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ARGE, Jobcenter - Arbeitsvermittlerin bedrängt mich mit Forderungen

Hallo Sisandra,

Medikamenten-Zuzahlung: Erst mal danke für den Tipp. Die Befreiung ist ein weiterer Fake der Mächtigen, sieht toll aus, Nutzen ist aber sehr begrenzt.

1. Bei mir ist die Befreiungs-Grenze bei knapp 90,- Euro. Bis dahin muss ich alles selbst zahlen. Und das ist für mich viel Geld.

2. Dann muss ich bis zum Jahresende weiter alles zahlen. Erst dann kann ich die Befreiung beantragen, wo dann der Betrag über der Grenze zurück gezahlt wird. (Vorausgesetzt ich habe personalisierte Quittungen, mit Name, Adresse und mit dem Stempel der Apotheke.)

3. Der größte Fake an der Sache ist, dass ich trotzdem alle Medikamente selbst zahlen muss, die nicht verschrieben werden können. Und das ist in der Regel bei der Hälfe der Medikamente der Fall.

4. Fake: Die Praxisgebühr. (Hat zwar nicht direkt mit der Befreiung zu tun, muss aber dennoch an die Krankenkasse gezahlt werden.) Dass die Praxisgebühr quartalsweise bezahlt werden muss, ist Abzocke. Wenn's keine Abzocke wäre, würde die Praxisgebühr für 3 Monate ab dem ersten Arztbesuch gelten. Zum Beispiel: Ich war gestern beim Arzt, also am 27.09. Und was sagt ein Arzt so normalerweise am Schluss? "Kommen Sie nächste Woche wieder. Nächste Woche ist dann das nächste Quartal, also wieder zahlen. Die Praxisgebühr ist also nur 4 Tage gültig. (In meinem Fall hatte ich sie aber schon früher gezahlt. Ist auch nur als Beispiel gedacht.)


Na ja und Haushalt, den haben wir doch alle.

Wenn jemand so was sagt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass derjenige selbst nicht davon betroffen ist. (Ist nicht bös gemeint, lediglich Erfahrung.)

Denn das stimmt so nicht. Deshalb hab ich's ja auch so betont. Wenn ich mich umschaue, dann hat jeder jemanden, mit dem er sich die Haushalts-Arbeiten teilen kann, oder sie sogar ganz abschiebt, meistens auf eine Frau. Zum Beispiel auf Frau oder Freundin, oder auf Hotel Mama. Und ich schwöre dir, wenn man Aufgaben teilen kann, hat man weniger als die Hälfte an Arbeit und Verantwortung. ("Das Ganze ist mehr, als die Summe seiner Einzelteile.")

Und umgekehrt gibt die andere Person Aufgaben (und somit Last) aus anderen Bereichen ab: Auto reparieren, Winterreifen wechseln, Ventile am Wasserhahn tauschen, Glas und Papier zum Container fährt, den Drucker am PC wieder ins Laufen bringen, etc.

Ich lebe allein. Da ist auch nicht irgendwo eine Mama, oder eine Oma, die im selben Haus wohnt, oder in der Nähe, die mir immer wieder den Kühlschrank füllt, die Wäsche macht und sie bügelt. Es gibt auch niemand, der mir hilft, das Auto zu reparieren, Einkäufe zu machen, Amtsgänge oder TÜV-Termine übernimmt.

Allein heute hatte ich 3 Stunden Arbeit, Essen zu kaufen: Ich war bei den Tafeln. Fahrt hin, Fahrt zurück, ewig anstehen, Lebensmitteln nehmen, verstauen. Dann zum Lidl, die Sachen kaufen, die man bei der Tafeln nicht bekommen hat (sonst hat man Brot, aber nichts für drauf). Und dann nach Hause und aussortieren, was davon verwendbar ist.

Ich schreibe das nicht, um nur zu jammern, sondern weil die Menschen oft nicht wissen, wie gut sie's haben, wenn sie Freud und Leid miteinander teilen können. Wenn ich vergesse, die Mülltonne rauszustellen, ist da niemand, der mich erinnert, oder es für mich übernimmt. Dann muss ich zwei Wochen sehen, wie ich mit dem Müll zurecht komme. Diese Woche gings mir ja ziemlich schlecht, und ich hab das Rausstellen für den gelben Sack verpasst. Jetzt gammelt das Ding die nächsten zwei Wochen in meiner Wohnung rum (Mietwohnung ohne Keller).

Wie ist da denn bei dir? *Neugier* Musst du alles alleine machen? *bitte-ehrlich-sein*


Und wenn dein Hausarzt dich für 4 Wochen krankgeschrieben hat, dann gehst du in 4 Wochen wieder hin und holst dir erneut eine Krankschreibung.

Sehe ich genauso. Wird bestimmt auch klappen. 🙂

Gruß,
Sirius.


O.T.: Warum kann ich denn bei manchen Beiträgen nicht sehen, wenn ich mich bedankt habe?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sisandra,

Medikamenten-Zuzahlung: Erst mal danke für den Tipp. Die Befreiung ist ein weiterer Fake der Mächtigen, sieht toll aus, Nutzen ist aber sehr begrenzt.

1. Bei mir ist die Befreiungs-Grenze bei knapp 90,- Euro. Bis dahin muss ich alles selbst zahlen. Und das ist für mich viel Geld.

Ich habe da was gefunden, was dir vielleicht weiterhelfen könnte, denn wenn du chronisch krank bist, und das ärztlich bestätigt ist, dann sinkt die Zuzahlungsgrenze noch einmal:

8.3. Sonderregelung für Sozialhilfeempfänger im Heim

Seit 1.1.2005 gibt es für Heimbewohner, die Sozialhilfe beziehen, eine Möglichkeit, auch in der Zeit bis sie die 1-%- bzw. 2-%-Grenze erreicht haben, keine Zuzahlungen mehr zu leisten: Dafür veranlassen sie, dass über den örtlich zuständigen Sozialhilfeträger der Zuzahlungsgesamtbetrag (87,36 € bzw. bei chronisch Kranken: 43,68 €) an ihre Krankenkasse vorab überwiesen wird. Dieser als Darlehen gewährte Gesamtbetrag wird dann in monatlichen kleinen Ratenbeträgen mit dem Taschengeld des Heimbewohners verrechnet.

Quelle: Zuzahlungsbefreiung Krankenversicherung - Soziales & Recht - betanet

2. Dann muss ich bis zum Jahresende weiter alles zahlen. Erst dann kann ich die Befreiung beantragen, wo dann der Betrag über der Grenze zurück gezahlt wird. (Vorausgesetzt ich habe personalisierte Quittungen, mit Name, Adresse und mit dem Stempel der Apotheke.)

3. Der größte Fake an der Sache ist, dass ich trotzdem alle Medikamente selbst zahlen muss, die nicht verschrieben werden können. Und das ist in der Regel bei der Hälfe der Medikamente der Fall.

Das ist bitter, aber leider Realität. 🙁

4. Fake: Die Praxisgebühr. (Hat zwar nicht direkt mit der Befreiung zu tun, muss aber dennoch an die Krankenkasse gezahlt werden.) Dass die Praxisgebühr quartalsweise bezahlt werden muss, ist Abzocke. Wenn's keine Abzocke wäre, würde die Praxisgebühr für 3 Monate ab dem ersten Arztbesuch gelten. Zum Beispiel: Ich war gestern beim Arzt, also am 27.09. Und was sagt ein Arzt so normalerweise am Schluss? "Kommen Sie nächste Woche wieder. Nächste Woche ist dann das nächste Quartal, also wieder zahlen. Die Praxisgebühr ist also nur 4 Tage gültig. (In meinem Fall hatte ich sie aber schon früher gezahlt. Ist auch nur als Beispiel gedacht.)




Wenn jemand so was sagt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass derjenige selbst nicht davon betroffen ist. (Ist nicht bös gemeint, lediglich Erfahrung.)

Denn das stimmt so nicht. Deshalb hab ich's ja auch so betont. Wenn ich mich umschaue, dann hat jeder jemanden, mit dem er sich die Haushalts-Arbeiten teilen kann, oder sie sogar ganz abschiebt, meistens auf eine Frau. Zum Beispiel auf Frau oder Freundin, oder auf Hotel Mama. Und ich schwöre dir, wenn man Aufgaben teilen kann, hat man weniger als die Hälfte an Arbeit und Verantwortung. ("Das Ganze ist mehr, als die Summe seiner Einzelteile.")

Wie kommst du drauf, dass jeder jemanden hat mit dem er sich die Hausarbeit teilen kann?
Weißt du wieviele Singles in Deutschland leben und glaube mir, die haben nicht alle eine Mama im Hintergrund die mal vorbei kommt und bei der Hausarbeit hilft.

Und umgekehrt gibt die andere Person Aufgaben (und somit Last) aus anderen Bereichen ab: Auto reparieren, Winterreifen wechseln, Ventile am Wasserhahn tauschen, Glas und Papier zum Container fährt, den Drucker am PC wieder ins Laufen bringen, etc.

Ich lebe allein. Da ist auch nicht irgendwo eine Mama, oder eine Oma, die im selben Haus wohnt, oder in der Nähe, die mir immer wieder den Kühlschrank füllt, die Wäsche macht und sie bügelt. Es gibt auch niemand, der mir hilft, das Auto zu reparieren, Einkäufe zu machen, Amtsgänge oder TÜV-Termine übernimmt.

Allein heute hatte ich 3 Stunden Arbeit, Essen zu kaufen: Ich war bei den Tafeln. Fahrt hin, Fahrt zurück, ewig anstehen, Lebensmitteln nehmen, verstauen. Dann zum Lidl, die Sachen kaufen, die man bei der Tafeln nicht bekommen hat (sonst hat man Brot, aber nichts für drauf). Und dann nach Hause und aussortieren, was davon verwendbar ist.

Ich schreibe das nicht, um nur zu jammern, sondern weil die Menschen oft nicht wissen, wie gut sie's haben, wenn sie Freud und Leid miteinander teilen können. Wenn ich vergesse, die Mülltonne rauszustellen, ist da niemand, der mich erinnert, oder es für mich übernimmt. Dann muss ich zwei Wochen sehen, wie ich mit dem Müll zurecht komme. Diese Woche gings mir ja ziemlich schlecht, und ich hab das Rausstellen für den gelben Sack verpasst. Jetzt gammelt das Ding die nächsten zwei Wochen in meiner Wohnung rum (Mietwohnung ohne Keller).

Wie ist da denn bei dir? *Neugier* Musst du alles alleine machen? *bitte-ehrlich-sein*

Ich lebe alleine und muss mich um alles selber kümmern, egal ob der Wasserhahn kaputt ist, eine Glühbirne ausgewechselt werden muss, ein Zimmer mal wieder gestrichen gehört oder der Drucker spinnt. Na und "nebenbei" gehe ich auch noch arbeiten. Im Zweifelsfall bleibt halt dann im Haushalt was liegen, läuft ja nicht weg. 😉

Sehe ich genauso. Wird bestimmt auch klappen. 🙂

Gruß,
Sirius.


O.T.: Warum kann ich denn bei manchen Beiträgen nicht sehen, wenn ich mich bedankt habe?

Gruß Sisandra
 
Hallo Sisandra,

Medikamenten-Zuzahlung: Das mit der halbierten Grenze ist mir bekannt. Leider enthält auch diese Regelung Fallstricke. Wenn es interessant ist, erzähl ich es gerne, ist aber trockener Stoff.

Nichtsdestotrotz ist es ein guter Tipp, über den ich mich freue. Vielen Dank. 🙂


Wie kommst du drauf, dass jeder jemanden hat mit dem er sich die Hausarbeit teilen kann?

Wenn ich mich umschaue, dann hat jeder jemanden, mit dem er sich die Haushalts-Arbeiten teilen kann, ...

Mit "Wenn ich mich umschaue" meine ich, dass das meine persönliche, ganz subjektive Meinung ist. Da ist nichts mit Zahlen zu belegen, sondern einfach nur, wie ich mein Umfeld wahrnehme. Sorry, wenn das falsch rüberkam.

Ich bin ja nun schon ein wenig älter und habe schon viele, viele Menschen kennen gelernt, auch wenn ich mich seit fast 10 Jahren beinahe komplett zu Hause verkrieche. Zudem hatte ich früher Geschäfte, und habe Veranstalltungen organisiert und durchgeführt, wo ich zusätzlich viele Menschen kennen gelernt habe. Und es ist wirklich erstaunlich, dass dabei wirklich fast jeder jemanden hat, im Alltag. Das hat nichts mit Single zu tun. Die Singles, die ich kenne, leben entweder direkt bei Mama, oder zwei Straßen weiter, wo die Mama jeden Tag vorbei kommt. Auch das Alter spielt keine Rolle. Einige davon sind so alt wie ich und älter, und wohnen bei der Mama.

Heutzutage ist ja der Schein unglaublich wichtig. Ich habe schon so oft erlebt, dass jemand gesagt hat, er lebt allein, und es hat nicht gestimmt. Extremstes Beispiel: Ein Kollege im 1-E-Job sagte, das mit der Hausarbeit wäre doch garnicht so schlimm, er würde schließlich auch allein leben. Dann stellte sich heraus, dass er darunter versteht, eine Wohnung im Elternhaus zu bewohnen: Eine Treppe nach oben trennte ihn von Mama, eine Treppe nach unten führte zum Keller mit den Vorräten und der Kühltruhe. Seine Mutter putze seine Wohnung, rief ihn Mittags zum Essen, das sie eingekauft, bezahlt und gekocht hatte, wusch und bügelte seine Wäsche, usw. Trotzdem behauptete er, er lebe allein. Seine Vorstellung von "Essen selbst machen" bezog sich auf Pizza bestellen und Currywurst an der Bude.


Weißt du wieviele Singles in Deutschland leben und glaube mir, die haben nicht alle eine Mama im Hintergrund die mal vorbei kommt und bei der Hausarbeit hilft.

Nein weiß ich nicht. 😕 Man hört ja immer wieder, es wären so unglaublich viele, aber die wohnen scheinbar alle nicht im Umkreis von 50 km von mir. Mir begegnet nämlich keiner. 🙁

Interessanter wäre in diesem Zusammenhang aber, wieviele Menschen alleine (und damit meine ich WIRKLICH alleine) leben. Nicht immer ist es die Mama (oder der Papa), die die Hausarbeit übernimmt. Es gibt einige Menschen die ich kenne, da macht das die Oma, die Tante, ja sogar die Ex-Freundin oder eine Haushaltshilfe (seltsam, dass das meinstens Frauen sind, die die Hausarbeit übernehmen).


Ich lebe alleine und muss mich um alles selber kümmern, egal ob der Wasserhahn kaputt ist, eine Glühbirne ausgewechselt werden muss, ein Zimmer mal wieder gestrichen gehört oder der Drucker spinnt. Na und "nebenbei" gehe ich auch noch arbeiten. Im Zweifelsfall bleibt halt dann im Haushalt was liegen, läuft ja nicht weg. 😉

Wenn du alles seber machst, weißt du ja, dass das ein "zusätzlicher Job" ist. Oder siehst du das anders? Da du arbeiten gehst, ist das eine Doppelbelastung, die alle Alleinlebenden trifft. Wenn ich mal rechne: eine halbe Stunde zum Vorbereiten auf die Arbeit (Waschen, Frühstück, Zähneputzen), eine weitere halbe Stunde Anfahrt, 8,5 Stunden Arbeit inkl. Pausen, und eine halbe Stunde Fahrt nach Hause, -> ergibt 10 Stunden bis du wieder zu Hause bist. Von einem Tag mit 24 Std bleiben somit noch 14 Std übrig. Rechne ich nun die empfohlenen 7 Std Schlaf ab, bleiben 7 Std. übrig. Wieviele Stunden pro Tag fallen denn im Schnitt bei dir für die Hausarbeit an? Ich denke, dass das schon ein Aufwand ist, der ins Gewicht fällt.


Eins noch mal aus Neugierde: Mir fällt auf, dass das alles Aufgaben aus "Männerdomänen" sind, die du aufzählst (siehe Zitat oben). Ist das Zufall, oder ist da doch jemand, der die Wäsche, das Bügeln, das Putzen, Einkaufen, Kochen und Spülen übernimmt? 😛 *ist-nur-zum-necken-gemeint*

Sirius.
 
Interessanter Thread, interessante Diskussion.

Leider muss ich zu Bett.

Auch ich habe Morgen wieder:"Das bisschen Haushalt"🙄
- Von wegen bisschen..... .

Bis Morgen! Euch eine gute Nacht!

LG
Landkaffee
 
Hallo Landkaffee,

Interessanter Thread, interessante Diskussion.
...
Auch ich habe Morgen wieder:"Das bisschen Haushalt"🙄
- Von wegen bisschen..... .

Ja, ich weiß, ist ein bisschen Off Topic. Man kannst aber auch so sehen, dass es ja zu meinem Ausbrennen beiträgt. Die AV ist ja der Meinung, dass Erwerbslose prinzipiel den ganzen Tag faul vorm Fernseher sitzen und nichts zu tun haben.

Und da ist sie nicht allein. Wenn ich mit anderen Menschen rede, z. B. in den 1-E-Jobs, dann sind die (mehr oder weniger durch die Blumen) auch der Meinung: "Der hab hier einen lockeren Job, und wenn er nach Hause kommt, nichts mehr zu tun."

Aber genug davon. Heute ist schon der zweite Tag, an dem es mir "gut" geht (also soll heißen "nicht so schlecht wie in den letzten Monaten"). Ich weiß halt nicht, wie lange das anhält. Normalerweise gibts genau dann eins auf den Deckel. Deshalb genieße ich's erst mal. 🙂

Dir auch eine gute Nacht,
Sirius.
 
Heute ist schon der zweite Tag, an dem es mir "gut" geht (also soll heißen "nicht so schlecht wie in den letzten Monaten"). Ich weiß halt nicht, wie lange das anhält.

Guten Morgen, Sirius,
interessant - hast du eine Idee, was du in den letzten
2-3 Tagen anders, also "richtig" gemacht hast? Das
"Gutgehen" kommt ja nicht von selbst und auch der
Rückfall wird häufig dadurch ausgelöst, dass man etwas
tut oder lässt oder vergisst.
Bin gespannt, was du herausfindest ...

Einen guten Tag wünscht dir
Werner

P.S. Ich habe eine alte Tante, die lebt mit ihren weit
über 80 völlig allein, erledigt alles in Haushalt und Garten
und hilft darüber hinaus noch anderen alten Leuten 😉
- aber das ist sicher nicht der Normalfall und ich selbst
bin froh, die Hausarbeit mit meiner Frau teilen zu können.
Vielleicht musst du dir echt jemand suchen für eine WG?
 
Auch wenn ich jetzt Offt. bin:
Ich bin froh, dass ich eine HH habe.
Alleine wenn ich sehe, mit welchen Elan die an die Hausarbeit geht...
Da kann ich ne Menge lernen....wenn ich bedenke ich hab das
alles mal selber gemacht....wobei an ihr sehe ich, dass ich seit
vielen Jahren meinen HH eher "vernachlässigt" habe/hatte und es nicht
mal gemerkt habe...🙁
P.S. Wegen der Zuzahlungsgeschichte:
Bei der AOK kann man z.B. nicht Anfang d. Jahres einen Beitrag X zahlen und
dann fürs ganze Jahr frei sein....da sammelt man Belege und wer chronisch krank
ist braucht nur 1% seines Einkommens im Jahr zahlen und ist dann frei wenn er
es beantragt und Belege dazulegt..
 
@Vermisst

Bei meiner AOK kann man im Dezember bereits hingehen, wenn man im laufenden Jahr eine Befreiung bekommen hat und den Betrag für das nächste Jahr einzahlen, damit die Befreiung gleich von Anfang an gilt.

Die Mitarbeiterin der AOK tat sich zwar ziemlich schwer mit der Aussage, aber dennoch muss man halt nur im letzten Monat des laufenden Jahres das ganze erledigt haben, damit man die Vorauszahlung leisten kann.

Wenn man im Januar das machen würde wollen, so sagte mir die Mitarbeiterin, ginge das allerdings nicht mehr (wer die Logik dahinter versteht kann sie mir gerne einmal mitteilen).
 
@Vermisst

Bei meiner AOK kann man im Dezember bereits hingehen, wenn man im laufenden Jahr eine Befreiung bekommen hat und den Betrag für das nächste Jahr einzahlen, damit die Befreiung gleich von Anfang an gilt.

Die Mitarbeiterin der AOK tat sich zwar ziemlich schwer mit der Aussage, aber dennoch muss man halt nur im letzten Monat des laufenden Jahres das ganze erledigt haben, damit man die Vorauszahlung leisten kann.

Wenn man im Januar das machen würde wollen, so sagte mir die Mitarbeiterin, ginge das allerdings nicht mehr (wer die Logik dahinter versteht kann sie mir gerne einmal mitteilen).

aber das ist doch auch quatsch....wer hat denn das geld um da ne vorrauszahlung zu leisten?
auch dieses chronisch krnak, da gelten nur krankheiten wo man halb tot ist,sorry für den ausdruck,aber is so...finde das die krnakenkassen da son hype draus machen mit der freistellung der zuzahlung,aber im grunde wer kriegt die schon? ich muss medis nehemn,regelmässig 3 verscheidene...und eben öfter zum doc,trotzdem haut es nie hin das was bei rum kommt...
 
Hallo Werner,

hast du eine Idee, was du in den letzten 2-3 Tagen anders, also "richtig" gemacht hast? Das "Gutgehen" kommt ja nicht von selbst und auch der Rückfall wird häufig dadurch ausgelöst, dass man etwas tut oder lässt oder vergisst.
Bin gespannt, was du herausfindest ...

Hab mir auch schon Gedanken gemacht, kann aber nur vermuten. Bestimmt ist es nicht nur eine Sache, sondern es kommen mehrere zusammen. So eigne ich mir immer mehr Verdrängungsmechanismen an, die solange funktionieren, bis Rückschläge mich wieder in die Realität zwingen.

Das zweite ist, dass der Hausarzt mir eine AU für 4 Wochen geschrieben habe und nachdem ich diese an die AV geschickt habe, bilde ich mir ein, dass sie mich diese 4 Wochen in Ruhe lässt. Meine Erfahrung sagt "nein", aber ich bilde es mir einfach ein. "Die Hoffnung stirbt zuletzt."

Das dritte ist, dass die Leute hier im Forum mir gut tun. Es ist unglaublich wie blockiert ich bin, wenn dieser ganze Druck auf mir lastet, und wie ich plötzlich* ein gutes Stück klarer denken kann, wenn ich im Forum Zuspruch finde. (*Na ja, nicht ganz so plötzlich, hat schon 4 - 5 Tage gedauert, bis die Wirkung eintrat.)

Viertens: Wenn ich am Boden bin und dann wenigstens die Kraft finde, den Kopf ein klein wenig zu heben, lenke ich meine Gedanken auf positive, schöne Sachen. Gestern z. B. auf die Tafel, wo ich Lebensmittel bekomme. Das ist mit Sicherheit auch eine Art Verdrängung, aber dort bekomme ich Essen, das ich mir sonst nicht leisten kann (Gemüse, Obst, usw.)

Kleine Zusatzinfo: Ich fresse seit Jahren meine Kummer in mich rein, im wahrsten Sinne des Wortes: Ich bin dick! Und wer in ähnlicher finazieller Situation war weiß, dass ungesundes, dickmachendes Essen ein gutes Stück billiger ist, als gesundes, ausgewogenes.

Ein voraussichtliches Ende meines "Gutgehens" wird eintreten, sobald mich der nächste Tiefschlag trifft. Die AV wird keine Ruhe geben, eine Psycho-Therapie wird mir nicht helfen eine Mieterhöhung zu finanzieren, und da heutzutage kein Mensch mehr Zeit hat, werd ich wohl einsam bleiben, bis ich so alt bin wie deine alte Tante. Zumindest habe ich die Hoffnung, dass es mal irgendwann anders wird.

Vielleicht musst du dir echt jemand suchen für eine WG?

Interessanter Vorschlag. Mit vielen positiven Effekten: Finanziell, denn da kann man vieles teilen, wie Miete, Heizkosten, Versicherungen, einen großen Teil des Stromverbrauchs (z. B. fernsehen kosten gleich viel, auch wenn man zu zweit kuckt 😀 Ebenso fällt der Strom für Licht, Kühlschrank, Heizungsstrom, ... nur einmal an). Die Hausarbeit könnte man sich teilen und / oder gemeinsam machen (Lebensmittel kaufen, Kleider kaufen, Wohnung putzen) und man hätte möglicherweise jemand, mit dem man sich unterhalten kann.

Das ist übrigens recht witzig, allerdings auf ironische Weise. Ich bin einsam und würde das Fernsehen jederzeit saußen lassen, um mich mit jemandem zu unterhalten, und die meisten Ehepaare die ich kenne, würden lieber fernsehen, als ich zu unterhalten. 😕

Leider lebe ich schon seeehr lange allein (eigentlich schon immer) und meine Erzeugerin ("Mutter" genannt zu werden hat sie sich nie verdient) hat mir nie beigebracht, wie man mit jemand zusammen leben kann. Sie hat uns 3 Kinder und ihren Alkoholiker-Mann ständig (seelische) gequält, so dass da selbst zwischen uns nur wenig Bindung entstanden ist. Deshalb habe ich echt Probleme mit Nähe.

Wenn du allerdings 'ne reiche, vielleicht auch noch hübsche Frau in meinem Alter kennen solltest, die mich nehmen würde, ... 😀 😀 😀

Dir auch einen schönen Tag,
Sirius.
 

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