Hallo zusammen,
ich bin 20 und arbeite seit einem Jahr als Fachinformatiker im IT-Unternehmen. Ich bin also noch sehr frisch, was die Berufswelt betrifft.
Zuvor wohnte ich noch in meiner Heimatstadt bei Hotel-Mama und absolvierte die Ausbildung.
Nach Ende dieser Ausbildung, zog ich dann in die neue Stadt, unterschrieb den Arbeitsvertrag und tauchte somit in den neuen Lebensabschnitt. Wohnung, Geld, Verantwortung. Alles drum und dran, ein Wurf ins kalte Wasser.
Seitdem ich jetzt hier arbeite, hatte ich schon immer das Gefühl, etwas ist nicht richtig. Doch ich kam nicht drauf, woran es liegt. Habe angefangen, kleinere Probleme auszumerzen, mich in Ordnung zu üben, alte / ungünstige Gewohnheiten abzubauen. Alles schön und gut, doch so richtig klasse fühle ich mich trotzdem nicht.
Somit habe ich mir die Frage gestellt "Bin ich glücklich im Job? Wie läufts im Team?" Und ein Lichtlein ging auf.. immerhin macht der Beruf 8 Stunden am Tag aus.
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Seit Beginn im Unternehmen, achtete ich darauf, immer zuvorkommend und freundlich zu sein, was auch bestimmt geschätzt wird. Jedoch glaube ich, dass mich das Team von 5 Mann, nicht so richtig integrieren will. Ich finde inzwischen, die Fachinformatiker-Vorurteile, bestätigen sich.
Für mich sind das hier alle Nerds, die nichts anderes im Sinn haben, als zu lästern, meckern, kritisieren und über die neuste Technik zu reden.
Ich kann mit denen einfach nicht reden, schon weil mich die Gesprächsthemen nicht interessieren und keine Ahnung darüber habe. Ich bin halt wirklich nur im Arbeitsleben ein "PC-Freak". Im privaten leben habe ich nichts damit zu tun. Ich zocke nicht, habe sogar meinen PC entsorgt und halte nichts vom "neustes Handy" oder "neustes Template". Ich bin also frei vom "Fachinformatiker-Klitschee". Am liebsten geh ich raus, lerne Menschen kennen und kommuniziere, was das Zeug hält.
Mein Team scheint sich untereinander gut zu verstehen. Ich bin so bisschen das schwarze Schaf, weil ich mich distanziere und lieber mein Ding mache. Kann mich mit denen einfach nicht identifizieren. Ich finde, die komplette Mannschaft hier, ist kommunikativ-inkompetent und hat keinerlei Fähigkeiten, sinnvoll im Team zu arbeiten.
Das mache ich an einigen Erlebnissen fest die ich gerne mal schildern möchte:
1. Immer wenn ich eine Frage habe (ich bin immer freundlich und glaube sogar mich klein zu machen), erhalte ich nonverbale - "Verpiss-dich" - Signale.. bekomm zwar eine Antwort.. das aber ohne Blickkontakt und ehrlicher Hilfsbereitschaft.
2. Ich habe das Problem schonmal angesprochen und gesagt: "Ich fühle mich nicht integriert...." sofort kam eine Rückantwort: "Daran bist du aber auch selbst Schuld".
Im Ernst.. ist das heutzutage etwa die Art, ein harmonisches Zusammenarbeiten zu ermöglichen, indem sofort eine Beschuldigung stattfindet? Ich halte eher etwas von "Gemeinsamen Lösungsweg finden".
Argumente waren: "Du isst mit uns kein Mittag / Kaffee / Frühstück und und und"
Darauf gab ich die Antwort, dass ein gemeinsamer Essenstisch einfach nicht so meins ist, da meine Esszeiten auch variable sind.. und ich lieber alleine Esse.. aber versuchen werde, wenigsten am Kaffeetisch, regelmäßig teilzuhaben.
3. Das mein Team im Nachbarzimmer sitzt und ich praktisch mit anderen Leuten im Büro, direkt nebenan, arbeite, halte ich für Bullshit.
Überhaupt nicht Teamfördernt, wenn im Büro, in welchen man sitzt, kein einziger, weiterer, vom eigenen Team, hockt. Aber wir ziehen bald um, in neue Büros.
Deshalb machte ich den Vorschlag "ich halte es für besser, wenn wir alle in ein Zimmer kommen..." sofort, ohne sich erstmal den Kopf darüber zu machen, weshalb ich diesen Vorschlag bringe, kam ein "Nein da bin ich dagegen! Wir sind schon genug! 5 Leute in einen Zimmer sind so&so schon zu viel."
4. Ich wurde schon angeschnautzt, weil ich einfach so ins Büro platze und losfrage, wenn ich ne Frage hab. Ich soll erstmal warten, bis sie auch bereit sind die Frage entgegen zu nehmen. Seitdem geh ich immer ins Büro.. schweige paar Sekunden, schau alle an und fang dann an, die Frage zu stellen. (????!)
5. Ich bin der Jüngste.. 2 sind Ende 20, die anderen über 50
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Es gibt mehrere Möglichkeiten:
1. Es liegt an meinem Verhalten
2. Es liegt am Team
3. Es liegt am falschen Beruf
Tatsache, Folge ist, dass:
- Ich nach Arbeit zu nichts anderem mehr Lust habe, als heim zu gehen und abzuschalten
- Ich frühs nicht mehr aus dem Bett komme und meist erst ab Mittags auf Arbeit erscheine
- Ständige Stimmungsschwankungen und depressive Phasen habe. (Hab schon lange nach dem Grund gesucht, Dinge geändert aber nichts gefunden. Ich bin mir jetzt fast sicher, dass es einfach am Arbeitsklima liegt.
- Ich mich oft unsicher fühle.
Ich entscheide mich jedenfalls auf Möglichkeit 1: Es liegt an meinem Verhalten.
Berufswelt ist komplizierter als ich dachte, wenn man nicht die richtigen Menschen um sich hat.
Ich glaube einfach, ich bin zu nett / zuvorkommend / freundlich und muss den Spieß mal umdrehen. Darf mir nicht mehr alles gefallen lassen und muss die freundlichkeit gegenüber denen einstecken, die es zu mir auch nicht sind.
Im Privatleben läuft übrigens alles wunderbar, kann über nichts klagen. Viele Freunde, Tolle Unternehmungen, alles perfekt.
Vielleicht musst ich einfach mal die Faust auf den Tisch schlagen und sagen was hier Sache ist und das es so nicht weiterlaufen kann, sobald wieder ne dumme Reaktion kommt.
Ich möchte gerne wisssen, wie ihr die Situation beurteilt und hoffe bitte auch auf Tipps, wie ich vorgehen sollte. Ich überlege schon den Betrieb zu wechseln. Allerdings will ich das wirklich erst, wenn ich merke, dass ich hier einfach nichts an der Situation ändern kann.
Aber der Gedanke "ich muss hier nicht sein, wenn ich nicht will. Ich kann einfach kündigen und nen neuen Betrieb suchen" fühlt sich echt befreiend an..
was aber wenn es dort dann genauso ist?
Mit anderen Kollegen (wenn ich mal auf Dienstreise bin), komm ich übrigens gut klar.
Liebe Grüße
ich bin 20 und arbeite seit einem Jahr als Fachinformatiker im IT-Unternehmen. Ich bin also noch sehr frisch, was die Berufswelt betrifft.
Zuvor wohnte ich noch in meiner Heimatstadt bei Hotel-Mama und absolvierte die Ausbildung.
Nach Ende dieser Ausbildung, zog ich dann in die neue Stadt, unterschrieb den Arbeitsvertrag und tauchte somit in den neuen Lebensabschnitt. Wohnung, Geld, Verantwortung. Alles drum und dran, ein Wurf ins kalte Wasser.
Seitdem ich jetzt hier arbeite, hatte ich schon immer das Gefühl, etwas ist nicht richtig. Doch ich kam nicht drauf, woran es liegt. Habe angefangen, kleinere Probleme auszumerzen, mich in Ordnung zu üben, alte / ungünstige Gewohnheiten abzubauen. Alles schön und gut, doch so richtig klasse fühle ich mich trotzdem nicht.
Somit habe ich mir die Frage gestellt "Bin ich glücklich im Job? Wie läufts im Team?" Und ein Lichtlein ging auf.. immerhin macht der Beruf 8 Stunden am Tag aus.
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Seit Beginn im Unternehmen, achtete ich darauf, immer zuvorkommend und freundlich zu sein, was auch bestimmt geschätzt wird. Jedoch glaube ich, dass mich das Team von 5 Mann, nicht so richtig integrieren will. Ich finde inzwischen, die Fachinformatiker-Vorurteile, bestätigen sich.
Für mich sind das hier alle Nerds, die nichts anderes im Sinn haben, als zu lästern, meckern, kritisieren und über die neuste Technik zu reden.
Ich kann mit denen einfach nicht reden, schon weil mich die Gesprächsthemen nicht interessieren und keine Ahnung darüber habe. Ich bin halt wirklich nur im Arbeitsleben ein "PC-Freak". Im privaten leben habe ich nichts damit zu tun. Ich zocke nicht, habe sogar meinen PC entsorgt und halte nichts vom "neustes Handy" oder "neustes Template". Ich bin also frei vom "Fachinformatiker-Klitschee". Am liebsten geh ich raus, lerne Menschen kennen und kommuniziere, was das Zeug hält.
Mein Team scheint sich untereinander gut zu verstehen. Ich bin so bisschen das schwarze Schaf, weil ich mich distanziere und lieber mein Ding mache. Kann mich mit denen einfach nicht identifizieren. Ich finde, die komplette Mannschaft hier, ist kommunikativ-inkompetent und hat keinerlei Fähigkeiten, sinnvoll im Team zu arbeiten.
Das mache ich an einigen Erlebnissen fest die ich gerne mal schildern möchte:
1. Immer wenn ich eine Frage habe (ich bin immer freundlich und glaube sogar mich klein zu machen), erhalte ich nonverbale - "Verpiss-dich" - Signale.. bekomm zwar eine Antwort.. das aber ohne Blickkontakt und ehrlicher Hilfsbereitschaft.
2. Ich habe das Problem schonmal angesprochen und gesagt: "Ich fühle mich nicht integriert...." sofort kam eine Rückantwort: "Daran bist du aber auch selbst Schuld".
Im Ernst.. ist das heutzutage etwa die Art, ein harmonisches Zusammenarbeiten zu ermöglichen, indem sofort eine Beschuldigung stattfindet? Ich halte eher etwas von "Gemeinsamen Lösungsweg finden".
Argumente waren: "Du isst mit uns kein Mittag / Kaffee / Frühstück und und und"
Darauf gab ich die Antwort, dass ein gemeinsamer Essenstisch einfach nicht so meins ist, da meine Esszeiten auch variable sind.. und ich lieber alleine Esse.. aber versuchen werde, wenigsten am Kaffeetisch, regelmäßig teilzuhaben.
3. Das mein Team im Nachbarzimmer sitzt und ich praktisch mit anderen Leuten im Büro, direkt nebenan, arbeite, halte ich für Bullshit.
Überhaupt nicht Teamfördernt, wenn im Büro, in welchen man sitzt, kein einziger, weiterer, vom eigenen Team, hockt. Aber wir ziehen bald um, in neue Büros.
Deshalb machte ich den Vorschlag "ich halte es für besser, wenn wir alle in ein Zimmer kommen..." sofort, ohne sich erstmal den Kopf darüber zu machen, weshalb ich diesen Vorschlag bringe, kam ein "Nein da bin ich dagegen! Wir sind schon genug! 5 Leute in einen Zimmer sind so&so schon zu viel."
4. Ich wurde schon angeschnautzt, weil ich einfach so ins Büro platze und losfrage, wenn ich ne Frage hab. Ich soll erstmal warten, bis sie auch bereit sind die Frage entgegen zu nehmen. Seitdem geh ich immer ins Büro.. schweige paar Sekunden, schau alle an und fang dann an, die Frage zu stellen. (????!)
5. Ich bin der Jüngste.. 2 sind Ende 20, die anderen über 50
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Es gibt mehrere Möglichkeiten:
1. Es liegt an meinem Verhalten
2. Es liegt am Team
3. Es liegt am falschen Beruf
Tatsache, Folge ist, dass:
- Ich nach Arbeit zu nichts anderem mehr Lust habe, als heim zu gehen und abzuschalten
- Ich frühs nicht mehr aus dem Bett komme und meist erst ab Mittags auf Arbeit erscheine
- Ständige Stimmungsschwankungen und depressive Phasen habe. (Hab schon lange nach dem Grund gesucht, Dinge geändert aber nichts gefunden. Ich bin mir jetzt fast sicher, dass es einfach am Arbeitsklima liegt.
- Ich mich oft unsicher fühle.
Ich entscheide mich jedenfalls auf Möglichkeit 1: Es liegt an meinem Verhalten.
Berufswelt ist komplizierter als ich dachte, wenn man nicht die richtigen Menschen um sich hat.
Ich glaube einfach, ich bin zu nett / zuvorkommend / freundlich und muss den Spieß mal umdrehen. Darf mir nicht mehr alles gefallen lassen und muss die freundlichkeit gegenüber denen einstecken, die es zu mir auch nicht sind.
Im Privatleben läuft übrigens alles wunderbar, kann über nichts klagen. Viele Freunde, Tolle Unternehmungen, alles perfekt.
Vielleicht musst ich einfach mal die Faust auf den Tisch schlagen und sagen was hier Sache ist und das es so nicht weiterlaufen kann, sobald wieder ne dumme Reaktion kommt.
Ich möchte gerne wisssen, wie ihr die Situation beurteilt und hoffe bitte auch auf Tipps, wie ich vorgehen sollte. Ich überlege schon den Betrieb zu wechseln. Allerdings will ich das wirklich erst, wenn ich merke, dass ich hier einfach nichts an der Situation ändern kann.
Aber der Gedanke "ich muss hier nicht sein, wenn ich nicht will. Ich kann einfach kündigen und nen neuen Betrieb suchen" fühlt sich echt befreiend an..
was aber wenn es dort dann genauso ist?
Mit anderen Kollegen (wenn ich mal auf Dienstreise bin), komm ich übrigens gut klar.
Liebe Grüße