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Hi Tyra,

Hi Ruheloser,
An sich bekommt ein V*** immer auch ne Haftstrafe..ggf. auf Bewährung.

Wenn die Beweislage das hergibt, dann ja. Wenn das Opfer nicht reden kann, schweigt, dann ... nichts.
Ich der Meinung, dass man den Prozess erst dann beginnt, wenn das Opfer aussagen kann. Somit eine relle Chance hat.
--

Ich war damals der Einzigste den sie sich öffnen konnte. Aber vor Gericht hat sie geschwiegen. Sie war Erstarrt.
Ich bin für sie alle wege gelaufen, einfach damit man sie eben nicht aus ihrem umfeld zerrt, so wie es das Gesetzt vorschreibt, dafür hat man mich angeklagt, und das obwohl J.-A. ect. wußten, mir die Frage stellten: Was geht sie das an? Mehr will ich nicht dazu sagen. Ist ein Einzellfall. Sehr viele Menschen haben dabei einfach weggeschaut. Kompliziert. Zum Kotzen, ehrlich.

LG
Knut
 
Tja schön blöd, wenn das Opfer den Mund nicht aufkriegt....mag hart klingen, aber: selber Schuld! Warum hat sich das Opfer nicht SOFORT psychologisch betreuen und wieder aufbauen lassen und ist mit dem Psychologen an der Seite in den Gerichtssaal einmarschiert? Traurig, traurig...noch mehr z.T selbstverursachtes Leid.
Was ein guter Psychologe so alles bewirken kann hat ja der Fall Stefanie sehr deutlich gezeigt, wo Eltern und Opfer psychologisch gecoacht wurden und aufrecht und direkt und offen durch den Prozeß marschiert sind. Kommt leider viel zu selten vor.

Von deiner Seite her wäre es besser gewesen, du hättest sie zeitnah und direkt genügend beeinflusst zu einem FAchmann bzw besser noch Fachfrau = Psychologin zu gehen, sich auch anderen anzuvertrauen so als Vorübung für den Prozess...Man muss immer ein wenig schützen aber auch genügend stubbsen, damit das Opfer selber sich schützt indem es halt den Mund aufmacht. Das ist total wichtig, wenn man da auf Heimlichtuerei schaltet verstärkt das im Opfer nur Schuld- und Schamgefühle...daher ist es wichtig ein Opfer von ANfang an darin zu bestärken, dass es offen über alles reden kann und sollte, nix Schlimmes daran ist offen über die Straftat zu reden, sondern das im GEgenteil supergut und wichtig ist. Vielleicht hättest du anstatt ihr alle WEge abzunehmen sie motivieren sollten diese Wege auch mit zu gehen...mit dir an der SEite...damit bei ihr der Motor zur Selbsthilfe angesprungen wäre. Das soll jetzt kein Vorwurf sein, als Laie weiss man ja oft nicht was richtig oder falsch ist. Daher ist es immer ratsam ne Beratungsstelle oder auf Sexualdelikte spezialisierten Psychologen im Hintergrund mit dabei zu haben und zu fragen wie man es machen sollte.

Ich hoffe dass sie zumindest JETZT in Behandlung und psychologischer Betreuung ist? Wäre total wichtig für sie.

ja es ist traurig, dass viele Menschen einfach wegschauen..aber oft reicht einer, der es nicht tut und das richtige tut...das ist schon viel wert. Du solltest dir also keine Vorwürfe machen, du hast es ja zumindest versucht.

Gruß
Tyra
 
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Zu darksides Hinweis auf Gewässerverschmutzung...tschja...Allgemeinheit versus Individuum, Individualrecht...Der Einzelne ist exakt so viel wert wie er es selber festlegt, aber die Allgemeinheit sieht das halt oft anders.
Wobei zu sagen ist, dass hier in Deutschland z.B das Schmerzensgeld im Vergleich zu Amiland niederschmetternd niedrig ausfällt.

Wer viele bedroht und schädigt wird härter bestraft als jemand, der nur einen bedroht oder schädigt, das ist ja klar...Ob das immer gerecht ist ist ne andere Frage.
Aber ein Freund von mir, der Anwalt ist sagt oft: Recht und unser REchssystem hat nix mit Gerechtigkeit zu tun. Es dient nur der Aufrechterhaltung der Gesamtfunktion einer Gesellschaft...wie der Einzelne damit klar kommt ist erstmal nachrangig.
 
Hallo Ruheloser,

was ich nicht schnalle, ist warum du dafür bestraft wirst, wenn deine Bekannte nichts aussagt, aber du doch ne Anzeige gemacht hast? Das versteh ich nicht- oder hab ich Dich falsch verstanden?

Mann, Tyra, mit deinem Post regst du mich grad tierisch auf. Weil hat nicht alle Opfer so super toll stark wie Du und Deine Freundin sind. Weil es auch net soo einfach ist, gescheite Betreuungen zu finden. Weil es verdammt schwer ist, überhaupt darüber zu reden (vor allem, wenns nahe Angehörige sind). Geschweige denn, dass vor irgendwelche Polizisten/Anwälten/Richtern zu tun, die alles ganz genau hören möchten.
Weil es Opfer geben soll, die traumatisiert sind...
Und du sagst, selbst schuld :mad: :mad: :mad:

Ansonsten stimm ich Dir zu, man sollte nicht einfach alle Schritte für den anderen übernehmen. Sondern das zumindest gemeinsam machen- den anderen an die Hand nehmen.. (allerdings könnte es hier auch um ein Kind gehen, wenn ich das richtig verstanden habe- da ist ja nochmal ein anderes Vorgehen gefragt). Und sich selber Rückhalt zu suchen find ich auch ganz wichtig!
 
sry soror,

ja es klingt hart mit dem "selber schuld" wenn man sich keine Hilfe sucht etc..aber oft ist es halt so..ich will hier ja auch nicht pauschalisieren...Manche minderjährige Gewaltopfer sind natürlich so traumatisiert, dass sie nicht mal in der Lage sind zu erkennen was richtig oder falsch ist..ist ja klar.
Die Hauptschuld liegt IMMER beim Täter, ohne Frage.

Klar ist es nicht leicht gute Hilfe zu finden, aber es nicht einmal zu versuchen wäre in meinen Augen sone Art unterlassene Hilfeleistung an sich selber.

Im Fall Stefanie gab es Videoaufzeichnungen zu den Vergewaltigungen, die wurden im Prozeß abgespielt...die Eltern waren dabei...ja das ist hart, aber manchmal eben unumgänglich. Es ist ja auch nicht so, dass die Eltern oder das Opfer sich für irgendwas schämen müsste...der Täter sollte allein damit stehen und alle Welt sollte wissen, wozu er in der Lage war oder ist..damit es niemand vergisst. Oft hilft nur radikale Offenheit um sich selber zu schützen, so paradox das klingen mag. Damit es für ein Gewaltopfer auf Dauer nicht noch härter wird muss es ne zeitlang hart gegen sich selber sein und REDEN, für sich und seine Rechte reden.

Ich behaupte mal, dass meine vergewaltigte Freundin damals sehr schwer traumatisiert war..allerdings wie es sich an sich gehört nur kurze Zeit, da zeitnah Anzeige erfolgte und sie direkt psychologisch betreut wurde, sie Hilfe zuliess und obwohl es sehr sehr schwer für sie war über ALLES redete (was dann das Trauma relatic rasch kleinmachte) damit der Täter hinter Gitter kam und das kam er für relativ lange Zeit..ich glaube 10 Jahre...

Klar gibt es schwächere und stärkere Menschen...die Starken gewinnen, die Schwachen verlieren....Ich denke viele Mädchen oder Frauen werden oft schwach gedacht und springen mit auf auf diesen Gedankenzug...Ich wurde damals auch schwachgedacht, bin aber abgesprungen von diesem Tripp, weil ich nicht schwach sein WOLLTE...und wenn dieser Wille erstmal erwacht ist, hat man die es so gut wie geschafft, dann findet man schon Wege.

Stärke oder SChwäche sind keine statischen für-immer-Dinge....wer mal schwach war kann durchaus lernen stärker zu werden, falls man sich ne Chance dazu gibt. Grad Gewaltopfer haben an sich oft auch Vorteile im Leben auf die harte Tour etwas Grundsätzliches über Stärke oder Schwäche erfahren zu haben. Dieses Wissen können sie für sich nutzen...oder auch nicht....

Der Mensch ist die flexibelste und lernfähigste Spezies auf diesem Planeten..ob der seine Fähigkeiten benutzt, ob der Einzelne seine Fähigkeiten entwickelt liegt zu großen Teilen an ihm selber. In jedem liegen große Chancen...also liebe soror, mach das Beste draus! Mehr kann man an sich net dazu sagen.

Gruß
Tyra

P.S. Das mit Ruheloser hab ich auch noch net kapiert..er wurde angezeigt, weil der das Opfer in seinem Umfeld beließ....ggf. war der Täter dort noch und hatte Zugriff? Keine Ahnung..
 
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