmal, so von Mann zu Mann🙂. Haben wir endlich von den Frauen gelernt. Im Übrigen: Ein Mann, der einer Frau sein männliches Ego opfert, degeneriert zum Hampelmann, und Hampelmänner sind keineswegs begehrt bei Frauen, sondern werden in der Regel zum Dank ganz undankbar entsorgt.

Schlussendlich ging ich mit einer gewissen Berechtigung davon aus, dass sich die Frage an alle richtet, und ich habe nichts davon gelesen, dass nur einschlägig gefällige Antworten erbeten sind.

Burbacher

Ein Mann, der für seine Freundin aus Liebe auf etwas wichtiges verzichtet, ist bestimmt kein Hampelmann sondern eben ein Mann der liebt.

Und um auf deine Frage zurückzukommen: Mit andere Wege meine ich z B. Petting, offene Beziehung, etc. Man muss eben Kompromisse eingehen. Wenn man wirkloch liebt, sollte dies möglich sein.
 
@Sevi

ich meine damit ja nicht, dass im Umkehrschluss die TE von ihrem Partner lebenslangen Verzicht verlangen kann. Daher ja der Vorschlag, nach Kompromissen zu suchen.
 
@Sevi

ich meine damit ja nicht, dass im Umkehrschluss die TE von ihrem Partner lebenslangen Verzicht verlangen kann. Daher ja der Vorschlag, nach Kompromissen zu suchen.

Das allerdings klingt schon etwas anders. Für mich dennoch bleibt die Frage, ob man in einer Partnerschaft eine solche Störung wirklich auffangen kann.
Letztlich sind beide Partner einem Elend ausgeliefert, das die Partnerschaft belastet. Der asexuelle Partner wird gegen die Wahrnehmung kämpfen (müssen), seinem Pendant nicht zu genügen. Der sexuell bedürftige Partner sieht sich einem ständigen Mangel ausgesetzt.
Ob ein solcher Zustand 50, vielleicht 60 Jahre auszuhalten ist, bezweifle ich. Da plädiere ich für eine Trennung nach dem Motto "besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende."

Burbacher
 
Das allerdings klingt schon etwas anders. Für mich dennoch bleibt die Frage, ob man in einer Partnerschaft eine solche Störung wirklich auffangen kann.
Letztlich sind beide Partner einem Elend ausgeliefert, das die Partnerschaft belastet. Der asexuelle Partner wird gegen die Wahrnehmung kämpfen (müssen), seinem Pendant nicht zu genügen. Der sexuell bedürftige Partner sieht sich einem ständigen Mangel ausgesetzt.
Ob ein solcher Zustand 50, vielleicht 60 Jahre auszuhalten ist, bezweifle ich. Da plädiere ich für eine Trennung nach dem Motto "besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende."

Burbacher

Und ich plädiere dafür nicht immer gleich eine Trennung als erstbeste Lösung zu sehen. Keiner von uns kennt die genauen Umstände der Beziehung der beiden. Und nur weil für dich eine Beziehung mit einer Asexuellen nicht in Betracht kommt, heißt das noch lange nicht, dass so etwas bei anderen Menschen nicht funktionieren kann.
 
mein partner hat die wahl. er kämpft an meiner seite. hampelmann? er hasst das wort. für mich ist er ein held. so unglaublich mutig. alle wären weggelaufen in seiner situation.

Genau! Der Partner HAT die Wahl und er hat sich dafür entschieden, es weiter zu versuchen: Zu versuchen, einen Kompromiss zu finden, zu versuchen das Problem zu lösen...
Genau darauf kommt es an: Dass BEIDE Partner willens sind das Problem anzupacken. Ich kann da nix von Hampelmann und ausnützen erkennen.
Aber leicht ist das scher nicht!
Wenn die Sexuellen Wünsche in einer Partnerschaft stark auseinandergehen ist das immer ein großer Brocken. Das lässt sich nur meistern, wenn beide an einem Kompromiss feste mitarbeiten. Jeder muss da auf den andere zu gehen.
Natürlich ist es schlecht, wenn sich einer zu etwas zwingt.
Liebe TE: Machst Du eine Therapie? Wäre schon gut und wichtig!
Gerade bei Deiner Vorgeschichte wäre ja durchaus die Möglichkeit, dass sich an der Asexualität noch was ändert und Du zB eines Tages in der Lage bist Sex doch ein wenig zu mögen.

In meinen Augen wäre eine Therapie ein wichtiger Teil eures Kompromisses- von Deiner Seite aus!

mein partner kriegt nicht den sex wo er will aber die liebe die er braucht. sonst wäre er nicht bei mir.
Das ist ein schöner Satz! Genau so ist es!
 
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