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Arbeitszeit bei Urlaub und Krankheit heruntersetzen

F

forliving

Gast
Ich arbeite in einer Kinderbetreuungseinrichtung, welche vor 3 Jahren von der Gemeinde an einen privaten Träger übergeben wurde. In unserer Einrichtung wird die zu arbeitende und somit entlohnte Arbeitszeit immer kurzfristig nach den Kinderzahlen festgelegt. Wenn jemand in Urlaub geht(was ja geplant ist) wird die Arbeitszeit herunter gesetzt, damit die Entlohnung sinkt, das gleiche bei Krankheit. Wer kann mir den sagen, ob diese Methoden rechtskonform sind und wo ich evtl. nachlesen könnte. Vielen Dank
 
Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Vorgehensweise rechtskonform ist, es sei denn, es ist im Arbeitsvertrag vereinbart, was ich mir aber jetzt nicht vorstellen könnte.

Erkundige Dich mal bei VERDI der zuständigen Gewerkschaft.

Fakt ist, diese Einrichtungen werden durch das Jugendamt mit Zuschüssen subventioniert, damit die Betreuungsplätze vorhanden sind. Dabei werden auch die vollen Personalkosten der Behörde in Rechnung gestellt.

Ich denke, hier wird auf Kosten der Mitarbeiter ein Schnäppchen gemacht.
 
Hi,
ich meine, bei einer privaten Kita gibt es keine Zuschüsse, sie finanziert sich über die Elternbeiträge.

Zur Info etwas vom Berliner Kita-Bündnis:

Der Grund (... für die Probleme in den Kitas) ...dafür ist das neue Kita-Finanzierungssystem. Früher wurde die Zahl der angebotenen Kita-Plätze am Ende des Jahres mit den Trägern abgerechnet - mit einem kleinen finanziellen Puffer. Jetzt müssen alle Träger monatlich exakt Rechnung ablegen: Geld gibt es nur noch für Kinder, die tatsächlich betreut werden. Dabei ist auch entscheidend, wie alt die Kinder sind. Unter anderem vom Alter hängt ab, wie viele Erzieherstunden eine Kita vom Land bezahlt bekommt. Im neuen System schlagen Veränderungen daher schneller und heftiger durch als früher, sagt Roland Kern, Sprecher des Dachverbandes der Kinder- und Schülerläden (Daks). ...

Das Urteil ist eindeutig: "Das neue System bereitet uns sehr, sehr große Schwierigkeiten", sagt Marie Wätke, Leiterin der Kita-Abteilung des Humanistischen Verbandes, zuständig für 22 Kindertagesstätten mit rund 2 200 Plätzen. Durch die monatliche Abrechnung schwanke ständig die Zahl der zur Verfügung stehenden Erzieherinnen. Auch die von Eltern geänderten Betreuungszeiten haben Einfluss auf die Personalstärke. "Wir haben rund 30 Änderungen pro Monat, die sich jetzt sofort auswirken", sagt Wätke. Das bedeute nicht nur mehr Verwaltungsaufwand für die Kita-Leitungen, sondern vor allem eine Gefahr für die kontinuierliche pädagogische Arbeit mit den Kindern.
Die Träger reagieren mit Teilzeitverträgen, die nach Bedarf aufgestockt und wieder gesenkt werden. Die kleine katholische Kita in Steglitz mit zwei Gruppen beschäftigt neben dem Stammpersonal zwei Erzieherinnen, die jeweils über einen Sieben-Stunden-Vertrag verfügen. Die können teils bis zu 20 Stunden pro Woche aufgestockt werden. Zu Beginn des Kita-Jahres, wenn viele junge Kinder aufgenommen wurden, arbeiten die Erzieherinnen mehr. Ihre Arbeitszeit wird dann übers Jahr abgesenkt, auch wenn kein Kind die Kita verlässt. Der Humanistische Verband oder die Internationale Akademie für innovative Pädagogik (INA) mit ihren 18 Kitas arbeiten mit ähnlichen Verträgen. Daks-Sprecher Kern warnt vor zu großen Arbeitszeit-Veränderungen, weil eine länger angelegte pädagogische Arbeit nicht möglich sei. Doch die Träger haben kaum eine andere Chance, weil sie nicht über genügend finanzielle Rücklagen verfügen, um Schwankungen auszugleichen.

Vielleicht hilft Dir das ja weiter, lg Eisherz
 
Hi,
ich meine, bei einer privaten Kita gibt es keine Zuschüsse, sie finanziert sich über die Elternbeiträge.

Was glaubst Du, wieviele von diesen Einrichtungen institutionelle Förderung erhalten?!

Und dann gibt es ja auch noch einen Arbeitsvertrag, der eine solche Regelung manifestiert haben müsste.
 

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