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Anonyme Alkoholiker (AA)/ Emotions Anonymous (EA)

Ich denke halt, es ist ihre Philosophie und es ist ja nicht für jeden. Es ist Selbsthilfe und nicht Therapie.

Es wäre aber doch schön, wenn es sich für jede:n einladend anhören würde, der:die Hilfe sucht, finde ich. Also für alle Menschen ist immer utopisch, aber die Sätze schrecken schon viele ab, finde ich, mehr als vielleicht nötig wäre. Die Menschen aus meinem Umfeld, mit denen ich darüber gesprochen habe, fanden sie jedenfalls verstörend bis grotesk.

Aber Sinnempfinden ist nicht unbedingt spirituell, finde ich, sondern höchst individuell je nach Mensch und Kontext. Die Forschung von Tatjana Schnell dazu fand ich sehr spannend.
 
Es wäre aber doch schön, wenn es sich für jede:n einladend anhören würde, der:die Hilfe sucht, finde ich. Also für alle Menschen ist immer utopisch, aber die Sätze schrecken schon viele ab, finde ich, mehr als vielleicht nötig wäre. Die Menschen aus meinem Umfeld, mit denen ich darüber gesprochen habe, fanden sie jedenfalls verstörend bis grotesk.
Ich finde das ganze 12 Schritte Programm nicht passend für mich, also schwer für mich dazu etwas zu sagen. Und die Intention der AAs kenne ich nicht so gut, dass ich viel dazu sagen kann.

Aber Sinnempfinden ist nicht unbedingt spirituell, finde ich, sondern höchst individuell je nach Mensch und Kontext. Die Forschung von Tatjana Schnell dazu fand ich sehr spannend.
Spiritualität ist für mich höchst individuell je nach Mensch und Kontext. Ich denke, dass jeder Mensch spirituell ist. Es ist unsere Verbindung zum Universum, zum Leben. Aber das kann ich auch so stehen lassen, wenn es für Dich was anderes ist.
 
Du kannst doch nicht anhand einer so begrenzten Info einfach die ganze Organisation verteufeln. 😳 🙄

Die AAs sind ganz häufig für viele Menschen die wirklich letzte Anlaufstelle und der letzte Anker, um von der Sucht wegzukommen.
Ich verteufel niemanden, ich schildere nur meinen Ersteindruck. Radikalreligiöse Organisationen jeglicher Art sollten meiner Meinung nach verboten sein. Die AA könnte man auch ohne religiöse Doktrin betreiben, sie entscheiden sich aber ganz bewusst für den exkludierenden christlichen Weg, der von vornherein alle anderen Glaubensgruppen und alle Minderheiten, die von der Kirche verfolgt werden, ausschließt. Als heteronormativer Christ mag man bei denen richtig sein, alle anderen gucken in die Röhre. Sowas sollte der Staat meiner Meinung nach nicht zulassen.
 
Tut mir Leid, wenn ich hier so reinspringe. Die Frage nach (der Suche nach) Sinn auf verschiedenen Ebenen beschäftigt mich immer wieder sehr und ich habe den Eindruck, dass sie durchaus auch im Zusammenhang mit unterschiedlichen Suchtthemen stehen kann. Jedenfalls wollte ich fragen, ob du hierzu
Aber Sinnempfinden ist nicht unbedingt spirituell, finde ich, sondern höchst individuell je nach Mensch und Kontext. Die Forschung von Tatjana Schnell dazu fand ich sehr spannend.
vielleicht Links/konkrete Texte/eine Buchempfehlung für den Einstieg hast? Meine (zugegebenermaßen oberflächliche) Google-Suche hat mehr über Tatjana Schnell als von ihr gefunden...

Zum eigentlichen Thema kann ich nicht viel sagen, weil ich keine Erfahrungen mit den Anonymen Alkoholikern oder verwandten Gruppen habe. Deine Bedenken finde ich aber absolut nachvollziehbar, sowohl die inhaltlichen als auch die "strukturellen". Wenn etwas missverständlich formuliert ist, weil es aus einer anderen Zeit stammt, oder grundsätzlich überholt, dann sollte es meiner Meinung nach hinterfragt und gegebenenfalls geändert werden. Nicht alles was einmal verständlich und sinnvoll war bleibt es und dann sollte eine Gruppe/Organisation/Institution/Was-auch-immer dazu in der Lage sein ein Konzept entsprechend anzupassen.
 
Ich verteufel niemanden, ich schildere nur meinen Ersteindruck.
Das ist wohl mehr ein Vorurteil.

Radikalreligiöse Organisationen jeglicher Art
???

sie entscheiden sich aber ganz bewusst für den exkludierenden christlichen Weg,
Gott (was immer wir dafür halten) kann genauso Allah oder Buddah oder das Spagetti Monster sein.

Abgesehen davon ist es private Selbsthilfe. Wenn einem diese Gruppe nicht passt, kann man einfach woanders hin gehen.
 
Tut mir Leid, wenn ich hier so reinspringe. Die Frage nach (der Suche nach) Sinn auf verschiedenen Ebenen beschäftigt mich immer wieder sehr und ich habe den Eindruck, dass sie durchaus auch im Zusammenhang mit unterschiedlichen Suchtthemen stehen kann. Jedenfalls wollte ich fragen, ob du hierzu

vielleicht Links/konkrete Texte/eine Buchempfehlung für den Einstieg hast? Meine (zugegebenermaßen oberflächliche) Google-Suche hat mehr über Tatjana Schnell als von ihr gefunden...

Zum eigentlichen Thema kann ich nicht viel sagen, weil ich keine Erfahrungen mit den Anonymen Alkoholikern oder verwandten Gruppen habe. Deine Bedenken finde ich aber absolut nachvollziehbar, sowohl die inhaltlichen als auch die "strukturellen". Wenn etwas missverständlich formuliert ist, weil es aus einer anderen Zeit stammt, oder grundsätzlich überholt, dann sollte es meiner Meinung nach hinterfragt und gegebenenfalls geändert werden. Nicht alles was einmal verständlich und sinnvoll war bleibt es und dann sollte eine Gruppe/Organisation/Institution/Was-auch-immer dazu in der Lage sein ein Konzept entsprechend anzupassen.

Hier findest du eine Zusammenfassung vieler Forschungsergebnisse:


Falls du an ihrem Buch Interesse hast, kannst du mir ansonsten per PN schreiben.
 
Deine Bedenken finde ich aber absolut nachvollziehbar, sowohl die inhaltlichen als auch die "strukturellen". Wenn etwas missverständlich formuliert ist, weil es aus einer anderen Zeit stammt, oder grundsätzlich überholt, dann sollte es meiner Meinung nach hinterfragt und gegebenenfalls geändert werden. Nicht alles was einmal verständlich und sinnvoll war bleibt es und dann sollte eine Gruppe/Organisation/Institution/Was-auch-immer dazu in der Lage sein ein Konzept entsprechend anzupassen.

Das ist gut zusammen gefasst, finde ich. 🙂
 
Hier findest du eine Zusammenfassung vieler Forschungsergebnisse:


Falls du an ihrem Buch Interesse hast, kannst du mir ansonsten per PN schreiben.
Danke! Die Seite sieht wirklich sehr interessant aus, ich werde sie gleich mal genauer anschauen.
 
Ich verteufel niemanden, ich schildere nur meinen Ersteindruck. Radikalreligiöse Organisationen jeglicher Art sollten meiner Meinung nach verboten sein. Die AA könnte man auch ohne religiöse Doktrin betreiben, sie entscheiden sich aber ganz bewusst für den exkludierenden christlichen Weg, der von vornherein alle anderen Glaubensgruppen und alle Minderheiten, die von der Kirche verfolgt werden, ausschließt. Als heteronormativer Christ mag man bei denen richtig sein, alle anderen gucken in die Röhre. Sowas sollte der Staat meiner Meinung nach nicht zulassen.
Soweit ich weiß, stehen die AA jedem offen, dazu muss man nicht christlich sein.

Auch wenn die Formulierungen seltsam und fragwürdig sind, haben die AA schon sehr vielen Menschen dabei geholfen, trocken zu bleiben. Auch Homosexuellen und Atheisten.
 
Es wäre aber doch schön, wenn es sich für jede:n einladend anhören würde, der:die Hilfe sucht, finde ich. Also für alle Menschen ist immer utopisch, aber die Sätze schrecken schon viele ab, finde ich, mehr als vielleicht nötig wäre. Die Menschen aus meinem Umfeld, mit denen ich darüber gesprochen habe, fanden sie jedenfalls verstörend bis grotesk.

Aber Sinnempfinden ist nicht unbedingt spirituell, finde ich, sondern höchst individuell je nach Mensch und Kontext. Die Forschung von Tatjana Schnell dazu fand ich sehr spannend.

Och habe einfach mal ein Beitrag von dir zitiert, damit du eine Benachrichtigung bekommst.

Ich bin seit über 6 Jahren bei NA( Narcotics Anonymous), dem Pendant zu den AA für alle stoffgebundenen Süchte respektive Drogen.
Meine Erfahrungen sind sehr positiv, da ich durch die Gruppe clean werden konnte. Das habe ich vorher trotz mehrerer Jahre des Versuchens, stationärer Therapien und geschlossener Psychiatrie nicht geschafft.

Du hast einige Fragen gestellt, für die es sich tatsächlich empfiehlt einfach mal eine Gruppe zu besuchen! Das meiste wird dort klar werden. Insgesamt kann ich aber sagen, dass du keinen Sorgen haben musst. Du musst nichts tun oder sein, sondern wirst so angenommen, wie du bist. Du musst keine Präambel mitsprechen oder irgendwelche Glaubensbekenntnisse abgeben. Auch das Thema mit den Charakterfehlern soll dich erstmal nicht weiter beunruhigen, da es bewusst nicht am Anfang steht und erst mit dem Gesamtkontext Sinn ergeben wird und auch nicht negativ gemeint ist. ( kann gerne mehr dazu schreiben bei Interesse).
Du musst nichtmal die Schritte annehmen oder arbeiten, das 12 Schritte Programm ist nur eine Empfehlung, keine Pflicht. Bei NA heisst es zB " Die einzige Voraussetzung, um bei NA mit zu machen ist der Wunsch mit dem Drogen nehmen aufzuhören, du musst bei deinem ersten Meeting nicht clean sein" und " du bist Mitglied, wenn du es sagst". Also es gibt keine Verpflichtungen oder Versprechen, die du abgeben musst. Es ist keine Sekte und solltest du nicht wiederkommen, wird dich keiner verfolgen.

Bei EA war ich noch nicht, aber es läuft ähnlich dort, da das 12 Schritte Programm mittlerweile anerkannt ist und für viele Zwecke adaptiert wurde.


Ich verteufel niemanden, ich schildere nur meinen Ersteindruck. Radikalreligiöse Organisationen jeglicher Art sollten meiner Meinung nach verboten sein. Die AA könnte man auch ohne religiöse Doktrin betreiben, sie entscheiden sich aber ganz bewusst für den exkludierenden christlichen Weg, der von vornherein alle anderen Glaubensgruppen und alle Minderheiten, die von der Kirche verfolgt werden, ausschließt. Als heteronormativer Christ mag man bei denen richtig sein, alle anderen gucken in die Röhre. Sowas sollte der Staat meiner Meinung nach nicht zulassen.

Dein Beitrag besteht vorrangig aus Meinung und nicht aus Ahnung. Die 12 Schritte Programme sind nicht fokussiert auf den christlichen Glauben oder eine Religion. Es geht um die Annahme einer höheren Macht und nicht um den Glauben an einen alten Mann mit Bart auf einer Wolke. Es gibt AA überall, auch in muslimischen, buddhistischen oder atheitischen Ländern. Auch scheinst du keine Ahnung von den Kriterien zu haben, die eine Sekte klassifizieren.
Deine Meinung, dass der Staat religiöse Gruppen, die gewisse Gruppen ausschließen, verbieten sollte, verstößt ebenfalls gegen das Grundgesetz. Die christliche Kirche spricht von Ungläubigen, der Islam ebenfalls. Beide sind erlaubt. Deine Ansicht ist daher keine Meinung, sondern ist verfassungsfeindlich und damit nicht zu tolerieren.
 

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