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Arzt werden (Medizinstudium)

AndreUNIC

Neues Mitglied
Hi,
bin gerade kurz vor dem verzweifeln und weis nicht so recht mehr weiter
seit 2 Jahren bin ich(18.Jahre alt) auf der Suche nach dem "richtigen" im Leben, ich hab die Wirtschaftsschule gemacht und wollte in einen Kaufmännischen Beruf starten. Nach vielen Wochen habe ich gemerkt das es mir kein Spaß macht und der gleiche Ablauf jeden Tag tot langweilig ist. Nach meinem Versuch im Kaufmännischen Bereich hab ich mich an die FOS gewagt, Klausuren, Punktesystem, Leistungsdruck, mit all diesen Dingen bin ich klar gekommen und es war kein Problem für mich und war bereit das richtige Abitur mit einem sehr guten Schnitt zu meistern. Aber auch danach nach sechs bis sieben Wochen, wurde ich von meinem Sozialen Umfeld derartig zunichte gemacht das ich nach kurzer Zeit das Handtuch geworfen habe. Ab dem Zeitpunkt habe ich gemerkt wie sehr ich mich ärgere und keine dickeres Fell gehabt hätte. Nach der FOS fing ich eine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel an, weil leider nach dem FOS Abbruch wenige Chancen zum Quereinsteigen sich ergab. Circa 4-5 Wochen lernte ich den harten Berufsalltag kennen, der Chef machte mich jeden Tag nieder und war extrem Cholerisch, ich durfte nur "Arbeit für einen dummen vollrichten" bsp. Blätter nach Farben sortieren, wischen, Büroartikel nach Größe sortieren usw., danach wusste ich es kann nicht mehr so weiter gehen! brach auch diese Ausbildung ab. Nach einer schwierigen Zeit von Entscheidungen und Druck der eigenen Familie entschloss ich mich an einem Berufskollege zu bewerben und bekam noch ein Platz zum AIK(IT-Richtung, Fachinformatiker, Softwarentwickler).


ein paar Wochen später musste ich in's Krankenhaus eingeliefert für 1 Woche, dabei war meine Diagnose schwerwiegend, aber noch nicht hoffnungslos. Seit meinem Krankenhaus Aufenthalt, ist mir der Wunsch aufgekommen endgültig auf Medizin umzusteigen. Mein starkes Helfersyndrom und das Kennenlernen eines Alltages im Krankenhaus haben mich dazu bewegt.


Aber jetzt höre ich von meiner Verwandschaft das ich sowas nie schaffen werden und erst mit ca. 25 Jahren als Assistenzarzt arbeiten dürfte, ich würde mein ganzes Leben sinnlos verschwenden. Meine Eltern sind auch dagegen, weil das Medizinstudium extrem hart und zäh ist, dabei brauchen sie dringen finanzielle Unterstützung.
Jetzt steh ich vor dem Abgrund, entweder ich zieh mein Berufskollege durch und werde vermutlich als Fachinformatiker für Systemintegration (od. Softwareentwickler), oder ich ziehe jetzt das Abitur durch und mach ein Medizin Studium.
Zusatzinfo: ich lebe in Bayern (Abi ansehen)
Meine Sorgen sind allerdings die 3 größten Schwierigkeiten eines werdenden Arztes...

  1. Abiturschnitt min. über 2,3
  2. Studium platz bekommen
  3. Medizinstudium schaffen
Dann noch der Hintergedanke es nicht zu schaffen und oder viele Jahre meines Lebens zu verschwenden.


Bin nunmal ein "Sonderfall" der nicht weiß was er tun soll im beruflichen Leben :/
 

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cucaracha

Sehr aktives Mitglied
Du könntest ein Praktikum im Krankenhaus machen, um zu sehen ob du tatsächlich ein Arzt werden möchtest.

Wenn du unbedingt Medizin studieren willst, dann würde ich es tun. Du wirst es dann vermutlich schaffen.
Ich kenne einige Leute,welche Medizin mit einem Abidurchschnitt von 3, 5 erfolgreich studierten.
Bei der Studienberatung bekommst du Informationen.
 
H

heute

Gast
Dass das Medizinstudium schwer sein soll, ist ein Mythos. Man muss viel pauken. Aber das dürfte kein Problem sein, wenn du mit dem Herzen dabei bist. Und wenn deine Motivation dem Wunsch entspringt, Menschen helfen zu wollen - nur zu, solche Mediziner braucht das Land.

Wenn es ein Problem gibt, dann eher eben in diesem Helfenwollen, denn eines sollte man sich klar machen: Gar nicht so selten muss man nämlich als Arzt einsehen, dass man in manchen Fällen nicht heilen kann. Ich meine jetzt nicht einen 92-Jährigen, sondern vielleicht auch Menschen in deinem Alter oder 30, 40 Jahre alt. Man muss also eine gewisse Frustrationstoleranz mitbringen. Und: Es kann sein, dass man hin und wieder auch recht traurige Schicksale miterlebt (es ist ja nicht nur ein viel zu früher Tod traurig).
Das heißt, so sehr man eben auch helfen möchte, die Möglichkeiten sind begrenzt. Das muss man aushalten können.
Was man aber als Arzt immer kann: Menschlich bleiben und dies auch zeigen.

Du bist kein Sonderfall. Im Gegenteil, du hast sogar Glück, wenn es tatsächlich so ist, dass du mit ganzem Herzen Arzt werden willst.
Was das Alter betrifft: Ich kenne vier Leute, die erst mit Anfang 30 abgeschlossen haben. Sie haben sich Zeit gelassen, der eine hat sich die Welt angesehen, ein anderer hat vorher eine andere Ausbildung abgeschlossen.
Ich sagte, du hast Glück. Ja, weil du vielleicht für etwas brennst. Das ist für ein erfülltes Leben eine viel bessere Voraussetzung, als nur sich etwas auszusuchen, um Geld zu verdienen, ohne aber etwas zu machen, was einen interessiert.

Zu den drei Punkten, die du zum Schluss aufzählst: Zu 1 und 2 kann ich nicht viel sagen. Da kennen sich andere besser damit aus. Was Punkt 3 angeht aber, es ist nichts Besonderes. Bist du bereit, viel zu lernen? Das ist alles. Der Rest ist, wie gesagt, Mythos. Und was es mit der vermeintichen "Verschwendung" auf sich haben soll, verstehe ich nun gar nicht. Verschwenden etwa alle Ärzte und Ärztinnen in Deutschland ihr ganzes Leben sinnlos? Was ist das für eine Aussage? Was meinen deine Verwandten damit? Hast du sie gefragt, warum sie so etwas behaupten? Mir jedenfalls sagt so eine Behauptung gar nichts.

Gehe in dich und frag dich ehrlich: Willst du Arzt werden? Willst du es mit ganzem Herzen? Weißt du auch, warum du es willst? Wenn die Antworten dich ehrlich überzeugen, dann ist alles gesagt.
 

aorta

Mitglied
ich kenne genug mediziner, und ja, du mußt dich beim studium ranhalten.
bis du praktische sachen machen kannst, vergehene mehrere semester.
chemie, pyhsik und anderes, ist in den ersten semester standard.

deinen facharzt wirst du, wenn du gut bist mit ca.35 jahren machen.

warum nicht in die pflege gehen? wird gesucht, und du verdienst von anfang an nicht schlecht.
vor allem bist du in 3 jahren mit der ausbildung fertig.

bei medizin wirst du mit etlichen warte semestern rechnen müssen, gerade bei deinem abi schnitt.
 
H

heute

Gast
i
deinen facharzt wirst du, wenn du gut bist mit ca.35 jahren machen.

warum nicht in die pflege gehen? wird gesucht, und du verdienst von anfang an nicht schlecht.
vor allem bist du in 3 jahren mit der ausbildung fertig.

bei medizin wirst du mit etlichen warte semestern rechnen müssen, gerade bei deinem abi schnitt.

Das mit 35 muss nicht so sein. Er hat noch kein Abi, also weiß man nicht, ob er warten muss.


Für das Studium sollte man mit bis zu 7 Jahren rechnen (Minimum 6 Jahre bis zum Abschluss).
Dann folgen 5-6 Jahre Facharztausbildung. Aber in dieser Zeit ist man bereits Arzt! Man ist berufstätig und verdient Geld. Es ist halt eine Weiterbildung.

Wenn man also z. B. mit 20 zu studieren beginnt, dann kann man davon ausgehen, dass man mit 26, 27 abschließt und dann fängt man in der Regel in einer Klinik als Assistenzarzt an.

Wo liegt da das Problem? Andere Studienfächer dauern oft ca. 4-5 Jahre, also fangen dann Leute, die mit 20 das Studium beginnen, mit 24, 25 an, eine Stelle zu suchen.
Ist also kein so großer Unterschied, wann man anfängt , Geld zu verdienen, zumal es in so manchen Berufen schwerer sein kann, eine Stelle zu finden.
 
P

Poppy

Gast
ich kenne genug mediziner, und ja, du mußt dich beim studium ranhalten.
bis du praktische sachen machen kannst, vergehene mehrere semester.
chemie, pyhsik und anderes, ist in den ersten semester standard.

deinen facharzt wirst du, wenn du gut bist mit ca.35 jahren machen.

warum nicht in die pflege gehen? wird gesucht, und du verdienst von anfang an nicht schlecht.
vor allem bist du in 3 jahren mit der ausbildung fertig.

bei medizin wirst du mit etlichen warte semestern rechnen müssen, gerade bei deinem abi schnitt.
In der Pflege zu arbeiten hat mit dem Arztberuf tatsächlich kaum etwas zutun.

Aber ab SS 2020 gibt es keine Wartezeitquote mehr. Ausland wäre dann eine Option. Oder die noch einzuführende "Talentquote" - die dann vielleicht eine vorangegangene medizinische Ausbildung bedingt.
 

Jusehr

Aktives Mitglied
Die Berufsentscheidung scheint ja nun mal wirklich wichtig zu sein.

Hast Du denn wirklich Ahnung von den genannten Berufen? Informatik? Medizin? Auch das Berufsleben überhaupt scheint Dich überrascht zu haben.

Bevor man also schwerwiegende Entscheidungen trifft (am "grünen Tisch") wäre es vielleicht wichtig, erste Erfahrungen in den Bereichen zu sammeln.

Ich stelle mir das Leben eines Mediziners auch nicht rosig vor - schon gar nicht unter den Arbeitsbedingungen in Deutschland. Die Ausbildung ist anspruchsvoll, vor allem, weil mit ihm unterschiedliche Anforderungen verbunden sind (zB hohe Verantwortung, Geschicklichkeit, Wissen, soziale Kompetenz (haben allerdings viele Ärzte auch nicht), mit dem Sterben klar kommen, Blut sehen können etc.).

Zum Informatiker ist nebenbei gesagt auch längst nicht jeder geboren.

In der Praxis sieht zudem vieles noch ganz anders aus. Wenn man zB Aufgabenstellungen unter Zeitdruck ausführen muss. Da vergeht einem leicht die Lust (zur Informatik). Und das Ideal eines Medizinmanns vergeht einem auch leicht, wenn man als Arzt gemobbt wird.

Ich rate also zu Praxiserfahrungen. Irgendwelche "Schnuppermöglichkeiten" wird es wohl geben. Aber bitte nicht oberflächlich schnuppern!

Als Kompromiss bietet sich vielleicht der Einstieg als Krankenpfleger an.

Muss leider erst mal abbrechen.
 

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