Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Anklage

  • Starter*in Starter*in estrela*
  • Datum Start Datum Start
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
E

estrela*

Gast
Psychotherapeutin zerstört Familien-Harmonie


Sachverhalt:
Es besteht eine innige Kind-Mutter-Kind-Beziehung.
Als junges Mädchen Anfang zwanzig leidet das „Kind“ unter einer depressiven Verstimmung und sucht eine Psychotherapeutin auf.
Diese sagt als erstes - und führt die Therapie in diesem Sinne dann über mehrere Jahre fort:
„Mütter sind an allem schuld. Distanzieren Sie sich von der Ihren.“

Im Laufe der Zeit geht die gute Beziehung zwischen Tochter und Mutter kaputt: die Tochter bricht (fast) alle Kontakte zu ihrer Mutter ab. Die inzwischen räumliche Entfernung zwischen den beiden ist dabei unterstützend.
So bis heute - viele Jahre später.

---

Mediziner kann man wegen (Behandlungs-)Fehlern mit fatalen Folgen vor Gericht bringen.
Was kann man bei so einem Psychotherapeuten machen?
 

Hallo estrela*,

schau mal hier: Anklage. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo estrela,

Ich glaube niemand hier kann beurteilen wie die familiäre Situation ist und ob ein Behandlungsfehler vorliegt.

Tatsache ist, dass viele Psychotherapeuten die Probleme in der Kindheit und dadurch auch bei den Eltern suchen. Viele psychologische Probleme stehen auch in diesem Zusammenhang.

Ich weiß nicht in welcher Beziehung du zu dem Sachverhalt stehst, ich mahne nur davor zu schnell zu urteilen - auch wenn das nicht das ist, was du vielleicht hören willst.

I.d.R. würde ich immer empfehlen den Psychotherapeuten zu wechseln falls man nicht zufrieden ist. Einen (Behandlungs-)Fehler festzustellen ist fast unmöglich, da die gesamte Behandlung innerhalb eines Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient stattfindet.

Manchmal ziehen Patienten auch vor Gericht. Das ist meistens der Fall, wenn beispielsweise Missbrauch stattgefunden hat. In allen anderen Fällen ist es jedoch schwierig, Kunstfehler in der Psychotherapie nachzuweisen.

Das liegt erstens daran, dass sich immer auch Argumente finden lassen, die gerade das, was der Patient bemängelt, als wichtigen Therapiebestandteil erachten.
Zweitens sind Patienten nicht immer umfassend darüber informiert, dass es in Therapien auch Rückschläge und schlechte Phasen geben kann. Ihre Vorwürfe lassen sich daher leicht entkräften.
Im Zweifelsfall steht Aussage gegen Aussage. Kaum jemand kann später noch nachweisen, was genau in der Therapie gesagt wurde.

Für Ärzte und erst recht Psychotherapeuten gilt ganz allgemein, dass es keine Handwerker sind, denen man Geld für einen Erfolg bezahlt, sondern man bezahlt für den "Versuch".
Das ist oft nicht zufriedenstellend, aber die Psyche ist eben sehr komplex und kann nicht wie mal eben gepflickt werden wie ein Dach, welches ein Loch hat.
 
....................................

Danke für Deine hervorragende Antwort.

Also:
Ich bin nicht Betroffene, aber sehr betroffen.
Erklärt sich mir nun, weshalb eine gute Freundin (die Mutter) seit langem so depressiv ist.
Erst kürzlich habe ich erfahren, was sich dort damals abgespielt hat. (Jene ""Therapie"“ ist beendet.)

Die Tochter hatte der Mutter von der Erst-Aussage der Therapeutin erzählt. Die Mutter - entsetzt, aber dennoch nicht sicher, ob sie vielleicht tatsächlich Fehler in der Betreuung ihres Kindes gemacht habe - sagte: ‚Sie ist deine Therapeutin. Tu', was sie sagt.‘
Und so kam es eben zu den jetzigen, für die Mutter schwerwiegenden Folgen.

Natürlich hat niemand daran gedacht, die Therapeutin „anzuzeigen“ („mangels Beweisen“).

Aber es war mir ein Anliegen, mir hier ein wenig Trost zu holen, den ich vielleicht an die Mutter weitergeben kann.

Danke dafür.
 
Nachtrag

Ich bleibe aber bei meiner Meinung, daß jene „Therapeutin“ vermutlich an jedem Punkt gegen die Mutter gehetzt - sprich: das Mädchen auf die angeblichen Fehler und schlechten Eigenschaften der Mutter aufmerksam gemacht hat, sonst wäre es nicht zu einem so totalen Zerwürfnis gekommen.

Es existieren viele Beweise, wie sehr das Kind seine Mutter geliebt hatte.
Und nun DAS ... 🙁
 
Die Mutter sollte sich mal an Ihre Krankenkasse wenden, die sollten Auskunft darüber geben können, was man machen könnte, denn die dürten auch daran interessiert sein, sofern die Mutter etwaige gesundheitliche und nachweisbare Schäden genommen hat, dass die Psychotherapeutin für die Kosten aufkommt.
 
Die Mutter sollte sich mal an Ihre Krankenkasse wenden, die sollten Auskunft darüber geben können, was man machen könnte, denn die dürten auch daran interessiert sein, sofern die Mutter etwaige gesundheitliche und nachweisbare Schäden genommen hat, dass die Psychotherapeutin für die Kosten aufkommt.

Dann müßte es sich bei der Mutter um eine "reaktive" Depression handeln, zurückzuführen auf den Bruch zwischen ihr und der Tochter.

DAS zu beweisen, wird vermutlich kaum möglich sein.
Zumal es ja auch keinen festen Zeitpunkt gibt.
 
Hallo,

ich würde mich da auch als gute Freundin nicht einmischen. Wer weiß, was da wie genau war und stimmt? Das ist allein die Sache zwischen der Tochter und der Mutter, die Geschichte in's Reine zu bringen.

Die Tochter wird sich mit dem Psychotherapeuten gründlich und intensiv über ihre Mutter unterhalten haben. Glaubst du, dass er aus Spaß an der Freude einen Keil zwischen Mutter und Tochter getrieben hat?

Dass die Mutter nun depressiv ist, weil ihre Tochter keinen Kontakt mehr zu ihr will, ist im Grunde nicht relevant. Interessant wäre es, wie es der Tochter damit geht? Vielleicht geht es ihr blendend, vielleicht sollte die Mutter ebenfalls einen Psychotherapeuten aufsuchen, um die ganze Sache aufzuarbeiten.

Liebe Grüße,
SFX
 
... ich würde mich da auch als gute Freundin nicht einmischen.

Wer sagt, daß ich das tue? Ich leide nur mit.

Inzwischen habe ich erfahren, daß ein Universitäts-Professor, bei dem später (!) beide (getrennt!) in Gesprächstherapie waren, eine ganz andere Begründung für das abweisende Verhalten der Tochter der Mutter gegenüber hatte.
 
In aller Regel liefern Therapeuten mit der Empfehlung "auf Distanz zu gehen" auch eine Begründung dafür. Diese Begründung fehlt hier in diesen Texten irgendwie, oder? Ein Kontaktabbruch ist selten "angenehm", aber ob er vielleicht sinnvoll war, oder eben nicht, und wie ein "Trost" ausfallen könnte ... bei der "Faktenlage" kommt nur "Kaffeesatzlesen" zur "Wahrheitsfindung" infrage.

@estrela*: Möchtest Du über die Begründung des Therapeuten etwas schreiben?
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Thema gelesen (Total: 1) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben