Hallo zusammen
ich weiß nicht wie ich das mit dem Tod als etwas positives verarbeiten soll, denn als ich 6 Jahre alt war hab ich miterlebt wie meine Opa starb und als später meine beste Freundin starb da war ich 24 Jahre alt und seit den hab ich Angst vor dem Tod dann frag ich mich was hat das alles für ein Sinn das ganze Leben wenn man stirbt und dann hab ich Angst das man für immer weg ist und nicht mehr existiert und kein Bewusstsein hat wie jetzt hier auf der Erde und sich nicht mehr wieder sieht 🙁 das ist sehr anhaltend mit der Angst und Trauer deswegen wie kann man das ins positive verarbeiten das man eine Gewissheit hat was nach dem Tod ist und ob wir uns wieder sehen werden und weiter existieren und ein Bewusstsein haben? Danke
Hmh, ich weiß gar nicht, ob ich dazu schon mal was geschrieben habe.
Aber ich versuche mich mal in deinen Opa und deine beste Freundin hineinzudenken. Ich glaube nicht,
dass sie gewollt hätten, dass du dich damit quälst, dass du Ängste hast. Ich gehe vom genauen
Gegenteil aus.
Wenn wir mal einen Augenblick davon ausgehen, dass es so etwas wie eine weitere Existenz nach
dem Tode gibt, würden sie dich bestimmt fragen, warum du dir das angetan hast.
Diese Form von Selbstquälerei, die etwas Selbstzerstörerisches hat.
Das wäre bestimmt nicht in ihrem Sinne gewesen.
Die Frage nach dem “Danach” wird dir keiner beantwoten können. Du kannst mir glauben,
ich habe Monate lang mit solchen Fragen gekämpft. Und für mich war erst mal das Wichtigste, dass
sie in mir in gewisser Weise weiter lebt.
Das ergibt für mich eine Form von Gefühl und dann auch wieder Hoffnung, aber so etwas
wie eine Beschreibung? Hmh. Ich möchte mich nicht selbst belügen. “Was für mich klar ist”, ist
dass der Mensch mit der klassischen Physik das Universum nicht beschreiben kann. Und
eben der alte Spruch “Zwischen Himmel und Erde………….” . Die viele Vermutungen, die sich
in Glaubenssätzen und -vorstellungen manifestieren, ja, ich will das nicht bewerten.
Jeder muss da wohl seinen eigenen Weg oder auch Glauben finden.
Aber bitte, nimm deinen Opa und deine Freundin in Gedanken mit. Vergiss sie nicht.
So bleiben sie dann auch in gewisser Form auch am Leben. Versuche die Angst in etwas Anderes zu kanalisieren. Damit die Beiden dann auch auf dich stolz sein können.
Ich weiß, dass es schwierig ist, sich aus diesem Schmerz zu befreien. Auch aus den ganzen
Gedanken, die dich begleiten. Vielleicht hätte dein Opa dir gesagt, “lebe dein Leben, auch für
mich.”
Das Leben ist nicht so furchtbar lang und manchmal macht man sich einfach zu viele
Gedanken darüber.
Ich würde es als schade empfinden,, wenn du zu viel Zeit brauchst, um zu diesem
Gedankenschluss zu kommen. Dein Opa und deine Freundin haben dir das Gute
im Leben gezeigt. Das war dann auch eine Form von Geschenk an dich.
Ich drücke dir die Daumen, dass du eine Sicht findest, mit allem so umzugehen, dass
du ein Leben angstfrei führen kannst. Dass du das Beste daraus machst. Auch im
Angedenken an deinen Opa und deine Freundin. Und ich wünsche dir auch, dass
du sie wiedersiehst. Das wünsche ich mir auch für mich und die Menschen, die
ich geliebt habe.