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Anwalt?

Tacho!

Am 27.09.22 (!) hatte ich ein unschönes Erlebnis mit der Bahn. Ich mach's mal kurz, kann man überspringen, die eigentliche Frage kommt später. Zusammengefasst: Streitwert 70€, es gab Briefwechsel und die übliche Hinhaltetaktik dieser Gurkentruppe.
Versteckter Text, Trigger-Gefahr:
Letzter Bus, nachts um halb eins, fährt an 10 wartenden Gästen vorbei. Wir holen uns zwei Taxis, fahren mit dem Taxi am Bus vorbei, der in der nächsten Kurve steht und der Fahrer schläft seelenruhig. Fotos gemacht und Namen unserer Mitfahrer aufgeschrieben.
Habe direkt an die Bahn einen Brief geschrieben mit Taxibeleg, Fahrtverlauf, Situation, Fahrschein, Kontonummer. Darafhin bekan ich ein Formular, in dem ich bitte Taxibeleg, Fahrtverlauf, Situation, Fahrschein, Kontonummer angeben. Getan.
Zwei Wochen passiert nix.
Angerufen. "Oh sorry ich geb's sofort weiter dass die Kollegen sich darum kümmern."
Tage später kommt ein Formular, in dem ich bitte Taxibeleg, Fahrtverlauf, Situation, Fahrschein, Kontonummer angebe.
Angerufen. "Oh sorry da ist was schief gelaufen, sie brauchen das nicht ausfüllen. Die Antwort von uns kommt in zwei bis vier Wochen.
Vier Wochen später wieder angerufen. "Ja wir haben aktuell lange BEarbeitungszeit, warten sie mal noch zwei Wochen."
Klar, hab ihc auch gemacht. Die Säcke warten natürlich dass ich mir sage, scheiß auf die 70€.
Dann kommt ein Schreiben, dass die das mittlerweile an "DB Fernverkehr Bamberg" abgegeben haben und ich von denen bis Ende Februar eine Antwort bekomme.
Anfang März die Nummer angerufen, die auf dem Brief stand. "Ja kann ich ihnen nicht sagen, sie sind ja jetzt bei Fahrgastrechte. Sie müssen nach Bamberg anrufen.... oh sorry die haben gar keinen Telefonservice und ich komme da jetzt nicht durch. Rufen sie in 10 Tagen nochmal an."
Heute wieder da angerufen, andere Frau dran. "Wieso ist das denn nach Bamberg abgegeben worden? Sorry kann ich ihnen nicht sagen aber in Zwei wochen haben sie bestimmt eine Antwort, sonst nochmal hier anrufen".



Letzte Woche hab ich die Situation beim Verbraucherschutz gemeldet. Heute bekam ich eine Antwort von denen mit der Aussage: >>Am besten schicken sie der Bahn nochmal alles was sie haben per Brief und schildern denen das. Ein Schreiben unsererseits kostet 40€. Bei 70€ frage ich mich, ob sich das so sehr lohnen würde....<<

Da hab ich mir nur gedacht "Leute, genau für sowas ist der Verbraucherschutz doch da". Ich meine, die Bahn ist für Ihren Service nicht unbedingt bekannt. Und die verschleiern ja nichtmal, dass die einen geprellten Kunden wegen 70€ solange hinhalten bis der sagt "komm scheiß drauf". Und jetzt wendet man sich schon an den Verbraucherschutz und der sagt dann "Ja gut mach das gleiche nochmal was du jetzt seit 'nem halben Jahr machst. Wir würden dir ja auch helfen aber bei 40€ Kosten...".
Ja, das ist doch genau der Punkt. Ich meine, ich bin ja nun wirklich keine Karen, aber muss ich denn echt wegen 70€ zum Anwalt? Ich bin zwar rechtschutzversichert, aber der Anwalt wird wegen 70€ auch sagen "Tja Junge, fahr besser Auto".
Oder?
 

Hallo diesistmeinnick,

schau mal hier: Anwalt?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ich habe auf meine letzten Fahrkostenerstattung - betraf eine Zugfahrt Ende Juli 2022 - bis letzte Woche gewartet. Es hat tatsächlich über 7 Monate gedauert, bis die Erstattung kam. Dabei ging es um 75,-€ und davon wurden dann noch 22,- € Bearbeitungsgebühr abgezogen.

Es ist ärgerlich, ja und ich habe mich auch geärgert, dass es so lange dauerte und habe ehrlich gesagt auch nicht mehr mit einer Reaktion gerechnet, aber mehr Ärger und Aufwand wäre es mir nicht wert gewesen. Wegen 70,-€ würde ich nicht zum Anwalt gehen, das wäre mir einfach zu aufwendig.
 
Ob sich die ganze Sache jetzt mit Anwalt auszahlen würde oder nicht, kann ich dir nicht sagen. Wahrscheinlich nicht.

Allerdings ist das ja so eine Prinzipsache. Wenn sich die immer mit einer Hinhaltetaktik abputzen können, weil es für die Kunden zu langwierig oder finanziell schwierig wird, tja - dann hat die Bahn gewonnen. Mit diesem Verhalten sitzt die Bahn definitiv am längeren Ast. Weil alle aufgeben. Entnervt.
 
Es ist die Frage, ob die Rechtsschutzversicherung den Fall übernehmen würde. Beim Anwalt zahlst du für ein Schreiben an die 400,00 € . Erkundige dich bei der Rechtsschutzversicherung, ob sie den Fall übernehmen.
Der Bahn würde ich einen gesalzenen Brief schreiben mit Androhung mit dem Fall an die Öffentlichkeit zugehen (regionales TV, Tageszeitung, Anwalt etc.). Ich habe ein paar Mal erlebt, dass die Leute dann ganz schnell werden. Negative Presse haben sie nicht so gerne.

oder

"Das EBA (Eisenbahn-Bundesamt) unterliegt der Aufsicht und den Weisungen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und wird von einem Präsidenten geleitet. Wer ist für die Deutsche Bahn zuständig? Seit ihrer Gründung im Jahr 1994 ist die Deutsche Bahn eine Aktiengesellschaft. Sie befindet sich zu 100% im Eigentum des Bundes. "

Schreibe an das BMVI auch mit Androhung an die Öffentlichkeit zu gehen.
 
Tacho!

Am 27.09.22 (!) hatte ich ein unschönes Erlebnis mit der Bahn. Ich mach's mal kurz, kann man überspringen, die eigentliche Frage kommt später. Zusammengefasst: Streitwert 70€, es gab Briefwechsel und die übliche Hinhaltetaktik dieser Gurkentruppe.
Versteckter Text, Trigger-Gefahr:
Letzter Bus, nachts um halb eins, fährt an 10 wartenden Gästen vorbei. Wir holen uns zwei Taxis, fahren mit dem Taxi am Bus vorbei, der in der nächsten Kurve steht und der Fahrer schläft seelenruhig. Fotos gemacht und Namen unserer Mitfahrer aufgeschrieben.
Habe direkt an die Bahn einen Brief geschrieben mit Taxibeleg, Fahrtverlauf, Situation, Fahrschein, Kontonummer. Darafhin bekan ich ein Formular, in dem ich bitte Taxibeleg, Fahrtverlauf, Situation, Fahrschein, Kontonummer angeben. Getan.
Zwei Wochen passiert nix.
Angerufen. "Oh sorry ich geb's sofort weiter dass die Kollegen sich darum kümmern."
Tage später kommt ein Formular, in dem ich bitte Taxibeleg, Fahrtverlauf, Situation, Fahrschein, Kontonummer angebe.
Angerufen. "Oh sorry da ist was schief gelaufen, sie brauchen das nicht ausfüllen. Die Antwort von uns kommt in zwei bis vier Wochen.
Vier Wochen später wieder angerufen. "Ja wir haben aktuell lange BEarbeitungszeit, warten sie mal noch zwei Wochen."
Klar, hab ihc auch gemacht. Die Säcke warten natürlich dass ich mir sage, scheiß auf die 70€.
Dann kommt ein Schreiben, dass die das mittlerweile an "DB Fernverkehr Bamberg" abgegeben haben und ich von denen bis Ende Februar eine Antwort bekomme.
Anfang März die Nummer angerufen, die auf dem Brief stand. "Ja kann ich ihnen nicht sagen, sie sind ja jetzt bei Fahrgastrechte. Sie müssen nach Bamberg anrufen.... oh sorry die haben gar keinen Telefonservice und ich komme da jetzt nicht durch. Rufen sie in 10 Tagen nochmal an."
Heute wieder da angerufen, andere Frau dran. "Wieso ist das denn nach Bamberg abgegeben worden? Sorry kann ich ihnen nicht sagen aber in Zwei wochen haben sie bestimmt eine Antwort, sonst nochmal hier anrufen".



Letzte Woche hab ich die Situation beim Verbraucherschutz gemeldet. Heute bekam ich eine Antwort von denen mit der Aussage: >>Am besten schicken sie der Bahn nochmal alles was sie haben per Brief und schildern denen das. Ein Schreiben unsererseits kostet 40€. Bei 70€ frage ich mich, ob sich das so sehr lohnen würde....<<

Da hab ich mir nur gedacht "Leute, genau für sowas ist der Verbraucherschutz doch da". Ich meine, die Bahn ist für Ihren Service nicht unbedingt bekannt. Und die verschleiern ja nichtmal, dass die einen geprellten Kunden wegen 70€ solange hinhalten bis der sagt "komm scheiß drauf". Und jetzt wendet man sich schon an den Verbraucherschutz und der sagt dann "Ja gut mach das gleiche nochmal was du jetzt seit 'nem halben Jahr machst. Wir würden dir ja auch helfen aber bei 40€ Kosten...".
Ja, das ist doch genau der Punkt. Ich meine, ich bin ja nun wirklich keine Karen, aber muss ich denn echt wegen 70€ zum Anwalt? Ich bin zwar rechtschutzversichert, aber der Anwalt wird wegen 70€ auch sagen "Tja Junge, fahr besser Auto".
Oder?

Also die Erstberatung kostet dir schon mal 50€ und gegen die DB hast du wohl null Chance die klagen dich in Grund und Boden .

Es gibt aber eine Schlichtungsstelle da würde ich mal anklopfen, wo die ist weiss ich aber nicht.
 
Manchmal reicht schon die Drohung, die Rechtsschutzversicherung einzuschalten und zu behaupten, man hätte bereits eine Schadensnummer.
Bei mir hat es bei der Telekom so prima funktioniert.
 
...., aber muss ich denn echt wegen 70€ zum Anwalt? Ich bin zwar rechtschutzversichert, aber der Anwalt wird wegen 70€ auch sagen "Tja Junge, fahr besser Auto".
Oder?


Hallo @diesistmeinnick

Du kannst Dich an deine Rechtschutzversicherung mal wenden...und vielleicht kannst Du im Rahmen einer Mediation alles regeln. Vielleicht bietet deine Rechtschutzversicherung so etwas an.

Aber wenn nicht (also keine kostenfreie Mediation), dann kostet Dich das Ganze u.U. sogar mehr als "der Streitwert", da Du ja auch eine Selbstbeteiligung hierbei zu beachten hast. Und die dürfte um ein mehrfaches höher sein.

Gib der Bahn eine Chance....Einwurf-Einschreiben mit Schilderung des Tatbestandes sowie des Fahrgastrechte-Formulars sowie der Belege (Kopien). Und dann noch kurz eine Erläuterung, wie oft Du Dich in der Sache schon gemeldet und die Unterlagen zugesendet hast. Auch würde ich die bisherigen (Versand)Kosten in dieses Schreiben aufnehmen.
Eine "Frist" kannst Du zwar in dein Schreiben setzen, aber diese wird wohl nicht berücksichtigt werden.

Drücke Dir die Daumen, dass Du deinen Anspruch auch erstattet bekommst.
 
Für 70 Euro Streitwert würde ich mich zuerst an eine Schlichtungsstelle wenden, bevor du viel Gled an die Anwälte dafür verballerst.
Denn, benötigst du als Privatperson den Rat eines Rechtsanwalts oder eine Auskunft, darf die Gebühr für ein erstes Beratungsgespräch nicht höher als 190 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer sein, es darf also insgesamt nicht mehr als 226,10 Euro kosten (§ 34 RVG).
Das steht in keinem Verhältnis zu deinen 70 Euro Streitwert.
 
Wenn die Beweislage dermaßen eindeutig ist, dass 10 Leute an einer Haltestelle warten und der Busfahrer kriegt das nicht mit, die 10 Leute sich in zwei Taxis setzen und den Bus überholen um dann den schlafenden Fahrer anzutreffen, dann ist da gewaltig was schief gelaufen.

Aus meiner Sicht - im Nachhinein ist man immer schlauer - sieht es so aus, dass ein Mensch einen Fehler (auf der Arbeit) gemacht hat.
Also ist der Mensch der Ansprechpartner. Er ist aber irgendwo angestellt, also müsste sein Arbeitgeber für dessen Arbeitsversäumnisse mit haften.
Es gibt reichlich Busunternehmer, die für Verkehrsbetriebe Linien bedienen, also hätte man rausfinden müssen wer das Unternehmen ist.
Das Unternehmen - oder den Verkehrsbetrieb - hätte man anschreiben müssen und unter Schilderung der Situation einen Schaden geltend machen müssen, der darin besteht, dass nach dem letzten Bus nur noch ein Taxi kam.
Den Schaden und die Portokostenfordert man mit Einschreiben an und setzt eine gerne reichlich angemessene Frist.
Geht die ergebnislos vorüber, so befindet sich der Verursacher und der Haftende als Schuldner in Verzug. Danach steht dem, der Recht bekommen will, der Rechtsweg offen, den man damit beginnt, dass man einen Anwalt einschaltet, der dann die Taxikosten, das Porto, seine Gebühr und so weiter einfordert.
Reicht das immer noch nicht, so gehts vor Gericht und der Verlierer - soweit man ihn richtig bezeichnet hat, zahlt.
Interessant an der Sache dürfte das Argument sein, dass plötzlich 10 Geschädigte auf dem Plan stehen und Ersatz wollen, also verdient der Anwalt an einem Schrieben mit 9 Kopien und es gibt 10 Gerichtsverfahren.
Die Schadensumme wäre dann nicht mehr geringfügig für den Verlierer!

Die gekauften Tickets können - glaube ich - nicht dazu gerechnet werden, egal an wen man das Entgelt bezahlt hat, da sie nicht benutzt wurden und daher weiter gültig sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann mich überhaupt nicht beklagen und stelle mich ehrlich gesagt eher auf die Bahnseite.

Die meisten Verspätungen werden tatsächlich von den Reisenden verursacht. Viel Zeit verliert man beim ein- und aussteigen. Ganz zu schweigen von irgendwelchen Selbstmördern. Das muss noch nicht mal auf der eigenen Strecke passieren, aber durch die Knotenpunkte zieht sich das wie ein Rattenschwanz durchs halbe Streckennetz. Medizinische Probleme, aggressive Mitreisende, Schwarzfahrer, oder Polizeifahndungen sind Dinge, von denen man meistens gar nichts mitbekommt.
Oft ist es so, das eine Anschlussbahn auf einen verspäteten Zug wartet. Für die Leute, auf die gewartet wird, ein Segen. Verpasst man einen Anschluss, kein Problem. Oft bekommt man dann sogar eine schnellere Verbindung, falls es eine gibt. Und mittlerweile ist das Streckennetz so gut abgedeckt, das es trotzdem relativ zügig weitergeht.

Gibt es Probleme, weil Personen im Gleisbett sind, eine Schranke oder Signalanlage ausfällt oder Äste auf der Strecke liegen, kommt es zu Verspätungen. Jeder von uns möchte sicher reisen und sicher ankommen.
Auch ich komme selten pünktlich an. Aber ich bin mir auch bewusst das die Bahn nicht mein Privattaxi ist, es keiner mit Absicht macht und merke wie sehr man sich bemüht eine passende, schnelle und unkomplizierte Lösung zu finden. Natürlich kann es frustrierend sein, man will irgendwann ankommen, ist müde und einfach nur fertig. Aber es lässt sich dann auch nicht mehr ändern und keiner macht es mit Absicht, um dich persönlich zu ärgern.

Ich hatte es schon das die Bahn mit meinem Gepäck weggefahren ist, ich im falschen Zug (falsche Richtung) saß oder aufgrund der Verspätung die letzte Bahn zum Zielort nicht rechtzeitig erreichen konnte. Und einmal das der Schienenersatzverkehr früh um 4 Uhr nicht gekommen ist und um meinen Zug zu bekommen ein Taxi nehmen musste um zum Hauptbahnhof zu kommen. Obwohl man mir an der Info die falschen Infoblätter gegeben hat (wahrscheinlich wurde nur "Bus ist nicht gekommen verstanden"). Demzufolge hatte ich mein Geld, fürs Taxi, an falscher Stelle eingefordert habe. Und trotzdem bekam ich innerhalb 14 Tagen eine Antwort und hatte mein Geld bereits schon auf dem Konto. Und das obwohl ich (wahrscheinlich an der Info) meine Taxiquittung liegen lassen habe und nicht mal den geforderten Nachweis bringen konnte und nur einen Kontoauszug mitgeschickt habe, auf dem die Kartenzahlung fürs Taxi gebucht war.

Für den verpassten letzten Zug zum Zielort bekam ich einen Taxischein. Wohlgemerkt hat das Taxi das
3 fache als mein Zugticket gekostet. Dank Super Sparpreis hatte ich 20 Euro fürs Ticket bezahlt. Das Taxi hat über 60 Euro gekostet.
Mein Gepäck, das ohne mich losgefahren war, hatte man für mich am nächsten Umstiegsbahnhof bereitgestellt. Ich musste es nicht einmal suchen, sondern man hat bereits auf mich gewartet. Zusätzlich hatte man mir noch Gutscheine gegeben, die in fast allen Läden im Bahnhof gültig waren. So konnte ich Essen und was zu trinken kaufen. Wert der Gutscheine ca. 30 Euro. Die restlichen Gutscheine habe ich einem Obdachlosen vorm Bahnhof gegeben. Bei Verspätungen mitten in der Reise und verpassten Anschluss, habe ich immer eine bessere Zugverbindung bekommen. Und obwohl meine Karte keine ICE Verbindung hatte, wurde ich in den nächsten ICE gesetzt. Fazit, ich war sogar eine halbe Stunde früher am Ziel.

Als ich im falschen Zug war, wurde ich weder angemotzt, noch musste ich für die Strecke (und zurück zum Bahnhof) nichts bezahlen. Der Zugbegleiter hat sich sogar die Zeit genommen, mir noch die beste Anbindung rauszusuchen, weil mein Akku und Datenvolumen fast leer war. Auch für die Weiterreise in die richtige Richtung wurde ich ohne Diskussion in einen Zug gesetzt, ohne dafür nochmal zahlen zu müssen.

Einmal hatte ich sogar beim Reiseantritt meinen ersten Zug verpasst, Eigenverschulden. Als ich dann in Nbg. war, war natürlich mein ICE schon weg. Da die Verbindung Nbg. - Köln alle 2 Stunden fährt, bin ich zum Folge-ICE. Habe den Zugbegleiter erklärt das ich meinen Anschluss ICE verpasst habe und er ließ mich einsteigen. Als er dann die Tickets kontrolliert hat, wollte er wissen was denn mit dem Anschluss los war. Da ich davon ausgehe, dass die mit ihren Gerät eh abfragen können, ob der Zug Verspätung hatte, war ich ehrlich und habe ihm gesagt, dass ich den Zug verbummelt habe. Da hat er nur gelacht und meinte es geht schon in Ordnung. Er kam nochmal und meinte das jetzt Personalwechsel ist und er dem Kollegen Bescheid sagt, damit es keinen Probleme gibt.

Also, auch wenn es nicht optimal läuft, man hat sich stehts um eine Lösung gekümmert. Ich habe noch nie eine Entschädigung für ein Ticket gefordert, nur diese eine Taxifahrt habe ich mir erstatten lassen.

Da ich selbst im Kundenservice arbeite, kann ich jeden versichern das es garantiert keine Hinhalte Taktik ist. Ihr müsst überlegen, wenn nur 1 Zug auf einer Hauptstrecke mit hoher Auslastung Verspätung hat, dann sind das mit allen Leuten die da ein und aussteigen mal locker 500 - 1000 Ersatzforderungen die zeitgleich eingehen. Und da ja nicht nur ein Zug betroffen ist, sondern es sich wie ein Dominoeffekt ausbreitet, möchte ich nicht wissen wie viel E Mails da täglich eintreffen.

Schon bei mir und meiner Arbeit werden an nur einem Standort tgl. 2500 Mails bearbeitet. Einige E Mail Anfragen die wir erhalten, bekommen vom System sofort eine Info das eine Bearbeitung / Antwort mind. 14 Tage dauert. Wenn dann der Kunde von uns eine Antwort bekommt und wir noch Infos brauchen etc. und er schickt uns die Antwort, dann landet diese wieder im großen Zentraleingang. Denn wenn wir auf eine Anfrage antworten, dann ist somit die E Mail abgearbeitet und geht in die Ablage.

Kleiner Tipp allgemein was solche Sachen angeht:
Haltet euch an die Vorgaben, was benötigt wird. Fehlt etwas, muss es nachgereicht werden. Das bedeutet längere Bearbeitungsdauer. Haltet euch kurz und knapp und drückt euch verständlich aus. Lasst sämtliche Emotionen außen vor und echauffiert euch nicht endlos über Nichtigkeiten, bleibt freundlich und sachlich. Stellt die Informationen zur Verfügung, die benötigt werden. Sämtliche Infos, wie... ob sie das nächste Mal nicht mehr Bahn fahren werden, was man von dem Verein hält und wie viel Kompetenz sie den Mitarbeitern absprechen oder ob sie schon einmal so etwas "dramatisches" erlebt haben, sind überflüssig und nicht zielführend. Rumbocken oder die Mitarbeit verweigern, heißt nur, dass es nicht fertig bearbeiten werden kann. Gebt euch nicht als Google Anwalt aus und spart euch Sarkasmus, Beleidigungen und sonstiges passiv-aggressives Verhalten oder Drohungen. Damit beeindruckt ihr keinen und führt nur dazu, dass es noch länger dauern kann bzw. die Anfrage geschlossen wird. Und falls ihr etwas handschriftliches als Anlage schickt, schreibt bitte leserlich und stellt sicher, dass man eure Sauklaue lesen kann. Konzentriert euch auf den Informationsaustausch und nicht darauf, euren Frust irgendwo abzulassen.
 
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Du bist keinem Raum beigetreten.

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